Zentralrat der Juden Knobloch verzichtet auf zweite Amtszeit
Die Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, will nicht wieder kandidieren. Sie ist die letzte Holocaust-Überlebende in dem Gremium.
© Hannes Magerstaedt/Getty Images

Keine zweite Amtszeit: Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland
Charlotte Knobloch wird auf eine zweite Amtszeit als Präsidentin des Zentralrates der Juden verzichten. Dies erfuhr die ZEIT aus Kreisen des Gremiums.
Allem Anschein nach reagiert die 77-jährige Präsidentin damit auf Kritik an ihrer Amtsführung auch aus dem engeren Führungskreis.
Mit ihrem Abschied aus dem Amt ist eine große Zäsur verbunden: Knobloch ist die letzte Überlebende des Holocaust im Präsidium der Juden.
Charlotte Knobloch führte den Zentralrat der Juden seit Juni 2006. Damals trat sie die Nachfolge von Paul Spiegel an.
- Datum 03.02.2010 - 12:13 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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das macht mich jetzt aber nicht wirklich traurig.
Vielleicht übernimmt jetzt jemand das Präsidium, der einen offenen Duktus der Versöhnung anschlägt und das verkrampfte deutsch-jüdische Verhältnis zu einer echten Freundschaft ausbaut, anstatt wie Frau Knonloch öffentlich bekanntzugeben, daß Versöhnung für sie "undenkbar" sei.
Mir war noch nie klar, wie man darauf kommt, daß ausgerechnet Menschen, die persönlich durch die Hölle des Holocausts gegangen sind, eine besondere Fähigkeit besitzen, mit den Nachkommen ihrer Peiniger freundschaftliche Bande zu knüpfen. Ich glaube, JEDER andere wäre dafür geeignet, nur nicht die Opfer von damals.
Und deswegen warte ich, so krude das klingen mag, nicht ohne Erleichterung auf den Tag, an dem der letzte Zeitzeuge aus dem Amt tritt, um jemandem Platz zu machen, der nicht von entsetzlichen Erinnerungen an Todeslager geplagt wird - sondern von einer Zeit nach dem Kriege, in der Frieden, ein Miteinander und Wohlstand langsam zurückkehrten; und der nicht zusätzlich durch eine Kultur des Nichtvergessendürfens in seinem Opferselbstverständnis bestärkt wird.
in der Holocaustleugnung langsam salonfähig wird und Israel-Bashing zum Volkssport der Deutschen.
wie Sie suggerieren «persönlich durch die Hölle des Holocausts gegangen». Vielmehr wurde sie seinerzeit mit einer neuen, christlichen, Identität versehen, in eine christliche Familie in Franken gegeben. Dort verbrachte sie die Schreckenszeit des Nazismus unbehelligt.
Frau Knobloch wurde ins Amt gestellt, einzig und allein weil sie zur «Erlebnisgeneration» [sic] gehört hat. Das sagt viel über die Anforderungen, die seitens der jüdischen Funktionäre als ausreichend für die Leitungsfunktion im Zentralrat erachtet werden.
Die Nachfolge von Frau Knobloch wird weder von ihrem intellektuell mittelmäßigen Protegée Kramer, noch von Dr. Korn, der sich bislang immer weggeduckt hat, wenn es ernst wurde, angetreten werden. Auch Friedman scheidet aus, da sein narzistisches Auftreten bei den mehrheitlich konservativen Gemeindemitgliedern nicht gut ankommt. Bleibt also Graumann, der allerdings noch einen schmerzhaften Lernprozess vor sich hätte. Denn seine diversen Verbal-Ausfälle gegen alles deutsche rufen bei den mittlerweile mehrheitlich russisch-stämmigen Juden Deutschlands bestenfalls Schulterzucken hervor. Die aus der Sowjetunion zugewanderten Juden sehen sich nämlich nicht in der Tradition der Opfer des NS-Regimes, sondern vielmehr als Nachfahren dessen Bezwinger. So gesehen wäre es an der Zeit, eine neue Figur in’s Spiel zu bringen. Der Aktivist Broder hat hierfür reichlich Appetit gemacht.
in der Holocaustleugnung langsam salonfähig wird und Israel-Bashing zum Volkssport der Deutschen.
wie Sie suggerieren «persönlich durch die Hölle des Holocausts gegangen». Vielmehr wurde sie seinerzeit mit einer neuen, christlichen, Identität versehen, in eine christliche Familie in Franken gegeben. Dort verbrachte sie die Schreckenszeit des Nazismus unbehelligt.
Frau Knobloch wurde ins Amt gestellt, einzig und allein weil sie zur «Erlebnisgeneration» [sic] gehört hat. Das sagt viel über die Anforderungen, die seitens der jüdischen Funktionäre als ausreichend für die Leitungsfunktion im Zentralrat erachtet werden.
Die Nachfolge von Frau Knobloch wird weder von ihrem intellektuell mittelmäßigen Protegée Kramer, noch von Dr. Korn, der sich bislang immer weggeduckt hat, wenn es ernst wurde, angetreten werden. Auch Friedman scheidet aus, da sein narzistisches Auftreten bei den mehrheitlich konservativen Gemeindemitgliedern nicht gut ankommt. Bleibt also Graumann, der allerdings noch einen schmerzhaften Lernprozess vor sich hätte. Denn seine diversen Verbal-Ausfälle gegen alles deutsche rufen bei den mittlerweile mehrheitlich russisch-stämmigen Juden Deutschlands bestenfalls Schulterzucken hervor. Die aus der Sowjetunion zugewanderten Juden sehen sich nämlich nicht in der Tradition der Opfer des NS-Regimes, sondern vielmehr als Nachfahren dessen Bezwinger. So gesehen wäre es an der Zeit, eine neue Figur in’s Spiel zu bringen. Der Aktivist Broder hat hierfür reichlich Appetit gemacht.
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Wie wäre es mit Paolo Pinkel?
Ein toleranter und moralisch absolut integerer Mensch, der nicht nur theoretisch-eloquent seinen Sinn für die internationale Völkerverständigung unter Beweis gestellt hat.
ist es auch Zeit für jüngere langsam Platz zu machen.
Danke, Frau Knobloch!
Will nicht der Klartexter Friedman oder der auf Krawall gebürstete Kramer die Führung des zdj übernehmen?
Müßte doch klappen können, wo H.M. Broder seine Kandidatur zurückgezogen hat.
[...] Bitte verzichten Sie auf missverständliche Bemerkungen und argumentieren Sie mit sachlichen Argumenten. Die Redaktion/sh
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Ganz meine Meinung. Nur geht das mit F. leider nicht.
Aus Gründen, die seinerzeit bereits Herr Möllemann nahe legte.
Zu bedauerlich, ein solch talentierter und vor allem vielseitig zugewandter Mensch!
Das ist doch mal eine gute Nachricht. Denn Frau Knobloch hat all zu oft wenig kompetent eher zu Spaltung und Distanz beigetragen, als zum Versöhnen und die Völker zusammen zu bringen.
Die Generation der Täter des Dritten Reichs ist weitgehend altersbedingt verstorben bzw. aus allen gesellschaftlichen Positionen ausgeschieden. Die heute die Gesellschaft tragende Generation muss und will in Verantwortung mit den Verbrechen der Eltern/Großeltern/Urgroßelterngeneration umgehen und die richtigen Lehren daraus ziehen. Sie trifft selbst aber keinerlei Schuld, denn Erbsünde sollte es in modernen Gesellschaften nicht geben.
Bei diesen Rahmenbedingungen hat das impertinente Anklagen, vorgetragen im anmaßenden Duktus, sehr viel Porzellan zerschlagen. Diese "Reue-Entgegennahme-Instanz" (Zitat Henryk M. Broder) lässt sich nun mal niemand auf Dauer gefallen und wendet sich erbost ab.
Es bleibt zu hoffen, dass auch der ZDJ- Generalsekretär keine Zukunft in diesem Gremium hat.
Dann kann der ZdJ vielleicht wieder das werden, was er unter ZdJ- Präsidenten wie Paul Spiegel oder Ignatz Bubis war: Ein Instrument der Versöhnung und ein Beitrag zu einer Zukunft, in der unfassbare Verbrechen wie vor 70 Jahren nicht mehr passieren können.
Es war auch kein "Honigschlecken" den Gaza-Krieg und die Politik von Israel zu verteidigen. Außerdem noch "Moralinstanz?" und Mitglied der deutschen Innen- und Außenpolitik zu sein - echt anstrengend.
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Gaza-Krieg und Israelpolitik können auch keine "Honigschlecken" für die Verteidiger Israels sein.
[...] Verzichten Sie auf missverständliche Andeutungen und argumentieren Sie mit sachlichen Argumenten. Die Redaktion/sh
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