Bundeswehr Wehrbeauftragter widersetzt sich Guttenberg

Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus lässt sich nicht zurechtweisen. Einen Tag nach Guttenbergs Vorwurf der Maßlosigkeit bekräftigt Königshaus seine Kritik.

Hellmut Königshaus (FDP) bleibt bei seiner deutlichen Kritik an der Ausrüstung der Bundeswehr in Afghanistan, obwohl Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die Vorwürfe als maßlos kritisiert hatte . "Ich habe nicht die Absicht einzuknicken", sagte er.

Auch ein Minister müsse in der Lage sein, Kritik auszuhalten. "Ich habe mich nirgendwo maßlos geäußert, zu keinem Zeitpunkt." Auch die Verwendung des Begriffs "Drama" für einige Versorgungs- und Ausstattungsbereiche verteidigte Königshaus. "Es ist eben auch ein Drama, dass wir hier nach acht Jahren immer noch in einer solchen Situation sind."

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Königshaus bekräftigte, dass es zu wenig Übungsmunition gebe. Das führe dazu, dass sich die Soldaten nicht ausreichend auf Gefechte vorbereiten könnten. Auch von seiner Kritik an der Sicherung der Sanitätsfahrzeuge nahm Königshaus nichts zurück. Es würden weiterhin Fahrzeuge vom Typ Yak eingesetzt, die "für diejenigen, die damit fahren, ein Risiko" darstellten. Die weitaus besser geschützten Dingo II könnten wegen unangemessener Zulassungsnormen dagegen nicht eingesetzt werden.

Guttenberg hatte zuvor in der Süddeutschen Zeitung gesagt, er sei für jeden Hinweis dankbar, "wenn man dabei gleichzeitig das Maß behält". Der Wehrbeauftragte habe mit seiner Kritik nicht zum ersten Mal "falsch gelegen".
 

 
Leser-Kommentare
  1. endlich macht mal jemand den mund auf und prangert die zustände an unter denen wir soldaten zu leiden haben aber von uns aus nicht ändern können!!! Eine schande ist das und eigentlich darf man das niemanden erzählen weils einem keiner glauben würde...

    Eine Leser-Empfehlung
  2. scheint mir die Situation der Bundeswehr weitaus realitätsnäher einzuschätzen als der smarte Herr zu Gutenberg. Als Verteidigungsminister benötigen wir eben keinen Glamour-Adligen, dessen militärische Selbsterfahrung aus der Unteroffiziersperspektive resultiert, sondern eine Persönlichkeit die auch gegen Widerstände der Ministeriums- uns sonstigen Bürokratie für eine Ausrüstung der Armee und ihrer Soldaten sorgt, die den heutigen Einsatzanforderungen entspricht. Aber diese Bundesregierung bewältigt diese ernste Aufgabe nicht (auf welchem Sektor war sie eigentlich bisher erfolgreich ?)

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    Wieso glauben sie eigentlich das nach 4 Jahrzehnten die hier genannten Probleme plötzlich gelöst würden, nur weil ein Wehrbeauftragter dafür mehr Aufmerksamkeit bekommt als seine Vorgänger? Wieso bekommt er plötzlich diese Aufmerksamkeit, was vorher immer ignoriert wurde?
    Woher nehmen sie eigentlich die Gewissheit, das zu Guttenberg die Lage nicht einschätzen kann, außer ihr Vorurteil gegenüber der Tatsache, der er adelig ist?

    Zu Guttenberg hat immerhin eine weitreichende Strukturreform angeregt. Ohne eine solche Strukturreform ist es ausgeschlossen, das sich die Ausrüstungsmisere der Bundeswehr ändert!
    Denn die Ausrüstungsmisere hängt direkt mit den ineffizienten Strukturen zusammen, das Geld versickert in den Stäben und Beschaffungsämtern, der Standortpolitik und der Wehrpflicht.
    Vielleicht ist die gesellschaftliche Herkunft von Guttenberg ausnahmsweise mal ein Vorteil, denn er ist Kraft seines Vermögens nicht abhängig und somit auch weniger bestechlich?
    Ob zu Guttenberg eine gute Arbeit macht kann man erst beurteilen, wenn er seine Strukturrefom umsetzen kann.
    Vorher ist Kritik in dieser Form eine vorurteilsbeladene Behauptung aus persönlichen Animositäten gespeist.

    H.

    sondern eine Tatsache, wie Sie richtig schreiben, dass Herr zu Guttenberg adlig ist. Ihnen scheint entgangen zu sein, dass die Welt sich in den verg. 4 Jahrzehnten verändert hat.
    Aus der "Beamten-Bundeswehr" der Ost-West-Block-Zeit ist eine Einsatzarmee geworden. Herr zu Guttenberg "hat eine Strukturreform angeregt". Na das nenne ich entschiedenes Handeln eines finanziell unabhängigen. Ihr Beitrag suggeriert, dass ein Verteidigungsminister, der nicht ein Vermögen á lá Guttenberg hat, bestechlich und damit in seinen Entscheidungen weniger frei ist. Sind das Fakten oder Behauptungen, gespeist aus "Animositäten"?

    Wieso glauben sie eigentlich das nach 4 Jahrzehnten die hier genannten Probleme plötzlich gelöst würden, nur weil ein Wehrbeauftragter dafür mehr Aufmerksamkeit bekommt als seine Vorgänger? Wieso bekommt er plötzlich diese Aufmerksamkeit, was vorher immer ignoriert wurde?
    Woher nehmen sie eigentlich die Gewissheit, das zu Guttenberg die Lage nicht einschätzen kann, außer ihr Vorurteil gegenüber der Tatsache, der er adelig ist?

    Zu Guttenberg hat immerhin eine weitreichende Strukturreform angeregt. Ohne eine solche Strukturreform ist es ausgeschlossen, das sich die Ausrüstungsmisere der Bundeswehr ändert!
    Denn die Ausrüstungsmisere hängt direkt mit den ineffizienten Strukturen zusammen, das Geld versickert in den Stäben und Beschaffungsämtern, der Standortpolitik und der Wehrpflicht.
    Vielleicht ist die gesellschaftliche Herkunft von Guttenberg ausnahmsweise mal ein Vorteil, denn er ist Kraft seines Vermögens nicht abhängig und somit auch weniger bestechlich?
    Ob zu Guttenberg eine gute Arbeit macht kann man erst beurteilen, wenn er seine Strukturrefom umsetzen kann.
    Vorher ist Kritik in dieser Form eine vorurteilsbeladene Behauptung aus persönlichen Animositäten gespeist.

    H.

    sondern eine Tatsache, wie Sie richtig schreiben, dass Herr zu Guttenberg adlig ist. Ihnen scheint entgangen zu sein, dass die Welt sich in den verg. 4 Jahrzehnten verändert hat.
    Aus der "Beamten-Bundeswehr" der Ost-West-Block-Zeit ist eine Einsatzarmee geworden. Herr zu Guttenberg "hat eine Strukturreform angeregt". Na das nenne ich entschiedenes Handeln eines finanziell unabhängigen. Ihr Beitrag suggeriert, dass ein Verteidigungsminister, der nicht ein Vermögen á lá Guttenberg hat, bestechlich und damit in seinen Entscheidungen weniger frei ist. Sind das Fakten oder Behauptungen, gespeist aus "Animositäten"?

    • HHuber
    • 25.07.2010 um 13:44 Uhr

    [...] Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion /ft

    • mhmmmm
    • 25.07.2010 um 14:31 Uhr

    Der Wehrbeauftragte ist das Sprachrohr der Soldaten, weil die sich eben selbst nicht äußern dürfen. Zeugt von einer bedenklichen Einstellung Guttenbergs gegenüber den von ihm Abhängigen. Selbstgefällig werden die Sorgen der Personen, die ihr Leben riskieren weggewischt und der Vertreter der Soldaten als inkompetent bezeichnet. Traurig.

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Die Probleme der Bundeswehr sind lange bekannt. Der Minister versucht beginnend mit einer Strukturreform einen Anfangspunkt zum Bereinigen der Probleme zu setzen, damit aber gefährdet er viele Pfründe.

    Die Feststellungen des Wehrbeauftragen sind sicher nicht falsch, doch was sollen sie bewirken?
    Er tut gerade so, als seien sie einfach sofort behebbar.

    Diese Art Politik hat solcherart Probleme aber erst geschaffen, u.a. anderem weil es das Vertrauen in die handelnden Regierungen untergräbt.
    Doch zu keinem Zeitpunkt war ein solcher Vertrauensentzug weniger gerechtfertigt als jetzt.

    Es steht zu befürchten, das die wahren Motive ganz anderer Natur sind. Vor allem nachdem die Bundeswehr gemerkt hat, das eine echte Verbesserung auch die Austrocknung des bequemen öffentlichen Sumpfes zur Folge haben muss, bevor überhaupt daran gedacht werden sinnvoll das Ausrüstungsproblem zu verbessern.
    Der Generalstab und die Rüstungsindustrie haben wohl gemerkt, das es Ihnen ans fette verschwendungssüchtige Fleisch geht.

    Letztlich ist es wohl kein Zufall, dass diese Kampagne zu einem Zeitpunkt kommt, wo grundlegende Reformen anstehen.

    Ähnlich wie bei der Gesundheitspolitik dienen diese Angriffe nur dazu echte und notwendige Veränderungen zu verhindern.
    Schaue ich in die Gesundheitspolitik, so halte ich es für wahrscheinlich, das es auch diesmal gelingen wird.
    Es genügt schon den Blick der Bevölkerung durch vermeintliche Ungerechtigkeiten, von den wichtigen Dingen abzulenken.

    H.

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    und zwar ohne Wenn und Aber.

    Ich bin diese Art des Diskurses leid.

    und zwar ohne Wenn und Aber.

    Ich bin diese Art des Diskurses leid.

  4. Wieso glauben sie eigentlich das nach 4 Jahrzehnten die hier genannten Probleme plötzlich gelöst würden, nur weil ein Wehrbeauftragter dafür mehr Aufmerksamkeit bekommt als seine Vorgänger? Wieso bekommt er plötzlich diese Aufmerksamkeit, was vorher immer ignoriert wurde?
    Woher nehmen sie eigentlich die Gewissheit, das zu Guttenberg die Lage nicht einschätzen kann, außer ihr Vorurteil gegenüber der Tatsache, der er adelig ist?

    Zu Guttenberg hat immerhin eine weitreichende Strukturreform angeregt. Ohne eine solche Strukturreform ist es ausgeschlossen, das sich die Ausrüstungsmisere der Bundeswehr ändert!
    Denn die Ausrüstungsmisere hängt direkt mit den ineffizienten Strukturen zusammen, das Geld versickert in den Stäben und Beschaffungsämtern, der Standortpolitik und der Wehrpflicht.
    Vielleicht ist die gesellschaftliche Herkunft von Guttenberg ausnahmsweise mal ein Vorteil, denn er ist Kraft seines Vermögens nicht abhängig und somit auch weniger bestechlich?
    Ob zu Guttenberg eine gute Arbeit macht kann man erst beurteilen, wenn er seine Strukturrefom umsetzen kann.
    Vorher ist Kritik in dieser Form eine vorurteilsbeladene Behauptung aus persönlichen Animositäten gespeist.

    H.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Der Wehrbeauftragte"
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    • kael
    • 25.07.2010 um 16:36 Uhr

    Zitat; "Zu Guttenberg hat immerhin eine weitreichende Strukturreform angeregt. Ohne eine solche Strukturreform ist es ausgeschlossen, das sich die Ausrüstungsmisere der Bundeswehr ändert!"

    Einspruch! Eine "Strukturreform" mag in 5 bis 10 Jahren spürbare Ergebnisse - auch in der Ausrüstung - mit sich bringen. Der Krieg in Afghanistan ist aber jetzt.

    Ich halte es für zynisch, unseren Soldaten mit abstrakten Strukturreformen zu vertrösten, wenn ihnen lebens- und gesundheitsrettendes Material vorenthalten wird.

    Wer Soldaten in einen Krieg schickt, ohne sie optimal auszustatten, macht sich schuldig!

    Sie mögen vielleicht Recht haben, was das Zeitfenster angeht.
    Aber unsere Soldaten sind nicht erst seit gestern in Afghanistan und es war schon bisher nicht möglich an der Ausrüstung etwas zu ändern.

    Es ist einfach nicht möglich bei den bestehenden Strukturen die nötigen Finanzen dafür frei zubekommen.
    Das wird niemand offen zugeben, es wird niemand offen gegen die Forderung besserer Ausrüstung opponieren.
    Aber im engmaschigen Geflecht der politischen Abhängigkeiten und Gefälligkeiten wird jeder Versuch versickern.
    Das macht solcherlei Vorstösse ja so effektiv, niemand kann ernsthaft opponieren, man kann aber dem zuständigen Minister damit die Verantwortung zuschieben, obwohl man ihm die Hände gebunden hat. Womit sich alle wieder beruhigt zurücklehnen können, weil ihre Pfründe unbehelligt bleiben.

    Auch mir wäre eine sofortige bessere Ausrüstung lieber, aber besser eine bessere Ausrüstung in 4 Jahren, als nie.

    H.

    • kael
    • 25.07.2010 um 16:36 Uhr

    Zitat; "Zu Guttenberg hat immerhin eine weitreichende Strukturreform angeregt. Ohne eine solche Strukturreform ist es ausgeschlossen, das sich die Ausrüstungsmisere der Bundeswehr ändert!"

    Einspruch! Eine "Strukturreform" mag in 5 bis 10 Jahren spürbare Ergebnisse - auch in der Ausrüstung - mit sich bringen. Der Krieg in Afghanistan ist aber jetzt.

    Ich halte es für zynisch, unseren Soldaten mit abstrakten Strukturreformen zu vertrösten, wenn ihnen lebens- und gesundheitsrettendes Material vorenthalten wird.

    Wer Soldaten in einen Krieg schickt, ohne sie optimal auszustatten, macht sich schuldig!

    Sie mögen vielleicht Recht haben, was das Zeitfenster angeht.
    Aber unsere Soldaten sind nicht erst seit gestern in Afghanistan und es war schon bisher nicht möglich an der Ausrüstung etwas zu ändern.

    Es ist einfach nicht möglich bei den bestehenden Strukturen die nötigen Finanzen dafür frei zubekommen.
    Das wird niemand offen zugeben, es wird niemand offen gegen die Forderung besserer Ausrüstung opponieren.
    Aber im engmaschigen Geflecht der politischen Abhängigkeiten und Gefälligkeiten wird jeder Versuch versickern.
    Das macht solcherlei Vorstösse ja so effektiv, niemand kann ernsthaft opponieren, man kann aber dem zuständigen Minister damit die Verantwortung zuschieben, obwohl man ihm die Hände gebunden hat. Womit sich alle wieder beruhigt zurücklehnen können, weil ihre Pfründe unbehelligt bleiben.

    Auch mir wäre eine sofortige bessere Ausrüstung lieber, aber besser eine bessere Ausrüstung in 4 Jahren, als nie.

    H.

  5. Es wird in der BRD gespart und da kann die Bundeswehr keine Ausnahme darstellen. Nur das größte Sparpotential wäre der Abzug unserer Truppen aus Afghanistan, die dort nichts erreicht haben und erreichen werden.
    Wer sich mit der Geschichte dieses Landes auseinandersetzt, lernt die Sinnlosigkeit des Einsatzes zu erkennen.
    Man kann diesem Volk nicht die westliche Kultur überstülpen und die Afghanen wollen das auch nicht. Derzeit ist aber Karsai bestrebt, die Gelder die zur Verfügung gestellt werden möglichst selbst verwalten zu können. Warum wohl?...

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    Sie wissen schon dass nur in einem bestimmten Teil der Bundesrepublik, der bis 1990 ein eigener Staat von Moskaus Gnaden war, von "der BRD" gesprochen wurde?! Ich hoffe das ist Zufall. Denn was Militarismus angeht stand die DDR in "bester" altpreußischer Tradition - die Bundesrepublik Deutschland hingegen nicht!

    Man hat sich die Wiederbewaffnung in Westdeutschland nicht leicht gemacht (und im Gegensatz zur Sowjetischen Besatzungszone gab es starke öffentliche Opposition dagegen). Und auch nach der Wiederbewaffnung gab es intensive innergesellschaftliche Auseinandersetzungen. Das Ideal des "Bürgers in Uniform" finde ich auch bis heute richtig und erstrebenswert.

    Die Auslandseinsätze finde ich freilich grundsätzlich falsch, ich verstehe als juristischer Laie bis heute nicht wie eine Armee die grundgesetzlich einen reinen Verteidigungsauftrag hat (der, in der Welt in der wir nun einmal leben, leider notwendig ist) nun auf einmal im fernen Afghanistan in Kampfeinsätzen involviert sein kann.

    Nur, jetzt sind die jungen Männer und Frauen halt noch dort. Und solange das ist haben sie die beste Ausrüstung verdient - damit meine ich Selbstschutz, nicht möglichst durchschlagskräfte Waffensysteme. Eine Parlamentsarmee bringt es nun einmal mit sich dass die Truppen dort in unser aller Namen stationiert sind, ob der Einzelne das will oder nicht. Und somit sind wir kollektiv für die Folgen des Bundeswehreinsatzes verantwortlich, bei den Afghanen & bei den jungen Bundeswehrsoldaten.

    Sie wissen schon dass nur in einem bestimmten Teil der Bundesrepublik, der bis 1990 ein eigener Staat von Moskaus Gnaden war, von "der BRD" gesprochen wurde?! Ich hoffe das ist Zufall. Denn was Militarismus angeht stand die DDR in "bester" altpreußischer Tradition - die Bundesrepublik Deutschland hingegen nicht!

    Man hat sich die Wiederbewaffnung in Westdeutschland nicht leicht gemacht (und im Gegensatz zur Sowjetischen Besatzungszone gab es starke öffentliche Opposition dagegen). Und auch nach der Wiederbewaffnung gab es intensive innergesellschaftliche Auseinandersetzungen. Das Ideal des "Bürgers in Uniform" finde ich auch bis heute richtig und erstrebenswert.

    Die Auslandseinsätze finde ich freilich grundsätzlich falsch, ich verstehe als juristischer Laie bis heute nicht wie eine Armee die grundgesetzlich einen reinen Verteidigungsauftrag hat (der, in der Welt in der wir nun einmal leben, leider notwendig ist) nun auf einmal im fernen Afghanistan in Kampfeinsätzen involviert sein kann.

    Nur, jetzt sind die jungen Männer und Frauen halt noch dort. Und solange das ist haben sie die beste Ausrüstung verdient - damit meine ich Selbstschutz, nicht möglichst durchschlagskräfte Waffensysteme. Eine Parlamentsarmee bringt es nun einmal mit sich dass die Truppen dort in unser aller Namen stationiert sind, ob der Einzelne das will oder nicht. Und somit sind wir kollektiv für die Folgen des Bundeswehreinsatzes verantwortlich, bei den Afghanen & bei den jungen Bundeswehrsoldaten.

    • kael
    • 25.07.2010 um 16:36 Uhr

    Zitat; "Zu Guttenberg hat immerhin eine weitreichende Strukturreform angeregt. Ohne eine solche Strukturreform ist es ausgeschlossen, das sich die Ausrüstungsmisere der Bundeswehr ändert!"

    Einspruch! Eine "Strukturreform" mag in 5 bis 10 Jahren spürbare Ergebnisse - auch in der Ausrüstung - mit sich bringen. Der Krieg in Afghanistan ist aber jetzt.

    Ich halte es für zynisch, unseren Soldaten mit abstrakten Strukturreformen zu vertrösten, wenn ihnen lebens- und gesundheitsrettendes Material vorenthalten wird.

    Wer Soldaten in einen Krieg schickt, ohne sie optimal auszustatten, macht sich schuldig!

    Antwort auf "Zu kurz gesprungen..."

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