Besuch in England Merkel trifft Brown und brüskiert Cameron
Die Kanzlerin besucht den angeschlagenen britischen Premierminister. Seinem Rivalen im Wahlkampf, dem konservativen Cameron, gibt sie einen Korb. Von J. Krönig, London
© Dan Kitwood/Getty Images

Die deutsche Kanzlerin und der britische Premierminister beim Spaziergang durch den Garten von Gordon Browns Landhaus
Angela Merkel kann stolz sein auf die Auszeichnung durch die Royal Society in London. Es geschieht nicht alle Tage, dass ein Regierungschef "für Verdienste um wissenschaftliche Forschung" ausgezeichnet wird. Noch seltener ist es der Fall, dass die Auszeichnung wirklich gerechtfertigt ist. Doch die Royal Society, die älteste und prestigeträchtigste Wissenschaftsgesellschaft der Welt, achtet darauf, dass die Ehrung, die seit 1997 in unregelmäßigen Abständen an Staats- oder Regierungschefs verliehen wird, nicht als höflicher Routineakt missdeutet werden kann.
Bisher wurde die King Charles II. Medaille nur an den japanischen Kaiser und den indischen Präsidenten verliehen. Bezeichnenderweise handelt es sich um die Staatsoberhäupter von zwei Ländern, in denen man die überragende Bedeutung von Wissenschaft und Forschung fürs ökonomische Wohlergehen des eigenen Landes wahrscheinlich besser begriffen hat und entsprechend handelt als anderswo.
Die Times bemerkt in ihrem Leitartikel, man sage der Kanzlerin oft nach, dass sie regiere, als "ob es sich bei Deutschland um ein Forschungslaboratorium" handele. Die wissenschaftliche Methode habe die studierte Chemikerin zweifellos geprägt. Man könne, schreibt die Times, Angela Merkel manchmal für ihren bedächtigen Stil kritisieren, aber sie sei immer gründlich und genau. Ihr Besuch biete die Gelegenheit zu einer selbstkritischen Betrachtung der britischen Verhältnisse.
In der Tat: Britische Wissenschaftler blicken voller Neid nach Deutschland. Dort steigen die Forschungsausgaben über die nächsten drei Jahre hinweg jeweils um zwölf Milliarden Euro. Großbritannien dagegen bildet das Schlusslicht unter den G 20 Ländern, was Forschungsausgaben, gemessen am Bruttosozialprodukt, betrifft. Es passt ins Bild, dass es in Großbritanniens politischer Klasse derzeit keinen potentiellen Kandidaten für die Auszeichnung gäbe, die Angela Merkel erhält. Seitdem Margaret Thatcher, ebenfalls studierte Chemikerin, von der politischen Bühne abgetreten ist, dominieren die Absolventen der Sozial- und Geisteswissenschaften.
Natürlich nutzt Angela Merkel ihren Englandtrip dazu, ein Treffen mit Gordon Brown zu arrangieren. Der britische Premierminister, der über die Geschichte der schottischen Labour Party promoviert hat, empfing sie am Nachmittag auf seinem Landsitz Chequers bei London.
Solche bilateralen Treffen zweier Regierungschefs zweier wichtiger europäischer Länder gehören sich nun einmal so. Aber dennoch ist der Zeitpunkt delikat. In Großbritannien wird bald gewählt. Und Brown hat nicht nur miserable Umfragewerte, sondern er ist bekanntermaßen auch Mitglied der Labour-Partei.
Dennoch konnte man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass der Kanzlerin der delikate Zeitpunkt ihres Tête-à-Têtes mit dem Labourpremier keinerlei Kopfschmerzen bereitete. Sie lächelt und scherzt. Obwohl sie selbst am Morgen erfahren musste, wie unschön es ist, wenn man in den Umfragen jäh an Popularität einbüßt. Und obwohl das Thema durchaus ernst ist: Zwischen Deutschland und Großbritannien hatte es zuletzt finanzpolitische Verstimmungen gegeben, etwa über die Regulierung von hochspekulativen Hedgefonds.
- Datum 01.04.2010 - 17:19 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Angela Merkel ist doch Physikerin?
Zumindest steht auf http://www.bundeskanzleri... in Ihrer Biografie, dass sie Diplomphysikerin ist.
Liebe/r keinbenutzername,
Sie haben Recht: Merkel hat in Leipzig ein Physik-Studium absolviert. Danach arbeitete sie allerdings zehn Jahre lang im Zentralinstitut für Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof. Ihr Bereich hier war die Theoretische Chemie. Nach der Promotion zum Dr. rer. nat. wechselte Merkel innerhalb des Instituts in den Bereich Analytische Chemie.
Frohe Ostern!
M.Schlieben
> Eine der Tanten wollte sich seiner annehmen.
"Was studieren Sie denn, junger Mann? fragte sie.
"Chemie".
"Ach so, Physik."
"Nein, Chemie."
"Ach so."
Zitat aus H. Mann: "Der Untertan", 1. Kapitel:
Liebe/r keinbenutzername,
Sie haben Recht: Merkel hat in Leipzig ein Physik-Studium absolviert. Danach arbeitete sie allerdings zehn Jahre lang im Zentralinstitut für Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof. Ihr Bereich hier war die Theoretische Chemie. Nach der Promotion zum Dr. rer. nat. wechselte Merkel innerhalb des Instituts in den Bereich Analytische Chemie.
Frohe Ostern!
M.Schlieben
> Eine der Tanten wollte sich seiner annehmen.
"Was studieren Sie denn, junger Mann? fragte sie.
"Chemie".
"Ach so, Physik."
"Nein, Chemie."
"Ach so."
Zitat aus H. Mann: "Der Untertan", 1. Kapitel:
Wenn Frau Merkel die Torries getroffen hätte, dann hätte sie auch die Liberals treffen müssen.
Es freut mich, dass sie wenigstens auf europäischer Ebene klar Position bezieht.
Liebe/r keinbenutzername,
Sie haben Recht: Merkel hat in Leipzig ein Physik-Studium absolviert. Danach arbeitete sie allerdings zehn Jahre lang im Zentralinstitut für Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof. Ihr Bereich hier war die Theoretische Chemie. Nach der Promotion zum Dr. rer. nat. wechselte Merkel innerhalb des Instituts in den Bereich Analytische Chemie.
Frohe Ostern!
M.Schlieben
Die FDJ Agitprop-Sekretärin Merkel ist halt eine in tiefroter Wolle gefärbte Sozialistin und fühlt sich darum bei dem abgehalfterten britischen Labour Premier Brown offenbar wohler als mit ihrem konservativen Parteifreund Cameron. Es ist ein Skandal, wie sie die Thatcher-Partei brüskiert! Aber irgendwie - man trifft sich immer zweimal und David Cameron wird sich das sicher gemerkt haben - und der deutsche konservative Stammwähler, der im Mai bei der Landtagswahl in NRW für die CDU sein Kreuzchen machen soll, sicher auch. So nicht Frau Bundeskanzlerin!
Merkel ist Undercoveragentin der sowjetisch gesteuerten Stasi, ihr Ziel ist die Zerstörung Deutschlands,
und deshalb finanziert sie CasinoBanken, fördert einen Niedrigstlohnsektor ohne Beispiel, fördert den Waffenexport, und läßt sich von neutralen Experten wie Bernotat, Ackermann und Konsorten beraten.
Und dann, zwei Ehemänner und noch kein Kind, Merkel ist ein Alien. Geschaffen von KGB und Stasi.
Und wenn Sie mögen, dann erzählen Sie uns demnächst eine andere Geschichte.
Merkel ist Undercoveragentin der sowjetisch gesteuerten Stasi, ihr Ziel ist die Zerstörung Deutschlands,
und deshalb finanziert sie CasinoBanken, fördert einen Niedrigstlohnsektor ohne Beispiel, fördert den Waffenexport, und läßt sich von neutralen Experten wie Bernotat, Ackermann und Konsorten beraten.
Und dann, zwei Ehemänner und noch kein Kind, Merkel ist ein Alien. Geschaffen von KGB und Stasi.
Und wenn Sie mögen, dann erzählen Sie uns demnächst eine andere Geschichte.
viereggtext - Regierungschef trifft Regierungschef, es gibt wohl noch ein paar Dinge zu besprechen. Interessant wie der ehrenwerte Preis und Merkels Politik mit Naturwissenschaften verbunden werden. Wir haben allerdings auch mehr Geld zur Verfügung als das krisengebeutelte Großbritannien, Unis und Forschung sind dort am Boden. Wir können nur mit Investion in die Forschung bestehen. Kann man nur hoffen, dass die aggressiven Substanzen unter Verschluss sind. Fragt sich auch, was das mit Chemie zu tun hat. Ihr Stil ist sehr nüchtern, sachlich, aber auch sehr öffentlichkeitsangepasst. Das kann jeder gleichgelagerte Wisenschaftler. Es werden keine Dinge verkündet, die verunsichern oder verstimmen. Einschränkungen, aber keine Schwächen.
wenn es schon um (wissenschaftliche) genauigkeit gehen soll, dann kommen wir am besten mal zu selbiger zurück...
im text steht tatsächlich "studierte chemikerin", was die dame aber nicht ist. sie ist studierte physikerin und promovierte naturwissenschaftlerin (so ja auch der titel)... das hätte sich aber gerade hier nicht so toll gemacht, weil der thatcher-vergleich und "da stimmt die chemie"-metaphern nicht gepasst hätten.
so viel zu journalistischer freiheit. den preis der royal society gewinnt man damit aber nicht ;-)
btw: bin mir nicht sicher, aber nen akademischen abschluss hatte frau thatcher nicht in chemie, sondern im bereich der juristerei...
.. ist aber eine Fotomontage!?
und ich habe mir wie so oft gedacht, ist diese studierte, gescheite Frau nicht in der Lage einen Blazer anzuziehen, der nicht "krumbelisch" aussieht.
und ich habe mir wie so oft gedacht, ist diese studierte, gescheite Frau nicht in der Lage einen Blazer anzuziehen, der nicht "krumbelisch" aussieht.
Merkel ist Undercoveragentin der sowjetisch gesteuerten Stasi, ihr Ziel ist die Zerstörung Deutschlands,
und deshalb finanziert sie CasinoBanken, fördert einen Niedrigstlohnsektor ohne Beispiel, fördert den Waffenexport, und läßt sich von neutralen Experten wie Bernotat, Ackermann und Konsorten beraten.
Und dann, zwei Ehemänner und noch kein Kind, Merkel ist ein Alien. Geschaffen von KGB und Stasi.
Und wenn Sie mögen, dann erzählen Sie uns demnächst eine andere Geschichte.
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