Linkspartei "Natürlich wollen wir regieren"

Linken-Chef Klaus Ernst fordert, den Machtwechsel für 2013 vorzubereiten. Im Interview stellt er Bedingungen für NRW und antwortet auf die Kritik nach der Wulff-Wahl.

ZEIT ONLINE: Herr Ernst, seit der Präsidentenwahl wird Ihre Partei von allen Seiten kritisiert . Ist die Linke politikunfähig, wie SPD und Grüne seither behaupten?

Klaus Ernst: Absoluter Quatsch. Wir regieren in zwei Bundesländern, wir sitzen inzwischen in 13 von 16 Landtagen, wir sind mit über 70 Abgeordneten im Bundestag und einer großen Gruppe im Europäischen Parlament und in zig Stadtparlamenten, wo wir oft kommunale Verantwortung übernehmen. Dieser Vorwurf ist absurd.

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ZEIT ONLINE: Haben Sie nicht Christian Wulff als neuen Bundespräsidenten ermöglicht? Hätten Sie im ersten Wahlgang geschlossen für Joachim Gauck gestimmt, wäre der nun Präsident.

Ernst: Das ist eine Legende. Für die Wahl von Herrn Wulff ist die Politik und Strategie von Herrn Gabriel verantwortlich. Wenn man genau weiß, dass man die Stimmen der gesamten Opposition braucht, aber nur mit Rot-Grün darüber redet, dann ist klar, dass diese Wahl nicht funktionieren kann. Zumal die Absicht hinter dem Kandidaten war: Der ärgert das Regierungslager, weil es eigentlich ein konservativer Mensch ist, ­ und er ärgert gleichzeitig den dritten Oppositionspartner, uns.

ZEIT ONLINE: Aber Sie wirkten am Wahltag wirklich unvorbereitet und überrumpelt . Ihr Fraktionschef Gregor Gysi sagte, Sie hätten schlicht gehofft, dass es nicht zu einem dritten Wahlgang kommt.

Ernst: Ich gebe zu, dass wir nicht mit einem dritten Wahlgang gerechnet haben. Hier wurde deutlich, wie zerrissen das Regierungslager ist. Das habe ich tatsächlich ein wenig unterschätzt. Aber die Haltung, die wir da gefunden haben, wäre auch im Vorfeld unsere Haltung gewesen. Wir haben im dritten Wahlgang die Wahl frei gegeben. Sie sehen daran, dass sich fast alle enthalten haben, dass weder Wulff noch Gauck für uns wählbar gewesen wäre.

ZEIT ONLINE: Die Ablehnung Gaucks wurde von ihrer Partei nicht nur inhaltlich begründet. Auch dessen Rolle in der DDR und später als Widerstandspfarrer sorgte für Kontroversen. Werner Schulz von den Grünen warf der Linken deshalb am Wahltag vor, sie könne nicht über ihren "SED-Schatten springen". Wie oft spüren Sie als Wessi in ihrer täglichen Arbeit diesen Schatten?

Ernst: Gauck ist nicht abgelehnt worden, wegen seiner ­ – aus meiner Sicht durchaus positiv zu bewertenden – Arbeit als Aufklärer nach der Wende. Dass man sich zu seiner Vergangenheit bekennen muss, ist unbestritten. Auch in meiner Partei sagt keiner, es ist falsch, dass wir die Stasi-Diktatur aufarbeiten. Aber ich kenne viele, die Gauck ablehnen wegen seiner Position zu Afghanistan oder Hartz IV. Das war eine bewusste Strategie der SPD. Wenn wir den aufstellen, und die Linke ist dagegen, sagt die ganze Republik: Das liegt daran, weil er ein Stasi-Jäger war. Die Strategie hat auch ein Stückweit funktioniert.

ZEIT ONLINE: Ebenfalls nicht einigen konnten sie sich mit Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen . Werden Sie die nun dennoch die Minderheitsregierung stützen?

Ernst: Wir unterstützen Inhalte, nicht per se eine rot-grüne Regierung. Zum Beispiel werden wir der schnellen Abschaffung der Studiengebühren zustimmen. Ebenso einer Bildungspolitik, die ein möglichst langes gemeinsames Lernen unterstützt. Aber beim Sozialabbau oder wenn Stellen im Öffentlichen Dienst gestrichen werden, können wir nicht zustimmen.

ZEIT ONLINE: Der Öffentliche Dienst war auch ein Knackpunkt bei den Sondierungsgesprächen in Düsseldorf. Von Rot-Grün kam der Vorwurf, sie seien zu apodiktisch. Nur wer kompromissbereit ist, kann mitregieren.

Ernst: Wenn es keine roten Linien gibt, dann wird eine Partei beliebig und abgestraft, was sie am Niedergang der SPD verfolgen können. Das geht mit den Linken nicht. Wir haben Grundpositionen, an denen ist nicht zu wackeln. Das ist die Ursache unseres Erfolgs. Wenn die SPD weiter Sozialabbau betreibt und Personalabbau im Öffentlichen Dienst, wenn sie weiter für den Niedriglohnsektor ausbaut, Leiharbeit ausweitet, dann wird der Wähler weiter die SPD abstrafen. Das heißt nicht, dass wir nicht kompromissfähig wären. Wir können immer über Zeitperspektiven und Instrumente reden, aber nicht über Grundpositionen.

ZEIT ONLINE: Ist es überhaupt Ihr Ziel, regierungsfähig zu sein? Ihr Erfolg basiert ja bisher durchaus auf dem oppositionellen Duktus.

Ernst: Natürlich wollen wir regieren. Wenn Sie in die Praxis schauen, werden Sie sehen, dass die Regierungsbildungen nicht an uns gescheitert sind: Denken Sie ans Saarland , Hessen , Thüringen oder NRW .

Leser-Kommentare
    • WuDang
    • 07.07.2010 um 10:14 Uhr

    dass die Zeit auch mal die Linke zu Wort kommen lässt.
    Auch die Art der Fragestellung ist ok, nicht so schnippisch von obern herab.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    und zwar hier in diversen Artikeln und mannigfalitgen Kommentaren sowie in fast jeder Tagesschau.

    Und was hören wir dann?

    Nichts als Populismus, welcher sich gegenüber dem Kandidaten als eine geradezu unerträgliche mediale Messerstecherei entblösst hat.

    Und was vermisst der links orientierte Wahlbürger?

    Tatsächliche Politikalternativen und realistische Konzepte, die über eine Marktplatz- oder Stammtischrede hinaus gehen.

    Den Populismus fand ich bisher als politisches Mittel der Opposition erträglich, weil auch ich auf eine linke Mehrheit in diesem Lande mit der Linken gesetzt habe.

    Aber spätestens seit diesem unwürdigen Gehetze gegen den ehemaligen Stasi-Beauftragten Gauck durch einige altehrwürdige SED/PDS/Linke-Mitglieder ist mir diese Hoffnung und ebenso meine Wahlbereitschaft für die Linke vergangen.

    Die einzige linke Alternative in Deutschland ist rot-grün (SPD, Grüne) und bestimmt keine Koalition unter Beteiligung dieses SED/PDS-Biotops.

    Das habe ich bis vor wenigen Wochen noch anders gesehen.

    Das Interview hätte ich der Zeit ja mal garnicht zugetraut!

    und zwar hier in diversen Artikeln und mannigfalitgen Kommentaren sowie in fast jeder Tagesschau.

    Und was hören wir dann?

    Nichts als Populismus, welcher sich gegenüber dem Kandidaten als eine geradezu unerträgliche mediale Messerstecherei entblösst hat.

    Und was vermisst der links orientierte Wahlbürger?

    Tatsächliche Politikalternativen und realistische Konzepte, die über eine Marktplatz- oder Stammtischrede hinaus gehen.

    Den Populismus fand ich bisher als politisches Mittel der Opposition erträglich, weil auch ich auf eine linke Mehrheit in diesem Lande mit der Linken gesetzt habe.

    Aber spätestens seit diesem unwürdigen Gehetze gegen den ehemaligen Stasi-Beauftragten Gauck durch einige altehrwürdige SED/PDS/Linke-Mitglieder ist mir diese Hoffnung und ebenso meine Wahlbereitschaft für die Linke vergangen.

    Die einzige linke Alternative in Deutschland ist rot-grün (SPD, Grüne) und bestimmt keine Koalition unter Beteiligung dieses SED/PDS-Biotops.

    Das habe ich bis vor wenigen Wochen noch anders gesehen.

    Das Interview hätte ich der Zeit ja mal garnicht zugetraut!

  1. wie es in NRW läuft. Falls gut, muss sich der Erzengel in seinen
    zungenschnellen Äußerungen revidieren.

    • R.C.
    • 07.07.2010 um 10:20 Uhr

    Im Osten sei die LINKE eine normale Volkspartei; im Westen baut sich etwas auf, was mal in diese Richtung gehen soll. Dies ist sicher eine Tatsache, die ich anerkennen muss.
    Aber die LINKE sollte anerkennen, dass der Wähler kein Ideologe ist, der einmal gefangen auch immer haften bleibt. Der Wähler wird sich die Frage stellen, warum die LINKE den Bundespräsidenten Gauck im ersten Wahlgang verhindert hat? Was hatte denn Gauck der LINKEN getan? - Nach dem Selbstverständins der LINKEN eigentlich nichts. Gauck war nicht der Kommunistenfresser sondern eher einer, der dass Unrecht in der DDR aufdeckte. Das was rechtens war, hat er doch garnicht angefasst. Also frage ich, was war denn so falsch daran, dass Gauck das Unrecht in der DDR auarbeiten ließ? - Solange die LINKE weiter das Unrecht verteidigt steht sie nach wie vor in bewusster Tradition zur alten SED. Und wer Spitzelkader und Unterdrückung gut findet, der soll mit jenen gehen, die Gauck ablehnen. Wer aber im gauckschen Sinne fest auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung steht, wird die LINKE erst dann wählen, wenn sie tatsächlich mit ihrer Geschichte im Reinen ist.

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    • WuDang
    • 07.07.2010 um 10:37 Uhr

    sie das hier loswerden wollen.
    Lesen sie doch erst mal das Interview, und kommentieren sie dieses. Das hier heißt nämlich Kommentarfunktion und nicht, was-ich-schon-immer-loswerden-wollte-Funktion.

    egal wo man politisch stehen mag, gauck mag einem sympathisch sein, aber warum er ein geeigneter kandidat für die sozialdemokraten, die grünen und die linke gewesen sein soll hab ich bis heute nicht verstanden. ich kenne ihn als mensch nicht und werde kein schlechtes wort über ihn verlieren, aber rein politisch steht er komplett auf den positionen des bürgerlichen lagers. da vertritt frau merkel manchmal noch sozialdemokratischere positionen, deßhalb war er absolut der falsche kandidat für das oppositionslager und ich finde es nur konsequent das aus dieser ecke nicht alle gemeinsam mit der presse "hurra" geschrien und abgestimmt haben. zum wähler kann ich nur sagen, die wenigsten haben sich dafür interessiert wer dieser herr gauck ist und haben einfach gemeinsam mit den medien beschlossen "der is es", weil der macht der regierung probleme und mit der ist man unzufrieden. bei der linken gibt es sicher viele spinner und ob deren politik sich mit der realität verträgt wird irgendwann vieleicht die zeit zeigen, aber der linken, voller ehemaliger sozialdemokraten und grünen ständig mit einer sed-vergangenheit zu kommen die mindestens drei viertel von denen nicht haben ist einfach schwach. aber genau um öl in dieses feuer zu gießen ist herr gauck wohl von einigen spd/grünen-strategen ausgesucht worden.

    "Der Wähler wird sich die Frage stellen, warum die LINKE den Bundespräsidenten Gauck im ersten Wahlgang verhindert hat?"

    Ich bin ein Wähler und ich stelle mir diese Frage nicht. Denn die Linke hat Gauck im ersten Wahlgang nicht verhindert sondern Wulff. Wenn die Linke keinen Gegenkandidaten aufgestellt hätte, wäre Wulff im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt worden. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die CDU oder F.D.P. Abweichler den Denkzettel gegen Merkel gefahren hätten, mit der Gefahr der wirklichen Wahl von Gauck ? Das wäre niemals passiert...
    Die einzige Möglichkeit, dass Gauck im ersten Wahlgang hätte gewinnen können, wäre eine Linke gewesen, die intern bespricht Ihren eigenen Kandidaten aufzustellen aber nicht zu unterstützen. Nur dann wäre Gauck als Sieger aus der Bundespräsidentenwahl hervorgegangen.

    • WuDang
    • 07.07.2010 um 10:37 Uhr

    sie das hier loswerden wollen.
    Lesen sie doch erst mal das Interview, und kommentieren sie dieses. Das hier heißt nämlich Kommentarfunktion und nicht, was-ich-schon-immer-loswerden-wollte-Funktion.

    egal wo man politisch stehen mag, gauck mag einem sympathisch sein, aber warum er ein geeigneter kandidat für die sozialdemokraten, die grünen und die linke gewesen sein soll hab ich bis heute nicht verstanden. ich kenne ihn als mensch nicht und werde kein schlechtes wort über ihn verlieren, aber rein politisch steht er komplett auf den positionen des bürgerlichen lagers. da vertritt frau merkel manchmal noch sozialdemokratischere positionen, deßhalb war er absolut der falsche kandidat für das oppositionslager und ich finde es nur konsequent das aus dieser ecke nicht alle gemeinsam mit der presse "hurra" geschrien und abgestimmt haben. zum wähler kann ich nur sagen, die wenigsten haben sich dafür interessiert wer dieser herr gauck ist und haben einfach gemeinsam mit den medien beschlossen "der is es", weil der macht der regierung probleme und mit der ist man unzufrieden. bei der linken gibt es sicher viele spinner und ob deren politik sich mit der realität verträgt wird irgendwann vieleicht die zeit zeigen, aber der linken, voller ehemaliger sozialdemokraten und grünen ständig mit einer sed-vergangenheit zu kommen die mindestens drei viertel von denen nicht haben ist einfach schwach. aber genau um öl in dieses feuer zu gießen ist herr gauck wohl von einigen spd/grünen-strategen ausgesucht worden.

    "Der Wähler wird sich die Frage stellen, warum die LINKE den Bundespräsidenten Gauck im ersten Wahlgang verhindert hat?"

    Ich bin ein Wähler und ich stelle mir diese Frage nicht. Denn die Linke hat Gauck im ersten Wahlgang nicht verhindert sondern Wulff. Wenn die Linke keinen Gegenkandidaten aufgestellt hätte, wäre Wulff im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt worden. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die CDU oder F.D.P. Abweichler den Denkzettel gegen Merkel gefahren hätten, mit der Gefahr der wirklichen Wahl von Gauck ? Das wäre niemals passiert...
    Die einzige Möglichkeit, dass Gauck im ersten Wahlgang hätte gewinnen können, wäre eine Linke gewesen, die intern bespricht Ihren eigenen Kandidaten aufzustellen aber nicht zu unterstützen. Nur dann wäre Gauck als Sieger aus der Bundespräsidentenwahl hervorgegangen.

    • TDU
    • 07.07.2010 um 10:30 Uhr

    Eine Regierung will er, die gute statt billige Arbeit fördert. Da hätte ich gerne mal gewusst, was er da für Konzepte hat.

    Die wären ja geradezu revolutionär, denn dazu fällt nicht mal allen anderen Parteien irgendetwas ein.

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    ... im ersten Schritt mit flaechendeckenden Mindestloehnen, wie ihn die Linke schon lange fordert und, nachdem die SPD waehrend ihrer Regierungszeit den groessten Billiglohnsektor Europas ermoeglicht hat, jetzt auch auf diesen Zug gesprungen ist.

    ... im ersten Schritt mit flaechendeckenden Mindestloehnen, wie ihn die Linke schon lange fordert und, nachdem die SPD waehrend ihrer Regierungszeit den groessten Billiglohnsektor Europas ermoeglicht hat, jetzt auch auf diesen Zug gesprungen ist.

    • Derax
    • 07.07.2010 um 10:36 Uhr

    Der Mann hat Ahnung von dem was er sagt! SPD, Grüne hört auf ihn !

    Und das beste: wenns wirklich stimmt was er sagt kann ich mich schon mal für ne Auswanderung aus Deutschland bereit machen, wenn dann nicht die Schweiz schon voll ist :P

    Am besten wäre es, wenn die Linke dafür frühzeitig Newsletter verschickt :D

  2. Die Fragen treffen den Nerv. Die Antworten zeigen mit dem Finger auf andere. Gysi-Lafontaine-Ernst in guter Tradition. Die Präsidentenwahl war der Höhepunkt destruktiver Blockade der Linken. Bei der WM fliegen solche Mannschaften raus. Herzen und Respekt fliegen dem zu, der Verantwortung übernimmt und gestaltet.

    • WuDang
    • 07.07.2010 um 10:37 Uhr

    sie das hier loswerden wollen.
    Lesen sie doch erst mal das Interview, und kommentieren sie dieses. Das hier heißt nämlich Kommentarfunktion und nicht, was-ich-schon-immer-loswerden-wollte-Funktion.

  3. egal wo man politisch stehen mag, gauck mag einem sympathisch sein, aber warum er ein geeigneter kandidat für die sozialdemokraten, die grünen und die linke gewesen sein soll hab ich bis heute nicht verstanden. ich kenne ihn als mensch nicht und werde kein schlechtes wort über ihn verlieren, aber rein politisch steht er komplett auf den positionen des bürgerlichen lagers. da vertritt frau merkel manchmal noch sozialdemokratischere positionen, deßhalb war er absolut der falsche kandidat für das oppositionslager und ich finde es nur konsequent das aus dieser ecke nicht alle gemeinsam mit der presse "hurra" geschrien und abgestimmt haben. zum wähler kann ich nur sagen, die wenigsten haben sich dafür interessiert wer dieser herr gauck ist und haben einfach gemeinsam mit den medien beschlossen "der is es", weil der macht der regierung probleme und mit der ist man unzufrieden. bei der linken gibt es sicher viele spinner und ob deren politik sich mit der realität verträgt wird irgendwann vieleicht die zeit zeigen, aber der linken, voller ehemaliger sozialdemokraten und grünen ständig mit einer sed-vergangenheit zu kommen die mindestens drei viertel von denen nicht haben ist einfach schwach. aber genau um öl in dieses feuer zu gießen ist herr gauck wohl von einigen spd/grünen-strategen ausgesucht worden.

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    Gauck war ein Kandidat des deutschen Volkes, dies hat man nicht nur in den Umfragen gesehen. Die Linke wollte leider Politik machen und zeigen, wie ein Präsident aussehen würde, wenn die Linke die absolute Mehrheit hätte aber hat somit Gauck de facto verhindert.

    • Buh
    • 07.07.2010 um 16:46 Uhr

    Gauck hatte nur einen leichten vorspung vor Gauck und dieser Vorsprung war Mediengemacht. Die Medien haben eine Reisige Kampagne für Gauck gemacht. Auch Springer war mit an Board.Direkt nach der Wahl wulffs ist dieser "Wille des Volkes" wieder zugusnten Wulffs gekiptt.

    Wenn ihnenw irlich was an Umfragen und der Meinung der in Deutschland leben Menschen wichtig sit, solltens ie die linke loben weil sie in den allermeisten Bereichen die Mehrheitsmeinung der deutschen Deckt. ob Rente,Tierschutz, Hartz4, Afghanistan oder Atomkraft. Die linke ist meistens auf der Seite des Volkes.

    Gauck war ein Objekt der Strategie. Man wollte Schwarz-Gelb damit fertig machen und generierte so auch kritik an die Linke, die aber haltlos ist. Jeder Wahlmann und jede Wahlfrau ist nur ihrem Gewissen verpflichtet. Sie muss nicht auf Merhheitsmeinungen oder Empfehlungen der Fraktionsführung hören.
    Die Linken haben als einzige die Wahl freigegeben und die Wahlmenscen entscheiden lassen.

    Für mich war die Linke an dem tag die einzige Partei die noch die wahl und das amt des budnespräsidenten respektiert hat. Die sich nicht in Strategie ergangen aht und vor Inhalten blind war. Die eine demokratische Wahl noch als solche erkennen und gewährleisten wollten. Aber dank presse sind die Anklagen lauter als die richtigen und vernünfitgien gegenargumente.

    In diesem Interview erleben wir mal endlich wie Gegenargumente aussehen können.

    gauck war kein kandidat des "deutschen volkes" nur weil große teile der öffentlichen meinungsmacher dies so verkündet haben. das "deutsche volk" hat selbst keine gelegenheit gehabt direkt einen kandidaten zu bestimmen. wenn ich den leuten 10 artikel und nachrichtenbeiträge vorlege das ich der sympathischste deutsche bin und danach frage, wer ist aktuell der sympathischste deutsche, dann werden meine umfragewerte ähnlich hoch wie die von gauck. bei allem respekt vor diesem mann, inhaltlich hat sich nicht einmal ein bruchteil seiner unterstützer mit ihm befasst. ich persönlich hätte nichts gegen einen bundespräsindenten gauck gehabt und auch mit wulff kann ich leben. die machtverhältnisse im land lassen einen anderen kanditatentyp von der politischen ausrichtung her garnicht zu und das ist in ordnung. aber das ständig versucht wird der linken da einen strick draus zu drehen ist lächerlich, aber leider bezeichnend für das niveau der öffentlichen diskussion in politischen fragen.

    http://www.zeit.de/politi...

    gleiche welle, gleiche stelle, nur 2 tage später. wollen sie mir das erklären?
    ich fahre ganz gut damit, nicht alles zu glauben, was in der zeitung steht. und das halte ich auch mit getwittertem und gefacebooktem so. mit statistiken und vor allem interpretierten natürlich auch.

    Gauck war ein Kandidat des deutschen Volkes, dies hat man nicht nur in den Umfragen gesehen. Die Linke wollte leider Politik machen und zeigen, wie ein Präsident aussehen würde, wenn die Linke die absolute Mehrheit hätte aber hat somit Gauck de facto verhindert.

    • Buh
    • 07.07.2010 um 16:46 Uhr

    Gauck hatte nur einen leichten vorspung vor Gauck und dieser Vorsprung war Mediengemacht. Die Medien haben eine Reisige Kampagne für Gauck gemacht. Auch Springer war mit an Board.Direkt nach der Wahl wulffs ist dieser "Wille des Volkes" wieder zugusnten Wulffs gekiptt.

    Wenn ihnenw irlich was an Umfragen und der Meinung der in Deutschland leben Menschen wichtig sit, solltens ie die linke loben weil sie in den allermeisten Bereichen die Mehrheitsmeinung der deutschen Deckt. ob Rente,Tierschutz, Hartz4, Afghanistan oder Atomkraft. Die linke ist meistens auf der Seite des Volkes.

    Gauck war ein Objekt der Strategie. Man wollte Schwarz-Gelb damit fertig machen und generierte so auch kritik an die Linke, die aber haltlos ist. Jeder Wahlmann und jede Wahlfrau ist nur ihrem Gewissen verpflichtet. Sie muss nicht auf Merhheitsmeinungen oder Empfehlungen der Fraktionsführung hören.
    Die Linken haben als einzige die Wahl freigegeben und die Wahlmenscen entscheiden lassen.

    Für mich war die Linke an dem tag die einzige Partei die noch die wahl und das amt des budnespräsidenten respektiert hat. Die sich nicht in Strategie ergangen aht und vor Inhalten blind war. Die eine demokratische Wahl noch als solche erkennen und gewährleisten wollten. Aber dank presse sind die Anklagen lauter als die richtigen und vernünfitgien gegenargumente.

    In diesem Interview erleben wir mal endlich wie Gegenargumente aussehen können.

    gauck war kein kandidat des "deutschen volkes" nur weil große teile der öffentlichen meinungsmacher dies so verkündet haben. das "deutsche volk" hat selbst keine gelegenheit gehabt direkt einen kandidaten zu bestimmen. wenn ich den leuten 10 artikel und nachrichtenbeiträge vorlege das ich der sympathischste deutsche bin und danach frage, wer ist aktuell der sympathischste deutsche, dann werden meine umfragewerte ähnlich hoch wie die von gauck. bei allem respekt vor diesem mann, inhaltlich hat sich nicht einmal ein bruchteil seiner unterstützer mit ihm befasst. ich persönlich hätte nichts gegen einen bundespräsindenten gauck gehabt und auch mit wulff kann ich leben. die machtverhältnisse im land lassen einen anderen kanditatentyp von der politischen ausrichtung her garnicht zu und das ist in ordnung. aber das ständig versucht wird der linken da einen strick draus zu drehen ist lächerlich, aber leider bezeichnend für das niveau der öffentlichen diskussion in politischen fragen.

    http://www.zeit.de/politi...

    gleiche welle, gleiche stelle, nur 2 tage später. wollen sie mir das erklären?
    ich fahre ganz gut damit, nicht alles zu glauben, was in der zeitung steht. und das halte ich auch mit getwittertem und gefacebooktem so. mit statistiken und vor allem interpretierten natürlich auch.

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