Pro NRW Nordrhein-Westfalens Rechte rüstet sich für die WahlSeite 2/2

Das Geld könnte die Partei gut gebrauchen, spätestens, seit das Kölner Ordnungsamt knapp 34.000 Euro für nach der Kommunalwahl im August 2009 nicht abgehängte Plakate in Rechnung stellte. Brinkmann war aber auch schon in der NPD und zuletzt in der DVU, ohne dass es sich auf deren Finanzen merklich ausgewirkt hätte. In Schweden legte der 43-Jährige mehrere Pleiten hin und häufte hohe Steuerschulden an, bevor er 2008 für zahlungsunfähig erklärt wurde. Immerhin: Arm ist er wohl nur offiziell – Aktien- und Immobilienbesitz verteilen sich auf seine Familie.

Brinkmann gehört zu jenen Neurechten, die sich auf ein christliches Abendland berufen und eine multikulturelle Gesellschaft als Bedrohung empfinden, mit der NS-Nostalgie und dem Antisemitismus vieler Neonazis aber wenig am Hut haben. Damit passt der Schwede gut zu pro NRW: Die Partei buhlt anders als DVU und NPD nicht um die Sympathien von Stiefelfaschisten. Von der NPD distanziert sich Spitzenkandidat Beisicht ausdrücklich: Sie sei ein "antisemitisches Sammelbecken von Neonazis" und "autonomen Nationalisten". Dass bei den Anti-Islam-Demos der pro-Partei Militante unwillkommen wären, lässt sich allerdings nicht erkennen.

Abgesehen von der Dämonisierung des Islam setzt pro NRW auf bewährte Sprüche aus der rechtskonservativen, nationalistischen Populismus-Kiste: harte Strafen, eiserne Besen und weg mit allem, was der Durchschnittsdeutsche nicht versteht. In den Worten des Programms: "Recht und Ordnung statt Alt-68er-Kuschelpädagogik", "Alternative zu rotem Filz und schwarzem Klüngel", "eine klare Absage an die Unterstützung avantgardistischer Projekte, die für den Normalbürger nicht von Interesse sind".

Spitzenkandidat Beisicht findet, "der rechte Flügel in unserem Land liegt völlig brach". Er will "das Vakuum zwischen CDU und den chancenlosen klischierten Rechtsaußen-Parteien besetzen". Die CDU, glaubt der Rechtsanwalt, plane ein Bündnis mit den Grünen: "Das dreigliedrige Schulsystem soll dann endgültig abgeschafft werden und sämtliche sich im Lande befindlichen Illegale sollen auf Kosten des Steuerzahlers ein Bleiberecht erlangen."

Unter der Überschrift "Demokratie und Bürgerrechte stärken" steht im Programm der sonst so autoritätsgläubigen Partei auch die "erhebliche Ausweitung unmittelbarer Bürgerbeteiligung". Aber das heißt ja noch lange nicht, dass Anhänger beim Parteiprogramm mitreden dürfen.

 
Leser-Kommentare
  1. Da hoffe ich mal, daß die Clowns Army es sich nicht nehmen lässt in Leverkusen vorbeizuschauen.

  2. schützt diese dann. Für jeden Rechten Personenschutz.
    Die FDP brüllt dann jedem Bürger seine "Rechte".

    • Otto12
    • 19.02.2010 um 17:54 Uhr

    Wer gibt Ihnen das Recht, diese Partei so zu charakterisieren?
    Sie distanziert sich meiner Kenntnis nach vom Rechtsextremis=
    mus, sie agitiert gegen über uns bestimmende Auswüchse des
    radikal-theolog. Islam, der uns Deutschen und Nichtislamangehörigen vorgeben will, wie wir unter der Knute
    des - z.B. türk. Religionsministerium DITIB - zu leben haben!
    Wo ist das Islamophobie, wo ist da Rechtsextremismus?
    Sie dürfen nicht glauben, daß Sie mit den Verurteilungen der
    "Pro-NRW-Partei" tolerant sind, Sie sind nur einfach und
    schlicht töricht, die Wirklichkeit nicht zu sehen, wie sie ist!

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    Ach und indem man die Gotteshäuser ganz normaler Muslime in Köln verbieten will, kämpft man gegen den radikal theolöogischen islam? Lügen sie sich wo andeers die Hucke voll. Ich habe damals gegen Pro-NRW protestiert. Das sit eine Faschistenorganisation, die gegen alles wettert, das kein Deutsches Blut hat. Da hab ich keine toleranz für übrig. Deren Inhalte sollten nicht keine Akzeptanz in Deutschland finden. Dafür sind wir wirklich zu aufgeklärt.

    Eine zugespitzte Pauschalisierung, kann aber (und vor allem wenn die Diskussion fehlt) keinen Fortschritt bieten und den braucht ein Land, wenn es handlungsfähig/frei bleiben möchte. Selbst wenn die Angst vor einer Islamisierung berechtigt wäre so müssten doch eine weniger parolenhafte Sprache und annähernd stichhaltige Argumentationen verwendet werden. Ich habe auf der pro-Nrw Seite nichts weiteres gefunden, vielleicht bin ich auch den sophistischen Methoden und den Rethorikspielekisten gegenüber zu kritisch eingestellt, wer weiß?
    Zudem fallen die Häufigen Andeutungen auf den Unterdrückten Deutschen -schade statt einem ernsthaften bemühen etwas in der Gesellschaft zu verbessern
    Aber dieses Probem trit nicht nur bei den Rechten auf, auch wenn sie es sozusagen erfunden haben (unbestimmter Verweis auf die Antike)

    • iriahi
    • 19.02.2010 um 22:42 Uhr

    DITIB ist m.E. ein Dachverband muslimischer Glaubensgeschwister und kein Staatsorgan der laizistischen Türkei. Was ist Islamophobie und was ist Rechtspopulismus (nicht Rechtsextremismus wie Sie schreiben)? Nun, eben das, was hier geschrieben steht: Keine Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus. Ist das nämlich das selbe, dann passen auch die ganzen schönen Beispiele von Terror in den Islam hinein. Sonst leider nicht! Rechtspopulistisch ist eine Position, welche vor Überfremdung deutscher Großstädte warnt, anstatt etwas für Integration zu tun. Ach, und weil Sie es nenne, die Wirklichkeit. Nun, was soll denn in Wirklichkeit dann die Folge sein, alle Moslems und Ausländer ausweisen. Oder eine Grenze setzen. …Ui, Jungs, wir kennen euch! Ernsthaft, wir kennen das Gerede.

    Ach und indem man die Gotteshäuser ganz normaler Muslime in Köln verbieten will, kämpft man gegen den radikal theolöogischen islam? Lügen sie sich wo andeers die Hucke voll. Ich habe damals gegen Pro-NRW protestiert. Das sit eine Faschistenorganisation, die gegen alles wettert, das kein Deutsches Blut hat. Da hab ich keine toleranz für übrig. Deren Inhalte sollten nicht keine Akzeptanz in Deutschland finden. Dafür sind wir wirklich zu aufgeklärt.

    Eine zugespitzte Pauschalisierung, kann aber (und vor allem wenn die Diskussion fehlt) keinen Fortschritt bieten und den braucht ein Land, wenn es handlungsfähig/frei bleiben möchte. Selbst wenn die Angst vor einer Islamisierung berechtigt wäre so müssten doch eine weniger parolenhafte Sprache und annähernd stichhaltige Argumentationen verwendet werden. Ich habe auf der pro-Nrw Seite nichts weiteres gefunden, vielleicht bin ich auch den sophistischen Methoden und den Rethorikspielekisten gegenüber zu kritisch eingestellt, wer weiß?
    Zudem fallen die Häufigen Andeutungen auf den Unterdrückten Deutschen -schade statt einem ernsthaften bemühen etwas in der Gesellschaft zu verbessern
    Aber dieses Probem trit nicht nur bei den Rechten auf, auch wenn sie es sozusagen erfunden haben (unbestimmter Verweis auf die Antike)

    • iriahi
    • 19.02.2010 um 22:42 Uhr

    DITIB ist m.E. ein Dachverband muslimischer Glaubensgeschwister und kein Staatsorgan der laizistischen Türkei. Was ist Islamophobie und was ist Rechtspopulismus (nicht Rechtsextremismus wie Sie schreiben)? Nun, eben das, was hier geschrieben steht: Keine Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus. Ist das nämlich das selbe, dann passen auch die ganzen schönen Beispiele von Terror in den Islam hinein. Sonst leider nicht! Rechtspopulistisch ist eine Position, welche vor Überfremdung deutscher Großstädte warnt, anstatt etwas für Integration zu tun. Ach, und weil Sie es nenne, die Wirklichkeit. Nun, was soll denn in Wirklichkeit dann die Folge sein, alle Moslems und Ausländer ausweisen. Oder eine Grenze setzen. …Ui, Jungs, wir kennen euch! Ernsthaft, wir kennen das Gerede.

  3. Ach und indem man die Gotteshäuser ganz normaler Muslime in Köln verbieten will, kämpft man gegen den radikal theolöogischen islam? Lügen sie sich wo andeers die Hucke voll. Ich habe damals gegen Pro-NRW protestiert. Das sit eine Faschistenorganisation, die gegen alles wettert, das kein Deutsches Blut hat. Da hab ich keine toleranz für übrig. Deren Inhalte sollten nicht keine Akzeptanz in Deutschland finden. Dafür sind wir wirklich zu aufgeklärt.

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    • Midway
    • 19.02.2010 um 18:34 Uhr

    Naja da widerspreche ich Sie mal. In Westeuropa gibt es ziemlich häufig Probleme mit Ausländern islamischen Glaubens.
    In den USA gibts dieses Problem nicht so sehr.
    Warum?! Weil die USA darauf geachtet haben, was die Migranten im Kopf für Einstellungen haben.
    Nur auf dem amerikanischen Kontinet kann man von einem friedlichen Islam reden. Hier nicht!
    [Link entfernt, bitte beachten Sie, dass wir auf derlei pauschalisierende und polemische Videos nicht verlinken möchten. Die Redaktion /ft)

    • Midway
    • 19.02.2010 um 18:34 Uhr

    Naja da widerspreche ich Sie mal. In Westeuropa gibt es ziemlich häufig Probleme mit Ausländern islamischen Glaubens.
    In den USA gibts dieses Problem nicht so sehr.
    Warum?! Weil die USA darauf geachtet haben, was die Migranten im Kopf für Einstellungen haben.
    Nur auf dem amerikanischen Kontinet kann man von einem friedlichen Islam reden. Hier nicht!
    [Link entfernt, bitte beachten Sie, dass wir auf derlei pauschalisierende und polemische Videos nicht verlinken möchten. Die Redaktion /ft)

    • Liman
    • 19.02.2010 um 18:13 Uhr

    Diese Operettenextremisten oder

    gewisse Abgeordnete einer Partei namens LINKE oder
    schwedische Islamisten, die jetzt gerade eine "antizionistische Partei" in Malmö gegründet haben

    oder Leute wie Henning Mankell, der alle Israelis möglichst vertreiben will

    oder Finkelstein, der seinen Hass selbst in Räumen der RLS
    nicht verbreiten darf????

  4. Wieder einer der Rechts und Links nicht unterscheiden kann.
    Hoffentlich bauen Sie da keinen Unfall!

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    ... ist in der Tat nicht mehr so trivial. Als 'Linker' mag man ja Ausländer für Ihren Beitrag zur Bereicherung unserer Kultur. Als 'Linker' mag man 'die Rechten' wegen ihrer Intoleranz und ihrem Endlösungsdenken eher nicht. Wie steht man nun als 'Linker' zu einem Ausländer, der rechtes Gedankengut im Kopf hat?

    ... ist in der Tat nicht mehr so trivial. Als 'Linker' mag man ja Ausländer für Ihren Beitrag zur Bereicherung unserer Kultur. Als 'Linker' mag man 'die Rechten' wegen ihrer Intoleranz und ihrem Endlösungsdenken eher nicht. Wie steht man nun als 'Linker' zu einem Ausländer, der rechtes Gedankengut im Kopf hat?

  5. Zitat:
    Damit passt der Schwede gut zu pro NRW: Die Partei buhlt anders als DVU und NPD nicht um die Sympathien von Stiefelfaschisten. Von der NPD distanziert sich Spitzenkandidat Beisicht ausdrücklich.

    Danke daß sie wenigstens solch eine Selbstveständlichkeit schreiben, aber warum diffamieren sie PRO-NRW trotzdem? Warum zitieren sie Politically Incorrect Kommentare? Auch bei der Zeit finde ich Kommmentare unter der Gürtellinie. Ist deshalb der Artikel Schrott? Nein? Na also, überdenken sie es bitte. Wo bleibt die Freiheit für Andersdenkende, oder gilt die nur für Links?

    • Midway
    • 19.02.2010 um 18:34 Uhr

    Naja da widerspreche ich Sie mal. In Westeuropa gibt es ziemlich häufig Probleme mit Ausländern islamischen Glaubens.
    In den USA gibts dieses Problem nicht so sehr.
    Warum?! Weil die USA darauf geachtet haben, was die Migranten im Kopf für Einstellungen haben.
    Nur auf dem amerikanischen Kontinet kann man von einem friedlichen Islam reden. Hier nicht!
    [Link entfernt, bitte beachten Sie, dass wir auf derlei pauschalisierende und polemische Videos nicht verlinken möchten. Die Redaktion /ft)

    Antwort auf "Ach und indem man die"

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