Steuersenkungen Merkel nennt Sparkurs alternativlosSeite 2/2

Homburger sagte, dass die FDP bereits auf ihrem Parteitag im April ein neues Steuermodell vorstellen werde. Dies werde zum einen "eine Verknüpfung des Steuer- und Transfersystems" sowie Vorschläge zur Finanzierung enthalten. Der FDP seien Steuerentlastungen sowie Haushaltskonsolidierung gleichermaßen wichtig.

Kanzlerin Merkel hält den geplanten Sparkurs für alternativlos. "Die erste Vorsorge für die Zukunft ist die Erfüllung der Schuldenbremse für die nächsten Jahre", sagte die CDU-Chefin. "Wir müssen alle Kraft darauf lenken, dass wir die Vorgaben der Schuldenbremse möglichst vernünftig einhalten."

Merkel vermied zu den von ihr angekündigten, aber bisher nicht genauer definierten Einsparungen ab dem nächsten Haushaltsjahr eine Festlegung. Es könne erst dann genaue Aussagen über deren Ausmaß geben, wenn klar sei, wo Deutschland Ende 2010 wirtschaftlich stünde. "Ob wir zwei Prozent wachsen, ein Prozent wachsen oder gar nicht wachsen, entscheidet natürlich massiv über die Frage, was wir einsparen müssen." Sie wies außerdem besonders auf die angespannte finanzielle Lage der Kommunen hin.

Ab 2011 müssen allein zur Einhaltung der Schuldenbremse im Grundgesetz pro Jahr zehn Milliarden Euro gespart werden. Ein Sparpaket soll im Sommer vorgelegt werden – nach der NRW-Wahl. Die FDP hat bereits angekündigt, sämtliche Subventionen kämen auf den Prüfstand.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will einem Bericht zufolge seinen Sparkurs breit anlegen. "Wenn gekürzt wird, dann müssen Bürger und Unternehmen gleichermaßen belastet werden", zitierte das Handelsblatt einen Mitarbeiter des Finanzministeriums. Dies habe der Minister vorgegeben. "Ansonsten bekommen wir keine öffentliche Akzeptanz." Schäuble habe seine Beamten angewiesen, überflüssige Subventionen aufzulisten und Vorschläge zu machen, in welchem Zeitraum sie gekürzt werden könnten.

In den Koalitionsfraktionen kursierten bereits erste Entwürfe für Streichlisten, hieß es in dem Bericht weiter. "Es gibt keine Tabus", sagte FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke der Zeitung. Sein CDU-Kollege Norbert Barthle gehe davon aus, dass viele politische Ziele, die vor der Wirtschaftskrise festgelegt worden seien, aufgegeben werden müssten.

 
Leser-Kommentare
  1. "....den Koalitionsvertrag, in dem CDU, CSU und FDP Steuererleichterungen im Umfang von 24 Milliarden Euro vereinbart hatten."
    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...
    In diesen Zeiten mit dem Geld um sich zu werfen, wie z.B. bei dem Milliardengeschenk für Hoteliers, ist schon ein Zeichen von wirtschaftlicher Inkompetenz und Käuflichkeit.
    Jeder Durchschnittsbürger kann besser haushalten als diese Politdilettanten.

    Immerhin haben wir, bzw die Wähler in NRW, die Chance, eine kleine, respekteinflößende Abwahl zu veranstalten.

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    Sie haben die Möglichkeit in NRW eine Verschiebung der politischen Gewichte zu ermöglichen, von der CDU zur SPD oder auch den Linken oder den Piraten.

    Eine Abwahl wird das höchstens für eine Partei. Nur die sind bekanntermaßen austauschbar, so austauschbar, dass sie auch die weiteren vier Jahre unter den gleichen (nicht selben) politischen Dilettanten leiden werden.

    • keox
    • 22.03.2010 um 14:29 Uhr

    "Auch die Wirtschaft habe signalisiert, dass "man schrittweise an das Thema rangehen kann"."

    So ganz nebenbei kommt hier der Entscheider zu Wort.

    Wir wählen immer nur die Laufburschen, die Wirtschaft wählen wir nicht.

    Was bleibt dem Souverän für eine Wahl ? Die zwischen Pest und Cholera ! In den Parlamenten sitzen doch nur noch Leute, die den Mangel an Phantasie absitzen. Politische Karrieren sind nur noch Absteigequartiere für strebsame Minderbegabte; mehr nicht und mehr ist von dort nicht zu erwarten; da müssen wir unser Schicksal schon selbst in die Hand nehmen - alle 4 Jahre ein Kreuzchen für irgendwelche Teilzeitdenker ? Nein, das ist zu wenig !!

    Sie haben die Möglichkeit in NRW eine Verschiebung der politischen Gewichte zu ermöglichen, von der CDU zur SPD oder auch den Linken oder den Piraten.

    Eine Abwahl wird das höchstens für eine Partei. Nur die sind bekanntermaßen austauschbar, so austauschbar, dass sie auch die weiteren vier Jahre unter den gleichen (nicht selben) politischen Dilettanten leiden werden.

    • keox
    • 22.03.2010 um 14:29 Uhr

    "Auch die Wirtschaft habe signalisiert, dass "man schrittweise an das Thema rangehen kann"."

    So ganz nebenbei kommt hier der Entscheider zu Wort.

    Wir wählen immer nur die Laufburschen, die Wirtschaft wählen wir nicht.

    Was bleibt dem Souverän für eine Wahl ? Die zwischen Pest und Cholera ! In den Parlamenten sitzen doch nur noch Leute, die den Mangel an Phantasie absitzen. Politische Karrieren sind nur noch Absteigequartiere für strebsame Minderbegabte; mehr nicht und mehr ist von dort nicht zu erwarten; da müssen wir unser Schicksal schon selbst in die Hand nehmen - alle 4 Jahre ein Kreuzchen für irgendwelche Teilzeitdenker ? Nein, das ist zu wenig !!

    • Tojoe
    • 22.03.2010 um 14:20 Uhr

    zuerst 80.100.000.000,00 Euro aus der Staatsschatulle genehmigen und dann irgendwas von alternativlosem Sparkurs daherschwurbeln?

    Noch alle Muscheln im Kästchen?

  2. Sie haben die Möglichkeit in NRW eine Verschiebung der politischen Gewichte zu ermöglichen, von der CDU zur SPD oder auch den Linken oder den Piraten.

    Eine Abwahl wird das höchstens für eine Partei. Nur die sind bekanntermaßen austauschbar, so austauschbar, dass sie auch die weiteren vier Jahre unter den gleichen (nicht selben) politischen Dilettanten leiden werden.

    Antwort auf "Schwatz/Geld"
    • Chali
    • 22.03.2010 um 14:28 Uhr

    ... ist nur etwas für solche Leute, die nicht bis zwei zählen können, geschweige denn bis drei.

    Intellektuell also eher schlicht gestrickt sind.

    • keox
    • 22.03.2010 um 14:29 Uhr

    "Auch die Wirtschaft habe signalisiert, dass "man schrittweise an das Thema rangehen kann"."

    So ganz nebenbei kommt hier der Entscheider zu Wort.

    Wir wählen immer nur die Laufburschen, die Wirtschaft wählen wir nicht.

    Antwort auf "Schwatz/Geld"
    • joG
    • 22.03.2010 um 15:05 Uhr

    ....dass wir eine weitere Rezession bekommen könnten, wenn der Staat seine Ausgaben drosselt und wir uns darauf einstellen sollten. Sie und ihr Klientel brauchen wenig Mut, da sie bis zum Lebensende abgesichert sind.

  3. Was bleibt dem Souverän für eine Wahl ? Die zwischen Pest und Cholera ! In den Parlamenten sitzen doch nur noch Leute, die den Mangel an Phantasie absitzen. Politische Karrieren sind nur noch Absteigequartiere für strebsame Minderbegabte; mehr nicht und mehr ist von dort nicht zu erwarten; da müssen wir unser Schicksal schon selbst in die Hand nehmen - alle 4 Jahre ein Kreuzchen für irgendwelche Teilzeitdenker ? Nein, das ist zu wenig !!

    Antwort auf "Schwatz/Geld"
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    ...zwischen Pest und Cholera...

    Die einen abstrafen, den anderen zur Warnung.

    Außerdem: Der Rüttger's Club hat ja wohl abgewirtschaftet.

    ...zwischen Pest und Cholera...

    Die einen abstrafen, den anderen zur Warnung.

    Außerdem: Der Rüttger's Club hat ja wohl abgewirtschaftet.

  4. Woran sparen? Wo sparen? Den Kommunen fehlt jetzt schon das Geld. Sparen wir also mal wieder bei Büchereien, Sportplätzen, öffentlichem Nahverkehr, Jugendeinrichtungen, Zoos, Theatern, Tierparks, Polizei, Feuerwehr, Schulen, Kindergärten, Straßennetz...
    eh nicht so wichtig, sowas.
    Mal ganz ehrlich: Es wäre wünschenswert, wenn der Hofstaat in Berlin seine Begehrlichkeiten ein wenig mehr den steuerlichen Gegebenheiten anpassen würde, anstatt nochmal 1/3 des Gesamtetats als neue Schulden aufzunehmen. Wer soll das denn mal abzahlen?

    GROLL...

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