Schwarz-Gelb Harte Worte im Koalitionsausschuss
Bei einem Treffen der Koalitionäre bei der Kanzlerin soll es lauter zugegangen sein. Anlass war die Haltung von Umweltminister Röttgen zum Atomausstieg.
© Sean Gallup/Getty Images

Der Gesprächsbedarf wächst: Guido Westerwelle und Angela Merkel
Die Forderung von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) nach einem schnellen Ausstieg aus der Atomkraft belastet immer mehr das Klima in der schwarz-gelben Koalition. Vize- Kanzler und FDP-Chef Guido Westerwelle soll die Unionsseite in einer Sitzung des Koalitionsausschusses zur Rede gestellt haben. Westerwelle habe den Vorstoß heftig kritisiert, sagten Teilnehmer, die ungenannt bleiben wollten. Merkel nahm Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) nach seinem Vorstoß für eine rasche Ablösung der Atomkraft durch Öko-Energien in Schutz. Röttgen selbst nahm am Koalitionsausschuss nicht teil.
Der Vizekanzler habe Röttgen spürbar erbost vorgehalten, den von der Koalition vereinbarten Ausstieg aus dem Ausstieg infrage zu stellen. "Wir haben keinen früheren Ausstieg vereinbart", wurde der FDP-Vorsitzende zitiert. Die CSU habe sich in der Runde hinter die Kritik des Vizekanzlers gestellt. Auch aus den Reihen der CDU habe es Zustimmung gegeben.
Die FDP-Vertreter attackierten auch den CDU-Vize und nordrhein- westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers wegen seiner Distanzierung von der vereinbarten Steuerreform. Auch dies sei nicht vom Koalitionsvertrag gedeckt. Westerwelle und die anderen Vertreter der FDP kritisierten zudem Distanzierungen der CSU vom Koalitionskurs. Wegen ihres Umfragetiefs will die FDP das Tempo bei vereinbarten Beschlüssen wie zur Steuerreform erhöhen.
Die Kanzlerin ging in der Sitzung der CDU/CSU-Fraktion nach Teilnehmerangaben auch mit einem Schmunzeln auf Kritik der Liberalen ein. In einem Gespräch mit Mitarbeitern soll sie die schwäbisch sprechende FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger nachgeahmt haben. Ihr kurzer Auftritt soll mit Lachen aufgenommen worden sein.
CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich mühte sich nach dem Treffen um Schadensbegrenzung: "Der Verdacht, dass wir die Laufzeiten nicht verlängern wollen, muss ausgeräumt werden." Die Kernenergie werde, wie im Koalitionsvertrag formuliert, als Brückentechnologie benötigt, bis man sie durch alternative Energieformen voll ersetzen könne. Das sei Konsens in der Koalition. Er könne nicht nachvollziehen, was Röttgen zu seinen Bemerkungen veranlasst habe.
Die Äußerungen Röttgens werden von der FDP als Avance der CDU an die Grünen gewertet. Die Grünen haben sich in Nordrhein-Westfalen, wo am 9. Mai gewählt wird, ihre Koalitionsoptionen ausdrücklich offen gehalten. Vor diesem Hintergrund sind auch die heftigen Gegenreaktionen der Liberalen zu erklären, die um ihre Machtbasis fürchten. Generalsekretär Christian Lindner hatte Röttgen bereits am Montag aufgefordert, er müsse aus seinen "schwarz-grünen Blütenträumen" aufwachen.
Die Atompolitik ist nur ein Konfliktfeld der Koalition. Union und FDP sind auch in der Steuer- und Gesundheitspolitik uneins. Westerwelle hatte vor wenigen Tagen, auch als Konsequenz aus dem Einbruch der FDP in den Umfragen, eine härtere Gangart angekündigt.
- Datum 09.02.2010 - 19:56 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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"In einem Gespräch mit Mitarbeitern soll sie die schwäbisch sprechende FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger nachgeahmt haben. Ihr kurzer Auftritt soll mit Lachen aufgenommen worden sein."
das gabs so von frau merkel in der zeitung auch noch nicht. ist das ende vielleicht doch näher als gedacht. mit der fdp ist einfach kein staat zu machen.
Sie sagen: "mit der fdp ist einfach kein staat zu machen".
Nicht nur das: Die FDP ist gegen jede Art Staat. Sie ist für ruinieren der Staatsfinanzen für ihre spendende Klientel.
Sie ist für die Atomindustrie und nimmt die Gefährdung der Bevölkerung in Kauf.
Sie ist dagegen, Steuerhinterzieher durch Ankauf von Informationen konsequent zu verfolgen, vermutlich, weil es ihre Kernklientel treffen könnte, obwohl inzwischen selbst Schweizer Politiker Verständnis hierfür geäußert haben.
Sie sind dafür, alles und jedes zu privatisieren, auch wenn es eindeutig hoheitliche Aufgaben sind wie in Baden-Württember z. B. die Gerichtsvollzieher. Mit den Gefängnissen wurde in Offenburg auch schon ein erster Schritt in diese Richtung gemacht.
Kurz gesagt: Wenn dem Staat etwas schadet und gleichzeitig ihrer 5 %-Kernklientel auch nur im Geringfügigsten nützt, ist die FDP dafür.
Sie sagen: "mit der fdp ist einfach kein staat zu machen".
Nicht nur das: Die FDP ist gegen jede Art Staat. Sie ist für ruinieren der Staatsfinanzen für ihre spendende Klientel.
Sie ist für die Atomindustrie und nimmt die Gefährdung der Bevölkerung in Kauf.
Sie ist dagegen, Steuerhinterzieher durch Ankauf von Informationen konsequent zu verfolgen, vermutlich, weil es ihre Kernklientel treffen könnte, obwohl inzwischen selbst Schweizer Politiker Verständnis hierfür geäußert haben.
Sie sind dafür, alles und jedes zu privatisieren, auch wenn es eindeutig hoheitliche Aufgaben sind wie in Baden-Württember z. B. die Gerichtsvollzieher. Mit den Gefängnissen wurde in Offenburg auch schon ein erster Schritt in diese Richtung gemacht.
Kurz gesagt: Wenn dem Staat etwas schadet und gleichzeitig ihrer 5 %-Kernklientel auch nur im Geringfügigsten nützt, ist die FDP dafür.
Diese Liebesheirat einer Koalition erodiert in einer Geschwindigkeit, die mit dem Begriff "Atemberaubend" noch milde umschrieben ist. Das mit der FDP von heute kein sozialverträgliches Gemeinwesen zu machen ist, sollte sich langsam bis zur Kanzlerin der Herzen und auch bis zum letzten ignoranten FDP-Wähler durchgesprochen haben. Der Zeitpunkt nach der NRW-Wahl wird mehr als spannend. Evtl halten die auch gar nicht so lange durch. Besser so.
Sie sagen: "mit der fdp ist einfach kein staat zu machen".
Nicht nur das: Die FDP ist gegen jede Art Staat. Sie ist für ruinieren der Staatsfinanzen für ihre spendende Klientel.
Sie ist für die Atomindustrie und nimmt die Gefährdung der Bevölkerung in Kauf.
Sie ist dagegen, Steuerhinterzieher durch Ankauf von Informationen konsequent zu verfolgen, vermutlich, weil es ihre Kernklientel treffen könnte, obwohl inzwischen selbst Schweizer Politiker Verständnis hierfür geäußert haben.
Sie sind dafür, alles und jedes zu privatisieren, auch wenn es eindeutig hoheitliche Aufgaben sind wie in Baden-Württember z. B. die Gerichtsvollzieher. Mit den Gefängnissen wurde in Offenburg auch schon ein erster Schritt in diese Richtung gemacht.
Kurz gesagt: Wenn dem Staat etwas schadet und gleichzeitig ihrer 5 %-Kernklientel auch nur im Geringfügigsten nützt, ist die FDP dafür.
... ist Merkel.
Durch ihre Politik des dafür und des dagegen und eines beherzten sowohl als auch entpuppt sich der Spitzenbeamte der Republik als Bremsklotz. Man sollte in das GG einen Passus aufnehmen, dass der Kanzler gefeuert werden kann, wenn sein oder ihr Nichtstun als Arbeitsverweigerung bzw. Faulheit aufgefasst wird.
Seit Schröder aus dem Amt ist, gluckt Madame auf ihrem Stuhl und betrachtet die Welt aus der Perspektive einer Abwesenden. In Sachpolitik herrscht Stillstand. Merkels Motive sind klar, ihre Motive heißt: Einschläfern. Spannend bliebe nur noch die Frage, ob die CDU-Fraktion auch lachen würde, wenn jemand ein flügellahmes Huhn imitiert.
haben Sie nicht richtig verstanden.
Da gibt es nur ein bzw. zwei Motive:
Kanzlerin sein und Kanzlerin bleiben.
Wenn Sie sich das verinnerlichen, werden Sie künftig das ganze Gehabe dieser Frau und alle ihre Worte und alle ihre seltenen Entscheidungen sofort schlagartig verstehen.
haben Sie nicht richtig verstanden.
Da gibt es nur ein bzw. zwei Motive:
Kanzlerin sein und Kanzlerin bleiben.
Wenn Sie sich das verinnerlichen, werden Sie künftig das ganze Gehabe dieser Frau und alle ihre Worte und alle ihre seltenen Entscheidungen sofort schlagartig verstehen.
... dass die CDU durch die offizielle Korruption der FDP, gezwungen ist sich abzugrenzen, selbst bei Themen hinter denen sie eigentlich felsenfest steht.
Herrlich! Eine Freude anzuschauen. Und solange die Wespenkoalition streitet, solange kann sie zumindest den Schaden nicht vergrößern. Dass sie was für D bewegt, hat ja ohnehin niemand so richtig geglaubt.
haben Sie nicht richtig verstanden.
Da gibt es nur ein bzw. zwei Motive:
Kanzlerin sein und Kanzlerin bleiben.
Wenn Sie sich das verinnerlichen, werden Sie künftig das ganze Gehabe dieser Frau und alle ihre Worte und alle ihre seltenen Entscheidungen sofort schlagartig verstehen.
Koalitionsvertrag, bei dem alle auch nur ansatzweise möglicherweise strittigen Punkte vernebelt bzw. offen formuliert wurden bietet natürlich nach der Fertigstellung in Rekordzeit haufenweise Ansatzpunkte zu Streitigkeiten. Das hat die Prinzessin aus der Uckermark wohl in Kauf genommen.
Wenn man bei Umfragen innerhalb von 100 Tagen 43 Prozent (nicht Prozentpunkte) seiner Stimmen verliert, dann hat man als Parteivorsitzender nur noch eine kurze Schonfrist vor sich.
Im Falle Westerwelle ist die Lage aber recht hoffnungslos. Ein Drittel des Stimmenverlustes geht an den Koalitionspartner, sodass Schuldzuweisungen an ihn nicht überzeugen können, auch seine persönlichen Umfragewerte sind katastrophal und seine Art, auf Probleme zu reagieren, macht alles immer noch schlimmer.
Hinzu kommt, dass seine personellen und thematischen Optionen für einen Plan B gleich Null sind. Neben ihm konnten keine politischen Hoffnungsträger heranwachsen, die jetzt beispringen könnten. Sein einziges Wahlversprechen, der "Umverteilung nach oben", macht ihn zum Gefangenen einer verfehlten und für ihn wohl unerwartet unpopulären Politik. Sein Eintreten für den Datenschutz von Schweizer Steuerfluchtkonten stempelt ihn zum Komplicen von Betrügern. Von seinem nicht minder karrierebestrebten Konkurrenten im Amt Guttenberg lässt er sich zu profilneurotischen Schnellschüssen verleiten. Und - nicht zuletzt - seine überhebliche Art verhindert selbst den Looser-Mitleids-Bonus bergpredigtgeprägter Mitmenschen.
Er ist wohl nur noch ein Papiertiger mit dem Marktwert einer Lehman Brothers Aktie.
Gleichnis!
Gleichnis!
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