TV-Debatte "Spielen Sie doch hier nicht den Sozialen!"

Rot-grüne Attacke: Die TV-Runde in Nordrhein-Westfalen zeigte zwei kesse Oppositionspolitikerinnen und einen knatschigen Ministerpräsidenten. Von M. Schlieben

Wolfgang Zimmermann versucht Fakten zu schaffen. Er ist an diesem Abend oft genug beschmunzelt und übergangen worden. Dennoch spricht er die beiden Damen noch einmal direkt an. "Wir sind bereit zur Zusammenarbeit". "Frau Kraft und Frau Löhrmann", es gehe "um den Politikwechsel". Es gebe Gemeinsamkeiten. Schließlich fordert er sie auf, wenigstens darüber nachzudenken.

Zimmermann war den meisten Nordrhein-Westfalen bislang vermutlich eher unbekannt. Er ist Landessprecher der Linkspartei, kurzfristig für die TV-Runde eingesprungen, anstelle der verhinderten Spitzenkandidatin. Jetzt versucht er Wahlkampfgeschichte zu schreiben. Halb gelingt es ihm. Bislang hatte sich die SPD-Chefin Kraft nicht präzise festgelegt. Sie gebrauchte immer wieder dieselbe Formulierung: "Derzeit" sei die Linke nicht "regierungs- und koalitionsfähig", ohne jedoch die explizite Schlussfolgerung zu ziehen, dass sie daher eine Koalition später ausschließe.

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Diesmal, vis-á-vis mit dem an sich lieber tabuisierten Gegner, ändert Kraft ihre Rhetorik leicht. Sie gibt ihm einen Korb, relativ deutlich. Die Linke mache "keine verantwortliche Politik." Sie wolle "opponieren". Und dann: "Mit einer solchen Partei möchte ich nicht zusammenarbeiten." Zwar ist "möchte" auch eher eine schwammige Kategorie und kein Versprechen. Aber Kraft wird später nur schwerlich ihre Willensbekundungen aus dem Wahlkampf revidieren können. Zimmermann schüttelt traurig den Kopf.

Lebhaft war sie, die erste und einzige Fernsehrunde mit allen Spitzenkandidaten, elf Tage vor der NRW-Wahl. Spannender jedenfalls als das sterile TV-Duell vom Montag, als Jürgen Rüttgers und Kraft allein befragt wurden. Diesmal ist im Studio ein Publikum zugegen. Besonders "repräsentativ", wie vom WDR stolz verkündet, wirkt es zwar nicht. Der Beifall klingt nach einer eher unausgeglichenen Sympathie-Verteilung (Linke kaum, FDP vereinzelt, die anderen: kräftig). Dennoch aber heizt das Klatschen und Buhen den Politikern ein und belebt so die Debatte. Ein Übriges tut die veränderte Konstellation. Die drei neuen Teilnehmer bringen Leben in die Bude.

Am präsentesten wirkt anfangs Sylvia Löhrmann, die Spitzenkandidatin der Grünen. Sie hat vor ein paar Wochen mit der Option Schwarz-Grün kokettiert. Inzwischen versucht sie diesen Eindruck wieder zu entkräften. In der TV-Debatte arbeitet sie sich an niemandem so energisch ab wie am CDU-Chef Rüttgers. Zwischenzeitlich kommentiert sie jeden Satz von ihm mit kessen Zwischenrufen, à la: "Alte Parolen!", Quatsch!" oder: "Sie sind hier nicht der Herr über alles!"

Viel höflicher ist der Herr links außen, besagter Zimmermann. Es ist das erste Mal, dass der Linke auf die anderen Spitzenpolitiker trifft. "Darf ich eine Frage an Herrn Rüttgers stellen?", fragt er den Moderator. Der nickt. Rüttgers starrt gequält geradeaus. Er meidet den Blickkontakt. Am Montag hat er die Linken noch als "Extremisten" und "Radikale" bezeichnet. Zimmermann sagt, dass er den Begriff "Schulkrieg", den Rüttgers im Wahlkampf verwendet, problematisch finde. Rüttgers antwortet einsilbig. Der Begriff stamme aus Hamburg.

"Darf ich eine Frage an Herrn Rüttgers stellen?"

Wolfgang Zimmermann, NRW-Landessprecher der Linkspartei

Zimmermann spricht nur, wenn er gefragt wird. Bald hat er ein großes Plus im Zeitkonten-Vergleich angesammelt. Wenn er sich verhaspelt, entschuldigt er sich. Er würde gern das "asoziale" Hartz-System sofort abschaffen und die großen Energiebetriebe vergesellschaften. Dennoch ist er bemüht, Konsenswege aufzuzeigen, etwa wenn er ähnliche Gedanken zum Raucherschutz hat wie die Grünen. Der anti-kapitalistisch gesinnte Gewerkschafter möchte seriös wirken. Politikwillig und -fähig, und all das, was Frau Kraft ihm sonst noch abspricht.

Der dritte Neue in der Runde ist Andreas Pinkwart, der FDP-Spitzenmann. Anfangs ist er zurückhaltend. Erst, als es um den Schulstreit geht, taut Pinkwart auf. Da greift er zu einer martialischen Sprache, die zu seiner fröhlichen Sing-Sang-Stimme nicht so recht passt. Er wirft SPD und Grünen vor, mit der "Axt im Wald" die Gymnasien abholzen zu wollen. Die kontern sofort: "Oh Gott", ruft die eine. "Was für eine Kriegsrhetorik", die andere.

Kraft und Löhrmann, das merkt man häufiger an diesem Abend, sind ein eingespieltes Duo. Sie kennen sich aus der Opposition und würden nun gern allein zu zweit regieren, wenn der Wähler denn mitspielt. Die zuletzt gestiegenen Umfragen im Rücken haben sie äußerst selbstbewusst gemacht. Zeitweise kommentieren sie jeden Satz der Regierungspolitiker. Mal abwechselnd, mal beide gleichzeitig. Kraft, die am Montag noch landesmütterlich besonnen aufgetreten war, wollte Löhrmann offenbar in nichts nachstehen. Nebenher bekommt der Linke ein paar Watschen ab.

Rüttgers und Pinkwart wissen kaum, wie sie auf den weiblichen Furor reagieren sollen. Meist läuft ihr Entlastungskonter über die Linke, indem sie vor einem Zusammengehen der drei anderen Parteien warnen. Dass die beiden nicht aus der Defensive kommen, liegt aber auch daran, dass der Ministerpräsident und sein Stellvertreter nicht immer einer Meinung sind. Rüttgers distanziert sich mehrfach von der FDP. Er deutet an, im Bundesrat ihr Lieblingsvorhaben platzen zu lassen, die Steuerreform. Er sehe sie "nicht 2012", und vorher erst recht nicht.

Auch arbeitsmarktpolitisch ist das Regierungsduo unterschiedlicher Auffassung. Pinkwart hat im Wahlkampf angekündigt, die Sanktionen für arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger notfalls verschärfen zu wollen. Rüttgers hat ähnliche Äußerungen von Guido Westerwelle scharf kritisiert. In der TV-Debatte gibt noch einmal den "Arbeiterführer". Er betont, "ganz allein" gegen die Hartz-Reformen gekämpft zu haben, "gegen die Grünen und gegen die Roten".

Im Laufe der Sendung ist Rüttgers quengeliger geworden. Mit gewissem Recht beschwert er sich irgendwann, kaum einen Satz zu Ende sprechen zu dürfen. Permanent werde er von den Damen oder dem Moderator unterbrochen. So auch diesmal, als er über sein Engagement gegen Hartz spricht. "Geben Sie doch hier nicht den Sozialen", bollert Kraft. Und Löhrmann pikst hinterher.

Jetzt meldet sich der Linke zu Wort. Er wird drangenommen. "Belustigend, hinterher will es keiner gewesen sein." Kraft prustet: "Oje" und winkt ab. Eine Koalition werden die beiden wohl wirklich nicht bilden.
 

 
Leser-Kommentare
    • Hickey
    • 29.04.2010 um 8:31 Uhr

    Ist doch alles nur ein weiteres Affentheater, sowas braucht man kein Mensch.

    Verarschen kann sich jeder selbst, dazu braucht es nicht vom Volk(lobby) gewählte(gekaufte) Politiker.

    mfg

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    Es mag show sein, aber zum einen lassen sich Parteien dann immer auf die gemachten Aussagen festnageln, und zwar vor allem von den Medien, die eine faktische Gesellschafts- und Staatsgewalt stellen, zum anderen kennt doch keiner die Parteiprogramme, weil die Menschen nicht mehr lesen. Dann über den Fernseher zu gehen, hat zwar einen Hauch von Kapitulation, ist aber nur realistisch und konsequent.

    Es mag show sein, aber zum einen lassen sich Parteien dann immer auf die gemachten Aussagen festnageln, und zwar vor allem von den Medien, die eine faktische Gesellschafts- und Staatsgewalt stellen, zum anderen kennt doch keiner die Parteiprogramme, weil die Menschen nicht mehr lesen. Dann über den Fernseher zu gehen, hat zwar einen Hauch von Kapitulation, ist aber nur realistisch und konsequent.

  1. Ohne die Linkspartei wird in NRW die SPD nicht regieren können, wenn die Umfragen zutreffen, und das ist gut so.

    Die soziale Komponente darf nicht wieder vernachlässigt werden, wenn die SPD wieder an die Macht kommt, und dafür steht DIE LINKE.

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    • Kelhim
    • 29.04.2010 um 9:11 Uhr

    In den Umfragen ist Bewegung. Es steht nicht einmal mit Sicherheit fest, dass die überhaupt in den Landtag kommen.

    Die "Linke" ist erst einmal damit beschäftigt, ihre eigenen Positionen zu finden. Damit ist sie doch voll ausgelastet. Wie sollte sie dann auf eine ganze Regierung "aufpassen"?

    "Die soziale Komponente [...] dafür steht DIE LINKE"

    Den Eindruck habe ich gerade nicht. Im Gegenteil: Arbeitenden ihren gerechten Arbeitslohn wegzuversteuern ist nicht sozial, sondern das Gegenteil davon. DIE LINKE steht bisher für politische Inkonsequenz, ökonomische Inkompetenz, soziale Inkongruenz und unverantwortliche Phrasendrescherei. Die Vergangenheit der LINKEN als Mauermörder- und Stasipartei ist unvergessen; der Verbleib des SED-Parteivermögens, daß diese "Partei" den DDR-Bürgern geraubt hat, weiterhin unklar.

    NRW geht es so schon schlecht genug. Was NRW als letztes braucht, sind noch mehr sozialneutorische Demagogen -- dafür haben wir doch schon unseren Ministerpräsidenten Schürgen Rüttgersch.

    • Kelhim
    • 29.04.2010 um 9:11 Uhr

    In den Umfragen ist Bewegung. Es steht nicht einmal mit Sicherheit fest, dass die überhaupt in den Landtag kommen.

    Die "Linke" ist erst einmal damit beschäftigt, ihre eigenen Positionen zu finden. Damit ist sie doch voll ausgelastet. Wie sollte sie dann auf eine ganze Regierung "aufpassen"?

    "Die soziale Komponente [...] dafür steht DIE LINKE"

    Den Eindruck habe ich gerade nicht. Im Gegenteil: Arbeitenden ihren gerechten Arbeitslohn wegzuversteuern ist nicht sozial, sondern das Gegenteil davon. DIE LINKE steht bisher für politische Inkonsequenz, ökonomische Inkompetenz, soziale Inkongruenz und unverantwortliche Phrasendrescherei. Die Vergangenheit der LINKEN als Mauermörder- und Stasipartei ist unvergessen; der Verbleib des SED-Parteivermögens, daß diese "Partei" den DDR-Bürgern geraubt hat, weiterhin unklar.

    NRW geht es so schon schlecht genug. Was NRW als letztes braucht, sind noch mehr sozialneutorische Demagogen -- dafür haben wir doch schon unseren Ministerpräsidenten Schürgen Rüttgersch.

  2. erinnert mich an das so genannte "unterschichtenfernsehen", den zahlreichen talkshows im programm der privaten fernsehsender....alle keifen und geben sich gegenseitig die schuld und/ oder sprechen dem anderen die kompetenz ab...da mag man eigentlich niemand mehr wählen...(zum glück hatte ich mich schon vorher orientiert)

    • Kelhim
    • 29.04.2010 um 9:11 Uhr

    In den Umfragen ist Bewegung. Es steht nicht einmal mit Sicherheit fest, dass die überhaupt in den Landtag kommen.

    Die "Linke" ist erst einmal damit beschäftigt, ihre eigenen Positionen zu finden. Damit ist sie doch voll ausgelastet. Wie sollte sie dann auf eine ganze Regierung "aufpassen"?

    Antwort auf "Theater in NRW"
  3. Vom negativen Bundestrend zu reden, der die NRW Wahl für schwarz-gelb gefährdet, ist eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit durch linke CDU Kreise, die geradezu abschreckende Wirkung der Amtsführung dieses selbsternannten "Arbeiterführers" Rüttgers der FDP in die Tasche lügen zu wollen. Tatsache bleibt, dieser Ministerpräsident, hat sich in anbiederischer Weise, etwa in der Wirtschaftspolitik, weit links sogar von seiner SPD Herausforderin Hannelore Kraft positioniert.

    Eine solche CDU ist für den traditionell bürgerlich konservativen Wähler, dem Marktwirtschaft noch etwas bedeutet, kaum wählbar. Die FDP wird sich, wie schon bei der vergangenen Bundestagswahl, als deren Fluchtburg, als Hort und Hüterin liberal-konservativen Geistes behaupten. Gleichgültig in welch schäbiger Art der "Reformmotor" der Bundesregierung, Guido Westerwelle, von Frau Merkel und ihrem Anhang niedergemacht und von linksgerichteten Medien systematisch niedergeschrieben wird.

    Die CDU wäre gut beraten, nach dem anzunehmenden Wahldesaster, sich endlich wieder auf ihre wirtschaftspolitische Programmatik, Reform und Marktwirtschaft entsprechend der Leipziger Beschlüsse von 2003 zu besinnen, anstatt weiterhin zu versuchen, diese sozialistische Merkel-Regierung fortzuführen, bei deren Anblick man fast sehnsuchtsvoll an einen Wolfgang Clement
    zurückdenkt, in dessen Tradition diese tapfere Frau Kraft steht, die ironischer Weise so viel mehr von Markt, Mittelstand und Wirtschaft versteht.

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    • kapa
    • 29.04.2010 um 11:05 Uhr

    hallo herr Bovier, ihre zusammen fassung und ihre ansicht
    von der tv sendung ist woll gut gemeint aber viel zu einfach
    um zu setzen wie haben nicht mehr 2003 sonderen die Probleme sind wohl in zwischen um ein höheres gestiegen und andere noch dazu gekommen

    • kapa
    • 29.04.2010 um 11:05 Uhr

    hallo herr Bovier, ihre zusammen fassung und ihre ansicht
    von der tv sendung ist woll gut gemeint aber viel zu einfach
    um zu setzen wie haben nicht mehr 2003 sonderen die Probleme sind wohl in zwischen um ein höheres gestiegen und andere noch dazu gekommen

  4. Da können auch noch so viele (gekaufte) Umfragen den Weg der LINKEN gen 5 Prozent weisen. Die einzige die dort hingehört wäre die Mövenpick-Partei. Stellt Euch vor es ist Wahl - und alle gehen hin! Die Polemik die eimerweise über die LINKEN ausgeschüttet wird ist ja noch ekelhafter als damals bei den GRÜNEN. Zu befürchten ist doch nur das diejenigen die "grün" wählen sich nach der Wahl "schwarz" ärgern müssen. Da ist die Ökopartei (was ist davon eigentlich geblieben?) inzwischen noch opportunistischer als die FDP.

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    • Buh
    • 29.04.2010 um 13:07 Uhr

    Davon ist etwas geblieben, was keine andere Partei ernst nimmt: Der Tierschutz.

    Grün steht in NRW für eine Positivliste für Heimtiere(Wildtire haben NICHTS im Haushalt verloren)
    Sie stehen für ein Verbandsklagerecht. Für die Kennzeichnung Vegeterischer und Veganer Lebensmittel. Für das aus für Wildtierhaltung in Zirkusen. Für ein neues Tierschutzgesetz, welches Massentierhaltung und Tierversuche abbaut und anschlieénd abschafft.

    Grün ist die einzige Partei die den im Grundgesetz verankerten Tierschutz ernst nimmt, und genau deswegen würde ich, wäre ich wahlberechtigt, Grün wählen. Auch wenn ich iN Sozialen und Arbeitspolitischen Fragen viel näher an den linken bin, ist mir die Tierquälerei in NRW ein zu großes Dorn im Auge.

    Ich hoffe auf Rot-Grün und hoffe dass Rot und Grün, wenn es nicht anders geht, auch Rot-Grün-Rot möglich machen.
    Die Partei die mit Rüttgers koaliert, werde ich hingegen fortan nicht (mehr) ersnt nehmen können.

    • Buh
    • 29.04.2010 um 13:07 Uhr

    Davon ist etwas geblieben, was keine andere Partei ernst nimmt: Der Tierschutz.

    Grün steht in NRW für eine Positivliste für Heimtiere(Wildtire haben NICHTS im Haushalt verloren)
    Sie stehen für ein Verbandsklagerecht. Für die Kennzeichnung Vegeterischer und Veganer Lebensmittel. Für das aus für Wildtierhaltung in Zirkusen. Für ein neues Tierschutzgesetz, welches Massentierhaltung und Tierversuche abbaut und anschlieénd abschafft.

    Grün ist die einzige Partei die den im Grundgesetz verankerten Tierschutz ernst nimmt, und genau deswegen würde ich, wäre ich wahlberechtigt, Grün wählen. Auch wenn ich iN Sozialen und Arbeitspolitischen Fragen viel näher an den linken bin, ist mir die Tierquälerei in NRW ein zu großes Dorn im Auge.

    Ich hoffe auf Rot-Grün und hoffe dass Rot und Grün, wenn es nicht anders geht, auch Rot-Grün-Rot möglich machen.
    Die Partei die mit Rüttgers koaliert, werde ich hingegen fortan nicht (mehr) ersnt nehmen können.

  5. Naja, da ist es wieder... das gleiche Demokratiespielchen wie damals in Hessen. Verächtlich wird das Wahlvieh (das sind die mit den zugeteilten aber doch eher limitierten Demokratieoptionen) für nicht Demokratiefähig angesehen. Kein Wundner bei der einseitig angehauchten Bildungslandschaft in der beliebige Lobbyisten und/oder Unternehmensverbände Unterrichtsmaterial zur Verfügungstellen dürfen. Das unterschwellige also nicht so offensichtliche aber trotzdem offensive Ausspielen von SPD und Die Linke wohl wissend das die Die Linke relativ zur Grösse mehr Akzeptanz ausweisen kann als ihre anderen Mitspieler. Wohl gerade deshalb die noch immer systematische Ausgrenzung von dem was in Tat und Wahrheit viele denken... Die Menschen sind sozialer, egal ob progressive oder konservative Wähler, als so mancher Partei- äh Lobbyingstratege öffentlich zugeben würde.

    • sudek
    • 29.04.2010 um 11:03 Uhr

    ja, dieser Bericht gibt genau das wieder, was ich gesehen habe.

    Der www.wir-in-NRW-blog.de und seine Veröffentlichungen hat Rüttgers einfach aus der Ruhe gebracht - die Nerven liegen blank!!

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