Europäische Integration Merkel: Scheitert der Euro, scheitert Europa
Bei der Verleihung des Karlspreises an den polnischen Premier mahnte die Bundeskanzlerin ein Zusammenrücken Europas an. Dies müsse eine Konsequenz der Krise sein.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eindringlich für ein engeres Zusammenrücken Europas geworben und zur Verteidigung des Euro aufgerufen. "Der Euro ist unsere Währung, und er ist doch mehr als unsere Währung", sagte sie in Aachen bei der Verleihung des Karlspreises an den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk. " Der Euro steht für die europäische Idee ."
Sie bleibe auch bei der Vision, dass eines Tages "alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union den Euro als Zahlungsmittel haben". Die Regierungen hätten den Bürgern Stabilität des Euro und der Preise versprochen. "Dieses Versprechen müssen wir einhalten", mahnte Merkel.
Die Krise um die Zukunft des Euro sei die größte Bewährungsprobe, die Europa seit 1990, womöglich noch seit viel längerer Zeit, zu bestehen habe. "Diese Bewährungsprobe ist existenziell", betonte Merkel. Sie müsse bestanden werden. Gelinge das nicht, seien die Folgen unabsehbar. Die Rettung des Euro sei so wichtig, weil alle spürten: "Scheitert der Euro, dann scheitert nicht nur das Geld, dann scheitert mehr, dann scheitert Europa , dann scheitert die Idee der europäischen Einigung."
"Wir haben eine gemeinsame Währung, aber wir haben keine gemeinsame wirtschaftliche und politische Union", beklagte die Kanzlerin. Genau das müsse geändert werden. Die Krise müsse Anlass sein, Mängel an der europäischen Architektur zu beheben. Man werde dabei auch "vertragliche Konsequenzen" ziehen und Probleme ehrlicher ansprechen müssen. Europa werde sich stärker wirtschafts- und finanzpolitisch verzahnen müssen. "Und jenseits des Ökonomischen wagen wir vielleicht nach der gemeinsamen Währung weitere Schritte, zum Beispiel den zu einer gemeinsamen europäischen Armee ", sagte Merkel.
Die Kanzlerin würdigte in ihrer Laudatio Tusk als überzeugten Europäer. Dem polnischen Regierungschef wurde der Karlspreis wegen seiner Verdienste für die europäische Einigung und vor allem für seinen Einsatz bei der Zustimmung Polens zum Lissaboner EU-Vertrag zuerkannt. Das Karlspreis-Direktorium würdigte ihn als herausragenden Streiter für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte. Tusk sagte in Aachen, er begreife die Schuldenkrise "paradoxerweise als Chance, um Europa zu stärken und weiterzuentwickeln".
Die Preisverleiher würdigten den 53-jährigen Politiker als einen "überzeugten und überzeugenden Europäer, der insbesondere die junge Generation für Europa begeistern kann, der für Verständigung, Zusammenarbeit, Solidarität und ein weltoffenes Polen steht, das fest in der Europäischen Völkerfamilie verankert und ins Herz Europa zurückgekehrt ist".
- Datum 13.05.2010 - 15:50 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
- Kommentare 97
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wenn dann scheitert die undemokratische und bürokratische EU. Europa bleibt bestehen. Ein Neuanfang wäre nicht das schlechteste was passieren könnte. Aus Fehlern kann man schließlich lernen. Und bei der EU wurden massive Fehler begannen. Teils aus ideologischer verklärtem Einheitswille, teils weil einzelne Nationalstaaten ihre eigenes Wohl zu maximieren versuchten.
Der EU würde ich keine Träne nachweinen.
Ich auch nicht. Das was die EU bisher verzapft hat ist reichlich gruselig. Neoliberale Politik durch und durch, undd ie Völker werden ignoriert. Nur wenige durften zum Lissabonvertrag, was soviel wie die Eu-Verfassung sein sollte, abstimmen. Den meisten Völkern wurde der Vertrag aufgedrückt. Die Eu ist nicht demorkatisch und ich bekomme Zustände wenn Politiker und Journlalisten Europa mit der EU gleichsetzen!
Immer dieselben Phrasen, die EU, sei undemokratisch und das Heim überbordender Bürokratie.
Die EU hat ca. 500 Millionen Einwohner, die USA nur 300 Millionen und ALLEINE DAS PENTAGON hat mehr Mitarbeiter als die ganze EU mit all ihren Zweigstellen.
Zum Thema undemokratisch, war da nicht letzthin mal eine Wahl, wo man seine Vertreter wählte ?
volle Zustimmung an darksider!
und genausowenig wie irgendwer D von heute auf morgen abschaffen wuerde, wird das auch nicht mit der EU passieren.
Einigen scheint der Blick fuer politische Realitaeten zu fehlen und das Ende der EU herbeizuschreien wuerde fuer den ein oder anderen unangenehmere Konsequenzen haben, als sie sich gerade vorstellen
Ich auch nicht. Das was die EU bisher verzapft hat ist reichlich gruselig. Neoliberale Politik durch und durch, undd ie Völker werden ignoriert. Nur wenige durften zum Lissabonvertrag, was soviel wie die Eu-Verfassung sein sollte, abstimmen. Den meisten Völkern wurde der Vertrag aufgedrückt. Die Eu ist nicht demorkatisch und ich bekomme Zustände wenn Politiker und Journlalisten Europa mit der EU gleichsetzen!
Immer dieselben Phrasen, die EU, sei undemokratisch und das Heim überbordender Bürokratie.
Die EU hat ca. 500 Millionen Einwohner, die USA nur 300 Millionen und ALLEINE DAS PENTAGON hat mehr Mitarbeiter als die ganze EU mit all ihren Zweigstellen.
Zum Thema undemokratisch, war da nicht letzthin mal eine Wahl, wo man seine Vertreter wählte ?
volle Zustimmung an darksider!
und genausowenig wie irgendwer D von heute auf morgen abschaffen wuerde, wird das auch nicht mit der EU passieren.
Einigen scheint der Blick fuer politische Realitaeten zu fehlen und das Ende der EU herbeizuschreien wuerde fuer den ein oder anderen unangenehmere Konsequenzen haben, als sie sich gerade vorstellen
... das ist das Problem bei Frau Merkel.
Mit solchen Äußerungen, heizt sie die Spukaltion gegen den Euro geradezu an!!
Taten, Frau Merkel, schnelle wirklich greifbare Ergenisse....das ist es was die Spekulationen eindämmt. Sole Worte hätte vor 1-2 Jahren kommen müssen, nun ist Aktion gefragt, und zwar schnell da Ihre untätigkeit und Halbherzigkeit gegenüber Europa, diesen Zeitdruck erst möglich gemacht hat. Nun ist nachzuholen, was 4 Jahre lang versäumt wurde.
Eine solch geäußerte "tödliche Umarmung" dagegen läßt beinahe den Veradcht aufkommen, sie möchte den Amis beim Zurechtstutzen Europas als Witschaftsmacht helfen, oder sich vor dem Handeln drücken.
zur europäischen Regierung - und alles ohne die europäischen Völker.
Hauptsache, die Rehns, die Barrosos und die anderen Europamandarine können von dem Pöbel unbeleckt mit ihren Sandkastenspielen weitermachen.
Wenigstens erfreut es die internationale Hochfinanz, das Pentagon und die Vorstände der Multikonzerne.
Europa war mal die Wiege der Demokratie. Sie wissen schon, alle Bürger sind gleich, alle Gewalt geht vom Volke aus usw...
Nun ja, nachdem auf mittlerweile der Hälfte aller Waren europäischer Kaufhäuser 'made in China' steht, fällt scheinbar auch unser politisches System schrittweise der Sinesierung anheim.
Schöne neue Welt, armes Europa ...
Die Schuld trägt um genau zu sein, weder der Bürger noch die EU, sondern schuld tragen die Politiker auf der nationalen Ebene.
Sie gefallen sich seit es die EU in iherer momentanen Form gibt, in der Rolle des Mitbestimmers der für nichts verantwortlich ist.
Kriegt man ein Gesetz nicht durch, kein Problem drückt man es eben auf EU Ebene durch, danach wird dann über die böse EU gemault, die ja gegen den Willen der Deutschen das durchdrückte, wenn man sich dann allerdings die Protokolle ansieht, fällt auf das deutsche Politiker es waren, die die Gesetze erst vorschlugen.
Die Schuld trägt um genau zu sein, weder der Bürger noch die EU, sondern schuld tragen die Politiker auf der nationalen Ebene.
Sie gefallen sich seit es die EU in iherer momentanen Form gibt, in der Rolle des Mitbestimmers der für nichts verantwortlich ist.
Kriegt man ein Gesetz nicht durch, kein Problem drückt man es eben auf EU Ebene durch, danach wird dann über die böse EU gemault, die ja gegen den Willen der Deutschen das durchdrückte, wenn man sich dann allerdings die Protokolle ansieht, fällt auf das deutsche Politiker es waren, die die Gesetze erst vorschlugen.
Sinisierung sollte es natürlich heissen
Entschuldigung bitte
Macht nix. Es heißt ja auch Chinese und nicht Chinise.
Macht nix. Es heißt ja auch Chinese und nicht Chinise.
Wenn der Euro für ein vereintes Europa steht, dann sollte man den Euro stärken und ihn nicht bewusst schwächen.
Der nun von der EZB aufgenommene Weg eines Alan Greenspan führte in die Finanzkrise und wird Europa in eine Hyperinflation führen und somit den Euro pulverisieren.
Schulden von Volkswirtschaften mit Krediten zu finanzieren ist ein Unsinn erster Güte und erhöht sowohl die Verschuldung und somit die Zinszahlungen und die Abhängigkeit von jenem System, welches man nun endlich reformieren will, der Finanzbranche.
Dass nun Europa auch noch jene Gebilde zur Schuldenregulierung einsetzt, welche ein Teil der Banken "Innovation" sind, die SPV - special purpose vehicals - , welche verboten gehören, weil sie den Markt und das Recht aushebeln macht fassungslos. Herr Ackermann lässt grüssen.
Zuerst sollte Europa eine föderative Verfassung erhalten, bevor eine deutsche Kanzlerin von einer europäischen Armee spricht. Wieviel Grössenwahn erträgt Deutschland, Europa, die Welt?
"Scheitert der Euro, dann scheitert nicht nur das Geld, dann scheitert mehr, dann scheitert Europa, dann scheitert die Idee der europäischen Einigung."
Ich vermute, das ist als Drohung gemeint. Bei der Mehrheit der Bevölkerung wird das aber vermutlich als große Hoffnung wahrgenommen.
Erst wenn Europa demokratisch wird und auf der Ebene der Menschen zusammenwächst, werden es die Deutschen akzeptieren.
Irgendwie Krass, dass die EU offenbar keine Wertegemeinschaft sondern eine Wirtschaftsgemeinschaft sein soll. Wer will ein vereintes Europa der Eliten, welches sich um möglichst freie Finanzwelten kümmert, worunter der Normale Mensch, wie nun in Griechenland, leiden muss?
Und wenn ich dann solche Ideen wie die Europa-Armee sehe, dann weiß ich, es geht nicht um Gemeinschaft es geht um Macht und um Geld. Eine Euro-Armee. Kriege, Armut und Hunger, wegen Geld. Ich kann diesem System nicht länger folgen. Wir haben mit der EU die möglichkeit ein Europa der Völker zu kreieren,s tattdessen verstehen die Völker die derzeitige EU nicht. es wird über ihre Köpfe hinweg entschieden. Die wenigsten haben den Lissabonvertrag gelesen, geschweige denn verstanden.
Ich bin ausgesprochen EU-Kritisch.
Irgendwie Krass, dass die EU offenbar keine Wertegemeinschaft sondern eine Wirtschaftsgemeinschaft sein soll. Wer will ein vereintes Europa der Eliten, welches sich um möglichst freie Finanzwelten kümmert, worunter der Normale Mensch, wie nun in Griechenland, leiden muss?
Und wenn ich dann solche Ideen wie die Europa-Armee sehe, dann weiß ich, es geht nicht um Gemeinschaft es geht um Macht und um Geld. Eine Euro-Armee. Kriege, Armut und Hunger, wegen Geld. Ich kann diesem System nicht länger folgen. Wir haben mit der EU die möglichkeit ein Europa der Völker zu kreieren,s tattdessen verstehen die Völker die derzeitige EU nicht. es wird über ihre Köpfe hinweg entschieden. Die wenigsten haben den Lissabonvertrag gelesen, geschweige denn verstanden.
Ich bin ausgesprochen EU-Kritisch.
Wofuer hat Tusk eigentlich den Karlspreis bekommen? ..etwa weil er beim von einigen Leuten unterstellten Regimwechsel durch Flugzeugabsturz brav migemacht hat so dass es jetzt in Polen keine EU-, IWF- und WHO-Kritiker mehr in der Elite gibt?
""""Scheitert der Euro, dann scheitert nicht nur das Geld, dann scheitert mehr, dann scheitert Europa, dann scheitert die Idee der europäischen Einigung."""
Ein "Reichspropagandaminister" hätte es nicht schöner sagen können.
Hat Frau Merkel eigentlich schon registriert, dass es neben den 16 "Europartnern" noch 11 EU-Partner gibt, die keine entsprechenden hochtrabenden und hehre Ziele verfolgen, also keine "europäische Einigung" anstreben, die die Existenz des Euros auf Dauer sichern könnten ? Das ist Realitätsverweigerung "par exellence", was die Dame aus der preussischen Provinz da verbreitet, oder die hohe Kunst der Volksverdummung.
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