Netzpolitik De Maizière testet seine Internetpolitik
Der Innenminister bereitet eine Grundsatzrede zu Netzneutralität, Datenschutz und Regulierung vor. In Hannover probte er schon einmal, wie seine Thesen ankommen.
Das Messegelände von Hannover ist ziemlich leer. Ein paar Studenten schlurfen über die Expo-Plaza zu ihrer Fachhochschule. Am Seiteneingang des Deutschen Pavillons, der noch an die Weltausstellung vor zehn Jahren erinnert, parkt der schwarze Dienstwagen des Bundesinnenministers. Thomas de Maizière trifft sich mit den Spitzen der deutschen IT-Industrie – die sind nicht zahlreich. Der Saal im Deutschen Pavillon füllt sich allenfalls zur Hälfte.
Für de Maizière ist dieser Tag, der Donnerstag der vergangenen Woche, eine Generalprobe. Für zwei Wochen später, den 22. Juni, hat er eine Grundsatzrede zu Internetfragen angekündigt. Dort will er darlegen, welche Rolle er dem Staat zumisst, welche Gesetze von ihm in dieser Legislaturperiode zu erwarten sind und was er nicht anfassen wird. Es wird so etwas wie eine persönliche Regierungserklärung – und ein Arbeitsprogramm.
Nach einigen einleitenden Worten setzt sich de Maizière in einen von sechs roten Sesseln vor einen tiefroten Vorhang aus Samt. Der Rest des Saales ist schwarz, der Minister hebt sich davor in seinem hellbraunen Sommeranzug gut ab. Die Probe beginnt.
De Maizière eröffnet mit einem Scheingegensatz. Er erinnert an ein aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Seither darf der Staat nicht mehr verlangen, dass private Telekom- und Internet-Unternehmen die Verbindungsdaten ihrer Kunden sechs Monate lang speichern. Die gleichen Leute, die dieses Urteil gefeiert hätten, sagt er, würden nun "den Staat beim Datenschutz auffordern, strenger zu regulieren". Für de Maizière ist das an diesem Vormittag ein Gegensatz. Auf diese Weise versucht er sich der Forderungen zu entledigen, das Bundesdatenschutzgesetz zu überarbeiten, und er lässt im weiteren Verlauf der Diskussion erkennen, wie sein politisches Programm aussieht.
Jenseits des Datenschutzes gebe es einige wirklich wichtige Themen. Er streckt den ersten Finger seiner rechten Hand aus. " Netzneutralität ", sagt er dann. Alle sollen die gleichen Chancen beim "Zugang zum Internet" haben. Alle, auch auf dem platten Land, sollen einen schnellen Internetzugang bekommen. Und kein Unternehmen soll bei seinen Kunden unterscheiden dürfen, wessen Daten es schnell und welche es langsam durchs Netz befördere. In beiden Fällen ist Netzneutralität mit "gleichen Chancen für alle" zu übersetzen.
Der zweite Finger reckt sich. " Datensicherheit ist das nächste. Es ist wichtiger als Datenschutz", sagt de Maizière. Ihn treibt die Frage um: "Kann ich mich darauf verlassen, dass derjenige, der mir eine E-Mail schickt, auch derjenige ist, der er vorgibt zu sein." Oft verschaffen sich Computerkriminelle den Zugang zu fremden Computern, in dem sie so tun, als seien sie ein Bekannter. Sie täuschen den Empfänger. Mit so einer E-Mail verschicken sie auch ein sogenanntes Schadprogramm, das den Kriminellen später erlaubt, den Computer des Opfers auszuspähen und zu kontrollieren.
- Datum 16.06.2010 - 13:02 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das soll staatsfrei bleiben. Der Staatsbeitrag von DARPA ist
sehr gering und gleichwohl kann man darüber diskutieren. De Maizière : Mehr Markt ("Man müsse für "Wettbewerb" sorgen"(Götz Hamann)).
Eines vorweg: warum beschäftigt sich eigentlich der Innenminister mit dem weltumspannenden Internet?
Ich hoffe doch, das ist nicht das Erbe von Schäuble und dessen Vorgänger, die beide das Netz als Gegner ausgemacht hatten, gegen den sie glaubten, agieren zu müssen.
Zu dem Artikel gibt es eines anzumerken: Netzneutralität bedeutet nicht nur Chancengleichheit. Das ist zwar ein guter philosophischer Aspekt, der das ganze anschaulich darstellen lässt.
Aber Netzneutralität ist auch ein Abfallprodukt. Und das ist durchaus positiv gemeint, da es sich um ein Abfallprodukt des Postgeheimnisses handelt. Genauso wie es der Post nicht erlaubt ist und nicht erlaubt sein darf, die Briefe zu öffnen und deren Inhalt zu überprüfen, so darf auch der Provider und sämtliche Knotenpunkte des Netzes die Datenpakete nicht öffnen und nachschauen, was sich darin befindet.
Da sich die Datenpakete von außen, insbesondere wenn es sich um verschlüsselte Verbindungen handelt, nicht klassifizieren lassen, müssen alle diese Datenpakete gleichberechtigt weitergeleitet werden. Das ist eben die Netzneutralität.
Wenn man die Netzneutralität aufgibt, ermöglicht man es, dass wirklich jedes einzelne Datenpaket untersucht wird (Depp Paket Inspection), im Analogbild also, dass die Post jeden Brief öffnet und katalogisiert.
Die Vorteile der Netzneutralität sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich, allerdings so ungemein wichtig für das Internet.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die aktuelle Regierung in ihrem jetzigen Zustand bei einem solch komplexen Thema eine gute Regelung hinbekommt. Beide Personen wackeln inhaltlich jetzt schon zu sehr.
Seither darf der Staat nicht mehr verlangen, dass private Telekom- und Internet-Unternehmen die Verbindungsdaten ihrer Kunden sechs Monate lang speichern. Die gleichen Leute, die dieses Urteil gefeiert hätten, sagt er, würden nun "den Staat beim Datenschutz auffordern, strenger zu regulieren".
Wo ist da der Widerspruch? Provider dürfen meine Daten nicht speichern. Und ich will mehr Kontrolle was Firmen über mich speichern,also strengeren Datenschutz. Das ist nicht widersprüchlich, das ist die selbe Forderung. Nämlich die Forderung das die Daten die ich erzeuge niemanden etwas angehen!
Netzneutralität meint, dass Vodafone mir nicht verbeiten darf, dass ich Skype bei denen benutze. Weil die das Fernmeldegeheimnis verletzten und in meine IP-Pakete reinschchnüffeln.
De Misere hat nachhaltig bewiesen, dass er ekien Ahnung hat und nichts machen will. Rechtswidrig hat er das BKA angewiesen, das Zugangserschwerungsgesetz nicht anzuwenden. Die Juistizmiisterin erzählt wirres Zeug, dass die ISP für den Staat schnüffeln sollen und Warnhinweise geben sollen, wenn man rechtswirdig was downloaded. Wirr: sie sollen den Content aller Internetzugriffe überwachen aber nicht reinsehen.
Diese Regierung wird keinen Fortschritt bringen. Das sind Internetausdrucker und Internethasser. Die galuben,d as Internet wäre ein rechtsfreier Raum, in dem Politiker gegen di eBürger regulieren könnten, was sie wollen. Die haben ihre Lektion mit der 140.000 Menschen Petition noch nicht ansatzweise kapiert.
Die werden nichts gebacken bekommen. Ausser vielleicht, alleinerziehenden Müttern 300 Euro/m wegzunehmen, um sie dem Hotelier Mövenpick zu schenken. Sozial ausgewogen wie Merkel die bruatle Umverteilung von unten nach oben zynisch nennt.
für die Menschen Stämme und Gemeinschaften zu bilden. Sich auszutauschen und an unzensierte Informationen zu kommen! Wen wundert es da, dass sich die Regierenden ( und wenn sie sich noch so demokratisch geben) angst und bange wird. Es könnten ja Meinungen und Gemeinschaften gebildet werden! Und das Schlimmste, ohne das diese auch noch beeinflußt werden kann!
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