Sparkurs Schäuble erteilt Steuererhöhungen Absage
Der Bundesfinanzminister will die Sanierung der Staatsfinanzen ohne höhere Steuern bewältigen. Überraschend gute Haushaltsperspektiven für 2011 stützen ihn darin.
© Sören Stache/dpa

Wolfgang Schäuble (CDU) will trotz leerer Kassen die Steuern nicht erhöhen
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich gegen die jüngst von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (beide CDU) ins Spiel gebrachten Steuererhöhungen ausgesprochen. Das entspreche den Vereinbarungen in der schwarz-gelben Koalition, sagte Schäuble in der ARD. Allerdings werde es wohl einen Subventionsabbau auch bei Steuervergünstigungen geben müssen.
Auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe lehnt Steuererhöhungen strikt ab. "Wir haben uns mit der Schuldenbremse im Grundgesetz selbst zu einem strikten Sparkurs verpflichtet", sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger . "Wir sollten uns diese Einsparungen auch zutrauen und nicht überlegen, ob Einnahmeverbesserungen egal ob durch Pkw-Maut oder Steuererhöhungen der leichtere Weg sind. Wir wollen und müssen sparen. Steuererhöhungen stehen nicht auf dem Programm!"
Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung will die Bundesregierung ihre Ausgaben im kommenden Jahr deutlich stärker kürzen als bislang bekannt. Die Haushaltsperspektiven für 2011 stellten sich etwas günstiger dar als zunächst befürchtet, Einsparungen erschienen deshalb leichter verkraftbar als in den Folgejahren, hieß es zur Begründung.
Vom nächsten Jahr an greift die neu im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse. Sie schreibt vor, dass das (um Konjunktureinflüsse bereinigte Etatdefizit) bis 2016 um 60 Milliarden Euro gesenkt werden muss. Bislang war geplant, den Fehlbetrag von 2011 an Jahr für Jahr um jeweils zehn Milliarden Euro zu verringern. Nach SZ -Informationen will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun aber bereits im kommenden Jahr einen möglichst großen Konsolidierungsschritt machen.
Dies werde unter anderem deshalb möglich, weil der Finanzbedarf der Bundesagentur für Arbeit 2011 deutlich geringer ausfallen werde als bisher gedacht. Zudem seien Kürzungen bei Verkehrs- und Rüstungsprojekten möglich, hieß es unter Berufung auf Regierungskreise.
Auch die Steuereinnahmen entwickelten sich zuletzt besser als erwartet: Nach Informationen der Zeitung stiegen die Erlöse von Bund, Ländern und Gemeinden im April überraschend an. So habe allein der Bund 17,4 Milliarden Euro eingenommen, 8,5 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat. Die Länder verbuchten demnach ein Plus von 4,6 Prozent.
Das schwarz-gelbe Regierungsbündnis will Anfang Juni die Weichen für eines der größten Sparpakete in der bundesdeutschen Geschichte stellen. In einer Klausurtagung des Kabinetts am 6. und 7. Juni sollen Schwerpunkte für den Haushalt 2011 und der mittelfristigen Finanzplanung festgelegt werden.
- Datum 19.05.2010 - 08:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 8
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sieht das erstmal aus. Schade drum da ja üblicherweise ganz unten angefangen wird zu sparen. Zudem scheint es so wie wenn nebst Steuererhöhungen (nicht MWST.) und damit auch Reformen der Progression und Spitzensteursätze das Land mit der "Schuldenbremse" so richtig konsequent a la Neoliberaler Doktrin in Grund und Boden gespart wird... irgendwann fange auch ich an zu sparen und reduziere meine Ausgaben auf Miete, Ernährung und Arbeitsweg. Alles was über diese Mindestausgaben drübergeht fällt dann einfach weg. Bleibt noch übrig die Freizeit ohne spezielle Ausgaben zu bestreiten... geht auch. Radfahren, auf Parkbänken sitzen, BBQ auf der Terasse und im Grünen anstatt Essen im Resaurant, das Auto zu Tode fahren anstatt zu erneuern usw. Ja wirklich, man gibt einfach nicht mehr aus als unbedingt nötig, der Rest wird mal auf die Seite gelegt falls es noch tiefer runter geht...
desto besser. Verschulden Sie sich doch ordentlich und legen Ihr Geld in Gold, Kupfer oder Meerwasser an. Gerade letzteres scheint BP derzeit künstlich zu verknappen. Sie können zwar nicht davon ausgehen, dass diese Rohstoffe in ihrem Wert steigen, aber wenig ist immer noch mehr als gar nichts. Nämlich, wenn uns der Euro flöten geht.
Nun zum Artikel: Ich finde es ja sehr löblich, wenn man ohne zusätzliche Steuern auskommen will. Aber wenn ich in meine Ortschaft gucke, dann merke ich, dass der Spargedanke noch nicht in den Köpfen der kommunalen Gremien angekommen ist. Was da Geld zum offenen Fenster rausgeschmissen wird, Säckeweise...
Also vielleicht doch keine schlechte Idee, diesen Leuten zu erzählen, sie dürften nicht mit zusätzlichen Einnahmen rechnen. Die Steuern werden sie dann in 3-4 Jahren bestimmt trotzdem erhöhen, aber so falsch wäre das vielleicht gar nicht. Das Geld sollte eben da ankommen, wo es notwendig ist.
desto besser. Verschulden Sie sich doch ordentlich und legen Ihr Geld in Gold, Kupfer oder Meerwasser an. Gerade letzteres scheint BP derzeit künstlich zu verknappen. Sie können zwar nicht davon ausgehen, dass diese Rohstoffe in ihrem Wert steigen, aber wenig ist immer noch mehr als gar nichts. Nämlich, wenn uns der Euro flöten geht.
Nun zum Artikel: Ich finde es ja sehr löblich, wenn man ohne zusätzliche Steuern auskommen will. Aber wenn ich in meine Ortschaft gucke, dann merke ich, dass der Spargedanke noch nicht in den Köpfen der kommunalen Gremien angekommen ist. Was da Geld zum offenen Fenster rausgeschmissen wird, Säckeweise...
Also vielleicht doch keine schlechte Idee, diesen Leuten zu erzählen, sie dürften nicht mit zusätzlichen Einnahmen rechnen. Die Steuern werden sie dann in 3-4 Jahren bestimmt trotzdem erhöhen, aber so falsch wäre das vielleicht gar nicht. Das Geld sollte eben da ankommen, wo es notwendig ist.
Seine Aussage: "Wir sollten uns diese Einsparungen auch zutrauen und nicht überlegen, ob Einnahmeverbesserungen egal ob durch Pkw-Maut oder Steuererhöhungen der leichtere Weg sind. Wir wollen und müssen sparen. Steuererhöhungen stehen nicht auf dem Programm!"
klingt für mich so, als ob die CDU sowohl eine Finanztransaktionssteuer als auch Finanzaktivitätssteuer nicht mehr plant. Oder Der wichtigste Mann nach der Kanzlerin nimmt diese nicht mehr beim Wort.
als die Einführung einer neuen Steuer/Abgabe. - Aber, wir werden sehen.
als die Einführung einer neuen Steuer/Abgabe. - Aber, wir werden sehen.
desto besser. Verschulden Sie sich doch ordentlich und legen Ihr Geld in Gold, Kupfer oder Meerwasser an. Gerade letzteres scheint BP derzeit künstlich zu verknappen. Sie können zwar nicht davon ausgehen, dass diese Rohstoffe in ihrem Wert steigen, aber wenig ist immer noch mehr als gar nichts. Nämlich, wenn uns der Euro flöten geht.
Nun zum Artikel: Ich finde es ja sehr löblich, wenn man ohne zusätzliche Steuern auskommen will. Aber wenn ich in meine Ortschaft gucke, dann merke ich, dass der Spargedanke noch nicht in den Köpfen der kommunalen Gremien angekommen ist. Was da Geld zum offenen Fenster rausgeschmissen wird, Säckeweise...
Also vielleicht doch keine schlechte Idee, diesen Leuten zu erzählen, sie dürften nicht mit zusätzlichen Einnahmen rechnen. Die Steuern werden sie dann in 3-4 Jahren bestimmt trotzdem erhöhen, aber so falsch wäre das vielleicht gar nicht. Das Geld sollte eben da ankommen, wo es notwendig ist.
als die Einführung einer neuen Steuer/Abgabe. - Aber, wir werden sehen.
Zufällig habe ich Herrn Schäuble gestern im Fernsehen zugehört, und das sehr genau, als ihm die Frage nach Steuererhöhungen gestellt wurde.
Seine Aussage war nicht so eindeutig, wie hier dargestellt.
Und er hat nicht gelogen. Der Abbau von Steuervorteilen, wie es geplant ist, führt in der Konsequenz sehr wohl dazu, daß höhere Steuerlasten auf die Bürger zukommen. Und das trifft wie immer nicht unbedingt jene, die durchaus etwas mehr abgeben könnten. Offensichtlich hat er gerade deshalb die Frage nach Steuererhöhungen nicht mit einem klaren NEIN beantwortet. ( Das lief übrigens nicht bei einem der Sender, die gern etwas übertreiben.)
Wenn jemand ehrlich einen Sparkurs will, dann ist er/sie nur glaubwürdig, wenn er/sie bei sich selbst mit dem Sparen anfängt.
Also 1. Weg mit der überhöhten Politiker-Altersversorgung
2. Runter mit den Diäten (auch Löhne sind gesunken)
3. Weniger Bundesländer = Weniger teure Politik
4. Verkleinerung des Bundestages
5. Weniger Beamte = Weniger Bürokratie
Auch der Verdacht, dass die Politik käuflich ist muss weg.
Also 1. Verbot von Firmenspenden
2. Verbot der Unterstütung durch Lobbyisten
(Wieso können sich Bänker die eigenen
Gesetze schreiben ?)
Wie wird man Glaubwürdig ?
1. Einführung einer Volksabstimmung auch im Bund
Dann müssen gesetzliche Vorhaben endlich erklärt
werden. Das Geschwätz von Alternativlos ist
unerträglich.
2. Siehe oben
Die Ursache unserer Probleme sehe ich in der Umverteilung von Unten nach Oben. Wie kann man neue Millionäre feiern, wenn man doch weiß, dass oft für einen neuen Millionär tausend Arbeitslose entstehen. Der Millionär zahlt keine Steuern und die Arbeitslosen können nicht mehr. Die wenigsten Millionäre kommen ehrlich an ihr Vermögen.
Ich halte bei Gott nichts von Komunismus. Aber bei Gott es ist doch der größte Irrsinn wenn Kohl die Mittel für Sozialen Wohnungsbau einspart, Milliardenwerte verschachert und anschließend noch mehr Geld für Wohngeldzuschuß bezahlt.
Ist es bei RWE, Vattenfall usw. anders ?
Bei Politikerpensionen und Diäten folge ich durchaus.
Eine Verringerung der Zahl der Bundesländer wäre m.E. nicht unbedingt mit Einsparungen verbunden. Die Verwaltungen würden mit Sicherheit nicht wesentlich verkleinert. Beamte sind im Übrigen unkündbar.
Bürokratie ist nicht vordergründig von Beamten verursacht. Sie sind verdammt, die bürokratischen Vorschriften umzusetzen. Gesetze sind die Wurzel des Übels und meiner Erfahrung nach werden sie buchstabengetreu umgesetzt. Dabei merkt man dann, welcher Unfug da manchmal in Paragraphen gefasst wurde. Über die Beamten herfallen, heißt, den Sack prügeln, obwohl man den Esel meint.
Selbst Beamtenbestechung folgt eigenen Regeln, ist aber der einzige Weg, Bürokratie zu umgehen. Funktioniert auch mit Angestellten und wie die FDP lehrt, mit Parteien.
Die weiteren Punkte fallen für mich unter die Rubrik fromme Wünsche. Glaubwürdgkeit und Politik schließen einander nach meinem Dafürhalten aus. Volksabstimmungen wird es nicht geben. Denen da oben genügt es, wenn das Volk seine Stimme einmal abgibt. Das reicht für Jahre.
Bei Politikerpensionen und Diäten folge ich durchaus.
Eine Verringerung der Zahl der Bundesländer wäre m.E. nicht unbedingt mit Einsparungen verbunden. Die Verwaltungen würden mit Sicherheit nicht wesentlich verkleinert. Beamte sind im Übrigen unkündbar.
Bürokratie ist nicht vordergründig von Beamten verursacht. Sie sind verdammt, die bürokratischen Vorschriften umzusetzen. Gesetze sind die Wurzel des Übels und meiner Erfahrung nach werden sie buchstabengetreu umgesetzt. Dabei merkt man dann, welcher Unfug da manchmal in Paragraphen gefasst wurde. Über die Beamten herfallen, heißt, den Sack prügeln, obwohl man den Esel meint.
Selbst Beamtenbestechung folgt eigenen Regeln, ist aber der einzige Weg, Bürokratie zu umgehen. Funktioniert auch mit Angestellten und wie die FDP lehrt, mit Parteien.
Die weiteren Punkte fallen für mich unter die Rubrik fromme Wünsche. Glaubwürdgkeit und Politik schließen einander nach meinem Dafürhalten aus. Volksabstimmungen wird es nicht geben. Denen da oben genügt es, wenn das Volk seine Stimme einmal abgibt. Das reicht für Jahre.
Bei Politikerpensionen und Diäten folge ich durchaus.
Eine Verringerung der Zahl der Bundesländer wäre m.E. nicht unbedingt mit Einsparungen verbunden. Die Verwaltungen würden mit Sicherheit nicht wesentlich verkleinert. Beamte sind im Übrigen unkündbar.
Bürokratie ist nicht vordergründig von Beamten verursacht. Sie sind verdammt, die bürokratischen Vorschriften umzusetzen. Gesetze sind die Wurzel des Übels und meiner Erfahrung nach werden sie buchstabengetreu umgesetzt. Dabei merkt man dann, welcher Unfug da manchmal in Paragraphen gefasst wurde. Über die Beamten herfallen, heißt, den Sack prügeln, obwohl man den Esel meint.
Selbst Beamtenbestechung folgt eigenen Regeln, ist aber der einzige Weg, Bürokratie zu umgehen. Funktioniert auch mit Angestellten und wie die FDP lehrt, mit Parteien.
Die weiteren Punkte fallen für mich unter die Rubrik fromme Wünsche. Glaubwürdgkeit und Politik schließen einander nach meinem Dafürhalten aus. Volksabstimmungen wird es nicht geben. Denen da oben genügt es, wenn das Volk seine Stimme einmal abgibt. Das reicht für Jahre.
Es gibt ein schönes Beispiel aus der Geschichte: Als Friedrich Wilhelm I. die Herrschaft über das Königreich Preußen von seinem verschwenderischen Vater Friedrich I. übernahm, der das ohnehin schon arme Brandenburg-Preußen mit seinem Hof à la Louis XIV. völlig ruiniert hatte, machte er folgendes: Er entließ die Hälfte aller Staatsbediensteten und setzte die verbliebene Hälfte auf halben Sold - bei fortan zu erbringender doppelter Leistung, versteht sich. Absolutistisch, ja; undemokratisch - natürlich. Aber ungemein effektiv. Bei seinem Tod hinterließ er einen geordneten Staatsapparat und einen für damalige Verhältnisse gigantischen Staatsschatz (in realen Goldtalern, versteht sich, nicht wie heute in -noch dazu lediglich auf dem Papier existierende- Inflationspappe). Übrigens fällt mir da noch ein, dass dessen Sohn Friedrich II. ein höchst gerechtes Steuersystem erlassen hatte. Da haben die Leistungsfähigen proportianal zu ihrem Vermögen Steuerlasten zu tragen gehabt - nicht wie heute umgekehrt proportional dazu. Steuerschlupflöcher gab es keine, höchstens illegale. Es ist zumindest von Friedrich Wilhelm I. bekannt, dass er mit Zahlungsunwilligen oder über Gebühr säumigen Zahlern ungeachtet des Standes niemals zimperlich verfahren ist. Die damals gängigen Strafen -vom Pranger bis zum Galgen- wurden konsequent angewandt und vollstreckt. Das ist natürlich alles romantische Träumerei und nostalgische Wehmut - aber ein wenig ins Schwärmen gerate ich dabei schon:-)
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