Hartz-IV-Debatte Auf ewig Ein-Euro-Jobber

Die Chefin der NRW-SPD fordert, nicht vermittelbaren Arbeitslosen dauerhaft gemeinnützige Arbeit zu ermöglichen. Krafts Idee ist überlegenswert – hat jedoch viele Haken.

Zuerst mal muss man die nordrhein-westfälische SPD-Chefin von einem Verdacht freisprechen: Mit der Idee von FDP-Chef Guido Westerwelle, Hartz-IV-Empfänger zwangsweise zum Schneeschippen zu verdammen, hat der von Hannelore Kraft in die Diskussion eingebrachte Vorschlag tatsächlich nichts zu tun – auch wenn die SPD viel zu lange gebraucht hat, um das deutlich zu machen.

Anders als Westerwelle, der bei seinem Vorstoß den vermeintlich faulen Leistungsbezieher im Visier hatte, dem es Beine zu machen gelte, zielt Krafts Plädoyer für mehr öffentlich geförderte Arbeit auf jene Menschen, die sehr gerne arbeiten wollen, aber trotz aller Bemühungen keine Chance dazu bekommen.

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Vor Augen hat Kraft dabei vor allem ältere Menschen und solche mit gesundheitlichen Einschränkungen. Diesen solle auf freiwilliger Basis ermöglicht werden, gegen einen symbolischen Aufschlag auf ihre Hartz-IV-Sätze eine gemeinnützige Arbeit anzunehmen.

Die Idee hat auf den ersten Blick einiges für sich. Viele Studien haben längst untermauert, was der gesunde Menschenverstand ohnehin weiß: dass nämlich Arbeit mehr ist als Broterwerb. Wer einer regelmäßigen Tätigkeit nachgeht, ist in soziale Zusammenhänge eingebunden, sein Tag hat eine Ordnung, er trifft andere Menschen, und im besten Fall gibt das, was er tut, seinem Leben so etwas wie eine Richtung, man könnte auch sagen Sinn.

Und doch ist die Sache nicht ganz so einfach und selbstverständlich, wie sie sich zunächst anhört. Das fängt schon bei den Zahlen an. "Rund ein Viertel der Langzeitarbeitslosen wird nie einen regulären Job finden", hatte Kraft etwas nonchalant geschätzt. An anderer Stelle sprach sie von 1,2 Millionen.

Dabei ist bislang unklar, wie sie zu diesen Zahlen kommt. Derzeit gibt es in Deutschland etwa fünf Millionen erwerbsfähige Hartz-IV-Bezieher, nur 2,6 Millionen von ihnen sind jedoch tatsächlich arbeitslos. Die anderen befinden sich entweder in Umschulungsmaßnahmen, sind Schüler, Vorruheständler, erziehen ein Kind oder pflegen Angehörige. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles korrigierte Krafts Angaben am Montag denn auch auf "400.000 bis 600.000". Allerdings nehmen schon heute jedes Jahr 700.000 Langzeitarbeitslose einen Ein-Euro-Job auf, ein Beschäftigungsverhältnis also, das ziemlich genau Krafts Vorstellungen entspricht. Streng genommen könnte man also sagen, dass die Forderung der NRW-SPD-Chefin schon heute übererfüllt wird.

Allerdings: Anders als von Kraft gefordert sind Ein-Euro-Jobs derzeit zumeist auf ein halbes Jahr begrenzt. Und das hat einen guten Grund. Es soll nicht nur verhindern, dass – was ein grundsätzliches Problem jeder öffentlich geförderten Beschäftigungspolitik ist – durch Ein-Euro-Jobs reguläre Arbeitsverhältnisse verdrängt werden. Die Befristung dient vielmehr auch dazu, sowohl den Arbeitsvermittlern als auch den Arbeitslosen im Bewusstsein zu halten, dass ein Ein-Euro-Job nur eine Notlösung sein kann. Das eigentliche Ziel muss eine reguläre Arbeit sein.

Leser-Kommentare
  1. Bitte, wo bleibt der Anstand so landet Frau Kraft im Abfalleimer von Westerwelle.
    Fingerspitzengefühl hat diese Dame nicht.

    Viele sind vom Charakter dafür nicht geeignet, was ja keine Schande ist. Beruf kommt von Berufung.

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    • Hickey
    • 10.03.2010 um 12:22 Uhr

    "Die Idee hat auf den ersten Blick einiges für sich. Viele Studien haben längst untermauert, was der gesunde Menschenverstand ohnehin weiß: dass nämlich Arbeit mehr ist als Broterwerb. Wer einer regelmäßigen Tätigkeit nachgeht, ist in soziale Zusammenhänge eingebunden, sein Tag hat eine Ordnung, er trifft andere Menschen, und im besten Fall gibt das, was er tut, seinem Leben so etwas wie eine Richtung, man könnte auch sagen Sinn."

    Sie sollten nicht von sich oder Studien in denen ein paar Hundert Menschen befragt werden nicht gleich verallgemeinen.

    Oder glauben sie tatsächlich das die Arbeit im Supermarkt oder bei der Müllabfuhr befriedigend ist und soziale Kontake dadurch entstehen. Teilweise haben sie recht, aber eben nur teilweise.

    • Hickey
    • 10.03.2010 um 12:22 Uhr

    "Die Idee hat auf den ersten Blick einiges für sich. Viele Studien haben längst untermauert, was der gesunde Menschenverstand ohnehin weiß: dass nämlich Arbeit mehr ist als Broterwerb. Wer einer regelmäßigen Tätigkeit nachgeht, ist in soziale Zusammenhänge eingebunden, sein Tag hat eine Ordnung, er trifft andere Menschen, und im besten Fall gibt das, was er tut, seinem Leben so etwas wie eine Richtung, man könnte auch sagen Sinn."

    Sie sollten nicht von sich oder Studien in denen ein paar Hundert Menschen befragt werden nicht gleich verallgemeinen.

    Oder glauben sie tatsächlich das die Arbeit im Supermarkt oder bei der Müllabfuhr befriedigend ist und soziale Kontake dadurch entstehen. Teilweise haben sie recht, aber eben nur teilweise.

  2. Ich sehe in Frau Krafts Äußerungen den Ausdruck größter Hilflosigkeit. Es wäre besser, es gäbe in der SPD eine wahrhaftige Debatte und Analyse darüber, wie das Denken und Handeln in neoliberalen Kategorien den gesellschaftlichen Zusammenhalt zerstört, Armut erzeugt, Gewalt erzeugt, anständig bezahlte Arbeitsplätze vernichtet, den Zusammenhalt der Europäischen Gemeinschaft attackiert. Dieses wäre, so meine ich, die erste Aufgabe. Die zweite Aufgabe wäre, grundsätzliche Lösungen zu benennen und anzugehen, nicht hilflos an Symptomen herumzubasteln.

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    Hier mal was für Leute die eine Kraft für einen Westerwelle halten.

    http://wdrblog.de/landtag...

    Hier mal was für Leute die eine Kraft für einen Westerwelle halten.

    http://wdrblog.de/landtag...

    • xpol
    • 08.03.2010 um 18:11 Uhr

    ... zu Westerwelles Schneeräumdienst erschliesst sich nur unter geistigen Verrenkungen - unterm Strich das Gleiche.

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    • exi2
    • 08.03.2010 um 22:40 Uhr

    Westerwelle will zur freiwillen Arbeit zwingen.
    Und die Kraft zur Freiwilligkeit zu arbeiten.

    [Rest entfernt, bitte bleiben Sie - bei allem Zynismus - sachlich und höflich/ Redaktion; svb]

    • exi2
    • 08.03.2010 um 22:40 Uhr

    Westerwelle will zur freiwillen Arbeit zwingen.
    Und die Kraft zur Freiwilligkeit zu arbeiten.

    [Rest entfernt, bitte bleiben Sie - bei allem Zynismus - sachlich und höflich/ Redaktion; svb]

  3. ...welche leute zwar überhaupt nicht am ersten arbeitsmarkt vermittelbar sein sollen und gleichzeitig für einen fordernden staatlichen job im pflegeheim geeignet sind. das passt doch nicht zusammen...

    trotzdem: arbeitslose zuhause vor dem fernseher versumpfen lassen, ist die schlechteste lösung und züchtet geradezu depression und alkohol/drogenabusus heran. ich wäre wohl auch nach spätestens 2 jahren erfolgloser jobsuche ordentlich am sand.

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    Die leute sollen die alten nicht pfelgen,dafür braucht es eine berufsausbildung.Die sollen nur vorlesen und dergleichen:Also das was heute schon ohenhin ehrenamtler erlediungen.Die sollen dort arbeiten, wenn sie wollen, wo es sonst ehrenamtler tun wie etwa im tierheim.Viele hartz 4 empfäger tun es ohnehin schon,werden danna ber dennoch dazu gewzungen die 231.bewerbung zu vefassen und vorstellungsgespräch zu führen,obwohl sie genau wissen, dass sie keine chance haben.Diese menschen sollen nicht länger zu etwas gewzungen werden, wozu sie derzeit wenig chancen haben, sie sollen, wenn sie das freiwillig wollen, ehrenamtlich arbeiten. Dafür gibt es dann sogar einen kleinen betrag. Ich als ehrenamtliche helferin in einer Adishilfe, weiß was es bedeutet ohne geld zu arbeiten und weiß um die befriedigung die man hat wenn man das tut. Dort arbetien viele die sonst keinen job mehr bekommen oder in rente sind. Dann hat man wenigstens was zu tun, und amcht auch etwas sinnvolles.
    Es sit eben so, dass es nicht finanzierbar ist, vollbezhalte jobs im öffentlichen sektor anzubeiten.Man kann jemandem der senioren vorliest nicht 1100 netto zahlen.Und sollange die bundespolitik sich weigert den reichen an die reserve z gehen,wird dafür das geld auch weiterhin fehlen.
    alle die, die hier motzen haben garnicht kapiert worum es kraft geht.Die haben sich so an westwerwelle niveau gewöhnt, dass die sich garnicht mehr vorstellen können, dass politiker auch sachlich vorschläge machen können.

    Die leute sollen die alten nicht pfelgen,dafür braucht es eine berufsausbildung.Die sollen nur vorlesen und dergleichen:Also das was heute schon ohenhin ehrenamtler erlediungen.Die sollen dort arbeiten, wenn sie wollen, wo es sonst ehrenamtler tun wie etwa im tierheim.Viele hartz 4 empfäger tun es ohnehin schon,werden danna ber dennoch dazu gewzungen die 231.bewerbung zu vefassen und vorstellungsgespräch zu führen,obwohl sie genau wissen, dass sie keine chance haben.Diese menschen sollen nicht länger zu etwas gewzungen werden, wozu sie derzeit wenig chancen haben, sie sollen, wenn sie das freiwillig wollen, ehrenamtlich arbeiten. Dafür gibt es dann sogar einen kleinen betrag. Ich als ehrenamtliche helferin in einer Adishilfe, weiß was es bedeutet ohne geld zu arbeiten und weiß um die befriedigung die man hat wenn man das tut. Dort arbetien viele die sonst keinen job mehr bekommen oder in rente sind. Dann hat man wenigstens was zu tun, und amcht auch etwas sinnvolles.
    Es sit eben so, dass es nicht finanzierbar ist, vollbezhalte jobs im öffentlichen sektor anzubeiten.Man kann jemandem der senioren vorliest nicht 1100 netto zahlen.Und sollange die bundespolitik sich weigert den reichen an die reserve z gehen,wird dafür das geld auch weiterhin fehlen.
    alle die, die hier motzen haben garnicht kapiert worum es kraft geht.Die haben sich so an westwerwelle niveau gewöhnt, dass die sich garnicht mehr vorstellen können, dass politiker auch sachlich vorschläge machen können.

  4. 5. Falsch

    und nochmal falsch. 1€ Jobs verdrängen reguläre Arbeitsplätze und daran wird auch keine 6 Monats Beschränkung etwas ändern. Diese Scheinhürden die sich unsere Wirtschaftsbosse da immer ausdenken sind oft wahnwitzig. Ach, sorry, ja, die Politiker denken sich das aus, natürlich.
    Und es kann einfach nicht sein, dass jemand arbeitet und nur ein symbolisches Gehalt bekommt. Sonst sind wir wieder bei der Sklaverei. Wer arbeitet muss einen Lohn bekommen mit dem er anständig leben kann. Darunter stelle ich mir vor, dass er Geld hat um sich vernünftig zu ernähren, zu kleiden und unter anderem auch mal Urlaub zu machen.

    Ansonsten finde ich die Idee klasse, den Arbeitslosen diese Jobs zu vermitteln, aber ohne Zwang und mit mehr Geld.

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    "Wer arbeitet muss einen Lohn bekommen mit dem er anständig leben kann. Darunter stelle ich mir vor, dass er Geld hat um sich vernünftig zu ernähren, zu kleiden und unter anderem auch mal Urlaub zu machen."

    [...]

    Ich habe in einem Unternehmen gearbeitet in dem viele Mitarbeiter bei regulärer Arbeit nicht so viel verdient haben, dass sie mal in einem Stehcafe oder in einer auswärtigen günstigen Kantine etwas essen oder trinken konnten. Ich habe die Kollegen dann meist eingeladen. Das geht aber nur wenn das Verhältnis zum Kollegen gut ist, weil es ansonsten beschämend für den Eingeladenen wird und peinlich für den Einladenden.

    So und [...] Kraft stellt sich nun vor, dass die Kollegen des Dauer Hartz IV ler in die Kantine gehen und der Hartz IVler isst seine Stullen und lässt sich nach dem Mittagstisch erzählen was es alles Leckeres gab. Die Kollegen erzählen von Autos, Urlaub und Kleidung oder schweigen über diese Dinge aus Taktgefühl in Anwesenheit des Hatz IV-ler.

    Bitte greifen Sie in Ihren Kommentaren nicht auf unnötige Beleidigungen zurück. Danke. Die Redaktion/sh

    Der Hartz IV- ler kann von diesen Dingen nur Träumen obwohl er unter Umständen die gleiche und vielleicht sogar bessere Arbeit leistet als seine bezahlten Kollegen. Hart IV-ler sind nämlich nicht pauschal als ungebildet und unqualifiziert abzutun. Wer Hartz IV bezieht und wer nicht entscheidet heute oft das Schicksal und nicht die Qualifikation. Der Arbeitgeber stellt diese Hartz IV – ler trotzdem nicht ein, weil er für billig eine gute Arbeitskraft bekommt.

    Der Hartz IVler muss neben seiner regelmäßigen Beschäftigung auch noch einen mehr Aufwand betreiben, weil er ohne Auto auch noch nach der Arbeit nach billigsten Lebensmitteln suchen muss und weiterhin die Gänge zu den Ämtern hat.

    Der Herr schmeiße Hirn vom Himmel oder Blitze auf diese neoliberalen Scharlatane. Das Mittelalter hatte die Pest und die Cholerea und wir haben den Neoliberalismus. Welche Medizin hilft gegen diese Pest der Moderne?

    "Wer arbeitet muss einen Lohn bekommen mit dem er anständig leben kann. Darunter stelle ich mir vor, dass er Geld hat um sich vernünftig zu ernähren, zu kleiden und unter anderem auch mal Urlaub zu machen."

    [...]

    Ich habe in einem Unternehmen gearbeitet in dem viele Mitarbeiter bei regulärer Arbeit nicht so viel verdient haben, dass sie mal in einem Stehcafe oder in einer auswärtigen günstigen Kantine etwas essen oder trinken konnten. Ich habe die Kollegen dann meist eingeladen. Das geht aber nur wenn das Verhältnis zum Kollegen gut ist, weil es ansonsten beschämend für den Eingeladenen wird und peinlich für den Einladenden.

    So und [...] Kraft stellt sich nun vor, dass die Kollegen des Dauer Hartz IV ler in die Kantine gehen und der Hartz IVler isst seine Stullen und lässt sich nach dem Mittagstisch erzählen was es alles Leckeres gab. Die Kollegen erzählen von Autos, Urlaub und Kleidung oder schweigen über diese Dinge aus Taktgefühl in Anwesenheit des Hatz IV-ler.

    Bitte greifen Sie in Ihren Kommentaren nicht auf unnötige Beleidigungen zurück. Danke. Die Redaktion/sh

    Der Hartz IV- ler kann von diesen Dingen nur Träumen obwohl er unter Umständen die gleiche und vielleicht sogar bessere Arbeit leistet als seine bezahlten Kollegen. Hart IV-ler sind nämlich nicht pauschal als ungebildet und unqualifiziert abzutun. Wer Hartz IV bezieht und wer nicht entscheidet heute oft das Schicksal und nicht die Qualifikation. Der Arbeitgeber stellt diese Hartz IV – ler trotzdem nicht ein, weil er für billig eine gute Arbeitskraft bekommt.

    Der Hartz IVler muss neben seiner regelmäßigen Beschäftigung auch noch einen mehr Aufwand betreiben, weil er ohne Auto auch noch nach der Arbeit nach billigsten Lebensmitteln suchen muss und weiterhin die Gänge zu den Ämtern hat.

    Der Herr schmeiße Hirn vom Himmel oder Blitze auf diese neoliberalen Scharlatane. Das Mittelalter hatte die Pest und die Cholerea und wir haben den Neoliberalismus. Welche Medizin hilft gegen diese Pest der Moderne?

  5. Es ist ja nicht etwa so, dass wir deshalb soviele Arbeitslose hätten, weil so viele Leute nicht arbeiten wollen (oder können). Wir haben nicht genug Arbeit für sie, das ist alles.

    Über kurz oder lang wird es nicht anders gehen als tatsächlich anstelle von Hartz-IV staatlich finanzierte Jobs anzubieten. Dann aber bitte nicht als Zwangsarbeit für Almosenempfänger, sondern wirkliche Arbeitsplätze.

    Darüber hinaus wird es auch unumgänglich sein, die Arbeitszeiten zu verkürzen, um Arbeitslosigkeit zu verringern. Es kann einfach nicht sein, dass staatlich und gewerkschaftlich gebilligt die Leute mit Arbeit immer länger arbeiten und immer mehr Überstunden schieben, während andere gar keine Arbeit haben und spätestens nach 2 Jahren auch nie mehr welche bekommen.

    Der Staat MUSS ganz einfach das Problem angehen, dass immer mehr Menschen abgehängt und chancenlos sind. Alles Wahlkampfgetöse und alle gut- oder schlechtgemeinten Maßnahmen für Abgehängte ändert nichts daran, dass sowohl Arbeit als auch Einkommen mittlerweile so ungleich verteilt sind, dass der soziale Friede auf mehr als nur einer Front gefährdet ist. Wenn der Markt es nicht regeln kann, muss der Staat eingreifen.

    Das Problem ist nur, dass unsere Regierung (und auch große Teile der Opposition) dieser Entwicklung einfach tatenlos zusieht und glaubt, mit ein wenig Stimmungsmache könne man die Probleme schon irgendwie unter den Teppich kehren. Kann man aber nicht.

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    Das soll den druck auf arbeitslose verringern, die vermutlich keine chance auf dem arbeitsmarkt haben. Die sollen dann nichtmehr gewzungen werden sich zum zigten mal zu bewerben, sondern die können dann eine ehrenamtliche tätigkeit wahrnehmen und bekommen dafür eine kleine aufstockung. Das würde den ehrenamtlichens ektor auch helfen. es gibt viele stellen wo nicht bezahlt werden kann. Krebshilfe, Aidshilfen, tierheime, tafeln ect. Da arbeiten heute schon viele ehrenamtler. Und die können wirklich hilfe gebrauchen. Die wirtschaft deckt eben deintleistungen nicht ab, die nötig sind, für die es aber kein geld gibt. Hier kann der staat eben arbeitslose fördern und ihnen die möglichkeit geben, sanktionsfrei eine aufgabe nachzugehen.

    Über kurz oder alng, muss dieser sektor aber in der tat besserbezahlt werden. Das geht aber nu wenn die bundespolitik aufwacht und endlich alle teile der gesellscahft, besonders die oberen 10 prozent die das meiste vermögen in deutschland haben, ordentlich besteuert. bisher zahlen die kuam steuern. Dieses geld brauchen wir für unseren sozialstaat, wenn wir soziale unruhen wie in amerika vermeiden wollen.

    so verstehe ich krafts vorschlag. Und as hat wirklich nichts mti wetserwelle zu tun. Eher im gegenteil. es hat shcon was mit sozialismus zu tun. Und ads sit auch gut so.

    Das soll den druck auf arbeitslose verringern, die vermutlich keine chance auf dem arbeitsmarkt haben. Die sollen dann nichtmehr gewzungen werden sich zum zigten mal zu bewerben, sondern die können dann eine ehrenamtliche tätigkeit wahrnehmen und bekommen dafür eine kleine aufstockung. Das würde den ehrenamtlichens ektor auch helfen. es gibt viele stellen wo nicht bezahlt werden kann. Krebshilfe, Aidshilfen, tierheime, tafeln ect. Da arbeiten heute schon viele ehrenamtler. Und die können wirklich hilfe gebrauchen. Die wirtschaft deckt eben deintleistungen nicht ab, die nötig sind, für die es aber kein geld gibt. Hier kann der staat eben arbeitslose fördern und ihnen die möglichkeit geben, sanktionsfrei eine aufgabe nachzugehen.

    Über kurz oder alng, muss dieser sektor aber in der tat besserbezahlt werden. Das geht aber nu wenn die bundespolitik aufwacht und endlich alle teile der gesellscahft, besonders die oberen 10 prozent die das meiste vermögen in deutschland haben, ordentlich besteuert. bisher zahlen die kuam steuern. Dieses geld brauchen wir für unseren sozialstaat, wenn wir soziale unruhen wie in amerika vermeiden wollen.

    so verstehe ich krafts vorschlag. Und as hat wirklich nichts mti wetserwelle zu tun. Eher im gegenteil. es hat shcon was mit sozialismus zu tun. Und ads sit auch gut so.

    • Jokus
    • 08.03.2010 um 18:36 Uhr

    Es ist zweifellos nicht so besonders überzeugend, dass Frau Kraft erst nach den unsäglichen, weil nur diffamierenden Westerwelle- Hinweisen auch auf das Thema "Langzeitarbeitslose" gekommen ist.
    Es ist andrerseits ein Verdienst der "Zeit-Redaktion", dass sie die positiven Seiten eines solchen Kraft-Vorschlags aufgezeigt hat.
    Dass alle Parteien ihre Vorschläge sich auch (fast) immer im Hinblick auf anstehende Wahlen einfallen lassen, sei mal hingenommen. Viel wichtiger: wenn endlich mal etwas mehr als nichts mit jenen geschieht, die letztendlich doch auch Opfer unserer Art des Wirtschaftens sind.
    Und wenn es nur gelänge 10 von 100 aus der Lethargie des Nichtgebrauchtseins herauszubringen, wäre das ein großer Erfolg.

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    "Es ist andrerseits ein Verdienst der "Zeit-Redaktion", dass sie die positiven Seiten eines solchen Kraft-Vorschlags aufgezeigt hat."

    Das ist Stimmungsmache gegen Arbeitslose der BRD. So werden negative Bilder und Gefühle in die Richtung dieser Personengruppe transportiert. Frau Kraft und Herr WW. reden in diesem Zusammenhang nach meinem Empfinden völlig hemmungslos. Vermutlich schwierig nachvollziehbar, dass das Ausdenken von Arbeitsmaßnahmen für andere Bürger Unfug ist und diesem Verhalten die Umkehrbarkeit fehlt. Man möge sich einmal vorstellen, dass sich Leute für Frau Kraft oder Herrn WW Arbeitsmaßnahmen ausdenken würden, z.B. Fallschirmsprünge und Märsche im Winter, viel Gleisbau bei Eis und Schnee oder Siloreinigung in 12-Stunden-Schicht für die nächsten 20 Jahre.
    Aber anscheinend hat sie sogar von Freiwilligkeit gesprochen - weltfremder geht das nicht. Wer entfernt als erfahrener Ingenieur schon freiwillig täglich Kaugummiflecken vom Bürgersteig. Da kommt Freude auf, wenn man sich für andere Menschen inakzeptable Tätigkeiten ausdenken darf. Ohne Beteiligung der betroffenen Arbeitslosen wird dies ein alberner Vorschlag von Politikern nach dem anderen werden - aber wie gesagt, man wird den Verdacht nicht los, dass es diesen Politikern nicht auf die Qualität des Gesagten, sondern auf die Stimmung ankommt.

    "Aber anscheinend hat sie sogar von Freiwilligkeit gesprochen - weltfremder geht das nicht. Wer entfernt als erfahrener Ingenieur schon freiwillig täglich Kaugummiflecken vom Bürgersteig"

    Sie kennen also nichtmal die Ausage von Kraft. Sie dissen hier rum, als hättens ie die Weisheit mit Löffeln gegessen und haben nichtmal verstanden worum es Kraft geht. Ich finde das hier echt Bodenlos. Es geht nich tum Kaugummis, es geht um Ehrenamtliche, freiwillige Tätigkeit. Googlen sie mal "Ehrenamt" und dann schauen sie mal, welche beschäftigungsmöglichkeiten es im diesem Bereich gibt. Vielleicht nehmen sie dann mal ihre Nase wieder runter und diskutieren produktiv mit, anstatt den Vorschlag einfach so zu verdammen.

    Ich kenne viele ALG-2-Bezieher die heute shcon Ehrenamtler sind. Für diese wäre es eine erleichterrung wenn sie diese Tätigkeit wetierhin ebtrieben könnten ohne ständig dazu gewzungen zu werden sinlose bewrbungsgespräche zu führen.
    So ein reisen Vorstoß ist der gedanke Krafts nicht.

    Sie regen sich hier über nichts auf. Hautpsache der SPD schaden. Aber wir brauchen die SPD, sosnt werden wir Schwarz-Gelb niemals los.

    "Es ist andrerseits ein Verdienst der "Zeit-Redaktion", dass sie die positiven Seiten eines solchen Kraft-Vorschlags aufgezeigt hat."

    Das ist Stimmungsmache gegen Arbeitslose der BRD. So werden negative Bilder und Gefühle in die Richtung dieser Personengruppe transportiert. Frau Kraft und Herr WW. reden in diesem Zusammenhang nach meinem Empfinden völlig hemmungslos. Vermutlich schwierig nachvollziehbar, dass das Ausdenken von Arbeitsmaßnahmen für andere Bürger Unfug ist und diesem Verhalten die Umkehrbarkeit fehlt. Man möge sich einmal vorstellen, dass sich Leute für Frau Kraft oder Herrn WW Arbeitsmaßnahmen ausdenken würden, z.B. Fallschirmsprünge und Märsche im Winter, viel Gleisbau bei Eis und Schnee oder Siloreinigung in 12-Stunden-Schicht für die nächsten 20 Jahre.
    Aber anscheinend hat sie sogar von Freiwilligkeit gesprochen - weltfremder geht das nicht. Wer entfernt als erfahrener Ingenieur schon freiwillig täglich Kaugummiflecken vom Bürgersteig. Da kommt Freude auf, wenn man sich für andere Menschen inakzeptable Tätigkeiten ausdenken darf. Ohne Beteiligung der betroffenen Arbeitslosen wird dies ein alberner Vorschlag von Politikern nach dem anderen werden - aber wie gesagt, man wird den Verdacht nicht los, dass es diesen Politikern nicht auf die Qualität des Gesagten, sondern auf die Stimmung ankommt.

    "Aber anscheinend hat sie sogar von Freiwilligkeit gesprochen - weltfremder geht das nicht. Wer entfernt als erfahrener Ingenieur schon freiwillig täglich Kaugummiflecken vom Bürgersteig"

    Sie kennen also nichtmal die Ausage von Kraft. Sie dissen hier rum, als hättens ie die Weisheit mit Löffeln gegessen und haben nichtmal verstanden worum es Kraft geht. Ich finde das hier echt Bodenlos. Es geht nich tum Kaugummis, es geht um Ehrenamtliche, freiwillige Tätigkeit. Googlen sie mal "Ehrenamt" und dann schauen sie mal, welche beschäftigungsmöglichkeiten es im diesem Bereich gibt. Vielleicht nehmen sie dann mal ihre Nase wieder runter und diskutieren produktiv mit, anstatt den Vorschlag einfach so zu verdammen.

    Ich kenne viele ALG-2-Bezieher die heute shcon Ehrenamtler sind. Für diese wäre es eine erleichterrung wenn sie diese Tätigkeit wetierhin ebtrieben könnten ohne ständig dazu gewzungen zu werden sinlose bewrbungsgespräche zu führen.
    So ein reisen Vorstoß ist der gedanke Krafts nicht.

    Sie regen sich hier über nichts auf. Hautpsache der SPD schaden. Aber wir brauchen die SPD, sosnt werden wir Schwarz-Gelb niemals los.

  6. "Zuerst mal muss man die nordrhein-westfälische SPD-Chefin von einem Verdacht freisprechen: Mit der Idee von FDP-Chef Guido Westerwelle, Hartz-IV-Empfänger zwangsweise zum Schneeschippen zu verdammen, hat der von Hannelore Kraft in die Diskussion eingebrachte Vorschlag tatsächlich nichts zu tun – auch wenn die SPD viel zu lange gebraucht hat, um das deutlich zu machen".

    Nein, muß man nicht! Es hat auch nicht so lange gebraucht um das deutlich zu machen, sondern es hat eben so lange gebraucht, bis man einen nicht vorhandenen Unterschied zu WW konstruiert hat. Nun hofft man auf Schadensbegrenzung.

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    hat reale Bedingungen und Freiräume für einen ultra-extremistischen Marktradikalismus geschaffen, in denen heute quasi-kriminelle Machenschaften organisierter, systemischer Schwarzarbeit, Lohnwucher und sogar Lohnbetrug gängige Zustände sind.

    Das nachweisliche Fehlen der erforderlichen Strafverfolgungskapazitäten durch den jahrelangen Personalabbau im Bereich der Steuerfahndung, der Zollfahndung, der Arbeitsverwaltungsorganisation sowie bei Polizei, Staatsanwaltschaften und der Richterschaft haben faktisch einen rechtfreien Raum in Deutschland geschaffen.

    Unter diesen Umständen die Behauptung aufzustellen, mittels der Schaffung eines sozialen Arbeitsmarktes (==> http://www.hannelore-kraf...) ist grobfahrlässige Wählertäuschung oder sogar den Schröderschen Wahlbetrügereien ebenbürtiger Wahlbetrug, da die für die praktikable Umsetzung erforderlichen Personalkapazitäten und Finanzen gar nicht vorhanden sind.

    Die Folgen der Schröderschen Realpolitik scheinen in ihren Konsquenzen nicht nur staatsgefährdend, sondern sogar staatszerstörend. Insofern ist die Lektüre des Büchleins "die neuen staatsfeinde - Welche Republik wollen Schröder, Henkel, Westerwelle & Co." aus dem Jahre 2000 äußerst lesenswert.

    Wir sollten auf Basis von Fakten diskutieren und nicht mit Glaubensbekenntnissen um uns werfen, wie im 30jährigen Krieg.

    hat reale Bedingungen und Freiräume für einen ultra-extremistischen Marktradikalismus geschaffen, in denen heute quasi-kriminelle Machenschaften organisierter, systemischer Schwarzarbeit, Lohnwucher und sogar Lohnbetrug gängige Zustände sind.

    Das nachweisliche Fehlen der erforderlichen Strafverfolgungskapazitäten durch den jahrelangen Personalabbau im Bereich der Steuerfahndung, der Zollfahndung, der Arbeitsverwaltungsorganisation sowie bei Polizei, Staatsanwaltschaften und der Richterschaft haben faktisch einen rechtfreien Raum in Deutschland geschaffen.

    Unter diesen Umständen die Behauptung aufzustellen, mittels der Schaffung eines sozialen Arbeitsmarktes (==> http://www.hannelore-kraf...) ist grobfahrlässige Wählertäuschung oder sogar den Schröderschen Wahlbetrügereien ebenbürtiger Wahlbetrug, da die für die praktikable Umsetzung erforderlichen Personalkapazitäten und Finanzen gar nicht vorhanden sind.

    Die Folgen der Schröderschen Realpolitik scheinen in ihren Konsquenzen nicht nur staatsgefährdend, sondern sogar staatszerstörend. Insofern ist die Lektüre des Büchleins "die neuen staatsfeinde - Welche Republik wollen Schröder, Henkel, Westerwelle & Co." aus dem Jahre 2000 äußerst lesenswert.

    Wir sollten auf Basis von Fakten diskutieren und nicht mit Glaubensbekenntnissen um uns werfen, wie im 30jährigen Krieg.

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