FDP-Parteitag Neues Feindbild Koalitionspartner
"Altersstarrsinn" und "Fangt mit der Arbeit an!": Die FDP schießt sich auf ihrem Kölner Parteitag vor allem auf die Union ein.
Ein FDP-Parteitag ohne Guido Westerwelle? Viele Delegierte, auch die älteren, können sich an einen solchen Fall nicht erinnern. Seit 1983, seit seiner ersten Wahl zum Vorsitzenden der Jungen Liberalen, gehört Westerwelle zum festen Inventar freidemokratischer Parteitreffen.
An diesem Samstag also in Köln fehlt Westerwelle, zumindest bis zum Nachmittag. Tatsächlich bestand seine Strategie zuletzt darin, sich selbst nach den Dekadenz- und Reisebegleiter-Debatten ein wenig aus der Schusslinie zu bringen. Er wollte sich mehr auf die Außenpolitik konzentrieren. Heute allerdings ist Westerwelle – qua Amt – schlicht verhindert. Er besucht die Trauerfeier der Bundeswehr in Ingoldstadt und erweist den vier getöteten Soldaten die letzte Ehre. Daher die Verspätung.
Westerwelles anfängliche Abwesenheit führt aber nicht dazu, dass die FDP ruhiger und gemäßigter, weniger selbstbewusst oder schrill auftreten würde. Im Gegenteil. Der Duktus am Redner-Pult ist schroff und vom Wahlkampf geprägt. In zwei Wochen ist es in NRW so weit. Viele der rhetorischen Attacken zielen natürlich auf die drei linken Parteien, die keine Sekunde zögern würden, in Düsseldorf eine Koalition zu bilden, sofern sie am 9. Mai eine Mehrheit erhielten. Davon ist die FDP überzeugt.
Aber der Hauptgegner der FDP an diesem Wochenende ist nicht der nominelle politische Gegner, nicht die "chaotische Linke", nicht die "verlogene SPD" oder die "dreist (mit der CDU) flirtenden" Grünen, wie sie von FDP-Rednern genannt werden. Nein, die Attacken der FDP richten sich gegen den Koalitionspartner in Berlin und Düsseldorf. Viele in der FDP haben sich sehr über die Signale von prominenten Christdemokraten kurz vor dem FDP-Parteitag geärgert: Etwa über Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der in Interviews einmal mehr das Lieblingsprojekt der FDP in Frage gestellt hat: die Steuerreform.
Auch die Kanzlerin ist Schäuble zur Seite gesprungen. Merkel sagte dem WDR wenige Stunden vor Beginn des Parteitags, es gäbe noch keine "Klarheit über Steuersenkungen". Prognosen seien hier schwer zu treffen. Außerdem zeigte sie sich skeptisch, was die Zweitstimmen-Kampagne der FDP für NRW betrifft. Sinngemäß sagte sie: Jeder kämpfe für sich allein. Es gäbe keinen Koalitionswahlkampf.
Viele Liberale fassen das als gezielte und konzertierte Brüskierung durch die CDU-Führung auf. Schließlich verabschiedet die FDP an diesem Samstag ihr Steuerkonzept, das eine Steuerentlastung in Höhe von 16 Milliarden Euro pro Jahr vorsieht. Das ist bereits ein Kompromiss: In Oppositionszeiten wollten die Liberalen die Bürger noch viel umfassender entlasten. Aber nicht mal dieses Zugehen auf die Union habe diese goutiert, heißt es auf FDP-Seite.
Deshalb wird nun zurück geschossen. Den Anfang macht Andreas Pinkwart, der nordrhein-westfälische Landeschef, der um seine Wiederwahl in zwei Wochen bangt. Pinkwart ist kein besonders mitreißender Redner, kein Wüterich, kein Westerwelle. Meist tritt der frühere Uni-Dozent überaus höflich und freundlich auf. Heute allerdings geht Pinkwart den Bundesfinanzminister frontal an: "Herr Schäuble fangen Sie endlich an zu arbeiten", ruft Pinkwart – und das Publikum in der Kölner Messehalle tobt. Die Steuerreform sei im Koalitionsvertrag vereinbart. Nun sei es die "vornehme Aufgabe des Bundesfinanzministers", die Vereinbarung durchzusetzen. Dafür müsse er endlich Sparvorschläge machen – und nicht die Ideen der FDP lächerlich machen.
Der Staat habe durchaus Geld, aber er setze nicht die richtigen Prioritäten, sagt Pinkwart. Viele Liberale haderten zum Beispiel mit der Staatshilfe für Griechenland. Das Spottwort vom "anstrengungslosen Wohlstand" macht auf den Parteitagsfluren einmal mehr die Runde; diesmal sind die Helenen damit gemeint, nicht die Hartz-Empfänger. Pinkwart sagt: "Wer Griechenland Milliarden in Aussicht stellt, und sich dann vor Arbeitnehmer stellt und sagt: Für euch ist kein Geld da, der schlägt den Bürger ins Gesicht." Das geht gegen Finanzminister und Kanzlerin.
- Datum 24.04.2010 - 16:22 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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... haben wohl die Zielrichtung ein wenig aus den Augen verloren. Sie haben offenbar vergessen, dass sie ohne CDU/CSU fuer immer die Oppositionsbank druecken wuerden. Es gibt wohl ausser der Union niemenden, der mit diesen sozialpolitischen Amoklaeufern koalieren wuerde. Und der Hauptvortaenzer Westerwilli wird ja noch seine Visitenkarte auf dem Treffen abgeben. Wovon traeumt der eigentlich Nachts? Von wegen zweitstellig. Die sollten froh sein, wenn sie im Landtag in D
vertreten sind.
"Wer Griechenland Milliarden in Aussicht stellt, und sich dann vor Arbeitnehmer stellt und sagt: Für euch ist kein Geld da, der schlägt den Bürger ins Gesicht."
Ich ersetze 'Griechenland' mal durch 'Banken'.
Das ist ein lächerliches Ablenkungsmanöver.
Ich verstehe nicht, was daran so schlimm sein soll, den unerfüllten Wunsch Papa zu werden, in einer Zeitschrift zu nennen. Ist es weil er Schwul ist? Oder weil man angst aht, dadurch die Jugend zum frühen Kinderkriegen aufzurufen? Was soll das? Das Interview an sich, welches pure Werbung für ihn und seine Ideolgie darstellt, ist in der tat lächerlich und offensichtliche propaganda. Aber den Wunsch papa zu werden, den kann doch so mancher nachvollziehen.
Außer Banken und Griechenland...
1,1 Milliarden für Hoteliers von denen die wahren Profiteure wieder einmal die Großunternehmer und nicht kleine Hotels sind.
1,1 Milliarden € die dem Staat fehlen...
Soweit ich sehe funktioniert FDP Politik so:
Individuum A spendet der FDP einen größeren Betrag - direkt öffentlich, oder gestückelt.
Dafür schreit die FDP nach Vorteilen für Individuum A oder zumindest die "Gruppe" des Individuum A.
Zulasten des Staates bekommen diese nun mehr Geld.
Diese dürfen ihr Geld nun schön in die Schweiz tragen :) legal oder illegal - oder auch in Deutschland anlegen, obschon dies die wenigsten tun werden.
Die meisten Profiteure werden das Geld auf der Bank liegen lassen.
Na, wenigstens bleiben (momentan) die DDR-Bürger und die STASI von der FDP verschont.
Vielleicht ist das auch besser so, denn es gibt in den Reihen der FDP genug "Wendehälse" und "Blockflöten", die noch "enttarnt werden könnten.
vielleicht dann, wenn die Presse neues "Kanonenfutter" braucht, weil die "Katholiken" bald nicht mehr in der "Schusslinie" stehen.
Herr Westerwelle versucht durch die Steuernsenkungslüge und anti linke politik auf der Bühne zu bleiben. Wir haben als Volk dies bei der Bundestagwahl 2009 auch gewählt. Aber danach haben wir uns auch das mit bedauern festgestellt, sind wir von Westerwelle und FDP betrogen worden sind. Wir werden in NRW am 09. Mai 2010 am Wahltag zeigen, wo es lang gehen wird. Wir sind das Volk. Westerwelle versucht sich rechtsfertigen aber dies gelingt ihm nicht. Weil Lüge haben kurze Beine. Wir werden uns nicht mehr für dumm verkaufen lassen. Wenn wir die Welt heute zu Tage beobachten, werden die Kriege und die ungerechtigkeiten fast nur durch die Kapitalistischen Ländern und oder auch von fanatischen Islamischen Ländern. Das Wort gehalten für die Lüge.
Wo wurde denn gelogen? Also ich habe mir vor der Wahl das Wahlprogramm der FDP durchgelesen. Obwohl ich kein Volkswirtschaftsexperte bin, mich selbst nicht mal als Laien bezeichnen würde, habe ich mich gefragt wie das bezahlt werden soll. Eigentlich ging ich sogar davon aus, dass wer ein derart unseriöses Programm auf die Beine stellt, gar nicht die Absicht hat, die Regierungsverantwortung zu übernehmen.
Doch siehe da, die Macht ist mit ihnen (von Verstand war nie die Rede). Wir können doch froh sein, dass sie "nur" einen Bruchteil der Schulden machen wollen, den sie angestrebt haben.
Wo wir schon bei Schulden sind, können wir uns ja auch gleich einmal der Schuld widmen. Es ist ja nicht so das 15% bei einer Wahl die absolute Mehrheit darstellen. Wo war denn bitte die CDU, insbesondere Frau Merkel, als es um den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Hotels ging? Mal wieder Geburtstag Feiern?
Kurzum: Schön, dass die FDP zu ihren Worten steht (wenn man mal - einfach und gerecht, außen vor lässt).
Endlich mal eine Partei die umsetzt, was sie vor der Wahl proklamiert hat.Die den Wählern zeigt, was für Schafe sie doch eigentlich sind. Abwärts wäre es doch sowieso gegangen.
Jetzt wird aus einem Schwelbrand ein Lauffeuer und es hat vielleicht eine reinigende Wirkung(sollte etwas übrig bleiben).
PS: Die Refinanzierung der Steuersenkungsenkungen nach dem Prinzip eines Perpetuum mobile, waren keine Lüge. Das ist normaler, ideologischer Fanatismus - keine Sorge.
Wo wurde denn gelogen? Also ich habe mir vor der Wahl das Wahlprogramm der FDP durchgelesen. Obwohl ich kein Volkswirtschaftsexperte bin, mich selbst nicht mal als Laien bezeichnen würde, habe ich mich gefragt wie das bezahlt werden soll. Eigentlich ging ich sogar davon aus, dass wer ein derart unseriöses Programm auf die Beine stellt, gar nicht die Absicht hat, die Regierungsverantwortung zu übernehmen.
Doch siehe da, die Macht ist mit ihnen (von Verstand war nie die Rede). Wir können doch froh sein, dass sie "nur" einen Bruchteil der Schulden machen wollen, den sie angestrebt haben.
Wo wir schon bei Schulden sind, können wir uns ja auch gleich einmal der Schuld widmen. Es ist ja nicht so das 15% bei einer Wahl die absolute Mehrheit darstellen. Wo war denn bitte die CDU, insbesondere Frau Merkel, als es um den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Hotels ging? Mal wieder Geburtstag Feiern?
Kurzum: Schön, dass die FDP zu ihren Worten steht (wenn man mal - einfach und gerecht, außen vor lässt).
Endlich mal eine Partei die umsetzt, was sie vor der Wahl proklamiert hat.Die den Wählern zeigt, was für Schafe sie doch eigentlich sind. Abwärts wäre es doch sowieso gegangen.
Jetzt wird aus einem Schwelbrand ein Lauffeuer und es hat vielleicht eine reinigende Wirkung(sollte etwas übrig bleiben).
PS: Die Refinanzierung der Steuersenkungsenkungen nach dem Prinzip eines Perpetuum mobile, waren keine Lüge. Das ist normaler, ideologischer Fanatismus - keine Sorge.
Wie ein Nichtschwimmer der ins tiefe Wasser gefallen ist, schlägt man um sich, um nur um so schneller unter zu gehen.
.. was das "tiefe Wasser" betrifft. Westerwelle schlug ja schon im Nichtschwimmerbecken (nach Übernahme der Regierungsverantwortung) wie wild um sich.
Es hätte vollkommen ausgereicht, wenn er ruhig stehen geblieben wäre und seinen Job gemacht hätte. Dann hätte es auch keinen solchen Zunami (oder Westerwelle) gegeben.
.. was das "tiefe Wasser" betrifft. Westerwelle schlug ja schon im Nichtschwimmerbecken (nach Übernahme der Regierungsverantwortung) wie wild um sich.
Es hätte vollkommen ausgereicht, wenn er ruhig stehen geblieben wäre und seinen Job gemacht hätte. Dann hätte es auch keinen solchen Zunami (oder Westerwelle) gegeben.
.. was das "tiefe Wasser" betrifft. Westerwelle schlug ja schon im Nichtschwimmerbecken (nach Übernahme der Regierungsverantwortung) wie wild um sich.
Es hätte vollkommen ausgereicht, wenn er ruhig stehen geblieben wäre und seinen Job gemacht hätte. Dann hätte es auch keinen solchen Zunami (oder Westerwelle) gegeben.
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