Neuer Koalitionszoff Rüttgers droht mit Nein zu Steuerreform
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident ist von den schwarz-gelben Steuersenkungsplänen abgerückt: Das Wohl seiner Kommunen sei ihm wichtiger als Steuerentlastungen.
© dpa

Bringt Berlin gegen sich auf: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU)
Es ist das Lieblingsprojekt der FDP, das Jürgen Rüttgers (CDU) nun grundsätzlich in Frage gestellt hat. In einem Interview kündigte der nordrheinwestfälische Ministerpräsident das Veto seines Landes an, sollte die von der Bundesregierung für 2011 geplante Steuerreform zu einer weiteren Belastung der Kommunen führen. Er weiß: Ohne NRW – keine Steuerreform. Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist im Bundesrat auf die Stimmen des bislang ebenfalls von CDU und FDP regierten Landes angewiesen.
"Nordrhein-Westfalen wird keiner Steuersenkung zustimmen, die dazu führt, dass in unseren Städten und Gemeinden Theater und Schwimmbäder geschlossen werden müssen", sagte Rüttgers dem Magazin Spiegel. Das Wohl seiner Kommunen sei ihm wichtiger als Steuerentlastungen, "für die in Wahrheit kein Geld da ist und die nicht automatisch zu mehr Arbeitsplätzen führen."
Zugleich erteilte Rüttgers dem Vorhaben der FDP auf Bundesebene eine Absage, eine einkommensunabhängige Gesundheitsprämie einzuführen. "Eine Gesundheitsprämie ohne Sozialausgleich über das Steuersystem geht nicht. Sie wäre ungerecht und würde viele Menschen überfordern", sagte Rüttgers. "Mir hat aber noch niemand erklären können, wie wir
in der ohnehin schon prekären Lage der öffentlichen Haushalte noch zusätzliche Milliarden für das Gesundheitssystem aufbringen können."
Der Ministerpräsident erneuerte zugleich seine Forderung nach Einführung einer Börsenumsatzsteuer und sagte, diese müsse zur Not auch auf nationaler Ebene durchgesetzt werden.
Es steht zu erwarten, dass dies zornige Reaktionen seitens der FDP nach sich ziehen wird. Schon vorige Woche hat Rüttgers Unmut bei der FDP und Vielen in seiner eigenen Partei provoziert, nachdem er gemeinsam mit seinem Vize-Ministerpräsidenten Andreas Pinkwart (FDP) angekündigt hatte, die Mehrwertsteuersenkung im Hotelgewerbe rückgängig machen zu wollen. Nach einem Machtwort der Kanzlerin und von FDP-Chef Westerwelle ruderten Rüttgers und Pinkwart allerdings vorerst zurück.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident will bei der Landtagswahl im Mai bestehen. Derzeit sehen Umfragen seine schwarz-gelbe Mehrheit im Land als gefährdet an.
- Datum 06.02.2010 - 13:52 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 22
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Man könnte fast meinen wir haben Wahlkampf!
Oh..
... im Bundesrat noch für die Steuergeschenke der Mövenpickpartei gestimmt?
Ja, es ist Wahlkampf - und. falls gewählt, wird er diesen neueren Meinungswandel auch schmnell wieder widerufen und solange weiter das Geschänkeverteilen an Parteispender unterstützen (im Notfall unter Druck von Mama Merkel) bis diese unsegliche schwarz-gelbe Koalition endlich Geschichte ist.
Rüttgers wird doch damit zitiert, dass er keiner Steuerreform zustimmen würde die zu Schliessungen von Schwimmbädern und Theatern führen würde.
Das 'Wachstumsbeschleunigungsgesetz' führt nur zu Schliessungen von Kindertagesstätten und Museen - das ist was anderes.
Rüttgers wird doch damit zitiert, dass er keiner Steuerreform zustimmen würde die zu Schliessungen von Schwimmbädern und Theatern führen würde.
Das 'Wachstumsbeschleunigungsgesetz' führt nur zu Schliessungen von Kindertagesstätten und Museen - das ist was anderes.
Ich hasse dieses bla, bla, bla.
Die Vorstände von CDU oder FDP, auch Hr. Rüttgers, hätten die Chance gehabt, Punkte im Koalitionsvertrag zu verhindern. Bundestag und Bundesrat, auch Hr. Rüttgers und Hr. Pinkwart, hätten die Chance gehabt, Punkte im Wachstumsbeschleunigungsgesetz zu verhindern.
Warum werden die Leute erst hinterher schlau? Sie werden eigentlich hoch bezahlt, um sich solche Dinge vorher zu überlegen.
Sie schreiben: "Warum werden die Leute erst hinterher schlau?"
Da wurde keiner schlauer. Die tun nur so.
Sie schreiben: "Warum werden die Leute erst hinterher schlau?"
Da wurde keiner schlauer. Die tun nur so.
im Schweinsgalopp! - Und wo ist nun Herr Pinkwart, um Herrn Rüttgers zuzustimmen?
Rüttgers wird doch damit zitiert, dass er keiner Steuerreform zustimmen würde die zu Schliessungen von Schwimmbädern und Theatern führen würde.
Das 'Wachstumsbeschleunigungsgesetz' führt nur zu Schliessungen von Kindertagesstätten und Museen - das ist was anderes.
Sie schreiben: "Warum werden die Leute erst hinterher schlau?"
Da wurde keiner schlauer. Die tun nur so.
Dass sie sich nicht in Grund und Boden schämen!
Man kann nur Stoßgebete gen Himmel schicken, dass die NRW-Wahlbevölkerung nicht auf diesen Staatszirkus reinfällt. Die Äußerungen aus NRW tun in ihrer tumben Durchschaubarkeit ja schon dermaßen weh, dass man nach Luft und Worten ringt.
Fast toll find ich ja schon wieder, wie sich ein Rüttgers oder Pinkwart todesmutig vor die Mikrofone stellt und sich nicht vor dem schallenden Gelächter der Nation fürchtet. Na ja, ich sag mal toll-kühn.
passen nicht zusammen. So sieht keiner aus der droht. Vielleicht gibt es ja im Archiv noch einen lamentierenden Rüttgers mit erhobenem Zeigefinger. Von linken Politikern gibts solche Bilder ja auch.
Jetzt müsste sich nur noch jemand finden, der dem selbsternannten Arbeitervorführer erklärt, dass es nicht "Kommune" heißt, sondern "eigener Thron".
Sollte der Wahlkampf nicht funktionieren, wird es ihm auch nicht weh tun. Ein gutdotiertes Pöstchen bei RWE wird sich finden.
MfG
AoM
Das Foto könnte auch mit dialektisch geschulter Raffinesse ausgewählt sein.
Rüttgers droht mit Nein zu Steuerreform...
Dazu sehen wir den Mann, wie er am 10. Mai aussehen könnte. Wenn sich rausgestellt hat, dass seine PR voll aufgegangen ist und alle auf ihn reingefallen sind. Und er nun guten Gewissens seine ganze Kraft dem Sozialabbau widmen kann.
Das Foto könnte auch mit dialektisch geschulter Raffinesse ausgewählt sein.
Rüttgers droht mit Nein zu Steuerreform...
Dazu sehen wir den Mann, wie er am 10. Mai aussehen könnte. Wenn sich rausgestellt hat, dass seine PR voll aufgegangen ist und alle auf ihn reingefallen sind. Und er nun guten Gewissens seine ganze Kraft dem Sozialabbau widmen kann.
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