Sparpolitik Koch will bei Kitas und Bildung sparen

Keine Steuersenkungen und zugleich ein harter Sparkurs – das ist die neue Linie der Bundesregierung. Merkels Vize Roland Koch hat dazu schon mal ein paar Ideen.

Nach der Wahlniederlage für Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen fordert Hessens Ministerpräsident Roland Koch Konsequenzen. Zusätzlich zu dem Verzicht auf Steuersenkungen regte der stellvertretende CDU-Vorsitzende in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt an, weitere Koalitionsvorhaben auf den Prüfstand zu stellen. Als Beispiele für Einsparungen führte er die Familien- und Bildungspolitik an. "Wir haben uns hier und da zu Projekten entschlossen, die möglicherweise sehr viel teurer werden als zunächst gedacht: etwa die Garantie des Betreuungsplatzes für Kinder unter drei Jahren. Wir müssen prüfen, ob das noch finanzierbar ist", sagte er.

Bereits bei einem Treffen mit Angela Merkel in der vergangenen Woche hatten die CDU-Ministerpräsidenten von der CDU-Chefin verlangt, die geplanten Investitionen in die Bildung, von denen die Länder einen erheblichen Teil tragen müssen, zu überprüfen. Dies hatte Merkel allerdings abgelehnt. Den Ausbau Deutschlands zur "Bildungsrepublik" hatte sie immer wieder zu einem zentralen Bestandteil ihrer Politik erklärt.

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Koch weist nun darauf hin, das weltweit verabredete Ziel, zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung zur Verfügung zu stellen, stehe nicht infrage. Der Zeitrahmen, den Bund und Länder zur Erreichung dieses Ziels verabredet hätten, sei aber nicht einzuhalten. Selbst aus der eigenen Partei gab es Kritik.

Grundsätzlich könne kein Bereich von Ausgabenkürzungen verschont bleiben, sagte Koch. Steuererhöhungen dürfe es aber nicht geben. Dies gelte allerdings mit einer Ausnahme. "Die Banken und der Finanzdienstleistungssektor müssen substanziell zur Sanierung der Wirtschaft beitragen", forderte Koch. Ansonsten könne man nicht Subventionen mit dem Rasenmäher kürzen, ohne sich dem Vorwurf der sozialen Kälte auszusetzen.

Spekulationen, er könne als Finanzminister nach Berlin wechseln, wenn Amtsinhaber Wolfgang Schäuble aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sei, das Ministerium zu führen, wies Koch zurück. "Ich bin Ministerpräsident von Hessen. Dabei bleibt es. Punkt. Aus."

Koch forderte seine Partei zugleich auf, ihr konservatives Profil nicht aus dem Blick zu verlieren. "Die CDU ist eine Volkspartei, die ohne das konservative Element nicht gut aufgestellt ist", sagte der hessische Ministerpräsident. Die Partei dürfe Menschen mit einem traditionelleren Weltbild nicht verlieren, die besorgt seien über die Geschwindigkeit der gesellschaftlichen Entwicklung. Auch Menschen, die ihre Orientierung im Christentum fänden, müssten ein Signal bekommen, dass die CDU ihre Heimat sei, forderte Koch. Auch das soziale und das liberale Element dürften in der CDU aber nicht fehlen, sagte Koch.

 
Leser-Kommentare
  1. ...Verantwortung im Bund bekommen freue ich mich auf eine "brutalstmögliche" Abstrafung für seine Partei bei den nächsten Wahlen.

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    ... wenn Roland Koch nach Berlin gehen würde.
    Demokratie ist für ihn ein Fremdwort. Die von der Bundesregierung geplante Änderung des § 29 b LuftVG stammt von Roland Koch und wird nicht nur den Flughafen Frankfurt betreffen sondern alle Flughäfen in Deutschland. Übrigens, Roland ist Aufsichtsratsvorsitzender der FAG, so ein Zufall?!
    Nachzulesen unter http://www.zukunft-rhein-...

    Herr Koch ist viel zu Klug, als dass er die Dummheit seiner Aussagen nicht selbst begreifen würde. Daher gehe ich von aus, dass er mit sinnfreien Vorschlägen aufhören würde, wenn er einfach weniger mediales Echo erhalten würde...

    man es nicht formulieren können. Dieser Mensch (Koch) wird zu einer Karikatur seiner selbst. Klar ist er für Kürzung der Bildungsausgaben.

    Ein gebildeter Mensch würde niemals auf ihn hören, geschweige denn ihm seine Stimme geben.

    ... wenn Roland Koch nach Berlin gehen würde.
    Demokratie ist für ihn ein Fremdwort. Die von der Bundesregierung geplante Änderung des § 29 b LuftVG stammt von Roland Koch und wird nicht nur den Flughafen Frankfurt betreffen sondern alle Flughäfen in Deutschland. Übrigens, Roland ist Aufsichtsratsvorsitzender der FAG, so ein Zufall?!
    Nachzulesen unter http://www.zukunft-rhein-...

    Herr Koch ist viel zu Klug, als dass er die Dummheit seiner Aussagen nicht selbst begreifen würde. Daher gehe ich von aus, dass er mit sinnfreien Vorschlägen aufhören würde, wenn er einfach weniger mediales Echo erhalten würde...

    man es nicht formulieren können. Dieser Mensch (Koch) wird zu einer Karikatur seiner selbst. Klar ist er für Kürzung der Bildungsausgaben.

    Ein gebildeter Mensch würde niemals auf ihn hören, geschweige denn ihm seine Stimme geben.

  2. Wahrscheinlich verstehe ich das nicht richtig.
    10% des BIP dürften über 200 Mrd. Euro sein. Das sind weit über die Hälfte der Einnahmen des Staates. Das hat die Regierung beschlossen?

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    • joG
    • 11.05.2010 um 9:03 Uhr

    ....am Sozialprodukt der Bildungsausgaben. Vielmehr wird da ein privates Wirtschaftsgut öffentlich also planwirtschaftlich produziert. Das ist ein Problem, denn das ist ineffizient.

    • joG
    • 11.05.2010 um 9:03 Uhr

    ....am Sozialprodukt der Bildungsausgaben. Vielmehr wird da ein privates Wirtschaftsgut öffentlich also planwirtschaftlich produziert. Das ist ein Problem, denn das ist ineffizient.

  3. ich liebe Ihnen! Wann fangen Sie eigentlich mal damit an "Wahnsinnsprojekte" kritisch zu hinterfragen?
    Mondflug - Ihr Kollege Hintze
    Elbphilharmonie - Ihr Kollege von Beust
    Fuhrpark und Luftbereitschaft für Heimflüge-Ihre Kollegen in Bonn

    was solls, bringt eh nix! Denn wenn man Ihnen und Ihren Kollegen - parteiübergreifend - unangenehme Dinge präsentiert, dann gibt es eine große Großkoalition,gell?

    Fangen Sie an bei den Eltern und Kindern, gehen Sie dann über Los zu den Studenten und beenden Sie Ihren Ausflug bei den Alten!

    Wenn die Wirtschaft und die Menschen in diesem Land so das Geld verballern wie die Politiker - wir hätten eine Mio. Schuldenberater nötig. Aber bitte nicht aus den Parlamenten!!

    Und by the way: warum finden kaum noch Parteiveranstaltungen vor Ort statt - Überlastung wegen der Staatsbilanzen oder kein Bock auf den mündigen Bürger?

    Und denken Sie dran - das C in Ihrem Parteinamen hatte mal eine Bedeutung.

  4. Diese Aussagen sind es nicht wert, inhaltlich darauf einzugehen.

  5. ich haette das schon gestern erwartet! Aber : Einsparungen können ja gar nicht ernsthaft in Erwaegung gezogen werden solange wir Milliardenbetraege nach Griechenland schicken können!

    • sidana
    • 11.05.2010 um 8:04 Uhr

    Kaum ist die NRW-Wahl vorbei, kommt ein Herr Koch mit
    seinen Sparvorschlägen! schon sehr bezeichnend.

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    • CM
    • 11.05.2010 um 8:49 Uhr

    Koch will bei Kitas und Bildung sparen - können wir uns nicht endlich Koch sparen?

    • CM
    • 11.05.2010 um 8:49 Uhr

    Koch will bei Kitas und Bildung sparen - können wir uns nicht endlich Koch sparen?

    • uman
    • 11.05.2010 um 8:04 Uhr

    dieser Trend kommt aus dem konservativen Süden.
    Koch steht da nicht allein. Deswegen will er unter ihr auch nicht Minister werden. Warten wir's ab.

  6. ... zeigt Herr Koch sein wahres Gesicht.
    Wieso kommt es keinem der Politiker in den Sinn, sich das Geld bei den Banken, Spekulanten und Reichen zu holen?
    Und damit meine ich nicht so eine lächerliche Blender-Maßnahme wie die Bankenabgabe. Für wie dumm halten die Politiker uns?
    Bei der Familien- und Bildungspolitik sparen? Eine Unverschämtheit! Wann wachen die Leute auf und merken, wem sie da bei jeder Wahl ihre Stimme geben? CDU in NRW stärkste Partei ... ich fass' es nicht!

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    sein wahres Gesicht - nach der NRW Wahl?
    Mit Verlaub, entweder Sie sind extrem jung oder Sie haben die koch'sche Entlarvung damals nicht bemerkt; gleichwie, der Mann entlarvte sich schon in der 1. Stunde seiner 1. Atmszeit.

    sein wahres Gesicht - nach der NRW Wahl?
    Mit Verlaub, entweder Sie sind extrem jung oder Sie haben die koch'sche Entlarvung damals nicht bemerkt; gleichwie, der Mann entlarvte sich schon in der 1. Stunde seiner 1. Atmszeit.

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