Kommentar Westerwelles EigentorSeite 2/2

Überraschen kann da auch nicht, dass nicht nur manche in der CDU, sondern fast die Hälfte der Wähler sich schon eine andere Koalition wünschen, die vor Kurzem noch undenkbar schien: Schwarz-Grün. Immerhin zeigt das Bündnis von CDU und Grünen in Hamburg, dass beide zusammen zumindest wesentlich geräuscharmer regieren können als die vermeintlichen Wunschpartner in Berlin.

Sollte nach der Wahl in NRW im bevölkerungsreichsten Bundesland ebenfalls eine schwarz-grüne Koalition entstehen, wofür einiges spricht, könnte daraus ein Modell entstehen, dass die schwarz-gelbe Koalition im Bund noch älter aussehen lässt als jetzt schon.

Westerwelle spielt also ein Spiel mit hohem Einsatz. Denn wenn sich seine Kampagne bei der NRW-Wahl für die FDP auszahlen sollte, Schwarz-Gelb dort aber die Mehrheit verliert, wonach die Umfragen derzeit aussehen, hätte er nichts gewonnen. Geht aber sein Kalkül nicht auf und die Liberalen brechen an Rhein und Ruhr ein, wäre er erst recht der Verlierer. In beiden Fällen jedoch werden sich seine Kritiker, auch in der Union, darin bestärkt sehen, dass er als verlässlicher, seriöser Regierungspartner wenig taugt.

 
Leser-Kommentare
  1. herr westerwelle kümmert sich, er tritt dabei auf eine vielzahl vom menschen denen das kapitalistische denken den garaus gemacht hat.
    da kriegt man richtig angst.

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    Moin,
    da habe ich daneben getippt, mein Kommentar #62 soll eigentlich hierauf antworten, sorry.

    Beste Grüße
    Grabert

    Moin,
    da habe ich daneben getippt, mein Kommentar #62 soll eigentlich hierauf antworten, sorry.

    Beste Grüße
    Grabert

  2. Falls nicht, glaube ich nicht, dass sie die ganze Legislaturperiode durchhalten wird. Dann würde im Idealfall der Weg frei für eine schwarz-grüne Koalition im Bund.

    Es bleibt jedenfalls spannend, wie Pattex-Merkel weiter lavieren und aussitzen wird, um an der Macht zu bleiben.

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    Moin,
    Angst ist in der Regel ein sehr schlechter Ratgeber. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, wodurch diese Angst induziert wird. Was wir brauchen ist allerdings eine rational geführte Sozialstaats- und Wirtschaftsdebatte, eigentlich eine Gesellschaftsdebatte. Hierin, aber auch nur in diesem Punkt, hat Westerwelle vollkommen recht. Er irrt in den Mitteln und er irrt in seiner Wortwahl. Gleiches gilt, wenn auch abgestuft, für die NRW-Spitzenkandidatin der SPD. Greift sie doch auch nur die Sprüche Westerwelles auf, reduziert sie rhetorisch etwas, stößt aber inhaltlich etwa in das gleiche Horn. Damit, mit Westerwelles wie Krafts Aussprüchen, ist aber nichts gewonnen, wird nur immer mehr Unmut gestreut, immer mehr Leuten Angst gemacht. Es gilt nun eigentlich, die ausstehenden Debatten einzufordern. Dies wird vor der NRW-Wahl nicht ernsthaft zu erwarten sein, muss aber danach - unabhängig vom Wahlausgang - um so lauter erfolgen. Überführen Sie besser Ihre Angst in ein Unbehagen, aus dem heraus Sie sich in die Debatte einbringen, damit ist allen Seiten mehr gedient.

    Beste Grüße
    Grabert

    Moin,
    Angst ist in der Regel ein sehr schlechter Ratgeber. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, wodurch diese Angst induziert wird. Was wir brauchen ist allerdings eine rational geführte Sozialstaats- und Wirtschaftsdebatte, eigentlich eine Gesellschaftsdebatte. Hierin, aber auch nur in diesem Punkt, hat Westerwelle vollkommen recht. Er irrt in den Mitteln und er irrt in seiner Wortwahl. Gleiches gilt, wenn auch abgestuft, für die NRW-Spitzenkandidatin der SPD. Greift sie doch auch nur die Sprüche Westerwelles auf, reduziert sie rhetorisch etwas, stößt aber inhaltlich etwa in das gleiche Horn. Damit, mit Westerwelles wie Krafts Aussprüchen, ist aber nichts gewonnen, wird nur immer mehr Unmut gestreut, immer mehr Leuten Angst gemacht. Es gilt nun eigentlich, die ausstehenden Debatten einzufordern. Dies wird vor der NRW-Wahl nicht ernsthaft zu erwarten sein, muss aber danach - unabhängig vom Wahlausgang - um so lauter erfolgen. Überführen Sie besser Ihre Angst in ein Unbehagen, aus dem heraus Sie sich in die Debatte einbringen, damit ist allen Seiten mehr gedient.

    Beste Grüße
    Grabert

  3. Nun Westerwelle blässt ein eisiger Wind ins Gesicht, nun er wollte eine Grundsatzdebatte über den Sozialstaat und seine anfänglichen Wortentgleisungen brachten Bewegung in die Sache, doch nun ist sachliches Argumentieren gefragt, sonst, und als Außenmininster sollte er das bedenken, er stellt Deutschenland auch nach außen dar, wenn er weiter so wettert dann könnte das Einfluss auf unsere ohnehin mit der Rezession kämpfenden Wirtschaft haben und den Export....

    Altbundeskanzler Schmidt hatte recht mit seiner Aussage über Westerwelle (Interview BR 3), vielleicht sollten die beiden sich mal treffen, hier könnte durchaus was konstrutives draus werden.....

  4. Der alte Grundsatz gilt nach wie vor, dass nur derjenige der für sich arbeiten lässt reich werden kann. Die vielzitierte Mittelschicht ist ein Phantom, eine Argumentationsblase in der sozialstaatlichen Debatte. Die von Westerwelle vertretene Klientel gehört nicht zur Mittelschicht, da die Mittelschicht in Deutschland aufgelöst wurde. Westerwelle spricht ein Wählerpotential nicht ein Vertretungspotential an, das ist der feine aber entscheidende Unterschied. So generiert er genügend Machtbasis durch Bürger, die sich der Mittelschicht angehörig fühlen, aber faktisch nach wirtschaflticher Massgabe die Kriterien dafür nicht erfüllen. Diese eingebildete Zugehörigkeit zur Mittelschicht eröffnet der FDP nebst ihrer eigentlichen Klientel einen nicht unbedeutenden Zuwachs, der ihren Einfluss als Mehrheitsbeschafferin über ihre eigentliche Bedeutung hinaus mehr. Westerwelles Ausfall gegen die Schwachen dieses Landes ist intolerant und mehr. Gerade er, dessen Werdegang ohne die sozialen Grundwerte sogenannter "linker" in einer konservativen Republik überhaupt nicht möglich wäre, müsste es besser wissen. Denn er und seine "Genossen" leben von der Arbeit der wirklichen Leistungsträger dieser Gesellschaft. Sie sind die Abschöpfer, die Verwalter, die Selbstbediener. Das was von diesem Schmarotzertum auf höchstem Niveau per Dekret weggenommen wird, fehlt im Steuerbudget, im Sozialetat und in der Gesundheitsvorsorge. Diese Leute leben auf Kosten anderer - das ist Dekadenz.

  5. Westerwelle -Western-Welle:
    Fette Kohle -
    Hundsgemein -Absahenen
    oder sei clever:
    Zahle erstmal keine Löhne -
    prozessiere lieber -
    Westerwelle ist Anwalt...

  6. Ich dachte, Herr Westerwelle ist Außenminister! Aber anscheinend gibt es im Außenministerium zu wenig zu tun oder warum setzt er sich mit diesem Thema so sehr in Szene?

  7. Er lässt Merkel gut aussehen.

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