Trauerfeier für Gefallene "Weit schwieriger als gedacht"
Angela Merkels erste Teilnahme bei einer Trauerfeier für gefallene Soldaten: Neben den Särgen der Toten verteidigte sie den Bundeswehreinsatz in Afghanistan als Kampf gegen den Terror.
Die Kanzlerin und der Verteidigungsminister betreten die St. Lambertikirche in Selsingen. Angela Merkels Gesicht, die Mundwinkel tief nach unten gezogen, ist wie versteinert. Karl-Theodor zu Guttenberg schaut streng. Tausende Trauergäste haben sich in dem niedersächsischen Ort eingefunden. Vor der Kirche sind Videoleinwände aufgestellt, weil mit großem Andrang gerechnet worden war. In dem Gotteshaus stehen die mit schwarz-rot-goldenen Fahnen bedeckten Särge der drei Soldaten, die im Alter von 25, 28 und 35 Jahren am Karfreitag im Kugelhagel extremistischer Taliban nahe Kundus gefallen waren. An jedem Sarg halten sechs Kameraden die Totenwache. Merkel und Guttenberg verneigen sich vor den Toten. Militärdekan Hartmut Gremler richtet erste Worte an die Trauernden.
Unter den Politikern ergreift als Erster Guttenberg das Wort. Er übermittelt den Angehörigen sein Mitgefühl. "Mit Ihnen trauert ein Land – gottlob offen." Den Einsatz in Afghanistan bezeichneten die meisten "verständlicherweise" als Krieg. "Ich auch", fügt er hinzu. Er nimmt Bezug auf den Karfreitag, an dem die Soldaten gefallen waren und bezeichnet die Attentäter als solche, "denen ein Menschenleben rein gar nichts zählt, die andere Kulturen zu opfern bereit sind, um die eigene letztlich zu verhöhnen".
© Kay Nietfeld - Pool/Getty Images

SELSINGEN, GERMANY - APRIL 09: German Chancellor Angela Merkel and Defence Minister Karl-Theodor zu Guttenberg lead the funeral procession during a funeral service for three killed German ISAF soldiers at St.Lamberti church on April 9, 2010 in Selsingen, Germany. The three German soldiers were killed in a Taliban ambush in Afghanistan on April 2. A number of other German soldiers were seriously wounded in the incident, which happened near Chahar Dara, south-west of the city of Kunduz. (Photo by Kay Nietfeld - Pool/Getty Images)
Dann spricht die Kanzlerin. Nach den Worten des Mitgefühls beginnt sie, das Große und Ganze zu erklären. Wer sie frage, warum die deutsche Armee in Afghanistan stünde, der solle sich an die Terroranschläge vom 11.September erinnern. Afghanistan solle "nie wieder von al-Qaida und den Taliban beherrscht werden, die das Land zur Brutstätte internationalen Terrors gemacht haben". Die Anschläge von London und Madrid hätten gezeigt, dass "der Terror die gesamte freiheitliche Welt ins Visier" nehme. Der Bundeswehreinsatz läge "im dringenden Interesse der Sicherheit unseres eigenen Landes", denn nur so könne verhindert werden, "dass Terroristen uns auch hier in Deutschland treffen".
Der Einsatz sei "weit schwieriger als gedacht", es habe "zu viele Rückschläge" gegeben, räumt sie ein. Doch stehen die Regierung und die Mehrheit des Bundestages hinter den Soldaten. "Nicht einen Tag länger als unbedingt notwendig" werde die Bundeswehr am Hindukusch bleiben. Doch bisher sei die Sicherheit im Land vielerorts nur durch die Präsenz der Bundeswehr gegeben. Ein Abzugsdatum könne die Regierung nicht nennen, – "das jetzt zu tun wäre verantwortungslos" – doch die Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte beginne jetzt. Die Kanzlerin schloss mit einem Dank an die Gefallenen: "Ich verneige mich vor ihnen. Deutschland verneigt sich vor ihnen."
Merkel hatte am vergangenen Donnerstag nach öffentlichem Druck kurzfristig ihre Teilnahme an der Trauerfeier angekündigt und ihren Osterurlaub abgebrochen. Die Teilnahme sei der Kanzlerin "ein persönliches Anliegen", sagte ein Regierungssprecher. Auch Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sind zugegen.
Es ist die erste Trauerfeier für gefallene Soldaten, an der Merkel teilnimmt. Im August 2007 hatte sie im Berliner Dom drei bei einem Bombenanschlag in Kabul getöteten deutschen Polizisten die letzte Ehre erwiesen. Einen davon kannte sie persönlich, weil er vor seinem Einsatz in Afghanistan einer ihrer Leibwächter war.
Insgesamt sind bisher 39 Bundeswehrsoldaten bei ihrem Einsatz in Afghanistan ums Leben gekommen. Bereits am Sonntag fand eine Zeremonie im nordafghanischen Kundus statt, an der Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) teilnahm. Anschließend wurden die Särge mit den Leichen der gefallenen Soldaten in dem Regierungsairbus nach Deutschland gebracht, in dem auch Niebel und seine Delegation zurückflogen.
Die Linke bezeichnete die Teilnahme Merkels an der Trauerfeier als "heuchlerisch". "Die Bundeskanzlerin trägt die Verantwortung für den Tod der drei Soldaten", sagte Vorstandsmitglied Christine Buchholz. "Denn sie schickte sie nach Afghanistan, obwohl sie wusste, dass sich die Sicherheitslage im Norden dramatisch verschlechtert hat."
- Datum 09.04.2010 - 16:03 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 131
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Weder das militärische Brimborium noch das Erscheinen der Bundeskanzlerin können dem Tod von Nils Bruhns, Robert Hartert und Martin Augustiniak postum etwas Sinnhaftes verleihen.
Diese drei jungen Männer sind einen unnützen Tod in einer fruchtlosen Mission gestorben. Sie haben sich und andere für nichts in Gefahr gebracht und sind darin umgekommen.
Mir tun die 5 von der BW präventiv erschossenen afghanischen Soldaten mehr Leid. Trauert Frau Merkel um die auch?
Wenn wir dann eine, ihrer Meinung nach fruchtbare Mission hätten, würden sie also den nutzvollen Tod (sprich Heldentod) von Soldaten durchaus gutheißen? Wie auch an anderer Stelle in Ihren Kommentaren, sind Sie nur verliebt in Ihr obskures Gerede (siehe: "Dass israelische Atomraketen jeden Punkt in Europa treffen können, dürfte hingegen feststehen.
Da wächst nichts Gutes heran.") - bei näherer Betrachtung erweist es sich jedoch als inhaltslos.
"Diese drei jungen Männer sind einen unnützen Tod in einer fruchtlosen Mission gestorben. Sie haben sich und andere für nichts in Gefahr gebracht und sind darin umgekommen."
nein die sind nicht umsonst gestorben, ein paar Superreiche profitieren mit Sicherheit massiv von dem Kriegseinsatz, zum einen die, die Waffen herstellen und zum anderen diejenigen die an den Rohstoffen verdienen, die in dem Raum gehandelt werden - bei Krieg geht es nicht um Freiheit der Menschen oder Menschenrechte, sondern um Geld und Macht für ein paar wenige Machthaber
Wenn wir dann eine, ihrer Meinung nach fruchtbare Mission hätten, würden sie also den nutzvollen Tod (sprich Heldentod) von Soldaten durchaus gutheißen? Wie auch an anderer Stelle in Ihren Kommentaren, sind Sie nur verliebt in Ihr obskures Gerede (siehe: "Dass israelische Atomraketen jeden Punkt in Europa treffen können, dürfte hingegen feststehen.
Da wächst nichts Gutes heran.") - bei näherer Betrachtung erweist es sich jedoch als inhaltslos.
"Diese drei jungen Männer sind einen unnützen Tod in einer fruchtlosen Mission gestorben. Sie haben sich und andere für nichts in Gefahr gebracht und sind darin umgekommen."
nein die sind nicht umsonst gestorben, ein paar Superreiche profitieren mit Sicherheit massiv von dem Kriegseinsatz, zum einen die, die Waffen herstellen und zum anderen diejenigen die an den Rohstoffen verdienen, die in dem Raum gehandelt werden - bei Krieg geht es nicht um Freiheit der Menschen oder Menschenrechte, sondern um Geld und Macht für ein paar wenige Machthaber
Mullah Gai, Kommandeur der Aufständischen in Kundus, ist letzte Nacht von US-Einheiten getötet worden. Vermutlich hatte er den Hinterhalt auf die deutsche Patrouille am Karfreitag organisiert und kommandiert.
oder Trauern sie auch um tote Afghanen.
Da waehren sie humaner als Frau Merkel.
Wollen sie damit den Tod der deutschen Soldaten "gerächt" sehen ?
oder Trauern sie auch um tote Afghanen.
Da waehren sie humaner als Frau Merkel.
Wollen sie damit den Tod der deutschen Soldaten "gerächt" sehen ?
das wäre mal eine Aktion gewesen. Stattdessen werden da neue "Helden" gekürt, dass es einem Angst und Bange werden kann.
Die einzigen, deren Trauer echt sein wird, sind Familie, Freunde und Bekannte der Opfer. Was da ber von den Politikern abgezogen wird, ist doch nur noch zynisch zu nennen. Wenn auch nur einem von ihnen der Tod der Soldaten etwas bedeuten würde, gäbe es morgen keine Freihet mehr am Hindukusch zu verteidigen. Aber statt dessen gibt es ein paar salbungsvolle Worte, deren Wirkung schon der gute J.P. Sartre in seinem Drame "Die ehrbare Dirne" so schön darstellte. Schöne Worte bezaubern das Hirn.
Also, der Begriff des "Gefallenen" hat für mich eher einen historischen Beigeschmack. Dazu kommt als Sahnehäubchen bestenfalls noch die Komponente des Edlen, ggf. in völkerrechtlich legitimierten, "richtigen" Kriegen, in aller Regel um die eigene Existenz. That's all.
Hier und heute ziehen Blackwaters Kreuzritter in die Welt, bekommen als Risikoaufschlag gut 100,- Euro steuerfrei pro Tag und verteidigen...ja, was?
Und Merkel? Man sollte es nicht vergessen, muss den Würgreiz unterdrücken. 2003-Merkel stand damals - medial seit Jahren mit dem Mantel der Geschichte überdeckt, darunter versteckt - voll hinter der Bush/Irak-Invasion. Wenn sie, statt dem (nein, ich bin kein Frog, kein "friend of gerd") Populisten Schröder damals Kanzler(in) gewesen wäre; was dann?
Ja natürlich, in dem Wikileak's-Video hätten auch "unsere Jungs" die Helikopter steuern und ggf. morden dürfen...Nein?
Zitat: "Die Linke bezeichnete die Teilnahme Merkels an der Trauerfeier als "heuchlerisch". "Die Bundeskanzlerin trägt die Verantwortung für den Tod der drei Soldaten", sagte Vorstandsmitglied Christine Buchholz. "Denn sie schickte sie nach Afghanistan, obwohl sie wusste, dass sich die Sicherheitslage im Norden dramatisch verschlechtert hat.""
Was sind das bloß für abartig asoziale Zeitgenossen bei der Linkspartei. Weil etwas gefährlich sein könnte, darf man dort nicht hingehen bzw. muss sofort wegrennen?
Mit dieser Einstellung darf man keine Feuerwehrleute zum Brand, keinen Retter zu kritischen Unfällen und keinen Polizisten zur Räuberjagd schicken.
So denken nur abartig asoziale Zeitgenossen.
Das man diejenigen, die man in gefährliche Einsätze schickt, dafür angemessen ausstatten muss und hier unsere Regierung möglicherweise eine Mitschuld am Tod von Soldaten trifft, ist ein anderes Thema. Aber davon sprach die Linkspartei ja nicht.
Ich weiss nicht, aber wer einen Kriegseinsatz mit den Worten
"Mit dieser Einstellung darf man keine Feuerwehrleute zum Brand, keinen Retter zu kritischen Unfällen und keinen Polizisten zur Räuberjagd schicken."
begleitet, hat wohl den Unterschied noch nicht so ganz verstanden.
Ja, und wenn es wirklich gefährlich ist, bleiben nur die dummen Helden stehen und stellen sich der Gefahr. Angst und Vorsicht sind bei Feuerwehrleuten der Garant dafür, dass sie nach einem Einsatz noch am Leben sind. Aber das Sie ja die Gefahr so lieben, steht Ihnen sicherlich bald der Darwin-Award zu. Den gönn ich Ihnen dann von ganzem Herzen.
"Mit dieser Einstellung darf man keine Feuerwehrleute zum Brand, keinen Retter zu kritischen Unfällen und keinen Polizisten zur Räuberjagd schicken."
Was hat denn ein Krieg um Rohstoffe mit einem Rettungseinsatz der Feuerwehr zu tun?
Abartig ist ja wohl, die Jungs nach Afghanistan zu schicken, damit wir nicht auf unseren wahnsinnigen Resourcenverbrauch verzichten müssen. Und jetzt noch ein paar Leopards dahinschicken, damit die Rüstungsindustrie auch schön absahnen kann.
in deutschland hieß es 50 jahre lang: nie wieder krieg! ist die welt in dieser zeit schlechter zurechtgekommen, nur weil das so war? auch ich empfinde es als heuchlerisch, wenn ausgerechnet die politiker, die an diesem krieg festhalten, obwohl ihn 81% der deutschen ablehnen, die trauerreden halten. auch widert es mich an, wenn guttenberg behauptet, die soldaten wären fürs vaterland, für uns, gestorben. ich war, wie so viele, nie für diesen krieg, dessen zweck uns nie verraten wurde. denn die begründung merkels
"Der Bundeswehreinsatz läge "im dringenden Interesse der Sicherheit unseres eigenen Landes", denn nur so könne verhindert werden, "dass Terroristen uns auch hier in Deutschland treffen"."
ist geradezu lächerlich und kann unmöglich der grund sein, für den die jungen männer zum sterben geschickt wurden. dieser einsatz produziert im gegenteil geradezu die terroristen, schwarzen witwen etc. vor denen er vorgibt uns schützen zu können.
mein mitgefühl ist bei den angehörigen! wäre mein sohn unter den gefallenen, ich hätte die heuchlerische politikerbande von der feier gejagt.
Liebe Julia09,
Ihr Beitrag ist, wie oftmals auf dieser Plattform, gelinde gesagt merkwürdig. Der von Ihnen gebrachte Vergleich mit den Feuerwehrleuten hinkt auf allen Füssen. Dies haben Ihnen die anderen Forumteilnehmer vor mir schon nahegebracht. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Sie in Beiträgen "Ihre" SPD von der Schuld an dem Kriegseintritt reinwaschen wollen. Und Sie sind sich für eine platte Hetze gegen die LINKEN, die als einzige den Krieg abgelehnt haben, nicht zu schade. Sie sollten begreifen, das Schröder und Fischer mit ihrem Geschwätz von der uneingeschränkten Solidarität gegenüber den USA Schuld auf sich geladen haben und somit gemeinsam mit den anderen Befürwortern CDU/CSU und FDP mitschuld an dem Tod von mittlerweile fast 40 jungen Menschen tragen.
Merken Sie immer noch nicht, das die Afghanen die ausländische Militäraktion gar nicht wollen? Ist es immer noch nicht klar, das man die westliche Demokratie nicht exportieren kann und schon gar nicht gegen den Willen der Bevölkerung?
dass du vor ort am kämpfen bist oder bist du am ende ein drückeberger?
....wie leichtherzig die Forenteilnehmer outen. Wie kann man denn freiwillig zugeben und demonstrieren, dass man die Grundbegriffe Öffentlicher Internationaler Güter nicht versteht? Ich meine, wie kann man zugeben, das Analogon Soldaten in Afghanistan/Feuerwehrleute im Feuer nicht nachvollziehen zu können. Das ist, als würde man sich auf die Stieren Schreiben: "Depp!".
Ich weiss nicht, aber wer einen Kriegseinsatz mit den Worten
"Mit dieser Einstellung darf man keine Feuerwehrleute zum Brand, keinen Retter zu kritischen Unfällen und keinen Polizisten zur Räuberjagd schicken."
begleitet, hat wohl den Unterschied noch nicht so ganz verstanden.
Ja, und wenn es wirklich gefährlich ist, bleiben nur die dummen Helden stehen und stellen sich der Gefahr. Angst und Vorsicht sind bei Feuerwehrleuten der Garant dafür, dass sie nach einem Einsatz noch am Leben sind. Aber das Sie ja die Gefahr so lieben, steht Ihnen sicherlich bald der Darwin-Award zu. Den gönn ich Ihnen dann von ganzem Herzen.
"Mit dieser Einstellung darf man keine Feuerwehrleute zum Brand, keinen Retter zu kritischen Unfällen und keinen Polizisten zur Räuberjagd schicken."
Was hat denn ein Krieg um Rohstoffe mit einem Rettungseinsatz der Feuerwehr zu tun?
Abartig ist ja wohl, die Jungs nach Afghanistan zu schicken, damit wir nicht auf unseren wahnsinnigen Resourcenverbrauch verzichten müssen. Und jetzt noch ein paar Leopards dahinschicken, damit die Rüstungsindustrie auch schön absahnen kann.
in deutschland hieß es 50 jahre lang: nie wieder krieg! ist die welt in dieser zeit schlechter zurechtgekommen, nur weil das so war? auch ich empfinde es als heuchlerisch, wenn ausgerechnet die politiker, die an diesem krieg festhalten, obwohl ihn 81% der deutschen ablehnen, die trauerreden halten. auch widert es mich an, wenn guttenberg behauptet, die soldaten wären fürs vaterland, für uns, gestorben. ich war, wie so viele, nie für diesen krieg, dessen zweck uns nie verraten wurde. denn die begründung merkels
"Der Bundeswehreinsatz läge "im dringenden Interesse der Sicherheit unseres eigenen Landes", denn nur so könne verhindert werden, "dass Terroristen uns auch hier in Deutschland treffen"."
ist geradezu lächerlich und kann unmöglich der grund sein, für den die jungen männer zum sterben geschickt wurden. dieser einsatz produziert im gegenteil geradezu die terroristen, schwarzen witwen etc. vor denen er vorgibt uns schützen zu können.
mein mitgefühl ist bei den angehörigen! wäre mein sohn unter den gefallenen, ich hätte die heuchlerische politikerbande von der feier gejagt.
Liebe Julia09,
Ihr Beitrag ist, wie oftmals auf dieser Plattform, gelinde gesagt merkwürdig. Der von Ihnen gebrachte Vergleich mit den Feuerwehrleuten hinkt auf allen Füssen. Dies haben Ihnen die anderen Forumteilnehmer vor mir schon nahegebracht. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Sie in Beiträgen "Ihre" SPD von der Schuld an dem Kriegseintritt reinwaschen wollen. Und Sie sind sich für eine platte Hetze gegen die LINKEN, die als einzige den Krieg abgelehnt haben, nicht zu schade. Sie sollten begreifen, das Schröder und Fischer mit ihrem Geschwätz von der uneingeschränkten Solidarität gegenüber den USA Schuld auf sich geladen haben und somit gemeinsam mit den anderen Befürwortern CDU/CSU und FDP mitschuld an dem Tod von mittlerweile fast 40 jungen Menschen tragen.
Merken Sie immer noch nicht, das die Afghanen die ausländische Militäraktion gar nicht wollen? Ist es immer noch nicht klar, das man die westliche Demokratie nicht exportieren kann und schon gar nicht gegen den Willen der Bevölkerung?
dass du vor ort am kämpfen bist oder bist du am ende ein drückeberger?
....wie leichtherzig die Forenteilnehmer outen. Wie kann man denn freiwillig zugeben und demonstrieren, dass man die Grundbegriffe Öffentlicher Internationaler Güter nicht versteht? Ich meine, wie kann man zugeben, das Analogon Soldaten in Afghanistan/Feuerwehrleute im Feuer nicht nachvollziehen zu können. Das ist, als würde man sich auf die Stieren Schreiben: "Depp!".
Ich lehne den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ab und habe auch nie verstanden, warum deutsche Soldaten dort sind.
Dennoch sind sie jetzt da und wenn einige von ihnen sterben (und ich sehe übrigens weder das Problem mit dem Wort "fallen", auch nicht mit dem Wort "Krieg"), dann halte ich das für normal und angebracht, dass man um sie - auch öffentlich - trauert.
Versetzen Sie sich doch mal in die Lage der Soldaten da unten. Wenn Sie die Politiker, die öffentlich Ihr Beileid bekunden jetzt als "Heuchler" bezeichnen, dann ist denen damit auch nicht geholfen. Im Gegenteil. Wie wäre es mit ener konstruktiven Diskussion?
Ihren Vorschlag nach einer Diskussion finde ich sehrg gut. Dazu Bedarf es aber aufgeklärter Zeitgenossen, die Stellung beziehen dürfen.
Erneut zeigt sich in einigen Kommentaren der Niedergang der politischen Diskussionskultur.
Besonders beschämend finde ich es, wenn eine militärisch /kirchliche Trauerfeier, die offensichtlich auch auf Wunsch der Hinterbliebenen stattfand, hier zerredet wird.
Das zeugt von mangelndem Repekt vor den Toten und den Hinterbliebenen.
Gleichzeitig sehe ich auch teilweise ein mangelndes Demokratieverständnis bei einigen Kommentatoren. Es sei daran erinnert, dass bereits mehr als eine demokratisch gewählte Regierung unsere Soldaten in den Einsatz geschickt hat. Da läßt sich sicherlich über Sinn oder Unsinn des Einstzes streiten. Aber man muß auch demokratische Mehrheiten und ihre Entscheidungen respektieren.
Wer anderer Meinung ist, der sollte dem mit seinem Wahlverhalten, Kundgebungen oder auf anderen demokratischen Wegen Ausdruck verleihen.
Den politischen Gegner oder unsere Soldaten zu beschimpfen oder zu diffamieren, dass jedoch sollte eines Demokraten unwürdig sein.
"unsere Soldaten "
Wessen Soldaten? Haben wir die Soldaten gewählt? Haben wir sie ernannt? Seid ihr alle übergeschnappt? Diese Fraune und Männer sind freiwillige Berufssoldaten, die gerne nach Afghanistan wollten. Niemand auf diesem Erdball hat sie je dazu gewzungen. Ich trauere um sie nicht mehr und nicht weniger alsum jeden anderen toten, der mit in den öffentlichen Medien begegnet.
Und wenn man die heuchlerische Feier der Politiker als eben solche definiert, dann hat das nichts mit zerreden zu tun. Wenn diese Kreigstreiber ihre Soldaten in einem Krieg schicken, in dem unschuldige sterben und durch welchen wir sunere Sicherheitlage drastisch verschlechtern, dann ist das heuchlerisch! Dann ist das Zynisch. Merkel, Guttenberg und alle ihre Wähler und unterstüzende parteigenossen, genau wie die SPD und FDP haben diese Toten zu verantworten.
Von Deutschem Boden ist wieder Krieg ausgegangen und wir verdanken es den Sozialdemokraten, den Konservativen, den Pseudoliberalen und noch vor wenigen Wochen auch den grünen, die mitlerweile gegen diesen Einsatz gestimmt haben.
Wie soll die konstruktive Diskussion denn aussehen? Wir sind zwar alle gegen den Krieg, aber nun, wo er da ist, dürfen wir den Soldaten nicht in den Rücken fallen? Ich denke dieser Primitivpatriotismus funktioniert in Deutschland nicht. Die Menschen erinnern sich noch an zu viele zu ähnliche Prapagandatricks aus zu vielen Kriegen.
aber ich fürchte, Sie werden mit Ihrer konstruktiven Haltung nicht durchdringen.
Ihren Vorschlag nach einer Diskussion finde ich sehrg gut. Dazu Bedarf es aber aufgeklärter Zeitgenossen, die Stellung beziehen dürfen.
Erneut zeigt sich in einigen Kommentaren der Niedergang der politischen Diskussionskultur.
Besonders beschämend finde ich es, wenn eine militärisch /kirchliche Trauerfeier, die offensichtlich auch auf Wunsch der Hinterbliebenen stattfand, hier zerredet wird.
Das zeugt von mangelndem Repekt vor den Toten und den Hinterbliebenen.
Gleichzeitig sehe ich auch teilweise ein mangelndes Demokratieverständnis bei einigen Kommentatoren. Es sei daran erinnert, dass bereits mehr als eine demokratisch gewählte Regierung unsere Soldaten in den Einsatz geschickt hat. Da läßt sich sicherlich über Sinn oder Unsinn des Einstzes streiten. Aber man muß auch demokratische Mehrheiten und ihre Entscheidungen respektieren.
Wer anderer Meinung ist, der sollte dem mit seinem Wahlverhalten, Kundgebungen oder auf anderen demokratischen Wegen Ausdruck verleihen.
Den politischen Gegner oder unsere Soldaten zu beschimpfen oder zu diffamieren, dass jedoch sollte eines Demokraten unwürdig sein.
"unsere Soldaten "
Wessen Soldaten? Haben wir die Soldaten gewählt? Haben wir sie ernannt? Seid ihr alle übergeschnappt? Diese Fraune und Männer sind freiwillige Berufssoldaten, die gerne nach Afghanistan wollten. Niemand auf diesem Erdball hat sie je dazu gewzungen. Ich trauere um sie nicht mehr und nicht weniger alsum jeden anderen toten, der mit in den öffentlichen Medien begegnet.
Und wenn man die heuchlerische Feier der Politiker als eben solche definiert, dann hat das nichts mit zerreden zu tun. Wenn diese Kreigstreiber ihre Soldaten in einem Krieg schicken, in dem unschuldige sterben und durch welchen wir sunere Sicherheitlage drastisch verschlechtern, dann ist das heuchlerisch! Dann ist das Zynisch. Merkel, Guttenberg und alle ihre Wähler und unterstüzende parteigenossen, genau wie die SPD und FDP haben diese Toten zu verantworten.
Von Deutschem Boden ist wieder Krieg ausgegangen und wir verdanken es den Sozialdemokraten, den Konservativen, den Pseudoliberalen und noch vor wenigen Wochen auch den grünen, die mitlerweile gegen diesen Einsatz gestimmt haben.
Wie soll die konstruktive Diskussion denn aussehen? Wir sind zwar alle gegen den Krieg, aber nun, wo er da ist, dürfen wir den Soldaten nicht in den Rücken fallen? Ich denke dieser Primitivpatriotismus funktioniert in Deutschland nicht. Die Menschen erinnern sich noch an zu viele zu ähnliche Prapagandatricks aus zu vielen Kriegen.
aber ich fürchte, Sie werden mit Ihrer konstruktiven Haltung nicht durchdringen.
politiker labern in kirchen genauso dummes zeug wie im bundestgag, nur nebenbei !
vor guido hat man die totenfeier wenigstens bewahrt.
Ich weiss nicht, aber wer einen Kriegseinsatz mit den Worten
"Mit dieser Einstellung darf man keine Feuerwehrleute zum Brand, keinen Retter zu kritischen Unfällen und keinen Polizisten zur Räuberjagd schicken."
begleitet, hat wohl den Unterschied noch nicht so ganz verstanden.
Ja, und wenn es wirklich gefährlich ist, bleiben nur die dummen Helden stehen und stellen sich der Gefahr. Angst und Vorsicht sind bei Feuerwehrleuten der Garant dafür, dass sie nach einem Einsatz noch am Leben sind. Aber das Sie ja die Gefahr so lieben, steht Ihnen sicherlich bald der Darwin-Award zu. Den gönn ich Ihnen dann von ganzem Herzen.
Mag sein das der Wiederstand gegen Hitler dumm war , denn die meisten haben ihn ja nicht überlebt. Auf der anderen Seite stehen Moral, Überzeugung das richtige zu tun, Mut , Ideaalismus, Mitmenschlichkeit -> ich denke das die Wahrung dieser WErte wichtiger ist als das Leben. Die Gesellschaft braucht Menschen die "dumm" genug sind Held zu sein.
Mag sein das der Wiederstand gegen Hitler dumm war , denn die meisten haben ihn ja nicht überlebt. Auf der anderen Seite stehen Moral, Überzeugung das richtige zu tun, Mut , Ideaalismus, Mitmenschlichkeit -> ich denke das die Wahrung dieser WErte wichtiger ist als das Leben. Die Gesellschaft braucht Menschen die "dumm" genug sind Held zu sein.
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