Westerwelle in Südamerika Eine Reise wird zum Reinfall
Westerwelles Lateinamerika-Tour war aus politischer und wirtschaftlicher Sicht wichtig. Doch jetzt wird nur über die Reisebegleitung geredet – ein Desaster.
© Christina Quicler/AFP/Getty Images

Er wollte seine neue Lateinamerika-Strategie lancieren - stattdessen muss sich Außenminister Westerwelle auf seiner Reise ständig rechtfertigen
Manchmal kann man an einem Gesichtsausdruck ablesen, wie sich die Gewichte in der Welt verschieben. So etwa an diesem Mittwochabend des Flughafens Congonhas von Sao Paulo. Da tritt ein deutscher Außenminister müde, aber zufrieden lächelnd mit seinem engsten Tross aus der Tür der VIP-Lounge, in der er gerade unverhofft doch noch eine Audienz beim brasilianischen Präsidenten Lula bekommen hat. Bis zuletzt war das nicht absehbar gewesen. Dann aber fand sich ein freier Slot in Lulas Terminplan. Guido Westerwelle flog mit dem Hubschrauber über die unfassliche Megametropole Sao Paulo, das industrielle Herz der aufstrebenden Macht Brasilien, um dem populären Führer des Landes seine Aufwartung zu machen. Als der Deutsche dann schließlich vor die Presse trat, leuchtete er wie beseelt.
So haben sich die Verhältnisse in der Welt gewendet: Der Brasilianer ist der Umworbene, der Deutsche braucht den Termin. Westerwelle war die Genugtuung anzusehen: Er hatte auf seiner bisher längsten – immerhin einwöchigen – Reise den mächtigsten Mann Lateinamerikas getroffen.
An diesem Abend wusste Westerwelle wohl noch nicht, dass daheim auch am folgenden Tag vor allem wieder eine Frage die Medien interessieren würde: Begünstigt der Minister auf seinen Reisen Wirtschaftsführer, die seiner Partei nahestehen? In neuen Berichten ist nun sogar die Rede davon, dass der Mitinhaber einer Beratungsfirma, an der auch Westerwelles Bruders Kai beteiligt ist, auf der Asienreise im Januar nach Tokio und Peking vertreten gewesen sein soll.
Der Sprecher des Amtes, Andreas Peschke, muss nun, statt die offensive Außenwirtschaftspolitik seines Chefs zu erläutern, die Beteiligung des China- und Asienexperten Ralf Marohn an der letzten Ministerreise erklären. In Sao Paulo hieß es heute dazu: "Herr Marohn genießt seit vielen Jahren einen hervorragenden Ruf als China- und Asienexperte. Deswegen berät Herr Marohn unter anderem auch die Landesregierung von Rheinland-Pfalz und hat Ministerpräsident Kurt Beck und Landesminister auf Auslandsreisen begleitet. Die Mitreise beim Bundesminister des Auswärtigen Amtes erfolgte allein auf der Grundlage der fachlichen Expertise."
Allerdings hatte ja auch niemand die Expertise des Herrn Marohn bezweifelt. Es ist einzig die Beteiligung des Westerwelle-Bruders an Marohns Firma Far Eastern Fernost Beratungs- und Handels GmbH, die den Anstoß erregt. Dass es nicht noch andere China-Experten gibt, die man hätte fragen können, würde niemand behaupten.
Für die deutschen Diplomaten, die Westerwelles Reise vorbereitet haben und den Minister begleiten, ist das bitter: Während sie zufrieden und glücklich auf die hochrangigen Kontakte verweisen, die sie ihrem Minister vermitteln konnten, redet alle Welt nur von den Connections mancher Mitreisender zu Westerwelles Partei – und nun gar noch über eventuelle familiäre Interessen. In Chile sprach Westerwelle mit dem künftigen Präsidenten Pinera, in Argentinien traf er die amtierende Präsidentin Kirchner und in Uruguay plauderte er mit dem frisch gewählten Staatschef Mujica. Das zeigt etwas: Nicht nur jene Amtskollegen nahmen sich Zeit, die protokollarisch ohnehin dazu verpflichtet sind, sondern die höchsten Repräsentanten.
Eigentlich sollte die Reise dem Zweck dienen, eine neue "Lateinamerika-Strategie" zu lancieren und einen immer noch unterschätzten Kontinent in ein neues Licht zu rücken. Doch Tag um Tag gerät stattdessen der Minister mehr ins Zwielicht, jedenfalls in der Debatte daheim. Dabei hat er mit Lateinamerika endlich ein großes eigenes Thema am Wickel. Zuhause aber interessiert sich kein Mensch für die "strategische" Dimension dieser Reise, die der Außenminister zu Recht immer wieder betont.
Man kann auf der Reise beobachten, wie Reporterkollegen verzweifelt versuchen, ihren Heimatredaktionen zum Beispiel exklusive Bilder von Westerwelles Umarmung mit Lula zu verkaufen – vergeblich. Kurz danach werden sie dann zurückgerufen und gefragt, ob sie etwas zu den mutmaßlichen Verwicklungen des Westerwelle-Bruders liefern können. Oder über den mitreisenden Lebenspartner des Ministers, Michael Mronz, einen Unternehmer, der sein Geld mit der Vermarktung von Sportevents verdient. Weil es auf dieser Reise in Brasilien einige Termine gibt, bei denen künftige sportliche Großereignisse im Mittelpunkt stehen – die Fußball-WM und Olympia – wird die Mitreise des Lebenspartners in den Verdacht gerückt, hier gehe es, wie indirekt auch immer, um die Anbahnung von Geschäftskontakten. Dafür gibt es bisher zwar nicht die geringsten Hinweise. Mronz ist finanziell unabhängig und zahlt seine Reise selbst.
Trotzdem stellt sich die Frage: Warum immunisiert ein politischer Profi wie Westerwelle sich und seinen Partner nicht gegen solche Vorwürfe? Er versucht sie abzutun, indem er die Angreifer in den Ruch der Homophobie bringt. In anderen Worten: Würde er mit einer Michaela statt mit einem Michael reisen, gäbe es nicht dieses Geschrei. Das ist leider ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver. Denn dass Westerwelle Mronz mitnimmt, ist von der Öffentlichkeit bisher positiv aufgenommen worden. Man hat dem Außenminister sogar Respekt gezollt für den Mut, als erster auf dieser großen Bühne so offen mit seiner Homosexualität umzugehen. Aber vielleicht wäre es dennoch klüger gewesen, bei einer Reise, die auch sportliche Großereignisse und eventuelle Interessen der deutschen Industrie daran zum Thema hat, den Sportevent-Manager daheim zu lassen?
Darum wird von amtlicher Seite nun besonders darauf geachtet, dass Mronz ein gesondertes "Damenprogramm" – wie das im Protokoll früher genannt wurde – absolviert, das so fern wie möglich von seinen Geschäftsinteressen liegt. Als Botschafter der Initiative Ein Herz für Kinder besucht er soziale Projekte und übergibt Spendenschecks. Eben das wirkt nun aber auch sehr absichtsvoll. In Sao Paulo besucht Mronz "das soziale Projekt Alavanca Brazil", am morgigen Tag in Rio die soziale Projektorganisation Kinderdorf Rio e.V.. Westerwelle ließ in Sao Paulo erklären: "Da der Opposition die politischen Argumente ausgehen, versuchen sie (sic) es jetzt mit persönlichen Argumenten gegen mich und meine Familie."
Das ist Chuzpe: Nicht die Opposition hat die Einladungspolitik des Amtes zu verantworten, sondern der Minister, der die letzte Entscheidung über seine Gästeliste hat. Der Minister tut die Debatte als durchsichtige Kampagne des politischen Gegners ab. Aber so einfach ist es nicht: Man kann gerade von einem wirtschaftsfreundlichen Standpunkt aus die Diskussion um die Reisepolitik des Ministers als Desaster betrachten. Alle Minister vor Westerwelle haben sich von Wirtschaftsdelegationen begleiten lassen. Und dass immer auch parteinahe Vertreter mit dabei waren, bestreitet niemand – bei den Sozialdemokraten etwa Vertreter der Energiewirtschaft. Frank-Walter Steinmeier hatte als Außenminister elf Mal den befreundeten Medienanwalt Detlev Prinz mit dabei. Das war wohl kaum jedes Mal aus der Reiseplanung zu rechtfertigen.
- Datum 11.03.2010 - 21:33 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Wird geredet"...Meint ihr, liebe Medien? Wer redet denn, wenn nicht IHR! Wenn es nich tim stundentakt, sich widerholende Artikel darüber gäbe, anstatt mal übe die Politischen Ziele der Reise zu berichten, würde man vielleicht auch mal was anderes zu hören bekommen, als homophobe Sprüche und wirkungsloses gelaber.
Guido hat auch seine rote Ampel im Rausch missachtet und sollte seine Konsequenzen daraus ziehen...
Hut ab vor Frau Käsmann.
Würde unser Außenminister seinen "Mann" stehen, würde er es dieser Frau gleich tun.
Denn auch er ist nicht mehr frei von Tadel, nicht frei genug, um sein Amt so aus zu üben, wie es das Amt, das Volk das ihn wählte verlangen wird.
Guido hat auch seine rote Ampel im Rausch missachtet und sollte seine Konsequenzen daraus ziehen...
Hut ab vor Frau Käsmann.
Würde unser Außenminister seinen "Mann" stehen, würde er es dieser Frau gleich tun.
Denn auch er ist nicht mehr frei von Tadel, nicht frei genug, um sein Amt so aus zu üben, wie es das Amt, das Volk das ihn wählte verlangen wird.
eines deutschen Außenministers sein. Der Mann instrumentalisiert seine Reisen für die Zurschaustellung von homosexueller Peudo-Normalität. Das ist nicht im Interesse seiner Verpflichtung als Vertreter der deutschen Regierung. Und schon gar nicht im Intesse des deutschen Volkes. Es gibt genügend andere politische Probleme im Land.
Intrumentalisieren Sie nicht diese Kommentarfunktion zur demonstration ihrer pseudointelligenz.
Der Mann hat jedes Recht seine Homosexualität zu präsentieren. Homosexualität gehört zur Normalität in diesem Land. Hören Sie also auf seinen Fehltritt auf seine Homosexualität zu reduzieren.
Aber Sie beweisen wenigstens gut, dass in diesem Land nach wie vor Homophobie herscht. Genauso wie vor einigen tagen zum Weltfrauentag, die Machos hier ihre Platitüden darlegelegt haben. Offenbar scheint ein Bedarf nach Minderheiten-Bashing zu bestehen...
Es ist unumstößlich, dass ein Schwuler ein völlig anderes Verständnis vom Zusammenleben allgemein hat als ein Hetero. Ich möchte als Hetero nicht von einem Schwulen - der nur eine kleine Minderheit unseres Volkes darstellt - in der Welt vertreten werden.
[Anm.: Bitte beachten Sie, dass pauschal herabwürdigende Äußerungen hier nicht erwünscht sind. Danke. /Die Redaktion pt.]
geht's noch, Kumpel zumewigenfrieden?! Man kann an Westerwelle so ziemlich alles ganz unfassbar schlecht finden, aber an der Homosexualität ist ja nun wirklich ganz und gar nichts an sich auszusetzen. Und ich sehe auch überhaupt keine Instrumentalisierung. Der Mann ist einfach politisch und persönlich für mich ein Kotzbrocken ohne Weitblick, aber auf der Homo-Bashing-Schiene jetzt anzufangen ist ja wohl ziemlich ähm armselig.
welches Verständnis von Zusammenleben habe ich denn als Homo für sie? Offenbar haben Sie ja belebtes Interesse an Sexualpraktiken und Familienleben von anderne Leuten. Haben Sie auch was dagegen wenn ich mit einemS chwarzen zusammen bin? Oder einem Türken? Mit wem darf ich denn ihrer Meinung nach zusammensein? Gibt es da ein (un)geschriebenes Gesetz? Nicht dass ich irgendwann in meinem Job, so wie westerwelle hier, wegen meinem Partner/meiner Partnerin benachteiligt werde.
Homophobe, Sexisten, Ausländerfeinde...Schlagen doch alle ind ie Selbe Kerbe. Zur Demokratie gehört fundamental der Minderheitenschutz. Ihre herabwürdigung von einer Minderherheit ist einfach verachtesnwert.
Ich bin eine linke, bisexuelle Frau und als solche bin ich ausgespüroichen Westerwelle-kritisch und höchst verärgert, dass seine Position augrund seines Lebensgefährten in frage gestellt wird.
Wir müssen dringend diesen Unterton verlassen und um die tatsächlich kritikwürdigen Handlungen reden. Über Vetternwirtschaft und Lobbyismus. nicht über seine Familie.
Nun, bisher haben alle Politiker ihre Posten zur Zurschaustellung ihrer sexuellen Vorlieben instrumentalisiert - Herr Schröder nahm gerne erst Hillu, später Frau Schröder-Köpf mit, Herr Rau nahm Frau Rau mit, Herr Genscher Frau Genscher, Herr Kohl Frau Kohl und so weiter. Diese aufdringliche Darstellung von pseudo-normaler Heterosexualität hatte definitiv nichts mir deren Pflichten als Vertreter der deutschen Regierung oder gar des deutschen Volkes zu tun! Gut, dass Sie endlich mal darauf hinweisen, dass die eigene sexuelle Orienierung nicht auf die politische Bühne gehört.
Intrumentalisieren Sie nicht diese Kommentarfunktion zur demonstration ihrer pseudointelligenz.
Der Mann hat jedes Recht seine Homosexualität zu präsentieren. Homosexualität gehört zur Normalität in diesem Land. Hören Sie also auf seinen Fehltritt auf seine Homosexualität zu reduzieren.
Aber Sie beweisen wenigstens gut, dass in diesem Land nach wie vor Homophobie herscht. Genauso wie vor einigen tagen zum Weltfrauentag, die Machos hier ihre Platitüden darlegelegt haben. Offenbar scheint ein Bedarf nach Minderheiten-Bashing zu bestehen...
Es ist unumstößlich, dass ein Schwuler ein völlig anderes Verständnis vom Zusammenleben allgemein hat als ein Hetero. Ich möchte als Hetero nicht von einem Schwulen - der nur eine kleine Minderheit unseres Volkes darstellt - in der Welt vertreten werden.
[Anm.: Bitte beachten Sie, dass pauschal herabwürdigende Äußerungen hier nicht erwünscht sind. Danke. /Die Redaktion pt.]
geht's noch, Kumpel zumewigenfrieden?! Man kann an Westerwelle so ziemlich alles ganz unfassbar schlecht finden, aber an der Homosexualität ist ja nun wirklich ganz und gar nichts an sich auszusetzen. Und ich sehe auch überhaupt keine Instrumentalisierung. Der Mann ist einfach politisch und persönlich für mich ein Kotzbrocken ohne Weitblick, aber auf der Homo-Bashing-Schiene jetzt anzufangen ist ja wohl ziemlich ähm armselig.
welches Verständnis von Zusammenleben habe ich denn als Homo für sie? Offenbar haben Sie ja belebtes Interesse an Sexualpraktiken und Familienleben von anderne Leuten. Haben Sie auch was dagegen wenn ich mit einemS chwarzen zusammen bin? Oder einem Türken? Mit wem darf ich denn ihrer Meinung nach zusammensein? Gibt es da ein (un)geschriebenes Gesetz? Nicht dass ich irgendwann in meinem Job, so wie westerwelle hier, wegen meinem Partner/meiner Partnerin benachteiligt werde.
Homophobe, Sexisten, Ausländerfeinde...Schlagen doch alle ind ie Selbe Kerbe. Zur Demokratie gehört fundamental der Minderheitenschutz. Ihre herabwürdigung von einer Minderherheit ist einfach verachtesnwert.
Ich bin eine linke, bisexuelle Frau und als solche bin ich ausgespüroichen Westerwelle-kritisch und höchst verärgert, dass seine Position augrund seines Lebensgefährten in frage gestellt wird.
Wir müssen dringend diesen Unterton verlassen und um die tatsächlich kritikwürdigen Handlungen reden. Über Vetternwirtschaft und Lobbyismus. nicht über seine Familie.
Nun, bisher haben alle Politiker ihre Posten zur Zurschaustellung ihrer sexuellen Vorlieben instrumentalisiert - Herr Schröder nahm gerne erst Hillu, später Frau Schröder-Köpf mit, Herr Rau nahm Frau Rau mit, Herr Genscher Frau Genscher, Herr Kohl Frau Kohl und so weiter. Diese aufdringliche Darstellung von pseudo-normaler Heterosexualität hatte definitiv nichts mir deren Pflichten als Vertreter der deutschen Regierung oder gar des deutschen Volkes zu tun! Gut, dass Sie endlich mal darauf hinweisen, dass die eigene sexuelle Orienierung nicht auf die politische Bühne gehört.
Zum Glück wird gegenwärtig deutlich, von welchen Individuen wir regiert werden: Vetternwirtschaft ist natürlich normal in einer menschlichen Gesellschaft, doch durfte das bisher noch niemand laut sagen. Er wäre der Anhängerschaft von Verschwörungstheorien gezichtigt worden. Das hat nun zum Glück ein Ende: jeder einigermaßen Informierte kann jetzt sehen, daß Vetternwirtschaft und Korruption völlig normal sind. Die Frage bleibt, ob man etwas dagegen tun kann. Die Akteure selbst jedenfalls sind völlig ungeniert wie immer.
Haben Sie auch etwas zu den Themen Südamerikastrategie oder Vetternwirtschaft zu sagen?
Es geht doch nicht darum, dass Westerwelle zu all seinen Reisen seinen Freund mitnimmt, es geht jedoch darum, dass nicht nur dieser Freund, sondern ein Großteil der Westerwelle-Delegation allzu sehr nach Vetternwirtschaft sich ausnimmt.
Dass die Presse - und zwar fast die gesamte deutsche Presse da mehr Augenmerk drauf legt, als auf all jene möglicherweise außenwirtschaftlich und außenpolitisch wichtigen "Randergebnisse", dass diese sogar auf solche Weise erst zu "Randergebnissen" wurden, daran hat vor allem der unkluge, zumindest unerfahrene Außenminister nicht geringe Schuld. Das hat Jörg Lau sehr gut geschildert. Im übrigen kann ich mich nicht auf irgendeine Reise eines deutschen Außenministers besinnen, die soo mißglückt war.
...musste man jemanden wie G.W. auch zum Aussenminister machen?
oft gefragt. Eigentlich hätte ich da unserer Kanzlerin mehr Weitblick zugetraut. Wenn dieses Gemauschel von wirtschaftlichen Interessen keine Konsequenzen hat, ist die Vertrauensbasis komplett verspielt.
Werden Bezüge/Pensionen für Mitglieder der Parteien, die aus unehrenhaften Gründen ausscheiden, weiter gezahlt? Wenn ja, sollte man das auch schleunigst ändern.
oft gefragt. Eigentlich hätte ich da unserer Kanzlerin mehr Weitblick zugetraut. Wenn dieses Gemauschel von wirtschaftlichen Interessen keine Konsequenzen hat, ist die Vertrauensbasis komplett verspielt.
Werden Bezüge/Pensionen für Mitglieder der Parteien, die aus unehrenhaften Gründen ausscheiden, weiter gezahlt? Wenn ja, sollte man das auch schleunigst ändern.
Auch die Zeit reiht sich ein in die Phallanx der Medien mit dem scharfen Blick für das Unwesentliche. Haben wir nach der Dienstwagenaffäre von Frau Schmidt nun etwas neues gefunden, was von den Medien mit aller Gewalt zum Skandal aufgeblasen wird? Langsam habe ich das Gefühl die Medien sind das größte Problem im politischen Deutschland, jedenfalls werden sie der ihnen zugedachten Rolle so in schlechtester Weise gerecht. Wenn der Zeit die Recherchethemen ausgehen empfehle ich: http://www.lobbycontrol.de.
Ich weiß nicht ob es hierher gehört, aber möchte anmerken, dass Herr Lau meiner Meinung nach einer der besten Journalisten unseres Landes ist. Auch hier, jeder Punkt ein analytischer Volltreffer... Respekt.
Übrigens, wer diesem Artikel vorwirft, dass er anstatt der deutschen Lateinamerika-Politik den vermeintlich läppischen Nepotismus unseres Außenministers thematisiere, der übersieht meines Erachtens, dass der Artikel genau diese unsachgemäße Diskursverschiebung aufgreift und kritisiert, sie sich aber eben ausdrücklich nicht zu Eigen macht.
Ich weiß nicht ob es hierher gehört, aber möchte anmerken, dass Herr Lau meiner Meinung nach einer der besten Journalisten unseres Landes ist. Auch hier, jeder Punkt ein analytischer Volltreffer... Respekt.
Übrigens, wer diesem Artikel vorwirft, dass er anstatt der deutschen Lateinamerika-Politik den vermeintlich läppischen Nepotismus unseres Außenministers thematisiere, der übersieht meines Erachtens, dass der Artikel genau diese unsachgemäße Diskursverschiebung aufgreift und kritisiert, sie sich aber eben ausdrücklich nicht zu Eigen macht.
Diese Reise ist gemessen an dem, was sie sich vorgenommen hatte, ein komplettes Desaster.
Das sieht nicht nur die Zeit so.
Herr Westerwelle wird sich um einen anderen Stil in diesem Amt bemühen müssen - sonst geht das noch eine Weile so weiter.
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