Köhler-Nachfolge Wulff statt von der Leyen?
Tagelang galt sie als Favoritin: Nun dringt durch, dass die Arbeitsministerin wohl doch nicht nach Bellevue wechselt. Gute Chancen scheint dagegen ein anderer zu haben.
Die Chancen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Horst Köhler als Bundespräsidentin nachzufolgen, sind offenbar deutlich gesunken. Stattdessen gilt nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa nun der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) als Favorit. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, berichtet die Agentur unter Berufung auf Koalitionskreise.
Den Berichten zufolge soll sich Wulff selbst ins Spiel gebracht haben. Bei einem Auftritt in Niedersachsen äußerte er sich allerdings erneut ausweichend zu seinen Chancen. "Ich fühle mich wohl als Ministerpräsident", sagte er in Cuxhaven, von wo er weiter nach Berlin reist. "Vielleicht weiß ich ja heute Abend mehr." Dann berät Kanzlerin Angela Merkel mit den Unions-Ministerpräsidenten. Dabei könnte die CDU-Chefin ihre Entscheidung über die Köhler-Nachfolge präsentieren. Formal entscheiden die Parteigremien über den Kandidaten.
"Der Gedankenprozess ist weit gediehen", hieß es am Mittag in Koalitionskreisen. Aus der CSU wurde bereits Zustimmung zu seiner Kandidatur signalisiert. Nun müsste kurzfristig ein Nachfolger in Niedersachsen gefunden werden.
"Die Gespräche werden konstruktiv geführt", sagte auch FDP-Chef Guido Westerwelle. Es gebe keinen Zweifel daran, dass die Koalition einen gemeinsamen Kandidaten nominieren werde, betonte der Außenminister und Vizekanzler. Westerwelle trifft sich noch mit den Vize-Ministerpräsidenten der FDP, um mit ihnen über die Präsidenten-Nachfolge und das Sparpaket zu beraten. Die Liberalen hatten Merkel freie Hand für die Entscheidung gegeben.
In den vergangenen Tagen war Arbeitsministerin von der Leyen wiederholt als mögliche Nachfolgerin Köhlers genannt worden. Den Berichten zufolge gibt es aber in der Union Widerstände gegen sie, vor allem von Seiten der Ministerpräsidenten. Zudem wäre sie in ihrem Schlüsselressort schwer zu ersetzen, hieß es. Weitere Bedenken formulierte FDP-Fraktionsvize Jürgen Koppelin: "Sie ist in bestimmten Bereichen durchsetzungsfähig, aber für die jüngere Generation ein 'Antityp'", sagte er im NDR Info-Radio .
Am 30. Juni soll das neue deutsche Staatsoberhaupt von der Bundesversammlung – bestehend aus 622 Bundestagsabgeordneten und 622 Ländervertretern – gewählt werden. Neben Wulff und von der Leyen sind auch noch weitere Politiker im Gespräch, darunter Finanzminister Wolfgang Schäuble und Bundestagspräsident Norbert Lammert (ebenfalls beide CDU).
Die schwarz-gelbe Koalition will die Köhler-Nachfolge bis zum Wochenende regeln. Am Sonntag und Montag berät das Bundeskabinett bei einer Klausur im Kanzleramt über die Sparpläne. Merkel hatte angekündigt, eine Persönlichkeit zu finden, die "eine Chance hat, von allen akzeptiert zu werden". Grünen-Chef Cem Özdemir nimmt sie hier beim Wort und warnte: "Frau Merkel ist aufgefordert, hier nicht Parteipolitik zu machen."
- Datum 03.06.2010 - 13:50 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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weltgewandte Visionäre wie
- Klaus Töpfer, ehemaliger stellvertretender UN-Generalsekretär
- Ernst Ulrich von Weizsäcker, Leiter der ersten parlamentarischen Studie der Welt zur "Globalisierung der Weltwirtschaf"t in der Welt, der sich auch gut im Weltfinanzsystem auskennt,
kommen aufgrund von koalitionsstrategischen politischen Machtspielen wohl erst gar nicht in Frage.
...doch gar nicht darum den geeignetsten Kandidaten zu wählen, sondern nur darum den koalitionspolitisch "besten" Kandidaten aufzustellen.
Da fehlt nur noch Edmund Stoiber. :D
Da gebe ich Ihnen Recht!
Es geht nicht um Person, auch nicht um Deutschland, sondern lediglich nur um politische Machtspielchen. Wir stehen jetzt schon politisch lächerlich da, mit der Fr. von der Leyen nimmt uns dann wohl kaum einer mehr ernst! Fr.Merkel verliert auf der ganzen Linie und ist natürlich sehr besorgt um ihr politisches Dasein! Hoffentlich auch nicht mehr lange! Zu ihrem Pech ist die Zeit nicht gerade günstig, Krise nach der Krise, Schulden und ... fehlendes Talent... zum Regieren. Leider kommt mir momentan kein Politiker in den Sinn, der es besser machen könnte. Deutschland steht vor einer weiteren Krise... vor einer politischen!
...doch gar nicht darum den geeignetsten Kandidaten zu wählen, sondern nur darum den koalitionspolitisch "besten" Kandidaten aufzustellen.
Da fehlt nur noch Edmund Stoiber. :D
Da gebe ich Ihnen Recht!
Es geht nicht um Person, auch nicht um Deutschland, sondern lediglich nur um politische Machtspielchen. Wir stehen jetzt schon politisch lächerlich da, mit der Fr. von der Leyen nimmt uns dann wohl kaum einer mehr ernst! Fr.Merkel verliert auf der ganzen Linie und ist natürlich sehr besorgt um ihr politisches Dasein! Hoffentlich auch nicht mehr lange! Zu ihrem Pech ist die Zeit nicht gerade günstig, Krise nach der Krise, Schulden und ... fehlendes Talent... zum Regieren. Leider kommt mir momentan kein Politiker in den Sinn, der es besser machen könnte. Deutschland steht vor einer weiteren Krise... vor einer politischen!
Also diese Frau bitte nicht...
der typische Banker-Blick (erkennbar an den plattgebügelten Augenbrauen, wie jede andere Frankfurter Bankerstochter mit blonden Haaren auch).
Unsere Republik braucht keine Banker-Typen, die alles für sich in die Tasche schieben und nicht zum Wohle des Volkes arbeiten.
Wir brauchen einen Mister Präsident, der partei-und ideologie-unabhängig ist und für Gerechtigkeit, Sozialstaat und Menschenwürde steht.
Ausserdem muß er nach althergebrachter politischer Minister-Tradition ein gewisses Alter und eben politische Lebenserfahrung aufweisen.
Da fällt mir im Moment nur Exkanzler Helmut Schmidt ein.
Weizsäcker wäre auch noch gangbar, aber wohl zu aristokratisch?
Warum hat das Volk kein Mitbestimmungsrecht bei der Wahl des Bundespräsidenten?
Wäre doch mal ein Schritt in Richtung mehr Dekokratie.
> ... der typische Banker-Blick (erkennbar an den plattgebügelten Augenbrauen, wie jede andere Frankfurter Bankerstochter mit blonden Haaren auch). <
Das ach so schöne Schubladendenken. Alle Banker sind schlecht? 95% aller bei Banken beschäftigten Angestellten sind ganz normale Arbeitnehmer, die einfach nur ihre Arbeit machen. Und die Bemerkung mit "blonden Haaren" ist ja wohl völlig daneben um nicht zu sagen "unterste Schublade".
Wenn dir / ihnen diese Frau zu dominant ist, tut es mir leid. Unbestritten jedoch brächte sie Kompetenz mit ins Amt und das ist wohl eher entscheident als "die Augenbrauen".
Schmidt, Weizäcker & co sind gute Leute ohne Frage, aber sie haben ihren Job getan.
Der Kommentar entspricht in seiner Qulität der Debatte.
Frau von der Leyen ist Ärztin und stammt auch nicht aus Frankfurt (sondern aus Brüssel, was dem deutschen Kleinbürger mit Sicherheit suspekt sein dürfte). Ihr Vater war auch nicht Bänker, sondern Jurist.
Bei aller Abneigung gegen die politische Klasse: Das Volk ist auch nicht viel besser.
Es gibt nicht viele, die im deutschen Bundestag das Zeug "zu mehr" hätten. Einer, der sich dem GG in besonderer Weise verschrieben hat, ist Dr. Peter Gauweiler. Einst als schwarzer Sherif verschrien, ist er heute der Ausdruck des gediegenen Understatements. Auch ein Argument oder ? Ein Verfassungsrechtler aus Überzeugung, vermutlich aber nicht mehrheitsfähig für die "Pragmatiker" in Berlin, denen der störungsfreie Betrieb ein Hauptanliegen sein dürfte.
Herr Lammert hat noch nicht unter Beweis gestellt, dass er mehr als ein Selbstdarsteller ist.
Herr Wulff ist zu jung oder gibt sich wieder einmal selbst die Kugel, um dem alltäglichen Wahnsinn entrinnen zu dürfen. Politik ist eben nicht sein Ding.
Herr Schäuble als Kandidaten erübrigt sich, damit wäre Herrn Schreiber nun wirklich zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.
Sonst noch Vorschläge ?
> ... der typische Banker-Blick (erkennbar an den plattgebügelten Augenbrauen, wie jede andere Frankfurter Bankerstochter mit blonden Haaren auch). <
Das ach so schöne Schubladendenken. Alle Banker sind schlecht? 95% aller bei Banken beschäftigten Angestellten sind ganz normale Arbeitnehmer, die einfach nur ihre Arbeit machen. Und die Bemerkung mit "blonden Haaren" ist ja wohl völlig daneben um nicht zu sagen "unterste Schublade".
Wenn dir / ihnen diese Frau zu dominant ist, tut es mir leid. Unbestritten jedoch brächte sie Kompetenz mit ins Amt und das ist wohl eher entscheident als "die Augenbrauen".
Schmidt, Weizäcker & co sind gute Leute ohne Frage, aber sie haben ihren Job getan.
Der Kommentar entspricht in seiner Qulität der Debatte.
Frau von der Leyen ist Ärztin und stammt auch nicht aus Frankfurt (sondern aus Brüssel, was dem deutschen Kleinbürger mit Sicherheit suspekt sein dürfte). Ihr Vater war auch nicht Bänker, sondern Jurist.
Bei aller Abneigung gegen die politische Klasse: Das Volk ist auch nicht viel besser.
Es gibt nicht viele, die im deutschen Bundestag das Zeug "zu mehr" hätten. Einer, der sich dem GG in besonderer Weise verschrieben hat, ist Dr. Peter Gauweiler. Einst als schwarzer Sherif verschrien, ist er heute der Ausdruck des gediegenen Understatements. Auch ein Argument oder ? Ein Verfassungsrechtler aus Überzeugung, vermutlich aber nicht mehrheitsfähig für die "Pragmatiker" in Berlin, denen der störungsfreie Betrieb ein Hauptanliegen sein dürfte.
Herr Lammert hat noch nicht unter Beweis gestellt, dass er mehr als ein Selbstdarsteller ist.
Herr Wulff ist zu jung oder gibt sich wieder einmal selbst die Kugel, um dem alltäglichen Wahnsinn entrinnen zu dürfen. Politik ist eben nicht sein Ding.
Herr Schäuble als Kandidaten erübrigt sich, damit wäre Herrn Schreiber nun wirklich zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.
Sonst noch Vorschläge ?
...doch gar nicht darum den geeignetsten Kandidaten zu wählen, sondern nur darum den koalitionspolitisch "besten" Kandidaten aufzustellen.
Da fehlt nur noch Edmund Stoiber. :D
Herrgottnochmal!
Geht das Wurschteln in diesem Land eigentlich ewig weiter?
Erst kapriziert sich Mutti auf Röschen, jetzt wird der graue, blasse Wulff aus dem Zylinder gezaubert. Der, der sich selbst ins Gespräch gebracht hat!!!
Der, der rumgetönt hat, er wäre als BK nicht geeignet, macht jetzt den Präsidenten?
Aber irgendwie passt das alles zusammen - die Laienspielgruppe in Berlin und der Provinzfürst aus Osnabrück.
kann man diese leicht degoutante kandidatenrevue nicht dadurch beenden, dass man irgend eine 1,- € arbeitskraft auf diesen posten vermittelt? in sachen kompetenzdefizit lassen sich die bisher genannten kandidaten ohnehin nicht unterbieten, und im gegensatz dazu haette ein 1,- € praesident den unschaetzbaren vorteil, dass wenigstens aufwand und ertrag in einer sinnvollen relation stuenden. zudem waere ein derartiger kandidat eine passende "visitenkarte" fuer D 2010. form follows function, wie es so schoen heisst. ein heruntergekommener praesident fuer ein heruntergekommenes land. was will man mehr?
wäre doch sicherlich geeignet.Mehr muss man für diesen Job nicht können.
auch ein Vorbild für das gesamte "Kabinett", die dort vorhanden Inkompetenz ist nicht zu toppen, für die würde als Honorar auch 1 Euro reichen, aber pro Monat !
Natürlich haben Sie Recht, Deutschland ist so ruiniert, dass es überhaupt keine Rolle mehr spielt, wer als Politschauspieler in diesem Amt auftritt.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass Frau Merkel Politik und Medien angewiesen hat, nicht über den Zustand des Landes und den bevorstehenden Crash zu informieren.
Über das Treffen der Chefredakteure im Kanzleramt konnte man auch hier in der ZEIT lesen, allerdings scheint den Deutschen nicht viel an Freiheit und Demokratie zu liegen, anders ist es kaum zu erklären, dass man einfach über die Angelegenheit hinweg ging.
Zur Einführung in diesen Skandal:
[URL="http://info.kopp-verlag.de/news/merkels-maerchenstunde-so-beluegt-die-bundesregierung-die-bevoelkerung.html"]Merkels Märchenstunde[/URL]
wäre doch sicherlich geeignet.Mehr muss man für diesen Job nicht können.
auch ein Vorbild für das gesamte "Kabinett", die dort vorhanden Inkompetenz ist nicht zu toppen, für die würde als Honorar auch 1 Euro reichen, aber pro Monat !
Natürlich haben Sie Recht, Deutschland ist so ruiniert, dass es überhaupt keine Rolle mehr spielt, wer als Politschauspieler in diesem Amt auftritt.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass Frau Merkel Politik und Medien angewiesen hat, nicht über den Zustand des Landes und den bevorstehenden Crash zu informieren.
Über das Treffen der Chefredakteure im Kanzleramt konnte man auch hier in der ZEIT lesen, allerdings scheint den Deutschen nicht viel an Freiheit und Demokratie zu liegen, anders ist es kaum zu erklären, dass man einfach über die Angelegenheit hinweg ging.
Zur Einführung in diesen Skandal:
[URL="http://info.kopp-verlag.de/news/merkels-maerchenstunde-so-beluegt-die-bundesregierung-die-bevoelkerung.html"]Merkels Märchenstunde[/URL]
Würden wenigstens für ihr Gehalt das Volk amüsieren.
Ich fände auch Geißler oder Blüm ok.
Umweltexperte Ernst Ulrich von Weizsäcker über Finanzgurus, Klimaschutz und grenzenloses Wachstum
"Es genügt nicht, sich auf die Märkte zu verlassen", sagt der Umweltexcperte Ernst Ulrich von Weizsäcker
http://www.zeit.de/2010/2...
wäre doch sicherlich geeignet.Mehr muss man für diesen Job nicht können.
ich weiß ja wie es gemeint war, dennoch, auch ein 'langzeitarbeitsloser Schauspieler' ist nicht notwendigerweise für jeden Dreck zu gewinnen.
Abgesehen davon, daß erstaunlicherweise sich nicht jeder durch Geld korrumpieren läßt, wäre es auch eine Rolle, die einen schizoiden Charakter, und/oder eine bedingungslose Skrupellosigkeit zur Voraussetzung hätte.
Schließlich ginge es darum, die Interessen der Plünderer mit den Interessen der Geplünderten mit salbungsvollen Reden auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Deshalb also wird es zwangsläufig auf einen Menschen des politischen Subsystems der Wirtschaft hinauslaufen.
respektvolle Grüße
keox
ich weiß ja wie es gemeint war, dennoch, auch ein 'langzeitarbeitsloser Schauspieler' ist nicht notwendigerweise für jeden Dreck zu gewinnen.
Abgesehen davon, daß erstaunlicherweise sich nicht jeder durch Geld korrumpieren läßt, wäre es auch eine Rolle, die einen schizoiden Charakter, und/oder eine bedingungslose Skrupellosigkeit zur Voraussetzung hätte.
Schließlich ginge es darum, die Interessen der Plünderer mit den Interessen der Geplünderten mit salbungsvollen Reden auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Deshalb also wird es zwangsläufig auf einen Menschen des politischen Subsystems der Wirtschaft hinauslaufen.
respektvolle Grüße
keox
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