Bundeskongress DGB-Chef Sommer wiedergewählt

Michael Sommer steht für vier weitere Jahre an der Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Auch die stellvertretende Vorsitzende Ingrid Sehrbrock wurde im Amt bestätigt.

Der DGB-Bundeskongress in Berlin bestätigte den 58-jährigen Michael Sommer mit großer Mehrheit im Amt des Vorsitzenden, das er seit acht Jahren innehat. Sommer erhielt 366 von 389 gültigen Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von gut 94 Prozent. Vor vier Jahren hatte Sommer nur 78,4 Prozent erhalten. Einen Gegenkandidaten gab es bei beiden Wahlen nicht.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock erhielt 232 von 382 gültigen Stimmen. Das entspricht einer Quote von 60,7 Prozent.

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Der 58-Jährige ehemalige Postgewerkschafter ist ein unermüdlicher Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Er ficht für einen gesetzlichen Mindestlohn, macht sich für Mitbestimmung stark, wettert gegen Lohndumping und Casino-Kapitalismus. Schwierig ist seine Aufgabe, im Bund der Gewerkschaften die unterschiedlichen Interessen von acht Organisationen – darunter Schwergewichte wie IG Metall und ver.di – auszubalancieren.

Im DGB sind acht Einzelgewerkschaften mit rund 6,3 Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen, darunter IG Metall und ver.di. Der Dachverband selbst führt keine Tarifverhandlungen, sondern versteht sich als politischer Arm der Gewerkschaften.

 
Leser-Kommentare
  1. Was macht der DGB mehr,als Reden zuhalten!Wer mit Merkel wie
    der IG-Metall-Chef seinen Geburtstag feiert im Kanzler-Bun-
    galow lässt sich von der Politik einlullen,denn Merkel weiss
    besser wie andere Politiker,eine starke Gewerkschaft kann ihr gefährlich werden,aber da braucht sie bei Sommer keine
    Angst zu haben.Kampf heisst bei mir mal auf die Strasse zu
    gehen,damit die Politik mal sieht,was los ist!Wie lange wird
    schon ein Mindestlohn gefordert,passiert ist garnichts,aus-
    ser in paar Branchen dank SPD.Jetzt wurde er sogar hoch ge-
    setzt auf 8,50 Euro,alles Symbolik,erreicht wird damit nichts.Man kann er diplomatisch verhandeln,nützt das nichts,
    wendet man die harte Variante an,auch wenn Generalstreiks in
    Deutschland verboten sind.Sommer redet in seinen Reden auch
    von Spekulanten und Anderen,genau wie Merkel,verändern tut
    sich nichts,also Schwätzer!Die Spitze der Gewerkschaften sind auch in Aufsichtsräten,was bewirkt das und bei VW hat
    man es gesehen,mit den brasilianischen Frauen.Ich bin selber
    in der Gewerkschaft,die ausgehandelten Tarife werden leider
    im Transportgewerbe nicht eingehalten und würde es keinen
    digitalen Tacho mit Fahrerkarte geben,den Gesetzen der EU,
    der Fahrer noch immer auf zwei Tachoscheiben fahren beim
    Analog-Tacho!Entweder macht man das,was der Unternehmer sagt
    oder es kommt die Kündigung,auch wenn das Recht auf meiner
    Seite steht.Der DGB hat Macht in Dax-Konzernen und mittel-
    ständischen Betrieben,aber auch nicht mehr allen und vorm
    Arbeitsgericht!

    • Harzer
    • 18.05.2010 um 12:28 Uhr

    Zu nachgiebig. Zu viel schöne Worte und zu wenig konsequente Taten !

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