Türkische Gymnasien Erdoğan handelt sich Absage ein
Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdoğan hat die Einrichtung türkischer Gymnasien in Deutschland vorgeschlagen. Die Kanzlerin hält nichts von dieser Forderung.
Türkische Gymnasien in Deutschland einzurichten, "führt aus meiner Sicht nicht weiter, denn grundsätzlich sollten türkischstämmige Kinder und Jugendliche bei uns in deutsche Schulen gehen", sagte Angela Merkel (CDU) der Passauer Neuen Presse. Von der Vorstellung, dass alle türkischen Schüler "hier auf ein türkisches Gymnasium gehen sollen, halte ich nichts". Die Kanzlerin besucht in der nächsten Woche Ankara.
Mit seiner Forderung stößt Erdoğan auch auf Kritik und Ablehnung bei Türken in Deutschland. "Wenn Erdoğan damit sagen will, dass der Unterricht in solchen Gymnasien komplett auf Türkisch stattfinden soll, halten wir das für einen großen Fehler", sagte der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, der Zeitung Die Welt. Zudem seien Erdoğans Äußerungen, wonach Türken zunächst ihre Muttersprache beherrschen müssten, bevor sie Deutsch lernen könnten, schlicht falsch.
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören bezweifelt, dass Erdoğan den Auslandstürken in Deutschland einen Dienst erweist: "Vielmehr müssen wir Kinder aus Familien, in denen Türkisch gesprochen wird, viel früher an die deutsche Sprache heranführen", sagte er der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Die Hamburger SPD-Parlamentarierin Aydan Özoguz ergänzte, der Ruf nach türkischen Privatschulen "ist legitim, allerdings ist bei solchen Elitegymnasien nicht davon auszugehen, dass sie Integrationsprobleme lösen". Auch die Grünen-Abgeordnete Ekin Deligöz bezweifelt den Nutzen türkischer Gymnasien zur Sprachförderung: "Türkische Migrantenkinder, die die Gymnasialreife erlangen, haben keine Sprachprobleme."
Von einem falschen Signal sprach der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP). Ziel müsse es sein, türkischstämmige Migranten rasch in die deutsche Gesellschaft einzugliedern. Durch Schulunterricht in Türkisch würden sie hingegen weiterhin abgesondert. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte der Münchner Zeitung tz, mit seinem Vorschlag habe Erdogan der Integration türkischer Bürgerinnen und Bürger in Deutschland einen "Bärendienst" erwiesen. "Er demonstriert immer mehr einen neuen türkischen Imperialismus und Nationalismus, der für uns Deutsche unerträglich ist."
Ähnlich äußerte sich der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. "Mir gefällt der nationale Ton überhaupt nicht", sagte er der Saarbrücker Zeitung. Besser seien deutsch-türkische Schulen, an denen beide Sprachen gleichwertig nebeneinander gelehrt würden. Der bildungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Rupprecht, sagte, nur wer die deutsche Sprache gut beherrsche, könne in der Schule und im Berufsleben erfolgreich sein und am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilhaben.
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Krauss, hatte in der Rheinischen Post nichts dagegen einzuwenden, dass Türkisch als zweite oder dritte Fremdsprache an deutschen Gymnasien gefördert wird, um die Sprachkompetenz der jungen Türken zu stärken. Aber klar sei, dass Deutschland von hier lebenden Türken, bei aller Rücksicht auf kulturelle Herkunft, nicht nur Integration, sondern auch Assimilation verlangen müsse.
Gleichzeitig reagierte Bundeskanzlerin Merkel im Vorfeld ihrer Reise zurückhaltend auf erneute Forderungen Erdoğans nach einer Vollmitgliedschaft seines Landes in der Europäischen Union. "Meine Vorstellung ist unverändert eine privilegierte Partnerschaft mit der Türkei." Beim Thema EU-Mitgliedschaft seien Erdoğan und sie bereits seit Langem unterschiedlicher Meinung. "Dennoch gilt für die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, dass Verträge einzuhalten sind." In diesem Sinne führe die EU seit Jahren ergebnisoffene Verhandlungen über einen möglichen EU-Beitritt der Türkei, sagte die Bundeskanzlerin.
- Datum 26.03.2010 - 09:38 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Wir brauchen türkische Gymnasien, damit die Türken dort Griechisch lernen. (Hir müßte jetzt ein Smiley hin)
Die Mehrheit des Islamismus hält sich für die Elite der Menschheit. Warum wollen die meisten jungen Türken nur Muslime heiraten?
Haben wir ja auch schon alles bei uns Christen, nicht vor langer Zeit, zwischen Protestanten und Katholiken gehabt.
Man wollte für sich bleiben.
Die Sonne scheint doch auf alle Menschen. Habe noch nicht gemerkt, dass Christen ausgeschlossen werden.
Von Schulen die dieses noch fördern halte ich nichts, es sei denn eines Tages sind wir alle Muslims.
Warum auch nicht, wenn es freiwillig ist!
Nur das man dann ein besserer Mensch ist und Gott wohlgefällig ist, ist eine neurotische Zwangsvorstellung.
bitte aufwachen!,was hat denn ein türkisches Gymnasium mit İslam zutun?!
solche Leute wie Sie haben vorurteile und sind paranoit!
in der türkei gibt es schulen von vielen Laendern,ich lebein der Türkei,die türkei ist ein modernes Land,die türken haben kein angst von deutschen schulen und kirchen in der türkei.
Neurotisch indoktraeniert!!!
bitte aufwachen!,was hat denn ein türkisches Gymnasium mit İslam zutun?!
solche Leute wie Sie haben vorurteile und sind paranoit!
in der türkei gibt es schulen von vielen Laendern,ich lebein der Türkei,die türkei ist ein modernes Land,die türken haben kein angst von deutschen schulen und kirchen in der türkei.
Neurotisch indoktraeniert!!!
....war es vorzuschlagen. Er hätte einfach machen sollen.
Beide sind "Füchse der Politik" und beide kalkulieren blitzschnell.
Angele Merkel ist auf dem internationalen Parkett selbstbewusst und erfolgreich. Sie verfügt über eine maximale Durchschlagskraft, egal wie, wo und worüber. Gerade ihr letzter entscheidender Sieg in der Griechenland-Frage stellt dies eindeutig unter Beweis.
Tayyip Erdogan kann zwar besonders auf dem westlich-internationalen Parkett nicht das gleiche Selbstbewusstsein und den gleichen Erfolg erringen, dafür hat er in den letzten Monaten bei den Arabern und islamischen Laendern eine Vielzahl von Punkten errungen, nicht zuletzt durch die moralische Unterstützung, die er den Palaestinensern zuteil werden liess.
Wie nun das Seilziehen Vollmitgliedschaft:Privilegierte Partnersachaft ausgehen wird, ist schwer abzuschaetzen, zumal die These privilegierte Partnerschaft erstens im Widerspruch zu den vormals beschlossenen und (obwohl zwischenzeitlich nur noch dickflüssig laufenden) Beitrittsverhandlungen steht und diese Partnerschaft zweitens auf keiner konkreten Grundlage beruht. (Die Zollunion ist ja eigentlich nichts anderes, was also soll da nun hinzukommen??)
Dieses Match wird ein interessantes Resultat erbringen, aber eines steht fest: Bestimmt keine Einigung, jedenfalls nicht in den essentiellen Themen.
Dennoch kann die Zukunft ungeahnte Überraschungen bieten...
... in der Griechenland-Frage stellt dies eindeutig unter Beweis."
Komisch, dass man das so zu sehen scheint. Einen Sieg erringt man, wenn man den eigenen Standpunkt durchsetzt. Sie hatte aber erst einen Standpunkt, als die Debatte und Vorfühlaktionen so weit fortgeschritten waren, dass der Ausgang sichtbar war. Ihre Regierung hatte sich sogar für einen EWF stark gemacht um eine Beteiligung des IWF zu verhindern. Man kann also sagen, dass die Regierung einen wesentlich anderen Ausgang wollte und Merkel lediglich keine Stallung bezog, weil ihr Finanzminister dies tat. Als klar wurde, dass sich das nie würde durchsetzen lassen, dabei kann ich kaum glauben, dass es die Furcht vor dem GG war, konnte sie unbeschadet die Regierungsrichtung ändern. Das entspräche ihren Gewohnheiten, soweit man das beurteilen kann.
... in der Griechenland-Frage stellt dies eindeutig unter Beweis."
Komisch, dass man das so zu sehen scheint. Einen Sieg erringt man, wenn man den eigenen Standpunkt durchsetzt. Sie hatte aber erst einen Standpunkt, als die Debatte und Vorfühlaktionen so weit fortgeschritten waren, dass der Ausgang sichtbar war. Ihre Regierung hatte sich sogar für einen EWF stark gemacht um eine Beteiligung des IWF zu verhindern. Man kann also sagen, dass die Regierung einen wesentlich anderen Ausgang wollte und Merkel lediglich keine Stallung bezog, weil ihr Finanzminister dies tat. Als klar wurde, dass sich das nie würde durchsetzen lassen, dabei kann ich kaum glauben, dass es die Furcht vor dem GG war, konnte sie unbeschadet die Regierungsrichtung ändern. Das entspräche ihren Gewohnheiten, soweit man das beurteilen kann.
Bitte verzichten Sie auf fremdenfeindliche Äußerungen, auch wenn diese ironisch gemeint sein sollten. Die Redaktion/sh
aber Menschen mit den gleichen Rechten und Pflichten - was dagegen?
[Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Dem stimme ich zu, aber ....
Die Frage ist doch, warum haben Italiener, Polen, Griechen, Russen, Kroaten, Portugiesen und Spanier bisher keine solche Forderung gestellt?
hat da jemand dran gezweifelt?
ich sehe nichts was gegen türkische/muslimische Gymnasien in privater Trägerschaft spräche. Außer vllt dem, was derzeit bei den Katholischen abläuft;)
Der einzige Punkt ist, sie müssen eben privat sein und dem Gymnasialniveau gerecht werden. An einer Madrassa mit neuem Namen hab ich kein Interesse.
Und was Merkel angeht, die wirkt zZ ja schon fast sympathisch. Deckelt Erdogan und hetzt den Griechen den IWF auf den Hals. Das sind die ersten zwei sinnvollen Dinge, die sie seit ihrer Wiederwahl getan hat
[Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Dem stimme ich zu, aber ....
Die Frage ist doch, warum haben Italiener, Polen, Griechen, Russen, Kroaten, Portugiesen und Spanier bisher keine solche Forderung gestellt?
hat da jemand dran gezweifelt?
ich sehe nichts was gegen türkische/muslimische Gymnasien in privater Trägerschaft spräche. Außer vllt dem, was derzeit bei den Katholischen abläuft;)
Der einzige Punkt ist, sie müssen eben privat sein und dem Gymnasialniveau gerecht werden. An einer Madrassa mit neuem Namen hab ich kein Interesse.
Und was Merkel angeht, die wirkt zZ ja schon fast sympathisch. Deckelt Erdogan und hetzt den Griechen den IWF auf den Hals. Das sind die ersten zwei sinnvollen Dinge, die sie seit ihrer Wiederwahl getan hat
Spongebob : "Mr. Crab, bekomme ich eine Gehaltserhöhung?"
Crab : "Nein."
bitte aufwachen!,was hat denn ein türkisches Gymnasium mit İslam zutun?!
solche Leute wie Sie haben vorurteile und sind paranoit!
in der türkei gibt es schulen von vielen Laendern,ich lebein der Türkei,die türkei ist ein modernes Land,die türken haben kein angst von deutschen schulen und kirchen in der türkei.
Neurotisch indoktraeniert!!!
der sehr deutlich zeigt, dass türkische Schulen wohl kein Problem lösen.
Es hat auch niemand was gegen türkische Schulen. Diese müssten nur von Türken gegründet, betrieben und bezahlt werden- Privatschulen eben. Solche zu gründen ist ihr gutes Recht.
Ich konnte ihre Replik auf meinen Kommentar im anderen Artikel leider nicht mehr lesen. Allerdings belegen Sie zumindest hier mit ihren Kommentare, dass Sie zum einen die Kontrapositionen nicht verstanden haben und zum anderen, dass der Besuch eines deutschsprachigen Gymnasiums, einer deutschsprachigen Schule vielleicht nicht verkehrt wäre.
Die ausländische Schulen in der Türkei sind nur da für die Kinder der Auslands-Diplomaten und MitarbeiterInnen internationelle Firmen oder Organisationen.
Diese Leute werden die Türkei nach einige Jahren wieder verlassen.
Erdogan fordert aber Türkische Schulen für die Kinder von Leute, die für immer in Deutschland bleiben werden.
...viele deutsche Wissenschaftler sind gerne vor Hitler in die Türkei Atatürks geflohen.
Erdogan ist gerade dabei, die Türkei zu entmodernisieren. In einem türkischen Gymmasium a la AKP könnte man den Schülern die türkische Hochkultur gar nicht vermitteln. Was hat seine arabisierend frömmelnde 'türkische' 'Kultur' z. B. mit dem Komponisten Adnan Saygun oder gar mit säkularen Dichtern wie Nazim Hikmet, Aziz Nesin, Yasar Kemal oder Orhan Pamuk am Hut? Nichts! Das sind für die Frommen Ungläubige, die man bekämpfen muss! Türkische Gymanasien a la Erdogan sind nichts anderes als islamist. Missionsschulen. Über türkische Gymnasien in Deutschland kann man wieder reden, wenn sich in der Türkei der polit. Wind gedreht hat. Wenn er sich selbst im Iran langsam dreht, wird es hoffentlich in der Türkei auch irgendwann soweit sein...
der sehr deutlich zeigt, dass türkische Schulen wohl kein Problem lösen.
Es hat auch niemand was gegen türkische Schulen. Diese müssten nur von Türken gegründet, betrieben und bezahlt werden- Privatschulen eben. Solche zu gründen ist ihr gutes Recht.
Ich konnte ihre Replik auf meinen Kommentar im anderen Artikel leider nicht mehr lesen. Allerdings belegen Sie zumindest hier mit ihren Kommentare, dass Sie zum einen die Kontrapositionen nicht verstanden haben und zum anderen, dass der Besuch eines deutschsprachigen Gymnasiums, einer deutschsprachigen Schule vielleicht nicht verkehrt wäre.
Die ausländische Schulen in der Türkei sind nur da für die Kinder der Auslands-Diplomaten und MitarbeiterInnen internationelle Firmen oder Organisationen.
Diese Leute werden die Türkei nach einige Jahren wieder verlassen.
Erdogan fordert aber Türkische Schulen für die Kinder von Leute, die für immer in Deutschland bleiben werden.
...viele deutsche Wissenschaftler sind gerne vor Hitler in die Türkei Atatürks geflohen.
Erdogan ist gerade dabei, die Türkei zu entmodernisieren. In einem türkischen Gymmasium a la AKP könnte man den Schülern die türkische Hochkultur gar nicht vermitteln. Was hat seine arabisierend frömmelnde 'türkische' 'Kultur' z. B. mit dem Komponisten Adnan Saygun oder gar mit säkularen Dichtern wie Nazim Hikmet, Aziz Nesin, Yasar Kemal oder Orhan Pamuk am Hut? Nichts! Das sind für die Frommen Ungläubige, die man bekämpfen muss! Türkische Gymanasien a la Erdogan sind nichts anderes als islamist. Missionsschulen. Über türkische Gymnasien in Deutschland kann man wieder reden, wenn sich in der Türkei der polit. Wind gedreht hat. Wenn er sich selbst im Iran langsam dreht, wird es hoffentlich in der Türkei auch irgendwann soweit sein...
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