Serie Junge Politiker "Bundestag ist schon hardcore"
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Daniela Kolbe, sauer auf die Linkspartei

Daniela Kolbe (SPD), sauer auf die Linkspartei

Auch Daniela Kolbe gehört zur Oslo-Gruppe. Aber an diesem Tag hat die 30-jährige SPD-Abgeordnete "keine große Lust" über rot-grün-rote Bündnisse zu reden. Die Präsidentenwahl liegt erste wenige Tage zurück. Kolbe wartet in der Lobby des Bundestags. Sie ist immer noch stinksauer auf die Linkspartei, weil diese nicht für Gauck gestimmt hat.

Auch in ihrer Heimatstadt Leipzig hat Kolbe Probleme mit den örtlichen Linken , die immer leichtfertig gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr polemisieren. Aber an sich findet sie es durchaus "sinnvoll" und "produktiv", sich auszutauschen, mögliche Vorurteile abzubauen und sich so anzunähern.

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Ob sie sich selbst auch verändert hat? Kolbe überlegt kurz. Nun ja, sie hat eine neue Brille. Aber sonst? Dann nickt sie: "Ja, ich bin angekommen". Was sie damit meint: Die Unsicherheit, die die jüngste sozialdemokratische Abgeordnete am Anfang verspürt hatte, ist inzwischen weg. Sie hat sich eingearbeitet, kennt nun die Wege und die Kollegen. Auch an den regelmäßigen Umgang mit Journalisten hat sie sich gewöhnt. Eine Film-Studentin begleitet sie mit der Kamera über mehrere Jahre. Ähnlich wie ZEIT ONLINE trifft sie sich alle paar Monate mit ihr. Sie ist gespannt, sagt Kolbe, sich selbst eines Tages im Zeitraffer anzuschauen.

Kolbe wirkt auf den ersten Blick schüchterner als Malczak und ernsthafter als Movassat. Unterhält man sich länger mit ihr, stellt man aber fest, dass sie durchaus kräftig und witzig formulieren kann. Dann lästert sie über die "Handlungsunfähigkeit" der "Chaos-Regierung" oder macht sich selbstironisch über ihren Job als Schriftführerin bei der Präsidentenwahl lustig. Diese Ehre werde einem nur zuteil, "wenn man sich nicht dagegen wehrt".

Was sie alle vereint, ist die riesengroße Freude auf die Sommerferien. Kolbe will mit ihrem Freund nach Schottland und Island, "rumfahren und erholen".

Wir wünschen allen fünf, dass sie erholt und mit guten Ideen zurückkehren. ZEIT ONLINE wird die fünf Bundestags-Neulinge weiter im Auge behalten und in unregelmäßigen Abständen von ihnen berichten.  Hier finden Sie die bisherigen Teile der Langzeit-Serie.

 
Leser-Kommentare
  1. "Er war der Verfasser im Sinne des Presserechts und hat womöglich gegen Paragraph 111 des Strafgesetzbuchs verstoßen, erläutert der Diplom-Jurist. Die Ermittlungen laufen, werden aber vermutlich bald eingestellt."

    Vor dem Gesetz sind alle gleich? Das wage ich zu bezweifeln.
    Einige sind doch gleicher als andere. Vermutlich machen es die guten Kontakte zwischen Legislative und Exekutive...

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    Das die Ermittlungen gegen ein MdB wahrscheinlich eingestellt werden macht ihn also "gleicher"? Anscheinend ist ihnen nicht klar, dass die meisten Ermittlungsverfahren ergebnislos eingestellt werden. Das liegt unter anderem daran, dass die Ermittlungsbehörden verpflichtet sind Anzeigen nachzugehen.

    Das die Ermittlungen gegen ein MdB wahrscheinlich eingestellt werden macht ihn also "gleicher"? Anscheinend ist ihnen nicht klar, dass die meisten Ermittlungsverfahren ergebnislos eingestellt werden. Das liegt unter anderem daran, dass die Ermittlungsbehörden verpflichtet sind Anzeigen nachzugehen.

  2. Tun die jungen, gut bezahlten Leute auch noch irgendetwas FÜR wen auch immer oder erstreckt sich ihre Tätigkeit - auf Beifall der immer linker werdenden ZEIT hoffend - auf reine Obstruktion?
    Und warum werden keine jungen Abgeordneten von Union oder FDP vorgestellt?
    parteipolitische Einseitigkeit in Reinformat; peinliche Fehlleistung, liebe ZEIT !

    Der "Links-Drift" kann entkräftet werden. Der Artikel zu FDP/Unionsabgeordneten erschien am 22.7. Die Redaktion/is

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    Peinliche Unwissenheit, lieber tigurinus!

    Peinliche Unwissenheit, lieber tigurinus!

  3. "Plötzlich muss man gut aufpassen[...]. Neulich erhielt er Post von der Staatsanwaltschaft. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Menschen zu Straftaten angestiftet zu haben, als er zum Protest gegen eine rechtsextreme Demonstration in Duisburg aufrief."

    Das klingt so schwunghaft und jugendlich, wenn man das liest. Als ob es für uns alle selbstverständlich wäre politisch motivierte Straftaten zu begehen und als wäre das Abgeordnetendasein besonders "hardcore", weil man plötzlich für Straftaten belangt werden kann...

  4. Sehen Sie mal bei den Artikelinformationen. Dort werden Sie sehen, dass es sich um eine Serie handelt. Eine Serie besteht aus mehreren Teilen. Einer war z. B. vom 22.07. über 2 Koalitionsjünglinge.

  5. Gibt es die überhaupt?
    Wenn ja, dann kann ich mir die schon vorstellen.
    Unerträgliche Streber, die mit der finacial times unter dem Arm in Anzug und Kravatte auf die Welt gekommen sind.
    Nö - über die will ich in der ZEIT nichts lesen müssen.
    Überhaupt. Die FDP hat eh nur noch 4%. Eine Randgruppe also.

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    http://www.youtube.com/wa...

    Ist erstaunlich nah an ihren Vorurteilen;-)

    ... die linken Berufsjungpolitiker, die nicht einmal das in diesen Parteien obligatorische Soziologiestudium haben und jetzt – wahrscheinlich aufgrund einiger kesser Antifa-Sprüche in diversen Jugendorganisationen, mit denen sie auf sich aufmerksam gemacht haben – schon auf eine Art ausgesorgt haben, von der echte Leistungsträger nur träumen können. Ich fühle mich als junger Mensch auf jeden Fall nicht von denen vertreten.

    http://www.youtube.com/wa...

    Ist erstaunlich nah an ihren Vorurteilen;-)

    ... die linken Berufsjungpolitiker, die nicht einmal das in diesen Parteien obligatorische Soziologiestudium haben und jetzt – wahrscheinlich aufgrund einiger kesser Antifa-Sprüche in diversen Jugendorganisationen, mit denen sie auf sich aufmerksam gemacht haben – schon auf eine Art ausgesorgt haben, von der echte Leistungsträger nur träumen können. Ich fühle mich als junger Mensch auf jeden Fall nicht von denen vertreten.

  6. http://www.youtube.com/wa...

    Ist erstaunlich nah an ihren Vorurteilen;-)

    Antwort auf "Junge bei der FDP?"
  7. 7. Ja...

    vor allem die Gesichter!

    • tisass
    • 27.07.2010 um 17:06 Uhr

    Das sind schon ein paar putzige Portraits, aber wie ich finde ziemlich Inhaltsleer und irgendwie Irrelevant.

    Das einzige, was mein Interesse geweckt hat war das vernietlichende Schulvokabular: "schwänzt" die Vereidigung, "die riesengroße Freude auf die Sommerferien".

    Vielleicht verbringen sie sie ja gemeinsam, möglicherweise auf einem idyllischen Reiterhof.

    Wenn man die jungen Abgeordneten nicht ernst nimmt, kann man sich derlei Artikel auch sparen, finde ich.

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