Bundespräsidentenwahl Lafontaine wirft Gauck DDR-Privilegien vor
Ex-Linke-Parteichef Lafontaine hat Vorwürfe gegen Joachim Gauck erhoben. Der Präsidentschaftskandidat soll in der DDR eine Vorzugsbehandlung der Stasi genossen haben.
Die Linkspartei hat Joachim Gauck von Anfang an nicht unterstützt. Kritiker sagen, sie habe damit eine Chance verstreichen lassen, einen Teil ihrer Vergangenheit zu bewältigen. Oskar Lafontaine, bis vor Kurzem Vorsitzender von Partei und Bundestagsfraktion, wirft dem früheren Pfarrer nun Nähe zum DDR-Regime vor.
Die Ostdeutschen wüssten, "dass der protestantische Pfarrer Gauck durchaus zu jenen gehört hat, die von der Staatssicherheit auch Privilegien erhalten haben", sagte Lafontaine stern.de . Gaucks Kinder etwa hätten nach einer Ausreise aus der DDR ihre Eltern wieder besuchen dürfen. Für Lafontaine ist klar: "Die Ostdeutschen wissen aber, dass dies ein bemerkenswertes Privileg der Familie Gauck war, dessen Genuss dem Normalbürger der DDR verwehrt war."
Lafontaine wiederholt damit die Vorwürfe, die vor mehr als zehn Jahren Peter-Michael Diestel, der letzte Innenminister der DDR, erhoben hatte. Diestel hatte damals behauptet, Gauck sei ein "Begünstigter" der Stasi gewesen. Gauck, der damals einen Rechtsstreit gegen Diestel, ein vehementer Kritiker der Stasi-Unterlagenbehörde, anstrengte, wies die Vorwürfe seinerzeit zurück: Man könne ihn wohl kaum einen "Begünstigten" der Stasi nennen, bloß weil seine Kinder Ende der achtziger Jahre hätten ausreisen dürfen – er sei immer gegen ihre Ausreise gewesen. "Die Anträge auf Ausreise (seiner Söhne; Anm. der Red.) seien ein Schock gewesen. Es sei ihm schwer gefallen, die Wünsche seiner Kinder zu akzeptieren und zu unterstützen", heißt es dazu auf der Internet-Seite seines Verlages . Diestels Behauptungen, so Gauck damals während des Rechtsstreits, stützten sich auf Äußerungen früherer Stasi-Offiziere und Spitzel.
Lafontaine sagte im stern.de -Interview weiter, er wolle sich als Westdeutscher kein abschließendes Urteil über Gauck gestatten. "Im Osten sind allerdings die Stimmen nicht zu überhören, die darauf hinweisen, dass auch Gauck sich wie andere evangelische Pfarrer mit dem DDR-System arrangiert hatte." Diese Privilegierung habe zum System gehört, wie sich in vielen Fällen belegen lasse. "Davon hat auch Angela Merkel in ihrer Jugend profitiert, deren Vater ebenfalls Geistlicher in der DDR gewesen ist", sagte Lafontaine.
Allerdings war es nicht unüblich, dass ehemalige DDR-Bürger, die legal nach Westdeutschland ausgereist waren, ihre Angehörigen später wieder besuchen durften. Insofern kann dies nicht als privilegierte Behandlung verstanden werden. Nur Menschen, die die DDR illegal verließen, beispielsweise über Ungarn, hatten keine Chance, ihre Verwandten in der alten Heimat zu besuchen. Das war aber bei Gaucks Söhnen nicht der Fall. Sie waren offiziell ausgereist und hatten ihre Familie später anlässlich einer Goldenen Hochzeit in der DDR besucht.
Die vor Jahren von Gauck geführte Bundesbehörde zur Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen sei zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte ungeeignet gewesen, sagte Lafontaine. Diese Einschätzung verbinde ihn mit Teilen der SPD.
Die Linkspartei hat die Publizistin Luc Jochimsen nominiert – die nun am 30. Juni chancenlos gegen den niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff und Mitbewerber Gauck antritt.
Gauck äußerte sich seinerseits wiederum kritisch zur Linkspartei. Ihr fehle die "programmatische Verlässlichkeit", sagte er Spiegel Online . Eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene könne er sich daher "überhaupt nicht vorstellen". Allerdings hege er für Teile der Linken durchaus Sympathie, sagte Gauck. Gerade bei den Jungen gebe es viele, "die nicht vom alten Kommunismus träumen, sondern eine gerechtere Gesellschaft wollen".
Trotz der Differenzen hat die Linkspartei neben dem schwarz-gelben Präsidentschaftskandidaten Christian Wulff auch Gauck zum Kennenlernen. Beide sollten ihre Positionen am 29. Juni vorstellen. Für den Fall eines dritten Wahlgangs hatten einige Vertreter der Linken dafür plädiert , trotz der Vorbehalte für Gauck zu stimmen, um einen Bundespräsidenten Wulff zu verhindern.
Bereits am 22. Juni will sich Gauck auf einer Veranstaltung in Berlin-Mitte der Öffentlichkeit vorstellen. Ausführliche Aussagen zu den aktuellen Politikthemen werde es dabei aber nicht geben, sagte der 70-Jährige in Berlin. "Ich mache ja keinen Wahlkampf." Er wolle weiterhin vor allem das Freiheitsthema in den Mittelpunkt stellen und dabei unter anderem konkretisieren, was dies in Zeiten knapper Kassen bedeute, sagte Gauck.
- Datum 15.06.2010 - 19:48 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 84
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Warum schießen sich Politiker in letzter Zeit immer selbst so freudig ins Knie?
Eine DDR-Debatte anzustoßen ist doch für die Nachfolgepartei der PDS (als teilweise Nachfolgepartei der SED) nun wirklich ungeschickt.
Außerdem würde ein Präsident Gauck die Koalition weiter schwächen und Neuwahlen, von denen die Linken sicher profitieren würden, würden wahrscheinlicher.
Westerwelle, Rüttgers, Sarrazin, Köhler, Lafontaine - mir ist ja bewußt, daß Macht zu korrumpieren vermag, aber so zu verdummen, daß man Dinge sagt, die einem offensichtlich schaden?
Wer kann´s mir erklären?
Ihnen das begreifbar zu machen: Die Linke hat die DDR-Debatte für sich längst abgeschlossen und sie aus bekannten und benannten Gründen als Fehlversuch bezeichnet, eine demokratisch-sozialistische Gesellschaft zu errichten. Dass ihre Gegner immer wieder versuchen, die heutige Linke als "Nachfolger", "Ableger" oder "direkte Interessenvertreter" des mit dem Stalinismus gleichgesetzten Kommunismus zu diskreditieren, wird zum Glück immer unwirksamer. Für diese Gruppe steht leider auch Herr Gauck, und so hat die Linke also zurecht in ihm keinen BP-Kandidaten gesehen, dem sie zustimmen kann. Dass Gauck im Osten des Landes deshalb viel differenzierter gesehen wird, als es die Umfragewerte deutlich machen, ist deshalb richtig. Lafontaines Äußerungen spiegeln einen Teil der Vorbehalte wieder und als Rostocker sind mir diese auch z.T. bekannt. Ob es klug ist, dass diese Argumentation vom "Wessi" O.L. ins Feld geführt wird, ist natürlich bedenkenswert. Als Schuss ins eigene Knie, noch dazu in der Folge der von Ihnen genannten Personen, würde ich es aber nicht bezeichnen, dazu ist das Format von O.L. doch weitaus höher als das der Vorgenannten einzuschätzen.
größeren Schlag, denn unter dt. Spitzenpolitikern gibt es noch lohnendere Ziele, die sich bisher immer als Verfolgte des SED-Regimes verkauft haben, obwohl sie ein integraler Bestandteil es Systems waren und alle Vergünstigungen von Wehrdienstbefreiung, Auslandsstudium und Reisen ins westliche Ausland bekommen haben und die Gunst der Stunde genutzt haben, um sich im neuen System gleich wieder festzusetzen. Ihre Akten wurden bisher schön unter Verschluss zu halten und jegliche Veröffentlichungen haben sie Kraft ihrer politischen Macht zu verhindern gewusst.
Sollte Lafo die Bombe in der Hand halten und damit zündeln, wird es noch spaßig werden.
Ihnen das begreifbar zu machen: Die Linke hat die DDR-Debatte für sich längst abgeschlossen und sie aus bekannten und benannten Gründen als Fehlversuch bezeichnet, eine demokratisch-sozialistische Gesellschaft zu errichten. Dass ihre Gegner immer wieder versuchen, die heutige Linke als "Nachfolger", "Ableger" oder "direkte Interessenvertreter" des mit dem Stalinismus gleichgesetzten Kommunismus zu diskreditieren, wird zum Glück immer unwirksamer. Für diese Gruppe steht leider auch Herr Gauck, und so hat die Linke also zurecht in ihm keinen BP-Kandidaten gesehen, dem sie zustimmen kann. Dass Gauck im Osten des Landes deshalb viel differenzierter gesehen wird, als es die Umfragewerte deutlich machen, ist deshalb richtig. Lafontaines Äußerungen spiegeln einen Teil der Vorbehalte wieder und als Rostocker sind mir diese auch z.T. bekannt. Ob es klug ist, dass diese Argumentation vom "Wessi" O.L. ins Feld geführt wird, ist natürlich bedenkenswert. Als Schuss ins eigene Knie, noch dazu in der Folge der von Ihnen genannten Personen, würde ich es aber nicht bezeichnen, dazu ist das Format von O.L. doch weitaus höher als das der Vorgenannten einzuschätzen.
größeren Schlag, denn unter dt. Spitzenpolitikern gibt es noch lohnendere Ziele, die sich bisher immer als Verfolgte des SED-Regimes verkauft haben, obwohl sie ein integraler Bestandteil es Systems waren und alle Vergünstigungen von Wehrdienstbefreiung, Auslandsstudium und Reisen ins westliche Ausland bekommen haben und die Gunst der Stunde genutzt haben, um sich im neuen System gleich wieder festzusetzen. Ihre Akten wurden bisher schön unter Verschluss zu halten und jegliche Veröffentlichungen haben sie Kraft ihrer politischen Macht zu verhindern gewusst.
Sollte Lafo die Bombe in der Hand halten und damit zündeln, wird es noch spaßig werden.
Es ist kaum vorstellbar, dass sich unter einem Präsident Gauck eine rot-rot-grüne Bundesregierung bilden könnte. Es wäre ja geradezu absurd, wenn Stasi-Jäger Gauck ehemaligen(?) IM´s der Linkspartei die Ernnenungsurkunden überreichen würde. So wird man noch sehen ob sich die SPD mit Gauck ihrer Handlungsfähigkeit selbst beraubt hat.
"Als Westdeutscher wollte sich Lafontaine in dem Interview kein abschließendes Urteil darüber gestatten".
Für "wollte" wäre das Wort "kann" richtig gewesen. Er weiss weder wie das Leben in der DDR war, noch wie Joachim Gauck gelebt hat.
Herr Lafontaine, kehren Sie vor ihrer eigenen Tür und in ihrer Partei. Da ist genug zu tun.
Ach und alel Sotdetuschen kennen natürlich Gauck persönlich und wissen alles über Ihn? Das sit doch schmarn. Man muss nicht im selben Staat gelebt haben um sich Wuissen über etwas anzueignen.
Das Lafontaine nichts über das lebensgefühl der ehemaligen Ostdeutschen sagen kann, ist hingegen richtig, und das würde er sich auch nicht erlauben. Aber als liberale Menschen dürfen wir alle Kritik üben, und werden auch ghört wenn die Gründe vernünftig sind. Da ist es doch reichtlich engstirnig dem Lafontaine den Mund verbieten zu wollen, bloß weil er kein Busenfreund Gaucks war.
aber Lafo hat Recht.Und ich bin ein Ossi und Gauck hat viel Mist am Stecken.Also halten Sie sich bitte zurück.Dan
Ach und alel Sotdetuschen kennen natürlich Gauck persönlich und wissen alles über Ihn? Das sit doch schmarn. Man muss nicht im selben Staat gelebt haben um sich Wuissen über etwas anzueignen.
Das Lafontaine nichts über das lebensgefühl der ehemaligen Ostdeutschen sagen kann, ist hingegen richtig, und das würde er sich auch nicht erlauben. Aber als liberale Menschen dürfen wir alle Kritik üben, und werden auch ghört wenn die Gründe vernünftig sind. Da ist es doch reichtlich engstirnig dem Lafontaine den Mund verbieten zu wollen, bloß weil er kein Busenfreund Gaucks war.
aber Lafo hat Recht.Und ich bin ein Ossi und Gauck hat viel Mist am Stecken.Also halten Sie sich bitte zurück.Dan
"Gaucks Kinder etwa hätten nach einer Ausreise aus der DDR ihre Eltern wieder besuchen dürfen. Für Lafontaine ist klar: "Die Ostdeutschen wissen aber, dass dies ein bemerkenswertes Privileg der Familie Gauck war, dessen Genuss dem Normalbürger der DDR verwehrt war."
Lafontaine zeigt eine bemerkenswerte Unkenntnis der deutsch-deutschen Geschichte. Zu besonderen Jahrestagen wurden aus humanitären Gründen Amnestien ausgesprochen, Häftlinge freigelassen, Ausreisende oder Flüchtlinge konnten danach ihre Eltern in der DDR wieder besuchen.
Ich erinnere mich noch deutlich, auf dem Flughafen in Wien, vor vielen Jahren, ich war ganz hinten in der Schlange der Wartenden, das Boarding hatte gerade begonnen, da drängelte sich ein kurzer, stämmiger Herr mit zwei Muskelmännern und einer weiblichen Begleitung an uns allen vorbei, wurde bevorzugt ins Flugzeug geleitet, saß dann in der ersten Klasse ( wo sonst? ) und wir Pöbel durften dann an ihm vorbeidefilieren.
Kurz darauf war ein Parteitag und Herr L. drängelte sich von hinten an Herrn Scharping vorbei auf den Parteivor"sitz". Nun ja, das kam mir irgendwie bekannt vor ....
Dass hochrangige Politiker gewissen Schutz benütigen und damit sonderbehandlungen bedürfen sit doch kein geheimnis und total richtig! Besonders wenn man bedenkt, dass lafontaine opfer eines Attentats wurde, und er sicherlich nicht der einzige Politiker ist dem sowas passiert. Das ihm vorzuwerfen ist doch Käse. Zudem will er damit nicht kritik an dem privileg der Familie Gauck üben, sondern Kritik an der scheinheiligkeit Gaucks. Wie ich finde zurecht.
wollen Sie nun mit diesem ach so reflektierenden Schwank aussagen?
Das Westpolitker sich vordrängeln? Abegeordnete seit Jahrzehnten eine Vorzugsbehandlung erhalten?
*blubb*
Dass hochrangige Politiker gewissen Schutz benütigen und damit sonderbehandlungen bedürfen sit doch kein geheimnis und total richtig! Besonders wenn man bedenkt, dass lafontaine opfer eines Attentats wurde, und er sicherlich nicht der einzige Politiker ist dem sowas passiert. Das ihm vorzuwerfen ist doch Käse. Zudem will er damit nicht kritik an dem privileg der Familie Gauck üben, sondern Kritik an der scheinheiligkeit Gaucks. Wie ich finde zurecht.
wollen Sie nun mit diesem ach so reflektierenden Schwank aussagen?
Das Westpolitker sich vordrängeln? Abegeordnete seit Jahrzehnten eine Vorzugsbehandlung erhalten?
*blubb*
posaunt ausgerechnet Lafontaine solche Sätze in die Botanik.
Schlagzeile für den 1. April.
Sowas ist traurig, im nächsten Leben würde ich gerne in einem Land geboren werden, (sofern es jenes gibt) welches Zeit meines Lebens sich nicht an (verbalen) persönlichen Angriffen ergözen, sondern sich (effektiv) an die Lösung von Aufgaben heranwagen.
Demokratie is ne gute Sache, nur habe ich allzuoft das Gefühl, in Deutschland geht da noch vieles besser. Sowohl die menschliche Seite unserer Politiker betreffend, als auch ihr politisches Engagement.
Ihnen das begreifbar zu machen: Die Linke hat die DDR-Debatte für sich längst abgeschlossen und sie aus bekannten und benannten Gründen als Fehlversuch bezeichnet, eine demokratisch-sozialistische Gesellschaft zu errichten. Dass ihre Gegner immer wieder versuchen, die heutige Linke als "Nachfolger", "Ableger" oder "direkte Interessenvertreter" des mit dem Stalinismus gleichgesetzten Kommunismus zu diskreditieren, wird zum Glück immer unwirksamer. Für diese Gruppe steht leider auch Herr Gauck, und so hat die Linke also zurecht in ihm keinen BP-Kandidaten gesehen, dem sie zustimmen kann. Dass Gauck im Osten des Landes deshalb viel differenzierter gesehen wird, als es die Umfragewerte deutlich machen, ist deshalb richtig. Lafontaines Äußerungen spiegeln einen Teil der Vorbehalte wieder und als Rostocker sind mir diese auch z.T. bekannt. Ob es klug ist, dass diese Argumentation vom "Wessi" O.L. ins Feld geführt wird, ist natürlich bedenkenswert. Als Schuss ins eigene Knie, noch dazu in der Folge der von Ihnen genannten Personen, würde ich es aber nicht bezeichnen, dazu ist das Format von O.L. doch weitaus höher als das der Vorgenannten einzuschätzen.
ein gutes Argument. Mich hatte es nur gewundert - als ehemaliger im "Westen" und heute im "Osten" Lebender -, daß die Linke nicht die Möglichkeit nutzt und durch eine Unterstützung Gaucks die immergleichen Vorwürfe in Bezug auf DDR-Nostalgie und -verharmlosung ein weiteres mal zu entkräften.
Denn im Osten wählt kaum noch einer die Linke (nur) wegen der DDR-Vergangenheit, im Westen dagegen wählen viele sie deswegen nicht.
Bei der "Linken" ist die Diskussion also abgeschlossen. Das mag man so hinnehmen und als ausreichend ansehen. - Dann muss aber auch offen gesagt werden, in welchem Stadium die Diskussion beendet worden ist: Im niedersächsischen Landtag waren aus dieser Partei Äußerungen zu hören, wie: Der Mauerbau sei notwendig gewesen, um die DDR gegen den West-Imperialismus zu schützen. Und: Fidel Castro habe recht daran getan, regimekritische Journalisten einzubuchten, um das dortige Regime zu schützen. Weiterhin ist (ob aus Niedersachsen, weiß ich nicht mehr) bekannt die Äußerung, jedes Land benötige so etwas wie die Stasi, um den Staat zu stabilisieren. So etwas wie die Kommunistische Plattform ist ebenfalls ein "Luxus", den sich die anderen etablierten Parteien nicht leisten.
Andere Haltungen dieser Partei sind überlegenswert (z.B. in der Schuldebatte oder beim Mindestlohn), aber es ist überdeutlich, dass die "Linke" die Debatte um "sozialistische" Systeme und die DDR keineswegs mit einem befriedigenden Ergebnis abgeschlossen hat.
Von daher ist die Kritik Lafontaines an Gauck geprägt von Unwissen und Ignoranz. Letztlich ist sie unverschämt.
denn wenn Sie die damaligen natürlich idiotischen Äußerungen genauer betrachteten, wüßten Sie, dass Sie überwiegend von wegen "Personalmangels" auf der Liste der Linken kandidierenden DKP- und ähnlichen Leuten stammten. Die Linke hat sie deshalb auch aus der Fraktion ausgeschlossen. Lassen Sie sich doch endlich mal auf eine Diskussion ein, ob die politischen Haltungen der Linken für die Lösungen der Probleme von heute nützlich sein können oder nicht - dann würde es konstruktiv.
Aber Sie bringen aber auch ein Kunststück fertig, in dem Sie Herrn Gauck mit Leuten in ein Boot setzen, mit denen er nichts gemein hat. Kunstfehler.
Ich kann nur sagen, der Oskar kann einem mittlerweile leid tun. Er läuft Slalom, obwohl er nicht Skifahren kann. Es scheint mit den Linken am Ende zu sein, zumindest kann man das am Ende am Horizont sichten. Als Linker schlechthin sage ich: und das ist gut so. Es ist eine Chaotengruppe. Oskar ist das Extrakt, vergleichbar mit Nescafé zu Kaffee.
oder woher kommt diese Erkenntnis, die schon von Kohl 1990,
Schröder 1998, ... usw. verbreitet wurde, aber bisher von der Geschichte und der Gegenwart auf das Erheiterndste konterkariert wurde. Die 2. Reihe der Linken (Wagenknecht, Maurer, Bartsch, ...) ist um ein Vielfaches politikfähiger als die aktuelle 1. Reihe in CDU und FDP, von der SPD ganz zu schweigen. Was für ein Linker sind Sie, dass Sie solche Prognosen vertreten - was ist Ihre Alternative?
ein gutes Argument. Mich hatte es nur gewundert - als ehemaliger im "Westen" und heute im "Osten" Lebender -, daß die Linke nicht die Möglichkeit nutzt und durch eine Unterstützung Gaucks die immergleichen Vorwürfe in Bezug auf DDR-Nostalgie und -verharmlosung ein weiteres mal zu entkräften.
Denn im Osten wählt kaum noch einer die Linke (nur) wegen der DDR-Vergangenheit, im Westen dagegen wählen viele sie deswegen nicht.
Bei der "Linken" ist die Diskussion also abgeschlossen. Das mag man so hinnehmen und als ausreichend ansehen. - Dann muss aber auch offen gesagt werden, in welchem Stadium die Diskussion beendet worden ist: Im niedersächsischen Landtag waren aus dieser Partei Äußerungen zu hören, wie: Der Mauerbau sei notwendig gewesen, um die DDR gegen den West-Imperialismus zu schützen. Und: Fidel Castro habe recht daran getan, regimekritische Journalisten einzubuchten, um das dortige Regime zu schützen. Weiterhin ist (ob aus Niedersachsen, weiß ich nicht mehr) bekannt die Äußerung, jedes Land benötige so etwas wie die Stasi, um den Staat zu stabilisieren. So etwas wie die Kommunistische Plattform ist ebenfalls ein "Luxus", den sich die anderen etablierten Parteien nicht leisten.
Andere Haltungen dieser Partei sind überlegenswert (z.B. in der Schuldebatte oder beim Mindestlohn), aber es ist überdeutlich, dass die "Linke" die Debatte um "sozialistische" Systeme und die DDR keineswegs mit einem befriedigenden Ergebnis abgeschlossen hat.
Von daher ist die Kritik Lafontaines an Gauck geprägt von Unwissen und Ignoranz. Letztlich ist sie unverschämt.
denn wenn Sie die damaligen natürlich idiotischen Äußerungen genauer betrachteten, wüßten Sie, dass Sie überwiegend von wegen "Personalmangels" auf der Liste der Linken kandidierenden DKP- und ähnlichen Leuten stammten. Die Linke hat sie deshalb auch aus der Fraktion ausgeschlossen. Lassen Sie sich doch endlich mal auf eine Diskussion ein, ob die politischen Haltungen der Linken für die Lösungen der Probleme von heute nützlich sein können oder nicht - dann würde es konstruktiv.
Aber Sie bringen aber auch ein Kunststück fertig, in dem Sie Herrn Gauck mit Leuten in ein Boot setzen, mit denen er nichts gemein hat. Kunstfehler.
Ich kann nur sagen, der Oskar kann einem mittlerweile leid tun. Er läuft Slalom, obwohl er nicht Skifahren kann. Es scheint mit den Linken am Ende zu sein, zumindest kann man das am Ende am Horizont sichten. Als Linker schlechthin sage ich: und das ist gut so. Es ist eine Chaotengruppe. Oskar ist das Extrakt, vergleichbar mit Nescafé zu Kaffee.
oder woher kommt diese Erkenntnis, die schon von Kohl 1990,
Schröder 1998, ... usw. verbreitet wurde, aber bisher von der Geschichte und der Gegenwart auf das Erheiterndste konterkariert wurde. Die 2. Reihe der Linken (Wagenknecht, Maurer, Bartsch, ...) ist um ein Vielfaches politikfähiger als die aktuelle 1. Reihe in CDU und FDP, von der SPD ganz zu schweigen. Was für ein Linker sind Sie, dass Sie solche Prognosen vertreten - was ist Ihre Alternative?
Ich halte Herrn Lafontaine für eine Pfeife.
[...]
Aber warum ist er der einzige, der sich mal kritisch zu Stasi- U-Booten in anderen Parteien äußert? Die Macht von Gruppierungen wieder den Nachfolgern des Weißenseer Arbeitskreises scheint weiter zu gehen, als gedacht.
In diesem Land sind verschiedene Gruppierungen ehemaliger DDR-, MFS- bzw. HVA- Kader am Werk, die ihr Gesellschaftsideal einer Zentralverwaltungswirtschaft dem vereinten Deutschland aufprägen wollen. Merkel gehört dazu, Herr Gauck aber auch. Die Methoden sind perfide. Man bedient sich eben seinem mitgebrachten Stasi-Wissen.
Der Rücktritt unseres Bundespräsidenten sollte vielleicht mal unter diesem Gesichtspunkt investigativ beleuchtet werden. Denn die Vorkommnisse im Bundespräsidialamt deuten darauf hin, dass er über seinen Stab "diszipliniert" werden sollte.
Die DDR hat uns mehr hinterlassen, als viele denken. Insbesondere die Spuren im denken derer, die es an Schlüsselpositionen des Staates gebracht haben, sorgen für ein Staatswesen, was die Mehrheit der Deutschen nicht will.
Denn wie sagte Frau Merkel: "Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit."
Teilweise entfernt. Bitte bemühen Sie sich um weniger aggressive Zuspitzungen und Pauschalisierungen, da diese als diffamierend empfunden werden könnten. Die Redaktion/km
die unterhaltsamste Verschwörungstheorie die ich seit langem gehört habe.
Merkel ein ultralinker Fan der Planwirtschaft? Gauck der dunkle Mitverschwörer, der die DDR wieder einführen will und seine ganzes vorheriges Leben nur als Tarnung so geführt hat, wie er es tat?
Man kann der jetzigen Regierung eine Menge vorwerfen, von Unredlichkeit über Arroganz und Beratungsresistenz bis hin zu Korruption und Demokratiefeindlichkeit.
Aber CDU und FDP als perfide Tarnung, um den DDR-Sozialismus wieder entstehen zu lassen? Und ihre Politik, die nicht nur alles abschafft, was sozialistisch, sondern auch, was sozial klingt, ist auch nur Scharade?
Vielleicht freut es sie, daß ich durch Ihre Theorie vor Lachen meinen Kaffee vergossen habe...
die unterhaltsamste Verschwörungstheorie die ich seit langem gehört habe.
Merkel ein ultralinker Fan der Planwirtschaft? Gauck der dunkle Mitverschwörer, der die DDR wieder einführen will und seine ganzes vorheriges Leben nur als Tarnung so geführt hat, wie er es tat?
Man kann der jetzigen Regierung eine Menge vorwerfen, von Unredlichkeit über Arroganz und Beratungsresistenz bis hin zu Korruption und Demokratiefeindlichkeit.
Aber CDU und FDP als perfide Tarnung, um den DDR-Sozialismus wieder entstehen zu lassen? Und ihre Politik, die nicht nur alles abschafft, was sozialistisch, sondern auch, was sozial klingt, ist auch nur Scharade?
Vielleicht freut es sie, daß ich durch Ihre Theorie vor Lachen meinen Kaffee vergossen habe...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren