Bildungsförderung Union streitet über Sparkurs
Die Unions-Länderchefs stellen sich zunehmend gegen den Kurs der Kanzlerin. Erst werden Kürzungen in Bildung und Kinderbetreuung gefordert, nun Steuererhöhungen.
© Marius Becker/dpa

Hat mit seinem Vorstoß gegen den Kurs der Kanzlerin eine kleine Revolution ausgelöst: Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU)
Die Bürger müssen sich wegen der Euro-Krise und sinkender Steuereinnahmen auf tiefe Einschnitte einstellen – und nun wird auch noch über Steuererhöhungen diskutiert. Hessens CDU-Ministerpräsident Roland Koch legte am Wochenende im Streit über Einschnitte bei Bildung, Forschung und Kinderbetreuung trotz des Machtworts von Kanzlerin Angela Merkel nach. Aus den Unions-Ländern gab es Unterstützung und Widerspruch.
"Wir können Steuererhöhungen nur vermeiden, wenn wir die staatlichen Ausgaben entsprechend den Vorgaben der Schuldenbremse senken", sagte Koch dem Magazin Der Spiegel . "Wir leben in dramatischer Weise über unsere Verhältnisse. Die Zeit der Behutsamkeit ist vorbei."
Ein nicht namentlich genannter Ministerpräsident sagte dem Magazin: "Für mich ist völlig klar, dass wir mit Sparen allein den Haushalt nicht sanieren werden. Es wird eine Debatte über die Erhöhung der Mehrwertsteuer geben." Auch Baden-Württembergs Finanzminister Willi Stächele (CDU) schloss höhere Steuern und Abgaben in der Bild am Sonntag nicht aus.
Bayerns Regierungschef Horst Seehofer (CSU) und sein sächsischer Kollege Stanislaw Tillich (CDU) wandten sich in der Sonntagszeitung indes gegen jede Diskussion über höhere Steuern. Seehofer sagte: "Ich habe vor gut einem halben Jahr den Satz auf Seite 1 des Koalitionsvertrags unterschrieben: Steuererhöhungen zur Krisenbewältigung kommen nicht in Frage. Dieser Satz gilt." Tillich: "Wir müssen mit den Steuermitteln auskommen, die vorhanden sind."
Koch pochte im Spiegel im Streit mit Merkel auf Einschnitte bei der Bildung : "Gespart werden muss auch hier." Das Versprechen, ab 2015 rund 13 Milliarden Euro jährlich für Bildung auszugeben, müsse wegen der Wirtschaftskrise abgeschwächt werden. "So schwer es fällt, wir werden das Ziel für Bildung verschieben müssen." CDU-Chefin Merkel betonte dagegen in der Süddeutschen Zeitung mit Blick auf Koch: "Wir haben immer gesagt: Der Schwerpunkt für Deutschlands Zukunftsfähigkeit liegt bei Bildung und Forschung."
Ähnlich wie Koch äußerte sich der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) im Deutschlandfunk. Zwar rate er allen, den Rotstift beim Thema und Bildung als allerletztes einzusetzen. Er glaube aber "eher nicht", dass der Zeitplan eingehalten werden könne, die Ausgaben für Bildung und Forschung bis 2015 auf 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu steigern.
Mehrere Bundesländer planen Ausgabenkürzungen bei Schulen, Hochschulen und Kinderbetreuung. Vorreiter ist Hessen, das im nächsten Jahr 45 Millionen Euro bei den Schulen und 30 Millionen Euro bei den Hochschulen sparen will. Andere Länder signalisieren vor allem Abstriche bei der Kinderbetreuung.
Unions-Fraktionsvize Michael Kretschmer (CDU) kritisierte die Sparpläne bei der Bildung. Die Regierungschefs von Bund und Ländern hätten sich gemeinsam zur Steigerung der Bildungsausgaben bekannt, sagte er. Wenn die Länder keine Priorität bei der Bildungspolitik setzten, müsse der Bund alleine handeln.
Koch regte auch Kürzungen bei den Beschäftigungsmaßnahmen für Arbeitslose, den Steinkohlehilfen und den Subventionen für den öffentlichen Personen-Nahverkehr an. Zum Einsatz könne eine "differenzierte Rasenmäher-Methode" nach dem Vorbild der Koch- Steinbrück-Liste kommen. Koch und der damalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident und spätere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatten 2003 eine lange Liste zum Subventionsabbau erarbeitet, die teilweise umgesetzt wurde.
FDP-Generalsekretär Christian Lindner sprach sich im Hamburger Abendblatt für Einsparungen im Verteidigungsetat aus. Außerdem müssten Subventionen etwa bei der Steinkohle und familienpolitische Leistungen überprüft werden. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung , auf den Prüfstand gehörten auch Leistungen für Arbeitslose und Rentner. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, warnte davor, einen Generationenkonflikt anzuheizen.
- Datum 16.05.2010 - 15:12 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Sehr geehrte Damen und Herren
wir Bürger als ihr Souverän müssen ihnen heute mitteilen, dass wir aus gegebenem Anlass die Kosten senken müssen. Wir beauftragen Sie hiermit, den Sparwillen sofort in eigener Sache zu demonstrieren und wie folgt umzusetzen:
Reduktion von 30% auf die Löhne der Regierungsmitglieder auf Bundes- und Landesebene. 15% Reduktion auf die Zusatzleistungen und Spesen.
Reduktion von 20% auf die Gehälter der Parlamentarier und Einfrierung der Spesen und Zusatzleistungen.
Verkleinerung der Behörden und Straffung deren Budgets um 15%. Abbau der Wasserköpfe.
Reduktion der Löhne und Bezüge der Beamten um 15%.
Länderzusammenführung etc. etc. etc.
Für diese Massnahmen haben Sie sicherlich verständnis, den zum Schuldenabbau gibt es "keine Alternative". Gute Politik soll belohnt werden, gut belohnt werden, nur sind Ihre Leistungen seit Jahrzehnten ungenügend. Wie sollten wir aber in der Wirtschaft erfolgsorientierte Entlohnung durchsetzen, wenn wir Sie aussen vor lassen?
Wir bitten um Kenntnisnahme und verbleiben
mit freundlichem Gruss
Ihr Souverän
Es fehlt der rote Faden. Aber das liegt natürlich auch daran, dass dieser rote Faden auch in der Politik fehlt. Ich würde mir ja wünschen, dass Bildung und Haushaltsanierung als ein Komplex verstanden würden: Bildung ist eine Investition in die Zukunft d.h. was wir Heute dort investieren wird in Zukunft die Staatsschulden senken, da wir voraussichtlich mehr und bessere Arbeitsplätze in der BRD haben werden. Ausgerechnet bei wichtigen Zukunftsinvestitionen zu sparen ist kurzsichtig, denn damit tun wir künftigen Generationen keinen Gefallen.
Gespart wird bei Arbeitslosen mit ihren Programmen,den Rent-
nern und der Bildung!Was die Wirtschaft vor schlägt,wird
meistens auch gemacht.Gerechte Kürzungen bleiben eine Utopie
genauso wie die Schuldenbremse,sollte die Wirtschaft ein-
brechen und weniger Wachstum kommen,was leicht mit dem un-
stabilen Euro kommen kann,was dann?Die Importe verteuern sich und die Zinsen für die Schulden erhöhen sich!Durch das
Rettungspaket alleine können sich die Zinsen erhöhen,bei
einem Prozent Zinssatz mehr macht das zwanzig Milliarden Euro und wer soll die bezahlen?Was heute gerechnet wird,kann
morgen schon Makulatur sein!Sollte der Euro bei 1,15 stehen
gegenüber dem Dollar,kann Koch noch mal rechnen.
Wenn Merkel ankündigt, Verhandlungen über Einsparungen bei Familie, Bildung und Soziales ständen nicht auf der Tagesordnung, heißt das übersetzt, in den Bereichen Familie, Bildung und Soziales kürzen wir am stärksten und konsequentesten! Steuerhöhungen sind sowieso kein Tabu. Diätenerhöhungen sind natürlich kein Tabu.
Hä-hä-hä-hä-hä!! Ihr gutgläubigen Volksparteienwähler! Was hattet ihr denn erwartet?
Pünktlich nach der NRW-Wahl fällt der Regierung plötzlich auf: „Wir haben ja eine Schuldenbremse im Grundgesetz und eine Rekordverschuldung auch noch. Warum sagt man mir das erst jetzt?“ Die selben (mit viel liebe) Politiker, die bis vor kurzem noch lauthals Steuersenkungen gefordert hatten, rufen nun zum Sparen auf. Natürlich kommen Steuererhöhungen garnicht in Frage. Wieso auch? Unser extrem überfinanziertes Bildungssystem, die HartzIV-Empfänger (die mit der spätrömischen Dekadenz) und die superreichen Rentner (nicht zu verwechseln mit den armen Pensionären), da ist Sparpotential. Da wir in Deutschland sowieso zu viele Kinder haben, müssen wir es noch unattraktiver machen Kinder zu bekommen, indem wir an der Betreuung sparen. Die Auswirkungen wird man ja sowieso erst Merken, wenn Deutschland überaltert und die Wirtschaft zusammenbricht. Dann sind sowieso andere im Amt, die sich damit rumschlagen müssen.
Auch Betonköpfe sollten sich überlegen, wo die Wirtschaft sinnvoll angekurbrlt werden kann, bevor sie einen Bildungskahlschlag durchführen.
Hier ein Vorschlag:
http://hanfverband.de/the...
...warum nicht? Gleichmäßig kürzen, zuletzt aber an der Bildung. Weil sie langfristig die mit Abstand höchsten Renditen bringt.
Ja, gute Idee, Hartz-Leuten von 500 Euro 500 Euro wegnehmen, Ackermännern von 10 Millionen auch 500 Euro wegnehmen. Eben gleichmässig gekürzt. Ungefähr so gut wie eine "Kopfpauschale" bei der Gesundheit. Oh Mann, wie blöd muss man eigentlich noch sein, um auf diesen Schwachsinn immer wieder rumzureiten und hereinzufallen ?
Ja, gute Idee, Hartz-Leuten von 500 Euro 500 Euro wegnehmen, Ackermännern von 10 Millionen auch 500 Euro wegnehmen. Eben gleichmässig gekürzt. Ungefähr so gut wie eine "Kopfpauschale" bei der Gesundheit. Oh Mann, wie blöd muss man eigentlich noch sein, um auf diesen Schwachsinn immer wieder rumzureiten und hereinzufallen ?
Politik- Gesetzgebung -gekaufte und Gefälligskeitspolitik ermöglichten derartige Verschuldungen. Die Klientelspolitik schaffte es Mitarbeiter der Wirtschaft in die Ministerien einzustellen.
Nicht die Wirtschaft-nicht die Milliardäre müssen angeprangert werden.
Die Politiker die für Regierung und Regierungspolitik verantwortlich sind müssen zur Kasse gebeten werden. Jeder Firmeninhaber eines mitteleren Unternehmens trägt ´die Folgen falscher Entscheidungen -Regierungspolitiker und Parteipolitiker bitten den Bürger zur Kasse-hier wird Dummheit und Unfähigkeit beleohnt.
Walter Wasilewski
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