Umfrage Schwarz-Gelb sinkt auf Neunjahres-Tief
So schlecht standen Union und FDP zuletzt 2001 da: Die Regierungsparteien haben laut neuer Umfrage weiter eingebüßt. Schuld ist der Dauerstreit der Regierung.
Die schwarz-gelbe Koalition gibt in der Wahrnehmung der Bürger alles andere als ein harmonisches Bild ab. Das belegt eine Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag von von Stern und RTL. Demnach sehen 84 Prozent CDU/CSU und FDP als zerstritten an, nur acht Prozent glauben, dass die Koalitionspartner gemeinsam handeln.
Die Schuld an den anhaltenden Streitigkeiten gibt mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) der FDP. Sieben Prozent machen die CSU dafür verantwortlich, fünf die CDU. 28 Prozent der Bürger finden, dass "alle gleichermaßen" die Reibereien verursachen. Der Gesamteindruck, den das Regierungsbündnis hinterlässt, ist nach etlichen Streitigkeiten - etwa in der Gesundheits-, Steuer oder Umweltpolitik - jedenfalls nicht der beste.
Diese Ergebnisse schlagen sich auch in Zustimmung zur Regierungskoalition nieder: Der Umfrage zufolge leidet darunter inzwischen auch die CDU/CSU. In der Sonntagsfrage büßte sie im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte ein und kommt jetzt auf 33 Prozent, den niedrigsten Wert in diesem Jahr. Die FDP verliert einen Punkt und liegt nun bei acht Prozent. Gemeinsam kommen Union und Liberale damit auf 41 Prozent – so schlecht stand es um Schwarz-Gelb zuletzt im Februar 2001.
Die SPD stieg dagegen um einen Punkt auf 23 Prozent. Sie erreicht damit den höchsten Wert in diesem Jahr, zumindest bei Forsa, andere Institute sehen die Sozialdemokraten bereits wieder bei 25 Prozent. Auch die Linke steigt um einen Punkt und kommt nun auf zwölf Prozent. Die Grünen liegen konstant bei 16 Prozent. Für sonstige Parteien würden acht Prozent stimmen. Mit zusammen 51 Prozent liegen SPD, Grüne und Linkspartei nunmehr zehn Punkte vor Union und FDP.
Forsa befragte 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger in der Zeit zwischen 1. bis 5. März 2010. Die Zahlen zum Koalitionsstreit resultieren aus Angaben von 1003 Befragten am 4. und 5. März.
- Datum 10.03.2010 - 11:39 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 18
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Wenn Rot Grün in NRW die Wahlen gewinnt, kommt die Handlungsbereitschaft, ja gewissermaßen die notwendige Bewegung auch auf Bundesebene durch den Bundesrat. Dann kann Herr Westerwelle wieder Opposition gegen Rot Grün spielen. Das scheint doch das zu sein, was er kann....dann regiert warscheinlich so eine Art Verantwortungsgemeinschft aus CDU SPD und Grünen und das Gehampel von CDU/CSU/FDP merkt keiner mehr so schmerzhaft.
Vor dem Gestaltungswillen der SPD graut mir.
Vermutlich kommen die dann auf so Ideen die Kasernieren und Uniformieren und "erst mal Mensch werden" ... viel Bewegung an frischer Luft ...
Der Abstieg der FDP zieht jetzt auch die CDU nach. Merkel hilft durch kohl'sches Aussitzen, Westerwelle sponsort seinen Lebenspartner, Rüttgers fördert die Korruption, von Brüderle hört man nichts. Der Eindruck täuscht nicht. In den Regierungen sitzen viele Pappnasen. Wahrscheinlich nur um ihrer Klientel Steuergelder zu beschaffen und für sich derweil Rentenansprüche zu erwerben. Bravo Deutschland, wer die gewählt hat gehört in die Ecke gestellt.
Langsam aber sicher begreifen auch die Dümmsten, daß die zwei Parteien völlig konträre Grundideen und Ziele haben.
Sie können, auch wenn sie wollen, unser Land niemals produktiv
führen und voranbringen. Das gilt mit dieser Personalbesetzung auch für die Außenpolitik.
Wie lange soll noch die kostbare Zeit unter diesem Übel verspielt werden ? Besser ein schnelles Ende mit Schmerzen als ein siechender Schmerz ohne Ende. Weitere dreieinhalb Jahre ? - nicht auszudenken wo unser Land dann steht.
Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung haben über 70% der Bürger kein Vertrauen in den deutschen Staat.
Seit dem Amtsantritt der Merkel hat sich die Menschenrechtslage in Deutschland drastisch verschlechtert. Selbstverständlich wird auch die Verletzung von Bürgerrechten schwerster Art - mit Billigung der Merkel - unverändert fortgesetzt. Straftäter gegen Bürgerrechte dürfen es sich bei der Merkel auf der Regierungsbank bequem machen. Im übrigen hintertreibt die Merkel systematisch die Verfolgung von Straftätern gegen Bürgerrechte.
Für all das ist die Merkel verantwortlich. Und die Merkel möchte noch den Anschein erwecken, als sei alles in bester Ordnung. In Deutschland werden Menschenrechte fortgesetzt in schwerster Weise verletzt. Deutschland ist ein asozialer Unrechtsstaat.
ja, als man noch mit Scheckheft und Leberwurst Politik machen konnte war alles leichter, aber heutzutage muss
man sich etwas konsequenteres einfallen lassen, fuer mich
war die FDP - mit diesen Figuren - absolut nicht auf's
regieren vorbereitet, leider denn ich habe "die" gewaehlt
aber beim naechsten mal...............!
Ach, sie waren das.
Schönen Dank aber auch. Ich war es nicht. Ich habe die LINKE gewählt.
Ach, sie waren das.
Schönen Dank aber auch. Ich war es nicht. Ich habe die LINKE gewählt.
@Chali (#2): Ich verstehe Ihren Post nicht...was soll man bitte unter "Kasernieren und Uniformieren und "erst mal Mensch werden"" verstehen?
@jps-mm (#5): Ich finde Ihre Vorwürfe interessant und wüsste gerne mehr darüber. Haben Sie Referenzen?
@Artikel: Das war abzusehen, nun haben wir die allgemeine Ernüchterung. Hoffentlich tritt kein Berlusconi-Effekt auf (aka Wahlfehlerwiederholung).
Wer soll auch eine CDU wählen, die die versprochenen marktwirtschaftlichen Reformen verweigert und sich links von der SPD positioniert. Frau Kraft ist doch bürgerlicher als der selbsternannte oberste deutsche Arbeiterführer Rüttgers. Wenn die CDU für ihre Feigheit in NRW ordentlich abgestraft wird, vielleicht findet sie dann wieder die Kraft zu liberal-konservativer Politik.
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