Terrorprozess Hohe Haftstrafen für Sauerland-Gruppe gefordert
Bis zu 13 Jahre Gefängnis: Die Bundesstaatsanwaltschaft will die mutmaßlichen Sauerland-Terroristen für lange Zeit hinter Gittern sehen.
Im Prozess gegen vier mutmaßliche Terroristen der sogenannten Sauerland-Gruppe hat die Anklage für hohe Haftstrafen plädiert: Die Bundesstaatsanwaltschaft beantragte 13 Jahre beziehungsweise zwölfeinhalb Jahre Gefängnis für die beiden deutschen Konvertiten Daniel S. und Fritz G., ihr türkischer Mitangeklagter Adem Y. soll elfeinhalb Jahre hinter Gitter. Für den mutmaßlichen Unterstützer der Gruppe, den türkischstämmigen Atilla S., forderten die Ankläger fünfeinhalb Jahre Haft.
Die Angeklagten hatten gestanden, im Auftrag der Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) mindestens drei verheerende Autobombenanschläge auf US-Bürger und amerikanische Einrichtungen in Deutschland vorbereitet zu haben. Die Anklage wirft den Islamisten im Alter zwischen 24 und 31 Jahren unter anderem Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung der IJU sowie die Planung eines Sprengstoffverbrechens vor. Die Männer seien aus religiöser Verblendung von einem unbändigen Hass auf US-Soldaten getrieben gewesen und hätten auch vor der Tötung unschuldiger Frauen und Kinder nicht zurückgeschreckt.
Für Daniel S. forderte die Bundesanwaltschaft zudem eine Verurteilung wegen versuchten Mordes an einem Polizisten. Der heute 24-jährige S. soll während seiner Festnahme im Sauerland einem Beamten die Dienstwaffe entrissen und daraus einen Schuss abgefeuert haben. Durch das Projektil wurde niemand verletzt. S. hatte unmittelbar vor Ende der Beweisaufnahme in Zusammenhang mit den Vorwürfen ein versuchtes Tötungsdelikt gestanden.
Elitepolizisten der GSG 9 hatten drei der Angeklagten nach monatelanger Observierung im September 2007 in einem Ferienhaus im sauerländischen Medebach-Oberschlehdorn festgenommen. Im November desselben Jahres ging den türkischen Behörden Atilla S. ins Netz, gegen den ein internationaler Haftbefehl vorlag. Das Urteil in dem Prozess soll am 4. März verkündet werden.
- Datum 04.02.2010 - 14:59 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Leider vergisst der Artikel die Verstrickungen zwischen dieser Gruppe und diversen (westlichen) Geheimdiensten zu erwähnen.
Soll heißen: Ohne deren Hilfe hätten diese Jungs nicht mal einen Zünder zusammengebastelt gekriegt.
Ich gehe sogar so weit zu sagen, diese Geheimdienste haben aktiv nach solchen Schwachköpfen gesucht.
Ist übrigens auch die Einschätzung vom Landesamt f. Verf.sch. Baden-Württemberg.
Man kann sich das ganze auch bestens vorstellen, wenn man sich mal die intellektuellen Höchstleistungen vor Augen führt, die bspw. Herr Yilmaz vollbringt:
"Ein Moslem darf gar nicht die Demokratie akzeptieren." Diese erlaube Dinge, die der Islam verbiete und verbiete Dinge, die im Islam erlaubt seien.
Aha, DIE Demokratie erlaubt und verbietet also iwelche Dinge?
Das lernt man doch sogar an deutschen Gymnasien dass das nicht so ist...
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