Griechenland-Krise Athen-Gesetz vom Bundestag bewilligt
Athen kann auf deutsche Hilfen bauen. Die Abschlussdebatte war heftig. Die SPD gab der Kanzlerin Mitschuld am Desaster und Westerwelle unterbreitete ein neues Angebot.
Deutschland hat die Milliardenhilfen für das finanziell schwer angeschlagene Griechenland abgesegnet. Kurz nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat das Rettungspaket. Ein Entschließungsantrag von SPD-geführten Ländern, der ebenso wie der Antrag der SPD-Bundestagsfraktion die Forderung nach einer Finanzmarkt-Transaktionssteuer enthielt, fand im Bundesrat keine Mehrheit. Nach der Unterzeichnung durch Bundespräsident Horst Köhler ist der Weg für den deutschen Anteil zur Griechenland-Hilfe frei.
Für die 22,4 Milliarden schwere Finanzhilfe stimmten im Bundestag 390 von 601 Abgeordneten. Es gab 72 Nein-Stimmen, 139 Parlamentarier enthielten sich. Neben den schwarz-gelben Regierungsfraktionen hatten die Grünen ihre Zustimmung angekündigt. Die SPD wollte sich enthalten, die Linke mit Nein stimmen.
Zuvor hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit großer Eindringlichkeit und Emotion für eine breite Unterstützung der Abgeordneten geworben. Es gehe um eine Entscheidung "im Interesse unserer Chancen für eine Zukunft in Frieden, soziale Sicherheit und stabile, nachhaltige Verhältnisse", sagte er.
"Kurzfristige, kleinmütige Rücksichtnahmen auf diese und jene Zusätze helfen uns in dieser Frage nicht weiter", sagte der Finanzminister mit Verweis auf den gescheiterten Konsens zwischen den Fraktionen der Union und der FDP sowie der SPD. Grund dafür war offenbar die harte Haltung der Liberalen zur sogenannten Finanzmarkt-Transaktionssteuer, bei der jeder einzelne Handel mit Finanzprodukten besteuert wird – von Aktien über Devisen bis hin zu Spekulationspapieren. Die SPD hatte ihre Zustimmung zur Griechenland-Hilfe von einer gemeinsamen Resolution zur Steuer abhängig gemacht.
In seinem Redebeitrag machte FDP-Chef Guido Westerwelle dann überraschend ein neues Angebot an die Sozialdemokraten. Die von ihnen geforderte Finanztransaktionssteuer lehnte er zwar erneut ab, dennoch sei er "bereit", kurzfristig in einen Entschließungsantrag auch das Ziel einer Bankenabgabe und einer Steuer auf Finanzaktivitäten einzuführen. Westerwelle zielt damit auf einen Vorschlag des Internationalen Währungsfonds (IWF), der eine Kombination aus einer Abgabe sowie einer Steuer vorsieht. Letztere würde aber nicht jede einzelne Transaktion, sondern nur den Gewinn und die Gehaltszahlungen der Banken besteuern. Mit dieser Financial Activities Tax , so verspricht der IWF, könnten "Exzesse" in Zukunft verhindert werden.
Die SPD blieb jedoch bei ihrer Haltung, die Parteichef Sigmar Gabriel vehement verteidigte. Die SPD wisse, dass die Hilfe für Griechenland "von großer Bedeutung für die gemeinsame Währung und die Europäische Union ist", sagte er. Deshalb lehne die Fraktion die Hilfsmaßnahmen nicht ab und werde nicht dagegen stimmen. Den Weg "einer reinen Kreditermächtigung können und wollen wir allerdings nicht mitgehen". Es dürfe nicht sein, dass die Kosten der Krise auf die Bürgerinnen und Bürger abgewälzt würden, sagte Gabriel. "Wir stimmen nicht gegen die Hilfe für Griechenland, aber wir werden Ihnen keinen Blanko-Scheck ausstellen." Deutschland habe eine Schlüsselstellung bei der Bewältigung der Griechenland-Krise. "Aber wir müssen diese Schlüsselstellung endlich auch benutzen, um denen das Handwerk zu legen, die sich Europa zur Beute machen wollen."
- Deutschland
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Im Zuge der Griechenland-Hilfe ist geplant, dass die staatliche Förderbank KfW der griechischen Regierung einen Kredit für zwölf Monate von bis zu 8,4 Milliarden Euro gewährt. Eine Bürgschaft des Bundes sichert ihn ab.
Bis 2012 sind insgesamt 22,4 Milliarden Euro vorgesehen.
Die Bundesregierung begründet das Gesetz damit, dass es die Stabilität des Euro sichern helfe, was auch Deutschland nütze.
- Volumen
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Die Euro-Länder haben ein Drei-Jahres-Kreditprogramm beschlossen. Sie sollen 80 Milliarden Euro aufbringen, 30 Milliarden der Internationale Währungsfonds.
Daran beteiligen sich alle 15 Euroländer entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an der Europäischen Zentralbank. Für Deutschland sind das rund 28 Prozent, für 2010 also etwa 8,4 Milliarden Euro.
Die EU-Staaten betonen, dass die Hilfen keine Subvention darstellen – auf die Kredite muss Griechenland fünf Prozent Zins zahlen.
- Zeitplan
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Nach der Abstimmung der EU-Finanzminister ging das Gesetz im beschleunigten Verfahren durch Bundestag und Bundesrat. Bereits am Freitag stimmten beide Kammern darüber ab.
Am selben Tag trafen sich die EU-Staats- und Regierungschefs, um die Kredithilfen für Griechenland endgültig abzusegnen.
In Athen befasst sich das griechische Parlament mit dem Sparprogramm der Regierung. Am Donnerstag stimmten die Abgeordneten darüber ab. Die Maßnahmen sorgten für Protest.
Die erste Tranche des Hilfskredites soll vor dem 19. Mai ausgezahlt werden. An dem Tag steht eine Milliardenumschuldung der griechischen Regierung an.
- Risiko
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Der Bürger ist zunächst nicht betroffen. Die deutschen Kredite sollen über die Staatsbank KfW gewährt werden.
Der Bund muss sich dafür allerdings verbürgen. Das heißt: Erst wenn Athen nicht mehr in der Lage wäre, die Kredite zurückzuzahlen, würden der Bundeshaushalt und damit die Steuerzahler belastet.
Wird Griechenland gerettet, könnte der KfW-Kredit sogar ein Geschäft für die Deutschen werden.
- EU-Vertrag
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Umstritten bleibt, ob die EU-Hilfen für Griechenland einen Verstoß gegen den EU-Vertrag darstellen. Er verbietet den Euro-Staaten eigentlich, sich gegenseitig Schulden abzunehmen (die sogenannte "No-Bailout"-Klausel). Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, hält das Kreditprogramm für vertragskonform.
Der Maastricht-Vertrag lässt aber für finanziellen Beistand Spielraum: Er macht Ausnahmen bei Naturkatastrophen und anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Fraglich ist indes, ob die übermäßige Verschuldung eines Landes darunterfällt.
Die deutschen Euro-Kritiker Wilhelm Hankel, Joachim Starbatty, Wilhelm Nölling und Karl Albrecht Schachtschneider wollen vor Gericht ziehen, falls Geld für Griechenland fließen sollte.
- Sparkurs
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Griechenland verpflichtet sich zu einem harten und streng überwachten Sparkurs. Der sieht massive Kürzungen bei Einkommen und Renten sowie Steuererhöhungen vor. So wird die Mehrwertsteuer zum zweiten Mal in diesem Jahr um zwei Punkte auf dann 23 Prozent heraufgesetzt.
Bis 2013 will die Regierung in Athen 30 Milliarden Euro sparen und bis 2014 das Haushaltsdefizit von derzeit 13,6 Prozent auf die EU-Obergrenze von 3 Prozent drücken.
Gabriel griff Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich an und warf ihr vor, sie sei bei der Bewältigung der Krise "katastrophal gescheitert". Die Kanzlerin habe seit der Regierungsübernahme durch Union und FDP erst "keinen Handschlag" für eine ernsthafte Regulierung der Finanzmärkte getan und verfalle jetzt kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen in "hektische Aktivität". Gabriel beschuldigte Merkel, durch ihr "Taktieren die Spekulanten erst richtig eingeladen" und dadurch die Kosten für die Bewältigung der Krise in die Höhe getrieben zu haben. Die schwarz-gelbe Regierung habe auch "das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit deutscher Europapolitik nachhaltig zerstört", kritisierte er.
Ausdrücklich forderte Gabriel die Kanzlerin auf, sich von anti-griechischen Kampagnen der Boulevardmedien zu distanzieren. "Ich schäme mich für das Bild, das hier seit Wochen über Menschen in Griechenland gezeichnet wird."
Auch Grünen-Fraktionschefin Renate Künast kritisierte Merkel wegen ihrer zögerlichen Haltung in der wochenlangen Debatte über das Paket. Merkels Zaudern habe die Kosten für das Paket weiter in die Höhe getrieben, sagte Künast. Es gelte jetzt, eine Finanztransaktionssteuer durchzusetzen. Diese Steuer sollte nicht alle Banken treffen, sondern zielgenau die Marktteilnehmer, die "zocken". Dennoch wollte Künasts Fraktion als einzige der Oppositionsparteien im Bundestag für das Gesetz stimmen.
- Datum 08.05.2010 - 08:36 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
- Kommentare 36
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Nur einmal angedacht ....
Wird sich in etwa drei Monaten substanziell etwas bei der Bewilligung der nächsten Tranche verändert haben, wenn das Monitoringsystem Regelverstösse festgestellt haben würde ?
Man hätte die gleiche prekäre Situation wie gegenwärtig. Wieder müsste der Euro geschützt werden, wieder stünde die EU in ihrem Zusammenhalt zur Disposition und die nächste Tranche würde wieder alle Schreckensszenarien abwenden (oder wieder nur aufschieben).
Wenn dies vermutet werden darf, haben einige Veranstaltungen in den nächsten Wochen ein intensives Programm zu absolvieren, wenn sie sich nicht wieder fehlende Verantwortung ("Fahrlässigkeit") vorwerfen lassen müssen wollen.
Wir dürfen gespannt sein. Vor allem, welche Alternativen werden in drei Monaten bestehen ? Müsste die nächste Tranche auch wieder "alternativlos" sein, um Schaden abzuwenden ?
Wieviel Zeit wurde den deutschen Banken gewährt, um sich von den Schrottanleihen zu trennen oder wird hinter verschlossenen Türen bereits über Umschuldung gesprochen ?
Ich bin bereits jetzt gespannt, wie die politische Seifenoper weitergeht.
ist ein Verräter!
Das sind die Abgeordneten für mich schon seit der Zustimmung zum Lissabonvertrag.
Jetzt läuft alles nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig unbeschwert.
90 % der Bevölkerung sind gegen diese Geldverschwendung, doch die Parteienmafia hält nichts von der Meinung des Volkes.
Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wieder haben !
Auf jeden Fall muß "diese" Demokratie weg. Deutsche erhebt Euch !
Bitte nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Meinung mit Argumenten zu stützen. Danke. Die Redaktion/is
Nicht Kaiser Wilhelm will ich wieder haben, sondern einen Kanzler, der nicht um den Brei herumredet, sondern handelt und zwar zum Wohle des Volkes und da kenne ich nur einen
HELMUT SCHMIDT!
Nur er ist in der Lage aus Deutschland wieder ein intern und extern angesehenes Land zu machen.
Nicht Kaiser Wilhelm will ich wieder haben, sondern einen Kanzler, der nicht um den Brei herumredet, sondern handelt und zwar zum Wohle des Volkes und da kenne ich nur einen
HELMUT SCHMIDT!
Nur er ist in der Lage aus Deutschland wieder ein intern und extern angesehenes Land zu machen.
Heute beschließt der dt.Bundestag mehr oder weniger den Verkauf des dt. Volkes. Oder wer zahlt den ganzen "Spaß" wenn Grichenland zahlungsunfähig ist. Herr Ackermann und Co. jedenfalls nicht. Es bleibt doch mal wieder an den so dummen Volk hängen, das die Zeche zahlen darf. Hoffendlich glaubt hier niemand das Die Banken sich das Geld nicht von seinen Kunden holt. Die Zinskeule wird kommen und Steuererhöhungen (MwSt) hat doch Frau Merkel und Herr Westerwelle doch schon längst geplant. Wann gehen WIR DEUTSCHE endlich auf die Straße und jagen unsere Regierung dorthin wo sie hin gehört. Machen wir es wie die Griechen und legen auch mal die Öffendlichkeit lahm. Aber leider ist ja sowas mit dem deutschen Michel nicht zu machen, er geht lieber seinen alten trott weiter und lässt sich das GELD aus der Tasche ziehen und er merkt es noch nicht mal. Das ist ja das Schlimme. Aber ich hoffe immer noch auf die WÄHLER in NRW am Sonntag, das Sie sich nicht für dumm verkaufen lassen !!!
....waren damals verfassungsgemäß, weil sie die heutige Entscheidung verbaten. Nun soll das verfassungsgemäß sein? Das ist ein sehr kreativer Umgang mit dem Recht.
....waren damals verfassungsgemäß, weil sie die heutige Entscheidung verbaten. Nun soll das verfassungsgemäß sein? Das ist ein sehr kreativer Umgang mit dem Recht.
Jetzt wird uns die Griechenlandhilfe schon als bilaterale Hilfe zwischen Staaten verkauft. Ja und warum hilft Deutschland am stärksten? Sind das versteckte Reparationszahlungen? Warum das Kind nicht beim Namen nennen. Deutschlands beitrag ist überproportional zu den Schulden die die Griechen bei uns haben. Erkläre mir das doch bitte mal einer!!!
Merkel und das ganze Parlament verrät das deutsche Volk (zumindest die Nettosteuerzahler!). Selten war eine Entscheidung so unpopulär und ein offenes Verderben. Lissabon ist dagegen ja fast eine Wohltat gewesen.
Für mehr direkte Demokratie und mehr Kontrolle der Regierung!!!
das fand ich im Kommentarbereich von FAZ- Online:
"Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten.
Vom Feinde bezahlt, doch dem Volke zum Spott!
Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!"
Die Grünen sind jetzt auch in die Merkel - Falle getappt.
Denn wenn in nicht allzulanger Zeit sich herausstellt,dass das Geld für die Griechen sinnlos verbrannt wurde,kann Sie fröhlich sagen:"ihr wart ja genauso blöd wie ich,ihr habt ja zugestimmt.Damals konnte man das allerdings noch in keinster Weise erahnen,dass "die Märkte" (Daddelbrüder) fröhlich weiter gegen den Euro spekulieren."
"Bei dem zweiten Treffen der EU-Länder auf höchster Ebene seit Bestehen der Währungsunion soll auch über grundlegende Konsequenzen aus der Krise beraten werden. Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy haben dazu in einem gemeinsamen Vorstoß schärfere Regeln zur Haushaltskontrolle und eine engere wirtschaftspolitische Abstimmung vorgeschlagen"
beraten haben die EU-Beamten schon bei der Bankenkrise, Finanzkrise, nun bei der - eventuell anstehenden- Eurokrise.
Nur eben von "sich beraten" allein wird nichts! Diese Politiker sollen endlich einmal EU-weite Kontrollen für das Finanzsystem beschließen und wenn ich das Sündenregister der griechischen Regierung, das verschleudern von Geld lese, dann frage ich mich: WAS IST DAS FÜR EINE UNION?
Überschreitet D das EU-erlaubte Schuldenniveau, wird sofort mit Strafe gedroht!!! Wie oft und in welchem Maße hat Griechenland diese Messlatte überschritten und was für Konsequenzen haben sich daraus ergeben?!
Schlafen die EU-Politiker eigentlich oder sind sie dermaßen inkompetent?
Nicht Kaiser Wilhelm will ich wieder haben, sondern einen Kanzler, der nicht um den Brei herumredet, sondern handelt und zwar zum Wohle des Volkes und da kenne ich nur einen
HELMUT SCHMIDT!
Nur er ist in der Lage aus Deutschland wieder ein intern und extern angesehenes Land zu machen.
Helmut Schmidt ist ein weiser Mann, sehr sympathisch, schon alleine weil er Hamburger ist. Aber man sollte auch daran erinnern, dass er an der Wirtschaftskrise der BRD Ende der 1970er Jahre gescheitert ist. Auch er hatte kein Rezept die steigende Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen.
Kaiser Wilhelm wäre ein überlegenswerte Betrachtung, da das deutsche Kaiserreich finanziell wesentlich solider dastand. Die weltweite Wissenschaft verdankt dem Kaiserreich die größten Erfindungen. Auch die Ingenieur-Promotion ist ihm zu verdanken, genauso wie die Max-Planck-Gesellschaften, die vormals Kaiser-Wilhelm-Gesellschaften hießen. All unser Ruhm, in wissenschaftlicher Hinsicht, geht auf diese Zeit zurück. Aber es ist auch klar, wer die Universitäten und die Bildung kaputt spart, wird eben die Resultate ernten, die wir heute vorweisen. Die deutsche Gesellschaft und das Bildungswesen sind in einem erbärmlichen Zustand! Dies aber war die Basis schon damals für ein Jahrzehnte lang anhaltendes hohes Wirtschaftswachstum, nicht der Verkauf von Energie oder Viehzucht, sondern durch deutsche Technologie! Es bedarf wieder einer Rückbesinnung auf die Grundaufgaben eines Staates und es bedarf einer entindividualisierten Gesellschaft, ansonsten kann man auf der einen Seite Ländern wie China und Indien keine Paroli bieten und die Demografie des Abendlandes nicht stabilisieren.
Helmut Schmidt ist ein weiser Mann, sehr sympathisch, schon alleine weil er Hamburger ist. Aber man sollte auch daran erinnern, dass er an der Wirtschaftskrise der BRD Ende der 1970er Jahre gescheitert ist. Auch er hatte kein Rezept die steigende Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen.
Kaiser Wilhelm wäre ein überlegenswerte Betrachtung, da das deutsche Kaiserreich finanziell wesentlich solider dastand. Die weltweite Wissenschaft verdankt dem Kaiserreich die größten Erfindungen. Auch die Ingenieur-Promotion ist ihm zu verdanken, genauso wie die Max-Planck-Gesellschaften, die vormals Kaiser-Wilhelm-Gesellschaften hießen. All unser Ruhm, in wissenschaftlicher Hinsicht, geht auf diese Zeit zurück. Aber es ist auch klar, wer die Universitäten und die Bildung kaputt spart, wird eben die Resultate ernten, die wir heute vorweisen. Die deutsche Gesellschaft und das Bildungswesen sind in einem erbärmlichen Zustand! Dies aber war die Basis schon damals für ein Jahrzehnte lang anhaltendes hohes Wirtschaftswachstum, nicht der Verkauf von Energie oder Viehzucht, sondern durch deutsche Technologie! Es bedarf wieder einer Rückbesinnung auf die Grundaufgaben eines Staates und es bedarf einer entindividualisierten Gesellschaft, ansonsten kann man auf der einen Seite Ländern wie China und Indien keine Paroli bieten und die Demografie des Abendlandes nicht stabilisieren.
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