Gesundheitsreform Rösler kürzt bei den Pharmakonzernen

Das Arznei-Sparpaket der schwarz-gelben Koalition steht. Bundesgesundheitsminister Rösler will die gesetzlichen Krankenkassen um 1,45 Milliarden entlasten.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will sich für günstigere Medikamente einsetzen

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will sich für günstigere Medikamente einsetzen

Gemeinsam mit den Fachpolitikern von Union und FDP hat sich Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) auf ein Eckpunktepapier verständigt, das eine Mischung aus kurz- und langfristigen Maßnahmen für den Pharmabereich vorsieht. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen vom nächsten Jahr an um zunächst 1,45 Milliarden Euro entlastet werden.

Kurzfristig plant Rösler unter anderem einen Preisstopp für teure Medikamente und eine Erhöhung des Zwangsabschlags von 6 auf 16 Prozent. Langfristig soll der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen mit den Pharmaherstellern Preisverhandlungen führen.

Künftig sollen die Kassen mit den Pharmaunternehmen die Preise der neuen Medikamente verhandeln. Patentgeschützte Arzneimittel sollen aber zunächst zu den von den Firmen festgesetzten Preisen an den Markt kommen. Dafür erhalten sie eine Art Schonfrist von einem Jahr, bevor der ausgehandelte Preis gilt. Kommt dieser nicht zustande, legt eine Schiedskommission den Preis fest. 

Experten und der Politik sind die Preise für neue patentgeschützte Medikamente seit Langem ein Dorn im Auge. Sie können von den Firmen selbst festgesetzt werden und müssen von den Krankenkassen bezahlt werden. Im internationalen Vergleich gelten die Preise in Deutschland als hoch.

Insgesamt gaben die Kassen im vergangenen Jahr mehr als 30 Milliarden Euro für Arzneimittel aus – ein Plus von 5,3 Prozent.

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Leser-Kommentare
    • joG
    • 26.03.2010 um 15:06 Uhr

    ...beantwortet aber zwei wesentliche Fragen nicht. Wird die gleiche Gesundheitsleistung erbracht, wie man sie den Versicherten vor 30 Jahren zusagte, als sie sich in die Kasse begaben? Wird die Forschungsleistung und zur Verfügungstellung von Medikamenten der Pharmafirmen sich hierdurch verschlechtern?
    Zusätzlich kann man fragen, ob Deutschland die Forschungskosten mit dieser Maßnahme auf andere Länder abwälzt und so als Trittbrettfahrer sich verhält gegenüber Ländern, die höhere der Medikamente nicht oder weniger beschränkt?

  1. Vorschlag
    Warum treten die Apothecker nicht dierekt als Vertragspartner mit der Pharmaindustrir in Vertragsverhandlungen
    sowie beim autohersteller und händler
    Lebensmittelhersteller und Ladenkette
    ohne Krankenkassen-Ärzteverbände und schon gar nicht der
    Staat-Die Ärzte schicken die patienten mit den Wirstoffrezept zum Apothecker
    und der verkauft das Mdiekament
    welches er der Krankenkasse in recgnung stellt
    Zur Forschung sollte der Staat 30% Subventionieren
    den Papschachteln neu herzustellen und halbvoll zu pcken kann ja nicht so teuer werden.
    Es lebe die Marktwirtschaft gerade bei der Pharmalobby

    .

  2. Es ist geplant-es soll gespart werden-aber ea darf der Pharmaindustrie und den Apothekern nicht weh tun!
    Worauf hat man sich geeinigt? Man will,man kann.....Das sind keine Änderungen das ist das übliche Blabla.Es ist nichts geregelt- niemanden wird wehgetan es wird so getan als ob-ist aber nicht. Eine Mogelpackung der Koalition die nicht in der Lage ist zu regieren man stagniert.Die Klientel ist zufrieden.
    Walter Wasilewski

  3. kallewestrich: Bleibt es bei dieser Verbilligung könnte so mancher Irrsinn im Preis reduziert werden. Die anvisierte Ersparnis ist auch nicht zu verachten. Wir lesen gespannt weiter.

  4. Ich bin auf folgendes gespannt:

    1. Wird das eine echte Einsparung bringen oder ist es eine Mogelpackung ?

    2. Wird Rösler etwas gelingen, woran Politiker-Generationen vor ihm gescheitert sind ?

    Ich kann es nicht recht glauben, zumal wenn mir das wirtschaftsfreundliche Parteibuch von Herrn Rösler anschaue. Gelingt es ihm, dann ist es eine überragende Leistung eines deutschen Politikers.

    Schau´n wir mal.

  5. Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Verantwortlichen der Pharmabranche zittern.Herr Rösler wirds im Sinne der FDP und Klientel richten.

  6. wird hier erstmals eine vernünftiger Einstieg gewagt.
    Mehr wäre auch zu viel verlangt, schließlich liefe man sonst Gefahr die notwendigen Strukturänderungen über das Knie zu brechen und damit der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt die Chance sich anzupassen zu nehmen.
    Das Paket ist groß genug, um schon Wirkung zu zeigen und klein genug, um auf überraschende Effekte ohne großen Schaden reagieren zu können.

    H.

  7. 8. Sparen

    Die eingesparte Summe von 1,5Mrd Euro langt erstmal nicht,
    da muss noch mehr kommen und damit will man dem Volk die
    Kopfpauschale schmackhaft machen!Die Pharmaindustrie soll
    laut Rösler wieder den ganzen Markt beherrschen und die
    billigen importierten Arzeneien sollen wieder abgeschafft
    werden,wo von heute jeder Apotheker fünf Prozent seines
    Umsatzes verkaufen muss.Dieses Gesetz soll abgeschafft wer-
    den und spielt der Pharmaindustrie in die Hände!Warum hört
    man kein Geschrei von denen?Die ziehen den Rösler mal wieder
    übern Tisch wie seine Vorgänger oder glaubt jemand im Ernst
    an die Sprüche!

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