Vulkanausbruch & Flugverbot Keine Asche auf Ramsauers Haupt
Verkehrsminister Ramsauer hat im Bundestag sein Krisenmanagement verteidigt. Manche Antwort blieb er aber schuldig.
Als die Vulkanwolke am Mittwoch endlich auch das Parlament erreichte, hatte sich auf den Flughäfen des Landes der Verkehr bereits weitgehend normalisiert. Am Morgen hatte die Flugsicherung den Luftraum wieder freigegeben – nachdem dort zuvor fast eine Woche lang Stillstand geherrscht hatte.
Noch nicht normalisiert hat sich die Lage dagegen für Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der an diesem Tag vor den Abgeordneten des Deutschen Bundestags sein Krisenmanagement verteidigen musste. Seit Tagen steht er im Fokus der Aufmerksamkeit, und zunehmend auch in der der Kritik.
Angegriffen wurde er dabei aus zwei verschiedenen Richtungen. Zunächst waren es die Fluggesellschaften und Teile der Wirtschaft, die Ramsauer vorwarfen, die von ihm verhängten Flugverbote seien übertrieben und fußten auf einer unzulänglichen Faktenlage. Am Dienstag kam die Kritik dann von der entgegengesetzten Seite. Die Erlaubnis, trotz Flugverbots zahlreiche Maschinen im Sichtflug starten zu lassen, verstoße gegen den von Ramsauer zunächst so vehement vertretenen Grundsatz "Safety first", kritisierte die Pilotenvereinigung Cockpit. Entweder sei der Flugraum sicher oder nicht. Für Ausnahmegenehmigungen gebe es keine Grundlage.
Als Ramsauer ans Rednerpult tritt fällt ihm die Verteidigung zumindest gegen den ersten Vorwurf nicht besonders schwer. Die Aschewolke sei ein historisch einmaliges Phänomen gewesen und für die Politik eine ganz neue Herausforderung, sagt er. Niemand habe letztlich sicher einschätzen können, welche Gefahren von dieser ausgingen. "Alternativlos und absolut richtig" sei vor diesem Hintergrund die Sperrung des Luftraums gewesen. Diese sei zudem auf der Grundlage eines "glasklaren internationalen Regelwerkes" geschehen.
Dass er sich im Ton bei der Verteidigung seiner Entscheidung in den vergangenen Tagen mitunter vergriffen hatte, und dadurch unsouveräner als nötig wirkte, lässt Ramsauer unerwähnt. Neue Angriffe auf die Fluggesellschaften, denen er am Sonntag unterstellt hatte, ihnen gehe Sicherheit womöglich nicht über alles, verkneift er sich freilich ebenso.
Was nun die Ausnahmegenehmigungen angeht, kann Ramsauer sich zwar ebenfalls auf das Regelwerk der Internationalen Luftfahrtorganisation ICAO berufen. Dieses erlaubt unter den Bedingungen einer Aschewolke nun mal kontrollierte Sichtflüge, nicht allerdings Instrumentenflüge, auf denen der normale Flugbetrieb basiert. Erklären, warum das eine sicher, das andere aber unsicher sein soll, kann Ramsauer allerdings nicht. Es ist denn auch dieser Punkt, der ihm von der Opposition in erster Linie vorgeworfen wird, wogegen die grundsätzliche Entscheidung für das anfängliche Flugverbot auf breite Unterstützung trifft.
Nicht verstehen will etwa der verkehrspolitische Sprecher der SPD, Florian Pronold, wieso eine Ausnahmeregelung erteilt werden konnte, bevor noch das erste Messflugzeug in der Luft war. Die Fluggäste könnten das nicht nachvollziehen, kritisiert auch der Vertreter der Linkspartei Herbert Behrens. Selbst der Grünen-Abgeordnete Winfried Hermann, der bei seiner Unterstützung für den Verkehrsminister ansonsten so weit geht, dass seiner eigenen Fraktion der Beifall schwer fällt, Ramsauer ihm dagegen dankbar zulächelt, sieht vor allem diesen Punkt kritisch. Zu viele Ausnahmegenehmigungen seien erteilt worden, sagt er. "Das hätte ich so nicht gemacht".
- Datum 21.04.2010 - 16:38 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Suchen Sie sich bessere Berater, suchen Sie sich mutigere Testpiloten, ersuchen Sie die Lufthansa, den Staat nicht mit dem Sozialamt zu verwechseln.
Gleichgültig wie sich Ramsauer verhalten hätte, es wäre falsch gewesen aus der einen oder anderen Sicht. Fest steht jedenfalls, dass die Industrie und in besonderem Maße die Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften einen nicht zu akzeptierenden Einfluss auf die Politik haben. Und hier vermisse ich ganz klar den Faustschlag auf den Tisch von unserer Angela "Ruhe, Minister Ramsauer hat entschieden und damit Basta". Auch wenn ich "Basta" sonst nicht mag.
Es wird langsam sch(m)erzhaft. Aschewolken von Vulkanen sind kein historisch einmaliges Phantom Herr Ramsauer, auch nicht für die Luftfahrt. Das einzig historisch einmalige Phantom erkenne ich im Moment nur in der fragwürdigen Kompetenz unseres Verkehrsministers.
Ich muss den Minister in Schutz nehmen, er sprach natürlich nicht von einem Phantom sondern von einem Phänomen. Der Text ist entsprechend korrigiert. Die Autorin
Ich muss den Minister in Schutz nehmen, er sprach natürlich nicht von einem Phantom sondern von einem Phänomen. Der Text ist entsprechend korrigiert. Die Autorin
Schon am Sonntag im ARD Brennpunkt hat er sich in Kalter-Kriegs-Manier aufgefuehrt und dem Pressesprecher der Lufthansa gesagt, dass er ja nur mit seinem Chef spricht. Bayrische Allueren oder letztes Mittel eines Altgesandten .. Im Uebrigen erinnert er sehr an Mr. Bums von den Simpsons .. Und nicht nur vom Aussehen her ..
Ging es nicht darum dem Planeten ein paar Tage Fliegerei zu ersparen? Von der Klimabilanz her waren die vergangenen Tage ein Segen. Siehe hierzu Artikel heute bei Heise (telepolis.de). Weiter so, auch ohne Vulkan! Für die Flugsüchtigen könnte man Simulatoren bei der Suchthilfe bereitstellen, das kommt auch billiger (@Lufthansa). Es würde sich auch alles von selbst regulieren, wenn die Gesellschaften für die Nutzung des Naturraumes (durch Belastung) angemessen bezahlen würden. Hallo Grüne?
Man hätte den Piloten und den Fluggästen frei stellen sollen, ob sie fliegen oder nicht. Das Risiko war mit Sicherheit so gering, dass man jederzeit hätte fliegen können. Das Ganze war ein Affentheater, wie man es schon von der Schweinegrippe, BSE oder ähnlichem kennt. Die Medien
haben wieder einmal kräftig mitgewirkt.
Bis heute ist ungeklärt, ob die Asche über Deutschland in der dort vorhandenen Konzentration den Triebwerken überhaupt geschadet hätte. Des weiteren kann ein Flugzeug auch dann noch sicher landen, wenn alle Triebwerke ausgefallen sind.
Wenn Hr. Ramsauer das Sicherheitsniveau, das er jetzt beim Fliegen anlegte, auf den Straßenverkehr anwenden würde, müsste man sofort alle motorisierten Verkehrsteilnehmer verbieten. PKWs, LKWs und Motorradfahrer sind mit Sicherheit ein größeres Sicherheitsrisiko für sich selbst und für andere.
Leute, die auf Grund der Meldungen Angst gehabt hätten, zu fliegen, hätte man problemlos den Tausch der Tickets auf ein anderes Verkehrsmittel oder einen späteren Termin anbieten können. Damit wäre allen gedient gewesen.
So ist der deutschen Volkswirtschaft ein riesiger Schaden entstanden. Ich frage mich, wo an dieser Stelle der Wirtschaftsminister war. Der scheint sich für die Wirtschaft nicht zuständig zu fühlen.
> Des weiteren kann ein Flugzeug auch dann noch sicher landen, wenn alle Triebwerke ausgefallen sind. <
Auf dem Ozean aus 6.000m Höhe, im bayerischen Wald? Wo haben Sie denn diese Kenntnisse her?
> Des weiteren kann ein Flugzeug auch dann noch sicher landen, wenn alle Triebwerke ausgefallen sind. <
Auf dem Ozean aus 6.000m Höhe, im bayerischen Wald? Wo haben Sie denn diese Kenntnisse her?
> Des weiteren kann ein Flugzeug auch dann noch sicher landen, wenn alle Triebwerke ausgefallen sind. <
Auf dem Ozean aus 6.000m Höhe, im bayerischen Wald? Wo haben Sie denn diese Kenntnisse her?
Googeln Sie doch einfach. Das Internet ist voll von Meldungen. Auch die großen Verkehrsmaschinen können segeln. Das einzige Problem sind lange Flüge ohne die Möglichkeit einer Notlandung auf einem entsprechend nahen Flughafen. Deshalb dürfen direkte Flüge über den Atlantik nur mit 4-motorigen Maschinen durchgeführt werden. Die zweimotorigen müssen einen Bogen über Island und Grönland nehmen. Da die Wolke über Europa hing, ist das Atlantikproblem nicht betroffen.
Wenn Sie es nicht glauben: Mein Vorschlag war, das jeder Fluggast für sich entscheiden dürfen soll, ob er fliegt oder nicht.
Googeln Sie doch einfach. Das Internet ist voll von Meldungen. Auch die großen Verkehrsmaschinen können segeln. Das einzige Problem sind lange Flüge ohne die Möglichkeit einer Notlandung auf einem entsprechend nahen Flughafen. Deshalb dürfen direkte Flüge über den Atlantik nur mit 4-motorigen Maschinen durchgeführt werden. Die zweimotorigen müssen einen Bogen über Island und Grönland nehmen. Da die Wolke über Europa hing, ist das Atlantikproblem nicht betroffen.
Wenn Sie es nicht glauben: Mein Vorschlag war, das jeder Fluggast für sich entscheiden dürfen soll, ob er fliegt oder nicht.
Googeln Sie doch einfach. Das Internet ist voll von Meldungen. Auch die großen Verkehrsmaschinen können segeln. Das einzige Problem sind lange Flüge ohne die Möglichkeit einer Notlandung auf einem entsprechend nahen Flughafen. Deshalb dürfen direkte Flüge über den Atlantik nur mit 4-motorigen Maschinen durchgeführt werden. Die zweimotorigen müssen einen Bogen über Island und Grönland nehmen. Da die Wolke über Europa hing, ist das Atlantikproblem nicht betroffen.
Wenn Sie es nicht glauben: Mein Vorschlag war, das jeder Fluggast für sich entscheiden dürfen soll, ob er fliegt oder nicht.
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