Kundus-Ausschuss "Ein Untersuchungsausschuss läuft nicht ab wie ein Tribunal im Hollywood-Film"Seite 3/3
ZEIT ONLINE: Wenn Zeugen Aussagen verweigern oder Fragen ausweichen – wie kommt der Ausschuss dann an seine Informationen?
Ströbele: Die Arbeit des Untersuchungsausschusses besteht vor allem aus dem Aktenstudium. Dabei kommen die wichtigen Dinge heraus. Als Mitglied im BND-Untersuchungsausschuss habe ich damals unzählige Akten gelesen. Bei diesem Ausschuss haben wir einiges erreicht und viel klären können, aber vielleicht nicht das, was die Bevölkerung und die Medien wollten. Zumindest musste kein Politiker zurücktreten.
ZEIT ONLINE: Wenn der Erkenntnisgewinn bei Befragungen nicht sehr groß ist – was kommt denn Positives bei den Untersuchungsausschüssen heraus?
Ströbele: Eine der positiven Wirkungen der Untersuchungsausschüsse ist auch, dass die Bundesbehörden mitbekommen – zuletzt war es der Bundesnachrichtendienst, vorher schon mal das Bundesamt für Verfassungsschutz oder das Auswärtige Amt beim Visa-Untersuchungsausschuss – dass sie unter Kontrolle des Parlaments stehen. Das werden sie sich merken und berücksichtigen bei der späteren Arbeit.
Die Fragen stellte Hauke Friederichs
Hans-Christian Ströbele sitzt seit 1998 für die Grünen im Bundestag. Er vertritt den Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin, den er seit 2002 direkt gewonnen hat. Ströbele sitzt im Rechtsausschuss und im Auswärtigen Ausschuss. Vor kurzem besuchte er das erste Mal Afghanistan. In Kundus traf er Soldaten und afghanische Vertreter, in Kabul Politiker und Menschenrechtsorganisationen.
- Datum 16.02.2010 - 12:18 Uhr
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Afghanistan ist eine geostrategische Schlüsselstelle im Mittleren Osten. Seit über hundert Jahren versuchen die temporären Weltmächte, Afghanistan zu unterwerfen. Alle sind sie gescheitert: das britische Empire, die Sowjetunion und nun die NATO. Und alle haben versucht, zuerst die Bevölkerung in "böse" und "brave" Ethnien aufzuspalten, um hernach als edle Vermittler dazustehen.
Nach all den zivilen "Kollateralschäden" kämpft inzwischen auch die Bevölkerung gegen die NATO. Und al-Kaida und die Taliban müssen sich nur auf ausgesuchte Nadelstiche konzentrieren.
Was also soll hier noch zu "gewinnen" sein?
Nun, damit kennt sich H.-Ch. Stöbele der Ex-VertrauenAnwalt der RAF ja gut aus ! Er ja seine Gesinnung oft genug in Gerichtsprozesse bewiesen, die allerdings sich gegen die BRD richtete ! Wie war das doch gleich,hatten die Grünen mit der Schröder SPD nicht der Bundeswehr Einsatz in Afghanistan befohlen ? Und sollte er nicht auf der anderen Seite Sitzen, auf der zu Befragenden ? Und Joska Fischer bekam in Israel einen Ehrendoktor und in den USA an einer UNI einen Dozentenstuhl angeboten ! Tolle Charriere , vom Steinewerfer zum Außenminister, und dann zum Doktor, gutes Vorbild für Schüler ! Wer gehört also angeklagt, der Oberst Klein , oder die Politiker , die sich jetzt die Hände in Unschuld Waschen ?
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