NRW-Wahlkampf Showtime für die kleine Bundestagswahl
Ob Merkel, Steinmeier, oder Westerwelle – kein Spitzenpolitiker kann es sich leisten, im NRW-Wahlkampf zu fehlen. Es geht um weit mehr als die Führung eines Bundeslandes.
© Oliver Berg/dpa

Der nordrhein-westfälische Landtag in Düsseldorf bei seiner letzten Sitzung vor den Wahlen. Die neue Zusammensetzung wird maßgeblichen Einfluss auf die Bundespolitik haben
In der Schlussphase wird es zugehen wie bei einer Bundestagswahl. CDU, FDP, SPD, Grüne und Linkspartei lassen in den letzten Wochen vor der Landtagswahl am 9. Mai ihre Prominenz nach Nordrhein- Westfalen ausschwärmen. Die Strategen in den Berliner Parteinzentralen wissen: Bei der Abstimmung an Rhein und Ruhr wird nicht nur über die Zukunft der schwarz-gelben Landesregierung unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) entschieden, sondern auch über die der Berliner Koalition. Sollte Schwarz-Gelb in Düsseldorf kippen, verlören Union und FDP ihre Mehrheit im Bundesrat. Der Handlungsspielraum der gemeinsamen Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem liberalen Vizekanzler Guido Westerwelle wäre fortan stark eingeschränkt. Die Fliehkräfte in der Berliner Koalition würden hingegen wachsen. Aus dem Dauerstreit im Regierungslager könnte eine Existenzkrise werden – endgültiges Scheitern nicht ausgeschlossen.
Wie zieht die CDU in den Kampf um NRW?
Das Konrad-Adenauer-Haus in Berlin hat die Herausforderung angenommen. CDU-Chefin Angela Merkel jedenfalls will nach Ostern an acht Tagen zwölf Auftritte in NRW absolvieren. Das sind ungewöhnlich viele für einen Landtagswahlkampf. Ende März hatte die Kanzlerin auf dem CDU-Landesparteitag in Münster gesprochen und dort die Bedeutung der Entscheidung für stabile Verhältnisse in Düsseldorf und Berlin betont. Es gehe um Auf- oder Abstieg Deutschlands, um die "Lokomotive für Arbeit und Wohlstand" – und um die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat, hämmerte sie den Delegieren ein. Deshalb sei ein Sieg in NRW "das Ziel der gesamten Christlich-Demokratischen Union Deutschlands".
Dabei weiß die Kanzlerin genau, dass ihr innerparteilicher Konkurrent Jürgen Rüttgers und seine Landespartei nach wochenlangen Negativschlagzeilen um die Sponsoren-Affäre in einer schwierigen Lage sind. Der Versuch des Ministerpräsidenten, sich als sozialer Kümmerer zu inszenieren, hat unter den Vorwürfen von erkauften Gesprächsterminen gelitten.
Die Schwäche der beiden Regierungsparteien CDU und FDP in Umfragen macht es wahrscheinlicher, dass sich die Landes-CDU nach dem 9. Mai möglicherweise auf Verhandlungen mit einem neuen Partner einlassen muss, wenn sie an der Macht bleiben will. Rüttgers betont öffentlich, dass er mit den Liberalen weiterregieren will – und nicht mit den Grünen. Aber eine Koalition mit den Grünen schließt er auch nicht aus.
Käme es im bevölkerungsreichsten Bundesland nach Hamburg und dem Saarland zu einer Koalition mit der Ökopartei, hätte das unmittelbare Rückwirkungen auf die Bundesregierung: Schwarz- Grün in Düsseldorf müsste sich bei Streitfragen im Bundesrat enthalten. Zentrale Projekte der Berliner Koalition wie Steuerentlastungen und Gesundheitsreform wären gefährdet. Die Bundes-Liberalen würden sich in ihrem Misstrauen bestätigt fühlen, wonach die CDU schon lange mit dem anderen Partner geliebäugelt hat. Und die Kluft innerhalb der CDU zwischen den Vertretern eher traditioneller Werte (wie etwa Fraktionschef Volker Kauder) und den Protagonisten einer gesellschaftlichen Modernisierung (wie Umweltminister Norbert Röttgen) würde sich noch verbreitern.
Vermutungen, wonach die Kanzlerin im Stillen einem Verlust der Bundesratsmehrheit durchaus etwas abgewinnen kann, weil sie auf diesem Umweg die Liberalen in der Bundesregierung zähmen könnte, werden in ihrem Umfeld kategorisch zurückgewiesen. Also setzt die Kanzlerin offiziell auf die Fortsetzung von Schwarz-Gelb. Aber als politische Taktikerin, die viele Züge vorausdenkt, hat sie die Option mit den Grünen längst geprüft. Sie eröffnet ihr schließlich auch im Bund die Möglichkeit, der SPD einen Koalitionspartner abspenstig zu machen und damit den Spielraum der größten Oppositionspartei zu begrenzen.
- Datum 06.04.2010 - 13:48 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Das ist mal wieder typisch für deutsche Politiker. Gabriel und Steinmeier wollen die Wahl zu einer Volksabstimmung über 2 ihnen genehme Themen machen, und dann werden sie sich hinterher auch noch erdreisten genau diese , einzig von ihnen , vorgeschobenen Themen als wahlentscheident anzusehen.
Das ist mit Verlaub gesagt lächerlich.
Westerwelle und Merkel sollten sich vielleicht einmal ansehen was Jung und Laschet so in den letzten 4 Jahren von sich gegeben und getan haben , dann geht den beiden vielleicht ein Licht auf warum sie diese Wahl verlieren werden.
Herr Jung erkennt keine Probleme wenn beinahe jedes Wochenende Menschen in der Düsseldorfer Altstadt halbtot geprügelt werden , während er selbst im feinsten Vorort eine Alarmanlage benötigt die mehr kostet als er in der gesammten Legislaturperiode verdient . Sicherheit geht vor, aber offensichtlich nur für ihn.
Laschet wird nicht müde ausländischen Gewalttätern 'Bleibeprämien' zahlen zu wollen , während er Ausweisungen kategorisch ablehnt und zeitgleich Guantanamohäftlinge am liebsten auf die Bevölkerung in NRW loslassen würde.
Koalitionen nach den vorliegenden Werten der letzten Umfrage:
Schwarz/Gelb NEIN
Schwarz/Grün NEIN
Schwarz/Dunkelrot Wie auch immer: NEIN
Schwarz/Rot/Grün JA
Rot/Dunkelrot/Grün JEIN Der Bundes SPD Chef ist gegen dunkelrot.
Schwarz/Rot JA
Sollte eine Partei die absolute Mehrheit bekommen, entfällt s.o.
Schwarz-Gelb muss im Mai und später auch im Bund abgewählt werden!
Warum?
180 Millionen für Kinderförderung weg!
Chaos im Bildungswesen. Studiengebühren!
Arme haben keine Chance auf Bildung! Gnadenloses Aussortieren von Schwächeren! NRW verliert so Millionen Talente!
Schwarz-Gelb raubt Bürgerinnen und Bürgern Rechte: Verfassungsgerichte mussten bereits mehrere Gesetze stoppen!
Umwelt: Naturschutzetat halbiert! Letzter Platz für NRW bei Lebensmittelkontrollen!
Schwarz-Gelb lässt die Schwächsten im Regen stehen! Zehntausende Kinder ohne tägliches warmes Mittagessen!
Hier zeigt Rüttgers sein wahres unsoziales Gesicht! Und wenn es für Rot-Grün nicht reicht dann eben Rot-Grün-Rot!!! Hauptsache die soziale Gerechtigkeit kehrt wieder zurück!
Leute, geht im Mai in NRW wählen! Schwarz-Gelb muss weg: FÜR GERECHTIGKEIT IN BILDUNG! DIE SOZIALE HERKUNFT DARF NICHT ENTSCHEIDEND SEIN! FÜR RESPEKTVOLLEN UMGANG MIT DER ERDE! FÜR ACHTUNG UNSERER GRUNDRECHTE! FÜR DIE ZUKUNFT UNSERE KINDER!! Weg mit Schwarz-Gelb bedeutet weg mit sozialer Ungerechtigkeit!
Ihres Artikels nach zu Urteilen kann man davon ausgehen, dass FDP-Wähler, die nur ein Problem mit G. Westerwelle haben diese Wahl als "Denkzettel" verwenden könnten um seine Position innerhalb der FDP zu schwächen?
Die großen Parteien haben un s nur verar....!
Auf diese Wahl freue ich mich schon!
Tief Rot wird wohl der einzigste Gewinner sein!
Und nochmal: Hurra Deutschland!
Komisch, wo ist denn mein Beitrag?
wäre schwearz-grün-rot oder wenn es reichen sollte sogar schwarz-rot allemal besser, als der Untergang schwarz-Geld!
Diesem Schmierentheater zur Volksverdummung muss schnellstmöglich ein Ende gesetzt werden!
doch sowieso mit den nächsten Parteien wieder welche die uns nur Verarschen...
Ihr dürft nicht vergessen dass es nicht nur FDP, Grüne, SPD, CDU, usw gibt sondern auch kleine Parteien, die auch Plan haben aber nicht an die Macht kommen. Und da müssen wir das Volk in Kraft treten und diese Parteien an die Macht bringen ;)
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