Nordrhein-Westfalen Fünf Stunden Scheitern

Das Koalitions-Casting ist beendet, die Linken sind baff. Auch den Grünen bleibt nur die Opposition. Nun hagelt es Schuldzuweisungen.

"Es macht keinen Sinn." Hannelore Kraft seufzt. Hinter der SPD-Chefin liegt ein fünfstündiger Gesprächsmarathon in einem muffigen Tagungsraum in einem Düsseldorfer Hotel. Am Donnerstagabend um 18:35 Uhr, teilt sie den Journalisten in der Lobby mit, dass die Verhandlungen gescheitert sind. Rot-Rot-Grün wird es in NRW nicht geben . Krafts letzte Chance, Ministerpräsidentin zu werden, ist damit vertan. Die Einladung an die CDU zu Sondierungsgesprächen ist bereits verschickt. Ihren Führungsanspruch in einer möglichen Großen Koalition hält sie nicht mehr aufrecht.

Die Sondierung habe sie in ihrem Eindruck bestätigt, dass die Linke "nicht regierungsfähig" sei, begründet Kraft ihre Entscheidung. Sie habe Zweifel an deren "Demokratieverständnis" und "Verfassungsfestigkeit". Kurz: "Vertrauen" konnte nicht aufgebaut werden. "Verlässlichkeit" sei nicht zu erwarten.

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Neben Kraft steht die Fraktionschefin der Grünen, Sylvia Löhrmann, ebenfalls sichtlich geknickt. Auch ihr Traum ist gerade geplatzt. Sie wird nicht Bildungsministerin. Die Grünen, die größten Gewinner der Landtagswahl, müssen in die Opposition. Und das aus freien Stücken: Ihr Verhandlungsteam votierte ebenfalls für den sofortigen Abbruch der Sondierungsgespräche. Einstimmig, genau wie das der SPD. Ihre Partei halte es für inakzeptabel, dass die Linke sich weigere, die DDR als "Unrechtsstaat" zu bezeichnen, sagt Löhrmann. Später im Gespräch sagt sie, dass die Atmosphäre "furchtbar" gewesen sei und sie schnell gemerkt habe, dass es nicht funktioniert.

Wenige Meter hinter Kraft und Löhrmann stehen die, über die hier gerade so unvorteilhaft gesprochen wird. Die Delegationsmitglieder der Linken schauen grimmig drein. Einige haben die Arme verschränkt. Andere kommentieren die Ausführungen mit einem spöttischen Grinsen. Die Linken sind völlig perplex. Erst wenige Minuten vorher hat Kraft ihnen mitgeteilt, dass die Verhandlungen gescheitert sind. Sie hatten fest mit einer zweiten Sondierungsrunde gerechnet.

Ihr Chef Wolfgang Zimmermann weiß deshalb nicht, ob er wüten oder sich wundern soll, als er nach Kraft und Löhrmann vor die Mikrofone tritt. Die SPD habe heute die "große Chance" für einen "grundsätzlichen Politikwechsel" vertan, entscheidet er sich fürs erste. Tatsächlich wäre seine Partei bereit, die DDR als "Diktatur" anzuerkennen. Aber er hätte lieber über Inhalte gesprochen; die seien jedoch kaum thematisiert worden. Offenbar sei man zu "Schau-Verhandlungen" eingeladen worden. Die SPD habe nur einen Vorwand  gesucht, um sich in die Große Koalition abzuseilen. Ihr Wahlkampf entpuppe sich so als "leere Versprechung", sagt er. Studiengebühren abschaffen, mehr Mitbestimmung, eine Schule für alle – all das sei nur mit der Linken, nicht aber mit der CDU möglich.

Kein Zweifel, das rot-rot-grüne Tischtuch ist zerschnitten. Nach den Pressestatements stehen die 36 Politiker, die eben noch miteinander verhandelt haben, in der Hotel-Lobby und schimpfen übereinander. Es wird gehadert, nachgeäfft und mit dem Kopf geschüttelt. Die Geschehnisse in dem Hotelsaal mit dem Namen Passion werden leidenschaftlich aufgearbeitet.

Nicht das "geringste Verständnis" habe die Linke für die rot-grünen Skrupel hinsichtlich der Unrechtsstaats-Frage entgegen gebracht, heißt es aus SPD-Kreisen. Ist die Koalition wirklich an der DDR gescheitert? Nicht nur, versichern die Genossen. Die Linken hätten sich generell amateurhaft angestellt. Sie hätten nicht garantieren können, dass ihre Parteibasis der Fraktion nicht in den Rücken fällt und Entscheidungen des Koalitionsausschusses in Frage stellt. Die wussten nicht mal, "was ein Koalitionsausschuss überhaupt" sei, sagt einer. Selbst Ulrich Maurer, den die Berliner Parteispitze als Berater aus dem Karl-Liebknecht-Haus nach Düsseldorf entsandt hat, soll mehrfach die Augen verdreht haben.

Maurer bestreitet das. Er raucht vor der Lobby und fletscht dabei die Zähne. "Mutwillig" habe Rot-Grün eine Chance vertan. Die DDR-Frage sei doch ein billiger Vorwand. Die SPD habe das Einladungsschreiben an die CDU "noch während der Besprechung mit uns getippt". Auch andere Delegierte der Linken wittern eine "vorgefertigte Dramaturgie".

Eine Politikerin der Linkspartei beschwert sich, dass man sie wie "Analphabeten" behandelt habe. "Beichtstuhlhaft" seien sie reihum abgefragt worden, wie sie es mit der Demokratie halten. Klar, dass so kein gedeihliches Klima entstehe. Dabei sei man sogar auch auf inhaltlicher Ebene zu Kompromissen bereit gewesen, beteuern die Linken. Anders als ihr Vorsitzender es eben noch beklagt hatte, kam die Landespolitik nämlich im zweiten Teil der Verhandlung durchaus zur Sprache.

Aber auch hier kamen sie nicht zusammen, "in keinem Themengebiet", wie ein SPD-Mann sagt. Die Linke habe sich gegen einen möglichen Stellenabbau im Öffentlichen Dienst und andere Sparmaßnahmen gesträubt, heißt es beispielsweise. Ihr Chef bestreitet das. Zimmermann sagt, er habe nur gegen Entlassungen sein Veto eingelegt, nicht gegen einen sozialverträglichen Stellenabbau. Aber auch eine Teilprivatisierung der West-LB, die von den Grünen vorgeschlagen worden sein soll, hätte man nicht mitgemacht, sagt einer seiner Parteifreunde.

Bezeichnenderweise sei die Atmosphäre im zweiten, im inhaltlichen Teil "lockerer" gewesen, berichten die Linken. Sozialdemokraten und Grüne bestreiten das nicht. Deshalb waren die Linken auch so baff, als Kraft ihnen in ein paar dürren Sätzen mitteilte, dass das Casting nun vorbei sei.

Stattdessen freut sich die CDU nun über die Einladung der SPD. Ihre Pressesprecher schauten ebenfalls in der Lobby vorbei. Fröhlich streuten sie die Botschaft, dass die Tür zur CDU selbstredend offen sei. Die Gespräche sollen Anfang kommender Woche stattfinden. Einer Ampel-Koalition räumt niemand mehr Chancen ein. "Herr Pinkwart hat genug Pirouetten gedreht", sagt die Grünen-Chefin zu dem von ihr wenig geschätzten FDP-Minister.

Doch auch die Verhandlungen über eine Große Koalition dürften schwierig werden. Am Freitagmorgen bekräftigt der nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid im WDR nicht nur den Führungsanspruch der CDU sondern auch den von Jürgen Rüttgers. "Rüttgers ist für uns der nächste Ministerpräsident", sagt er. Dass Rüttgers im Zuge von längeren Sondierungsverhandlungen von den eigenen Parteifreunden dennoch zum Rücktritt gedrängt werden könnte, ist aber natürlich nicht völlig ausgeschlossen. Viele in der CDU dürften diese Option einer Neuwahl mit einer möglicherweise noch deutlicheren Niederlage vorziehen. Für einen großen Teil der SPD wiederum dürfte eine Koalition mit Rüttgers an der Spitze kaum hinnehmbar sein.

Kraft ließ am Donnerstagaben zunächst offen, ob sie weiterhin darauf beharrt, Ministerpräsidentin zu werden. Am Freitagmorgen fordert sie im ZDF-Morgenmagazin dann aber die CDU auf, einzusehen, dass sie es sei, die abgewählt worden sei. Im übrigen werde der Ministerpräsident vom Landtag gewählt und dort habe die SPD genauso viele Stimmen wie die CDU.

Indirekt erneuert sie auch ihr Gesprächsangebot an die FDP. "Ich bin sehr gespannt, ob die FDP sich noch einmal rührt", sagt sie. Bisher sei die Partei ihrer demokratischen Verantwortung nicht gerecht geworden.

Und wenn nicht? Spekuliert Kraft nicht letztlich doch auf Neuwahlen, wie seit dem 9. Mai immer wieder vermutet worden ist? Am Freitag gibt sie darauf nur eine lapidare Antwort. "Neuwahlen sind am Ende immer möglich", sagt sie. Das kann ein Mittel sein, die CDU unter Druck zu setzen um ihr möglichst viele Zugeständnisse abzupressen. Es kann aber auch eine reale Option sein. Die Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt also noch eine Weile spannend.

 
Leser-Kommentare
  1. Mit den Linken kann es kein Lobby-Bankster-Gemauschel gegeben, keine Umverteilung von unten nach oben etc.

    Da konnte die SPD einfach nicht zustimmen. Dann lieber mit der CDU. (Willy Brandt rotiert gerade im Grab)

    Deshalb singen wir alle gemeinsam:

    Wer hat uns verraten ? Sozialdemokraten!

    http://www.youtube.com/wa...

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    Leider ist wahr. Mir wirds immer schlechter....

    • Kelhim
    • 21.05.2010 um 8:12 Uhr

    Das sind alles gar furchtbar boshafte Menschen, die uns nur schaden wollen und immer den erzbösen Bankstern helfen wollen!

    Ganz anders als die lieben Linken! Die machen nie Fehler, das können die gar nicht! Denn es sind immer die anderen schuld.

    Natürlich kann es dies geben - man sieht's ja an der DDR und der SED, auch da waren, um eine Floskel aus Orwells "Animal Farm" zu entleihen, alle gleich aber einige eben gleicher.
    Es ist unglaubwürdig, dass die Böse SPD und die bösen Grünen den Linken so ein's reinwürgen wollen, dass Frau Kraft ihre Chance auf das Ministerpräsidentenamt stark reduziert und die Grünen freiwillig in die Opposition gehen. Keine Zeit für Linke Weltverschwörungstheorien.

    ...könnte ich heulen und Zähneklappern. Meine Stimme kriegen die Sozis nie wieder: Weder im Land noch im Bund. Sie können sich meinethalben dann künftig mit den Gelben kopulieren: Daß orange draus wird.

    Moin,
    nein, warum sollte Brandt hier gegen die Entscheidung der NRW-SPD und den NRW-Grünen stehen.
    Der "Wer hat uns verraten"-Spruch, gut dass er hier dauernd zitiert wird, war bereits im Wahlkampf der LINKEN gegen die SPD genutzt worden, plakatiert, für jedermann zu sehen. Soll das Vertrauen schaffen? Und dann hat die LINKE-Bundestagsabgeordnete und innenpolitische Sprecherin der LINKEN Ulla Jelpke kurz vor den anstehenden Verhandlungen ein Grußwort an die Jahresversammlung der ehemaligen der HVA (Stasi [!]) geschrieben, abgedruckt in der "Jungen Welt" http://www.jungewelt.de/2... vom 18.5. und mit einem Duktus, der sämtliche Verhandlung ersterben lassen muss, ich zitiere nur einmal einen Satz: "Viele von Euch wurden für ihren mutigen Einsatz für den Frieden nach dem Ende der DDR mit Gefängnis bestraft", der das Grußwort charakterisiert. Sie ist übrigens Mitglied im Innenausschuss des Bundestags und zählt zu den Einsprengseln der ehem. K-Gruppen in der West-LINKEN. Da wundert es fast schon, dass überhaupt Verhandlungen begonnen wurden.
    Mich würde einmal interessieren, wie das 12köpfige Verhandlungsteam der LINKEN zusammengesetzt war, SPD und Grüne hatten offenbar nur je 8 Leute geschickt.
    Beste Grüße
    Grabert

    Leider ist wahr. Mir wirds immer schlechter....

    • Kelhim
    • 21.05.2010 um 8:12 Uhr

    Das sind alles gar furchtbar boshafte Menschen, die uns nur schaden wollen und immer den erzbösen Bankstern helfen wollen!

    Ganz anders als die lieben Linken! Die machen nie Fehler, das können die gar nicht! Denn es sind immer die anderen schuld.

    Natürlich kann es dies geben - man sieht's ja an der DDR und der SED, auch da waren, um eine Floskel aus Orwells "Animal Farm" zu entleihen, alle gleich aber einige eben gleicher.
    Es ist unglaubwürdig, dass die Böse SPD und die bösen Grünen den Linken so ein's reinwürgen wollen, dass Frau Kraft ihre Chance auf das Ministerpräsidentenamt stark reduziert und die Grünen freiwillig in die Opposition gehen. Keine Zeit für Linke Weltverschwörungstheorien.

    ...könnte ich heulen und Zähneklappern. Meine Stimme kriegen die Sozis nie wieder: Weder im Land noch im Bund. Sie können sich meinethalben dann künftig mit den Gelben kopulieren: Daß orange draus wird.

    Moin,
    nein, warum sollte Brandt hier gegen die Entscheidung der NRW-SPD und den NRW-Grünen stehen.
    Der "Wer hat uns verraten"-Spruch, gut dass er hier dauernd zitiert wird, war bereits im Wahlkampf der LINKEN gegen die SPD genutzt worden, plakatiert, für jedermann zu sehen. Soll das Vertrauen schaffen? Und dann hat die LINKE-Bundestagsabgeordnete und innenpolitische Sprecherin der LINKEN Ulla Jelpke kurz vor den anstehenden Verhandlungen ein Grußwort an die Jahresversammlung der ehemaligen der HVA (Stasi [!]) geschrieben, abgedruckt in der "Jungen Welt" http://www.jungewelt.de/2... vom 18.5. und mit einem Duktus, der sämtliche Verhandlung ersterben lassen muss, ich zitiere nur einmal einen Satz: "Viele von Euch wurden für ihren mutigen Einsatz für den Frieden nach dem Ende der DDR mit Gefängnis bestraft", der das Grußwort charakterisiert. Sie ist übrigens Mitglied im Innenausschuss des Bundestags und zählt zu den Einsprengseln der ehem. K-Gruppen in der West-LINKEN. Da wundert es fast schon, dass überhaupt Verhandlungen begonnen wurden.
    Mich würde einmal interessieren, wie das 12köpfige Verhandlungsteam der LINKEN zusammengesetzt war, SPD und Grüne hatten offenbar nur je 8 Leute geschickt.
    Beste Grüße
    Grabert

  2. Leider ist wahr. Mir wirds immer schlechter....

  3. man kann das ganze, Ergebnis ähnlich wie in Hessen, als traurige Geshichte in der SPD abhaken und auf Intelligentere Visionäre in dieser Partei hoffen. Solche die sich nicht von übegeordnenten Hinterzimmerhändel so stark beeinflussen lassen das die Partei als Systemteil in die irrelevanz getrieben wird.
    Viel interessanter ist aber, wenn man versucht das ganze von sehr weit oben zu betrachten, sich über die möglichen Akteuere und Interessen Gedanken macht und dabei die aktuelle Parteilinie damit vergleicht. Man kommt auch heir wieder zur WTO. Ergebnis wird auch hier sein das die SPD mit den gleichen Neoliberalen Vorzeichen Politik machen wird wie der letzten Dekade. Das damit Stück für Stück auch noch die letzten Hoffungen der noch SPD Wähler mit Füsen getreten werden wird irgendwann keine Rolle mehr spielen. Ich für mich bin nach wie vor froh das Die Linke existiert. Die ultimaitve Alternative zum so starkt verfilzten Einheitsbrei der bestehenden Parteien das einem nur froh wird... Ich denke jeder, ob nun links oder rechts, hat es genau so wie ich satt jeden Tag die enormen Verfilzungen von Wirtschaftsverbänden, Unternehmern und Politikern mit anzusehen. Dies alles hat zwar schon immer existiert, aber ohne die Neoliberalen VOrzeichen die in den vergangenen 20 Jahren breite Gesellschaftsbereiche mit einer Selbstverständlichen Verachtung für Demokratie ersatzlos gekillt haben, für die Profitmaximerung einiger weniger. Eines Tages gehe ich "dagegen" sogar noch auf die Strasse...

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    Die SPD hat jahrzehntelang ihre Wähler betrogen, ihre sozialen Versprechen sind und waren so nie haltbar.
    Sozialstaat ist zwar möglich, aber nicht in der von der SPD und Linken propagierten Form!
    Der Betrug der SPD ist es dies schon lange zu wissen, im Spannungsfeld zwischen eigenen Machtansprüchen, Sozialstrukturen, die mehr den Parteiinteressen als ihrer Klientel nützen, hat sie sich völlig unglaubwürdig gemacht und zusätzlich auch noch die Demokratie beschädigt.
    Beschädigt deshalb, weil viele Menschen nicht verstehen können das nicht geht, was viele Jahre zu gehen schien.
    Nun glaubt man der Partei nicht mehr. Der Teil der Wählerschaft der das Spiel durchschaut hat, ist längst zu den Grünen, der CDU oder der FDP abgewandert. Diejenigen, die einfach nicht glauben können, dass sozialer Ausgleich so nicht funktioniert, sammeln sich bei den Linken.

    Soziale Politik ist auf Dauer nur mit einer liberal- sozialen Politik möglich, das bedeutet aber auch den Abschied vom Sozialstaat bisheriger Prägung, der auf Bevormundung und Unmündigkeit setzt und damit die Ausbeutung durch den Sozialstaat begründet hat.
    Wer wirklich eine bessere Wohlstandsverteilung will, muss sich von dieser Selbstbedienung und den einfachen und schnellen Lösungen erst einmal verabschieden. Und die Vorschläge aus dem anderen demokratischen Lager nicht rundheraus verteufeln, sondern konstruktiv die Klientelanteile der Vorschläge blossstellen, nicht das ganze Konzept.

    H.

    Die SPD hat jahrzehntelang ihre Wähler betrogen, ihre sozialen Versprechen sind und waren so nie haltbar.
    Sozialstaat ist zwar möglich, aber nicht in der von der SPD und Linken propagierten Form!
    Der Betrug der SPD ist es dies schon lange zu wissen, im Spannungsfeld zwischen eigenen Machtansprüchen, Sozialstrukturen, die mehr den Parteiinteressen als ihrer Klientel nützen, hat sie sich völlig unglaubwürdig gemacht und zusätzlich auch noch die Demokratie beschädigt.
    Beschädigt deshalb, weil viele Menschen nicht verstehen können das nicht geht, was viele Jahre zu gehen schien.
    Nun glaubt man der Partei nicht mehr. Der Teil der Wählerschaft der das Spiel durchschaut hat, ist längst zu den Grünen, der CDU oder der FDP abgewandert. Diejenigen, die einfach nicht glauben können, dass sozialer Ausgleich so nicht funktioniert, sammeln sich bei den Linken.

    Soziale Politik ist auf Dauer nur mit einer liberal- sozialen Politik möglich, das bedeutet aber auch den Abschied vom Sozialstaat bisheriger Prägung, der auf Bevormundung und Unmündigkeit setzt und damit die Ausbeutung durch den Sozialstaat begründet hat.
    Wer wirklich eine bessere Wohlstandsverteilung will, muss sich von dieser Selbstbedienung und den einfachen und schnellen Lösungen erst einmal verabschieden. Und die Vorschläge aus dem anderen demokratischen Lager nicht rundheraus verteufeln, sondern konstruktiv die Klientelanteile der Vorschläge blossstellen, nicht das ganze Konzept.

    H.

  4. Ablenkungsmanöver.
    Immer noch kann ich das Vorgehen der SPD nicht glauben!
    Ich bin sehr gespannt, welche tatsächlichen Absichten hinter dieser Vorgehensweise liegen.

    Warten wir es mal ab, da kommt noch was!

    Nicht das ich mich ärgern würde, wenn es denn stimmte, wie es sich gerade darstellt!

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    Die SPD empfiehlt sich damit für eine Grosse Koalition im Bund. (Die Sesselchen sind ja noch warm)

    Frau Krafft empfiehlt sich damit für eine massgebliche Rolle in Berlin.

    Das dürfte der Hintergrund sein.

    Ja, was denn noch ? Fr. Kraft hat nicht die Kraft, die sie haben sollte. Diue FDP reibt sich die Mövenpick-Finger, denn im Bundesrat wird wohl alles beim alten bleiben.
    Die SPD wird weiter verlieren ! Bravo, frau Kraft. Hoffentlich stellen sie nicht noch am Schluß die Frage, die auch Heide Simonis "ausgezeichnet" hat: Und wo bleibe ich?
    Meine Antwort: das ist eigentlich völlig egal.

    Die SPD empfiehlt sich damit für eine Grosse Koalition im Bund. (Die Sesselchen sind ja noch warm)

    Frau Krafft empfiehlt sich damit für eine massgebliche Rolle in Berlin.

    Das dürfte der Hintergrund sein.

    Ja, was denn noch ? Fr. Kraft hat nicht die Kraft, die sie haben sollte. Diue FDP reibt sich die Mövenpick-Finger, denn im Bundesrat wird wohl alles beim alten bleiben.
    Die SPD wird weiter verlieren ! Bravo, frau Kraft. Hoffentlich stellen sie nicht noch am Schluß die Frage, die auch Heide Simonis "ausgezeichnet" hat: Und wo bleibe ich?
    Meine Antwort: das ist eigentlich völlig egal.

    • ohopp
    • 21.05.2010 um 7:24 Uhr

    entfernt.
    Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/km

    • ohopp
    • 21.05.2010 um 7:26 Uhr

    entfernt. Bitte stellen Sie Ihre Thesen in einen Zusammenhang mit dem Thema des Artikels und beteiligen Sie sich mit sachlichen und konstruktiven Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/km

    • Buh
    • 21.05.2010 um 7:29 Uhr
    7. [...]

    Der Schlieben schreibt über das scheitern der Sondierung. Das sit als wü rde Rüttgers darüber schreiben.

    [...]

    Bitte bemühen Sie sich trotz Ihrer Kritik um einen höflicheren und sachlichen Umgangston. Danke. Die Redaktion/km

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    • Kelhim
    • 21.05.2010 um 8:06 Uhr

    Da bricht sich jetzt deine Enttäuschung Bahn, wenn alles, was dir nicht gefällt, gleich zu unreflektierten Mist wird.

    Warst du bei dem Sondierungsgespräch dabei? Kannst du beurteilen, wie amateurhaft die NRW-Linkspartei sich benommen hat?

    Zwei Verhandlungsteams, die an die Macht wollten, haben frewillig verzichtet, so grottenschlecht muss das Auftreten der NRW-Linkspartei gewesen sein.

    • Buh
    • 21.05.2010 um 14:44 Uhr

    Lieber Kelhim.
    Mein Lieber Freund. Deine Kommentare hier sind ja auch schon bekannt. Schließlich scheint jeder zweite von dir zu sein. HAst du keinen Beruf?

    Jedenfalls kenne ich deine MEinung recht gut, und sehe auch wie du mit deinen Mit-Kommentatoren umgehst. Von daher habe ich kein interesse daran mit dir zu reden. Ich finde es ok anderer Meinung zu sein, aber ich finde es nicht OK seine Mit-Kommentatoren auf persönlicher ebene anzugreifen und ständig ziemlich platt den selben kram zu weiderhohlen. Kurz: Ich hab keinen Bock auf "dich"

    • Buh
    • 21.05.2010 um 14:46 Uhr

    Verzichten Sie auf beleidigende Kommentare zu den Autoren und wenden Sie sich für Fragen, Kritiken oder Anmerkungen zur Moderation an community@zeit.de. Danke, die Redaktion / mh

    • Kelhim
    • 21.05.2010 um 8:06 Uhr

    Da bricht sich jetzt deine Enttäuschung Bahn, wenn alles, was dir nicht gefällt, gleich zu unreflektierten Mist wird.

    Warst du bei dem Sondierungsgespräch dabei? Kannst du beurteilen, wie amateurhaft die NRW-Linkspartei sich benommen hat?

    Zwei Verhandlungsteams, die an die Macht wollten, haben frewillig verzichtet, so grottenschlecht muss das Auftreten der NRW-Linkspartei gewesen sein.

    • Buh
    • 21.05.2010 um 14:44 Uhr

    Lieber Kelhim.
    Mein Lieber Freund. Deine Kommentare hier sind ja auch schon bekannt. Schließlich scheint jeder zweite von dir zu sein. HAst du keinen Beruf?

    Jedenfalls kenne ich deine MEinung recht gut, und sehe auch wie du mit deinen Mit-Kommentatoren umgehst. Von daher habe ich kein interesse daran mit dir zu reden. Ich finde es ok anderer Meinung zu sein, aber ich finde es nicht OK seine Mit-Kommentatoren auf persönlicher ebene anzugreifen und ständig ziemlich platt den selben kram zu weiderhohlen. Kurz: Ich hab keinen Bock auf "dich"

    • Buh
    • 21.05.2010 um 14:46 Uhr

    Verzichten Sie auf beleidigende Kommentare zu den Autoren und wenden Sie sich für Fragen, Kritiken oder Anmerkungen zur Moderation an community@zeit.de. Danke, die Redaktion / mh

    • Lapje
    • 21.05.2010 um 7:34 Uhr

    Wenn man bedenkt, das die Linke in NRW zum größten Teil aus Ex-SPDlern, Ex-Grünen und Gewerkschaftlern besteht, dann frage ich mich, wie man diese fragen kann, wie sie zur DDR und Stasi stehen. Da Fand ich die Antwort richtig, auch alle in diesen Parteien überprüfen zu lassen - denn nach der Wende sind ja nicht alle in die PDS eingetreten...wo sind sie geblieben? Die haben sicherlich nicht ihre politische "Karriere" aufgegeben...und so ein Pack will NRW regieren...

    Ach ja, und Herr Schlieben: Gehen Sie die Sonne putzen, aber verschonen Sie uns mit Ihrer Meinungsmache...sie funktioniert nicht...DAS sollten Sie mittlerweile doch gemerkt haben...

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