NRW-Landtagswahl Rot-rotes Gespräch – und Kraft will von nichts gewusst haben
SPD-Vize Ott hat wenige Wochen vor der Landtagswahl in NRW die Landeschefin der Linken, Schwabedissen, getroffen – entgegen der offiziellen Linie. SPD-Chefin Kraft zeigt sich verärgert.
Der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Jochen Ott hat sich vor einigen Tagen mit der Landeschefin der Linken, Katharina Schwabedissen, getroffen. Einen entsprechenden Bericht der WAZ-Zeitungsgruppe hat er bestätigt.
SPD-Chefin Hannelore Kraft sei über das Treffen sehr verärgert, hieß es in SPD-Kreisen. Ott habe sie nicht vorher informiert. Auch in der konstituierenden Sitzung des neuen SPD-Landesvorstands sei Ott heftig kritisiert worden. Kraft sagte der WAZ-Gruppe, solche Gespräche seien "absolute Alleingänge mit keinerlei Legitimation durch den SPD-Landesvorstand". Die CDU warf der SPD vor, einen Wahlbetrug vorzubereiten.
Ott verteidigte sein Treffen mit Schwabedissen. "Ich halte es für richtig, dass man mit dem politischen Gegner spricht und ihn kennenlernt, wenn man sich eine Meinung bilden will", sagte er. Es sei kein offizielles Treffen gewesen. Aus dem Gespräch habe er den Schluss gezogen, "dass die Linke weder regierungswillig noch regierungsfähig ist".
Auf die Frage, von wem der Kontakt ausgegangen sei, sagte Ott: "Wir haben gegenseitig festgestellt, dass wir mal einen Kaffee zusammen trinken sollten." Schwabedissen hatte gesagt, Ott habe sie angerufen.
Der designierte CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid sieht in dem Gespräch eine neue Qualität der Kontakte zwischen SPD und Linken. "Das engste politische Umfeld von Frau Kraft verhandelt mit der Führung der Linkspartei." FDP-Fraktionschef Gerhard Papke warf der SPD vor, "ein rot-rot-grünes Linksbündnis zur gemeinsamen Machtübernahme in NRW" vorzubereiten.
Linken-Vize Klaus Ernst forderte Kraft auf, ein klares Bekenntnis zur Option einer rot-rot-grünen Landesregierung abzulegen. Wenn Kraft den Menschen nicht sage, mit wem sie ihr Programm umsetzen wolle, begehe sie "Wahlbetrug mit Ansage".
- Datum 01.03.2010 - 19:22 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 21
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In einer Demokratie sollten Gespräche unter Demokraten - gleich welcher Partei - immer möglich sein. Die CDU sollte eigentlich aus der von ihr vor Jahren betrieben Verteufelung der Grünen gelernt haben. Hamburg und Saarbrücken lassen grüßen.
wann die Verteufelung von rot-rot-grünen Bündnissen endlich wieder losgeht. Jetzt ist es soweit. Aber keine Angst. Es gibt ein schwarz-grünes Bündnis in NRW. Denn alle dürfen mit allen koalieren, nur die SPD nicht. Gel?
Meine Güte sind die primitiv bei der sogenannten christlichen Partei. Immer wieder dieselbe Leier: Angst.
Früher war es "alle Wege des Sozialismus führen nach Moskau" (in den 60-ern, sinnigerweise Jahrzehnte später von der NPD kopiert. 99 in Hessen gegen die Ausländer ("Wo kann man hier gegen die Ausländer unterschreiben" soll es an den Ständen der CDU gehießen haben), jetzt setzt die zutiefst unchristliche Partei erneut zu so einer Schlammschlacht an.
Läge Christus in einem Grab, würde er sich nicht nur umdrehen, er würde kreiseln bei so viel Heuchelei.
Besonders witzig ist es in dem Zusammenhang, sich einmal klarzumachen, welche Werte Jesus vertrat, die ja angeblich CDU und CSU so hoch halten. Er war fuer soziale Gerechtigkeit wie kaum ein anderer seiner Zeit und damit ein Vertreter genau DER Gedankenstroemung, die die Christdemokraten so gerne mit Schlamm bewerfen.
Es ist jedenfalls schwerlich vorstellbar, dass Jesus den Armen (heute: Hartz IV Empfaenger) noch mehr abgenommen und den Zoellnern (heute: Banker und Hotelbesitzer) zu geben...
Besonders witzig ist es in dem Zusammenhang, sich einmal klarzumachen, welche Werte Jesus vertrat, die ja angeblich CDU und CSU so hoch halten. Er war fuer soziale Gerechtigkeit wie kaum ein anderer seiner Zeit und damit ein Vertreter genau DER Gedankenstroemung, die die Christdemokraten so gerne mit Schlamm bewerfen.
Es ist jedenfalls schwerlich vorstellbar, dass Jesus den Armen (heute: Hartz IV Empfaenger) noch mehr abgenommen und den Zoellnern (heute: Banker und Hotelbesitzer) zu geben...
Besonders witzig ist es in dem Zusammenhang, sich einmal klarzumachen, welche Werte Jesus vertrat, die ja angeblich CDU und CSU so hoch halten. Er war fuer soziale Gerechtigkeit wie kaum ein anderer seiner Zeit und damit ein Vertreter genau DER Gedankenstroemung, die die Christdemokraten so gerne mit Schlamm bewerfen.
Es ist jedenfalls schwerlich vorstellbar, dass Jesus den Armen (heute: Hartz IV Empfaenger) noch mehr abgenommen und den Zoellnern (heute: Banker und Hotelbesitzer) zu geben...
Sie haben noch was vergessen. Jesus hätte Ackermann nicht die Geburtstagsfeier ausgerichtet, denn seine Abneigung gegen Zinswucherer hatte biblische Ausmaße. ;-)
Ich sehe schon Diekmann und Vogg Weihwasser, Kreuz und Knoblauch hervorkramen, um auf blutrote Sockenjagd zu gehen.
Sie werden sich wie ein wirtschaftsliberaler Fels gegen die Brandung der Vernunft werfen. Heldenhaft exorzieren sie den gemeinen Bürger, um ihm die leibhaftige Gerechtigkeit auszutreiben. Andere mediale Kreuzritter, werden ihnen zu Hilfe eilen, um die roten Horden an Rhein und Ruhr zu stoppen, bevor sie in der Lage sind, chancengleich zu kontern. Den Mindestlohn werden sie verdammen, wie Weiland die Bischhöfe den Buchdruck und als Inquisitoren werden sie die Scheiterhaufen mit ihren Pamphleten entzünden und den gesunden Menschenverstand läutern, bevor er Luthergleich die Abzugsthesen für Afghanistan ans Bundesverteidigungsministerium nageln kann.
Die Erde ist eine Scheibe.
MfG
AoM
Um Ihre jesuscharakterisierung zu untermauern, darf ich folgendes Video empfehlen. Der Zweite link führt zum Liedtext:
http://www.youtube.com/wa...
http://www.goetzwidmann.d...
Sie haben noch was vergessen. Jesus hätte Ackermann nicht die Geburtstagsfeier ausgerichtet, denn seine Abneigung gegen Zinswucherer hatte biblische Ausmaße. ;-)
Ich sehe schon Diekmann und Vogg Weihwasser, Kreuz und Knoblauch hervorkramen, um auf blutrote Sockenjagd zu gehen.
Sie werden sich wie ein wirtschaftsliberaler Fels gegen die Brandung der Vernunft werfen. Heldenhaft exorzieren sie den gemeinen Bürger, um ihm die leibhaftige Gerechtigkeit auszutreiben. Andere mediale Kreuzritter, werden ihnen zu Hilfe eilen, um die roten Horden an Rhein und Ruhr zu stoppen, bevor sie in der Lage sind, chancengleich zu kontern. Den Mindestlohn werden sie verdammen, wie Weiland die Bischhöfe den Buchdruck und als Inquisitoren werden sie die Scheiterhaufen mit ihren Pamphleten entzünden und den gesunden Menschenverstand läutern, bevor er Luthergleich die Abzugsthesen für Afghanistan ans Bundesverteidigungsministerium nageln kann.
Die Erde ist eine Scheibe.
MfG
AoM
Um Ihre jesuscharakterisierung zu untermauern, darf ich folgendes Video empfehlen. Der Zweite link führt zum Liedtext:
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wann wird endlich aktiviert!
Warum darf mit diesen nicht geredet werden?
Was ist daran so verwerflich?
Die Union hat sich derzeit mit einer Partei zusammengetan, die konsequent den äußeren rechten Rand einer eigensüchtigen Gesellschaft abdeckt.
Das ist nicht so schlimm, wenn die Union sich nicht widerstandslos in diese Richtung ziehen lässt. Wir haben dann eine Regierung, die etwas mehr oder weniger rechts der Mitte ist.
Wenn sich die derzeitige SPD die, ziemlich genau wie die derzeitige CDU, die sogenannte Mitte abdeckt (da treten sich welche auf die Füße) sich mit der Linkspartei zusammentut und sich dann nicht widerstandslos in diese Richtung ziehen lässt, haben wir im Ergebnis eine Regierung, die etwas mehr oder weniger links von der Mitte ist.
Was soll daran schlimm sein? Es ist ein Angebot an die Wähler, die sich entscheiden müssen.
Schlimm ist für die Union lediglich, dass sie genau weiss, dass die SPD ohne diese Annäherung an die Linke in absehbarer Zeit nie regieren wird. Also muss diese Annäherung verteufelt werden.
Die SPD fällt auf diese völlig ungerechtfertige Verteufelung immer noch herein.
"dass die SPD ohne diese Annäherung an die Linke in absehbarer Zeit nie regieren wird. "
Im Interesse aller denkenden Bürger, sollte sich Frau Kraft diesen Satz hinter die Ohren schreiben und für ein Rot-Rot-Grünes Bündnis werben! Die Linken haben bereits signalisiert, dass sie kompromissbereit sind sofern zentrale Forderrungen beachtung finden. Da muss die SPD endlich mal nach Links einschwenken. Das würde ihr gut tun. Das würde die Wähler wieder zurückbringen. Die Wähler WOLLEN die Inhlate der Linkspartei. Sie wollen eben nur nicht so gerne die Linkspartei, wegen dem was in der Vergangenheit vorgefallen ist.
"dass die SPD ohne diese Annäherung an die Linke in absehbarer Zeit nie regieren wird. "
Im Interesse aller denkenden Bürger, sollte sich Frau Kraft diesen Satz hinter die Ohren schreiben und für ein Rot-Rot-Grünes Bündnis werben! Die Linken haben bereits signalisiert, dass sie kompromissbereit sind sofern zentrale Forderrungen beachtung finden. Da muss die SPD endlich mal nach Links einschwenken. Das würde ihr gut tun. Das würde die Wähler wieder zurückbringen. Die Wähler WOLLEN die Inhlate der Linkspartei. Sie wollen eben nur nicht so gerne die Linkspartei, wegen dem was in der Vergangenheit vorgefallen ist.
Aus dem Artikel:
"Der designierte CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid sieht in dem Gespräch eine neue Qualität der Kontakte zwischen SPD und Linken. "Das engste politische Umfeld von Frau Kraft verhandelt mit der Führung der Linkspartei." FDP-Fraktionschef Gerhard Papke warf der SPD vor, "ein rot-rot-grünes Linksbündnis zur gemeinsamen Machtübernahme in NRW" vorzubereiten."
Naja, die politischen Stümper von FDP und CDU denken halt, dass ein gemeinsamer Kaffee schon eine Koalitionsverhandlung sei.
Was für ein Chaos bei dieser Denke herauskommt, sehen wir ja gerade in Berlin.
Rote-Socken-Kampagnen, Rede- und Denkverbote - wer für seinen Wahlkampf keine besseren Argumente und Themen findet, gehört auf die hinterste Oppositionsbank, wenn denn überhaupt ins Parlament. Denn er stranguliert die lebendige Demokratie.
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