Sommerpause Merkel lacht sich davon

Finanzmarktregulierung, Hartz-IV-Reform, Bundeswehrumbau. Nach der Sommerpause kommen auf Kanzlerin Angela Merkel schwere Aufgaben zu. Sie lächelt dazu.

Sie freut sich auf den Urlaub. Gelöst lacht sie in die Kameras. Vorbei scheinen die Wochen der hängenden Mundwinkel, der kurzen Nächte, der Ärger über die illoyalen Minister, die erst mit Journalisten sprechen, dann mit der Kabinettschefin. Angela Merkel sieht am Mittwoch bei der traditionellen Fragerunde vor der Sommerpause aus, als ob sie eine Wahl gewonnen hätte. Wie eine Marathonläuferin, die irgendwie die Zielgerade erreicht hat und sich selbst nicht erklären kann, wie das nur gelungen ist. Merkel hat richtig Spaß, an diesem heißen Julitag.

Grund für die gute Laune der Bundeskanzlerin gibt es eigentlich keinen – außer dem, nun erstmal in Ruhe gelassen zu werden vom Politikbetrieb im überdrehten Berlin. Andererseits: Für Merkel und ihr Chaoskabinett kann die zweite Jahreshälfte eigentlich nur noch besser werden – die Betonung liegt auf eigentlich.

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Die erste Jahreshälfte war bisher die schwierigste Zeit in ihrer Kanzlerschaft. Amtsmüde sei sie deswegen nicht, sagt Merkel. Vor der Bundespressekonferenz gab sich die CDU-Vorsitzende betont zuversichtlich. Sie zog Bilanz ("überwiegend positiv") und schaute nach vorn ("arbeitsreich") – und lächelte dabei.

Dabei hat das Kabinett einen Arbeitsplan vor sich, der für die zerstrittene Truppe nach weiteren Konflikten, Umfragetiefs und Machtwörtern der Kanzlerin, die irgendwo zwischen Kanzleramt, Auswärtigem Amt und Bayerischer Staatskanzlei verhallen, klingt: Gesundheit, Bundeswehr, Hartz-IV-Sätze, internationale Finanzmarktarchitektur, Kindergeld, Atomkraftwerklaufzeiten, Haushalt.

Doch die Kanzlerin lächelt. Der Bundespräsident und sechs Landesfürsten der CDU, darunter drei Vizevorsitzende der Partei, machten sich in den vergangenen sechs Monaten davon: Oettinger zog als EU-Kommissar von Stuttgart nach Brüssel, Wulff von Hannover nach Berlin. Seine Wahl zum Bundespräsident war ein machtpolitischer Kraftakt. Merkel und ihre Mannschaft erhielten einen heftigen Denkzettel.

Heute sagt sie nur, sie sei froh, dass ihr Wunsch, Christian Wulff zum Bundespräsidenten zu machen, in Erfüllung ging. Dabei grinst sie ein bisschen. Es heiße doch immer, man solle kluge Personalplanung machen und Chancen eröffnen, scherzt Merkel. Dass Oettinger und Wulff Karriere gemacht haben, sei doch positiv. Nun kommen eben Stefan Mappus in Baden-Württemberg und David McAllister in Niedersachsen nach. Beide seien große Talente. Die Neuen müssten sich nun beweisen. Merkel nimmt ihren eigenen Weg als Vorbild: Als sie Umweltministerin wurde, hätten alle geschrien, dass mit Töpfers Wechsel ins Bauministerium die Umweltpolitik am Ende sei, sagt die Kanzlerin. "Am Ende ging es dann auch mit mir als Umweltministerin."

Die Amtsflucht der Generation Andenpakt lässt Merkel scheinbar kalt: "Es ist so, dass das ein personeller Umbruch ist. Das ist ja völlig klar." Althaus in Thüringen trat zurück. Die Kanzlerin findet kein Wort des Bedauerns. Stattdessen erinnert sie die Presse daran, dass vielen dessen Abgang gar nicht schnell genug gehen konnte. Außerdem habe die Union nun mit Christine Lieberknecht eine hervorragende Ministerpräsidentin.

Und Rüttgers? Die verlorene Wahl in NRW? Der Verlust der Bundesrats-Mehrheit? Schade sei das gewesen, sagt die Kanzlerin. "Schade". Selbst dabei vergisst sie das Lächeln nicht.

Zum Schwund im Parteivorstand sagt Merkel nichts. Der Hesse Koch und der Hamburger Beust wollen mal was Anderes machen als Politik – das findet Merkel völlig in Ordnung. Sie selbst habe ja vor der Politik auch Physik studiert, für die Akademie der Wissenschaften und in Wendezeiten als Sprecherin der ostdeutschen Regierung gearbeitet.

Jetzt macht es mir erstmal Spaß, dabei belassen wir’s

Angela Merkel

Selbst etwas Anderes zu machen, komme für sie nun gar nicht infrage. "Ich freue mich, dass ich in der Politik gelandet bin." Dort habe sie noch viel gelernt im höheren Alter. Wie lange sie regieren wolle?, fragt ein Journalist. Ob sie sich Beust als Vorbild nehme? Merkel feixt. "Jetzt macht es mir erstmal Spaß, dabei belassen wir’s." Draußen brennt die Sonne vom Hauptstadthimmel, drinnen frohlockt Merkel.

Nur ein Abgang aus ihrem Umfeld schmerzt sie sichtlich. Als sie über den Verlust spricht, den ihr der Wechsel von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm auf den Chefsessel des Bayerischen Rundfunks beschert, da ist es mit der guten Laune vorbei. Er habe ihr den Rücken freigehalten. Sie hätten sich so gut verstanden. Nach der Sommerpause muss die Kanzlerin ohne Wilhelm auskommen.

Das Lächeln kehrt erst zurück in Merkels Gesicht, als jemand nach Afghanistan und der Exitstrategie fragt. Ausgerechnet, gibt es doch auch hier aus deutscher Sicht eigentlich nichts Positives zu sagen. Sie sagt, Entwicklungsminister Niebel habe ihr gerade erzählt, dass der Haushalt Afghanistans nur zu acht Prozent aus Eigenmitteln bestehe. Der Rest kommt aus dem Ausland. Das sage doch alles. Der Gedanke, dass andere Staaten ganz andere Probleme haben als Deutschland, scheint ihr die Stimmung wieder aufzuhellen.

Zu jedem Thema, sei es noch so problembeladen, sagt Merkel etwas. Und überall sieht sie mehr Licht als Schatten. Euro gerettet, Griechenland gerettet, Arbeitslosenzahlen gesenkt, es war ja auch nicht alles schlecht, was die Christdemokraten, Christsozialen und die Liberalen so geleistet haben, versucht Merkel als positive Botschaft rüberzubringen.

Selbst die zerrüttete Finanzlandschaft blühe wieder. Die Überprüfung der deutschen Banken sei gut gelaufen. "Die Bedingungen für die Stresstests sind ganz real", sagt die Kanzlerin. Merkels ganz persönlicher Stresstest vor der Bundespressekonferenz fällt positiv aus.

Fast nichts bringt sie aus der Ruhe. Nicht die chinesischen Reporter, die ständig nach ihrer vergangenen Reise nach Peking und Menschenrechten fragen. Nicht ein osteuropäischer Korrespondent, der eine Ost-Orientierung der deutschen Außenpolitik und Probleme mit Amerika erkennen will. Nicht die deutschen Journalisten, die nach all den Pleiten, den politischen Pannen und Problemen der schwarz-gelben Koalition fragen. Schlagfertig, manchmal selbstironisch und für Merkels Verhältnisse regelrecht locker antwortet sie. "Entschuldigen Sie bitte, dass ich zu diesem weitläufigen Exkurs aufgebrochen bin", sagt sie an einer Stelle, nachdem sie minutenlang referiert hat.

Über ihre Kabinettsmitglieder von CSU und FDP, die in den Medien gerade die verabschiedeten Sparpläne zerreden, verliert sie kein böses Wort. "Es ist immer schön, wenn man erst miteinander als übereinander spricht", sagt Merkel nur. Auch bei Nachfragen nach der oft renitenten CSU lässt Merkel sich nicht zu einer unbedachten Äußerung provozieren. Horst Seehofer, hmm, der sei ja auch ganz konstruktiv. Und die drei Bayern im Kabinett lieferten gute Arbeit ab.

Erst nach fast einer Stunde voller Fragen zu allen Themen der deutschen und internationalen Politik reagiert Merkel unwirsch. Die Frage, ob sie vor dem Kundus-Untersuchungsausschuss treten wird – oder ob sie das wegverhandelt habe, ärgert sie sichtbar. Unwirsch belehrt sie die Journalistin, dass das Sache des Parlaments sei. Wenn sie eingeladen werde, dann gehe sie auch dahin. Basta. Doch dann fällt ihr wohl wieder ein, dass sie sich einen Gute-Laune-Auftritt verordnet hat. Sie ergänzt mild: "Warten Sie es doch erstmal ab" – und lächelt dann wieder.

"Im Moment können Sie davon ausgehen, dass sie mich nach den Ferien wiedersehen", sagt Merkel zwischendurch. Amtsmüde, das sind anscheinend nur die Alphamännchen, bei den Christdemokraten eine aussterbende Art. Die CDU-Vorsitzende hat anscheinend von ihrem ehemaligen Förderer Helmut Kohl gelernt. Nur verbindet sie nun das Kohl'sche Aussitzen mit einem Lächeln. So richtig urlaubsreif, sieht die Kanzlerin eigentlich gar nicht aus.

 
Leser-Kommentare
  1. Julia Klöckner!

    So wird der Umbruch in der CDU bestimmt noch ein Erfolg!

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    Da lacht der Beck - auf diesem Level wird das ja bald unterirdisch...

    Ja, Frau Klöckner ist vielversprechend.
    Als Ex-Weinkönigin im Verbraucherschutzministerium,
    als Theologin für Mord& Totschlag in Afghanistan.
    Möge DER Kelch besser an uns vorbeigehen!

    • Buh
    • 22.07.2010 um 1:00 Uhr

    Hat sich bei mir bisher nur durch unterirdischen Äusserungen udn Taten bei mir bemerkbar gemacht. Diese Frau verachtet zb Tiere enorm, war gegen die Tierschutztüf und machte sich über die Grünen lustig, als diese die erbärmlichen Haltungsbedingungen von Käfig-Legehennen angeprangert haben. Diese Frau bedeutet nichts gutes. Sie schein eine ausserordentliche Opportunistin zu sein ohne WErte und ohne Liebe zu dem was wir zu bewahren versuchen. ich stimme zu: Möge DER Kelch an uns vorrüber gehen!

    Da lacht der Beck - auf diesem Level wird das ja bald unterirdisch...

    Ja, Frau Klöckner ist vielversprechend.
    Als Ex-Weinkönigin im Verbraucherschutzministerium,
    als Theologin für Mord& Totschlag in Afghanistan.
    Möge DER Kelch besser an uns vorbeigehen!

    • Buh
    • 22.07.2010 um 1:00 Uhr

    Hat sich bei mir bisher nur durch unterirdischen Äusserungen udn Taten bei mir bemerkbar gemacht. Diese Frau verachtet zb Tiere enorm, war gegen die Tierschutztüf und machte sich über die Grünen lustig, als diese die erbärmlichen Haltungsbedingungen von Käfig-Legehennen angeprangert haben. Diese Frau bedeutet nichts gutes. Sie schein eine ausserordentliche Opportunistin zu sein ohne WErte und ohne Liebe zu dem was wir zu bewahren versuchen. ich stimme zu: Möge DER Kelch an uns vorrüber gehen!

    • TDU
    • 21.07.2010 um 19:27 Uhr

    Vor dem Urlaub das übliche Betroffenheitsgesicht deutscher Fernsehschauspielerinnen aufsetzen? Die Welt ist ein Jammertal und die Probleme nie zu lösen und überhaupt alles ein Elend und voll der Ernst jetzt. Lachen verboten.

    Guter nachhaltiger Abschied in den Urlaub, damit wirs ja nicht vergessen. Hoffentlich lacht se nicht wenn sie wieder kommt.

    Andere haben auch gelacht nach Hartz IV zum Beispiel oder nach Afghanistan oder der Ökosteuer. Dazu ne 30 Euro Zigarre im Brioni Anzug. Wenigstens stilvoll nicht wahr?

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    Hoffentlich kommt sie einfach nicht wieder... sondern bleibt wo der Pfeffer wächst. Dort kann sie von mir aus soviel und so lange lachen wie es ihr beliebt. Der Tag der Abrechnung kommt sowieso nach ihrem "Urlaub".

    Hoffentlich kommt sie einfach nicht wieder... sondern bleibt wo der Pfeffer wächst. Dort kann sie von mir aus soviel und so lange lachen wie es ihr beliebt. Der Tag der Abrechnung kommt sowieso nach ihrem "Urlaub".

    • optun
    • 21.07.2010 um 19:54 Uhr

    Der Kommentar hat den Nagel auf den Kopf getroffen, Merkel lacht sich davon.
    Den Eindruck habe ich von Merkel schon lange bekommen.
    Vielleicht hat sie aber auch Humor und hat erkannt, dass man sich über das was sie geleistet hat, nur kaputt lachen kann.
    Aber mal Spaß beiseite, ist es nicht eine bodenlose Arroganz, wenn Merkel ihre Arbeit als positiv bewertet.
    Wie abgehoben und realitätsfremd muss man da nur sein!

    [...]

    Nein, was Merkel für das Volk dieses Landes geleistet hat, da würde eine Lehrer sagen: Merkel eine 6 hinsetzen!

    Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Kritik an der Kanzlerin. Die Redaktion/is

  2. Tja, Angie-Baby - Das Lächeln wird Dir in dieser Legislaturperiode bestimmt noch vergehen.

    Deinen alten Weggefährten Honecker und Kohl ist das Lächeln ja auch abhanden gekommen.

    Honecker wurde von seinem eigenen Volk aus dem Land gejagt und Kohl wurde von allen Deutschen abgewählt.
    Beide hatten nicht begriffen, dass Lächeln allein nicht genügt, ein Volk, dessen Probleme man ignoriert, so bei der Stange zu halten.

    Heute ist die Situation aber eine andere, denn wir haben zurzeit keine Wählerschaft und das Volk ist nicht bereit, auf die Straße zu gehen - aus welchen Gründen auch immer.

    Nun wird der Tag kommen, dass wenigstens entweder die eigenen "Genossen" Dich vom Stuhl holen oder die Opposition dafür Sorge tragen wird.

    So wie Du mit Deinem Guido gewirtschaftet hast, so kann es nun einmal nicht weitergehen in diesem Deutschland der immer weiter wachsenden sozialen Gegensätze zwischen Arm und Reich.

    Auch Du wirst Deinen Lehrmeistern folgen, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - dafür sind diese "Strategen" wenigstens auf dem politischen Parkett anständig ausgerutscht - auf welcher "Schleimspur" auch immer.

  3. Galaxie. Sie kam nie wieder zurück, dann lachten die Deutschen, vor Glück.

  4. Merkel verkauft die Abgänge in der Führungsetage der CDU,als Chance für politische Talente.
    Angesichts der Tatsache,dass Rot-Grün momentan eine absolute Mehrheit hätte wenig angebrachter Galgenhumor.

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    "Merkel verkauft die Abgänge in der Führungsetage der CDU,als Chance für politische Talente.
    Angesichts der Tatsache,dass Rot-Grün momentan eine absolute Mehrheit hätte wenig angebrachter Galgenhumor"
    ---------------------------------------------------------

    Laut "Umfrage" hat ROT/GRÜN zwar die absolute Mehrheit, aber das hat den politischen Stellenwert i.H.v. 0% !

    Und nun der schlimmste Makel von ROT/GRÜN:

    Den fehlen die "Talente", um ein Hyperwirtschaftsland wie Deutschland zu regieren!
    Die Qualität der letzten "Talente" von ROT/GRÜN ist zu ermessen an SCHRÖDER/FISCHER und deren "Mannschaft"!

    Nachfolger sind sicherlich GABRIEL/ÖZDEMIR !
    Dann bräuchten wir mehr als nur Galgenhumor!

    "Merkel verkauft die Abgänge in der Führungsetage der CDU,als Chance für politische Talente.
    Angesichts der Tatsache,dass Rot-Grün momentan eine absolute Mehrheit hätte wenig angebrachter Galgenhumor"
    ---------------------------------------------------------

    Laut "Umfrage" hat ROT/GRÜN zwar die absolute Mehrheit, aber das hat den politischen Stellenwert i.H.v. 0% !

    Und nun der schlimmste Makel von ROT/GRÜN:

    Den fehlen die "Talente", um ein Hyperwirtschaftsland wie Deutschland zu regieren!
    Die Qualität der letzten "Talente" von ROT/GRÜN ist zu ermessen an SCHRÖDER/FISCHER und deren "Mannschaft"!

    Nachfolger sind sicherlich GABRIEL/ÖZDEMIR !
    Dann bräuchten wir mehr als nur Galgenhumor!

  5. Ich hätte ehrlich nicht vermutet dass ich das mal sagen würde, denn beliebt hat er sich nicht gerade gemacht durch seine Richtungsentscheidungen. Und das Ende seiner Regierungszeit finde ich bis heute beschämend, ein Amt ist eine Verpflichtung die man gefälligst bis zum Ende der Amtszeit zu erfüllen hat solange keine gesundheitlichen oder familiären Gründe im Wege stehen.

    Aber er hat zumindest gehandelt, hatte zumindest Ziele und hat diese auch durchgesetzt. Zugegeben oft mit einer diskutablen "Basta"-Politik aber, wie man in Amerika sagt, "the buck stops with me". Während schon während der Großen Koalition Kanzlerin Merkel den "buck" - also die letzte Verantwortung - gerne abgeschoben hat. Andere wurden "vorgeschickt" und haben ausgetestet wie gewisse Dinge in der Öffentlichkeit ankommen und der Koalitionspartner SPD hat ohnehin die meiste Kritik abbekommen. War man ja schon seit der Agenda 2010 gewöhnt, sich kollektiv auf die SPD zu stürzen.

    Das war bequem für die Union und Kanzlerin Merkel. Mit dem Juniorpartner FDP, der doch sogar der Wunschpartner sein soll, funktioniert dies nicht mehr. Jetzt wird meiner Meinung nach die eklatante Führungsschwäche von Kanzlerin Merkel offenbar.

    Rückblickend war die Ära Rot/Grün besser für die Republik. Und viele Projekte die damals noch verlacht wurden, man nehme nur das EEG, erweisen sich jetzt als von Weitblick getragen.

    Soweit meine Meinung.

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    • IPJ
    • 22.07.2010 um 8:41 Uhr

    Ich zitiere Sie: "Aber er [Schröder] hat zumindest gehandelt, hatte zumindest Ziele und hat diese auch durchgesetzt." - Zitatende -

    So manch ein Diktator, nicht zuletzt in Deutschland, hatte gehandelt, hatte Ziele und hat diese auch durchgesetzt. Ist Ihnen dabei völlig egal, welche Handlungen durchgeführt, welche Ziele angestrebt und auf welche Art und Weise diese durchgesetzt werden? Hauptsache, es wird zielgerichtet gehandelt und durchgesetzt? Oder heißen Sie die Politik der Agenda 2010 für gut und bedauern, dass Kanzler Schröder damals das Handtuch warf? Nur um einen "Macher" an die Macht zu bringen, würde ich dort nicht mein Kreuzchen machen, gegen das Wohl des Volkes und für eine Politik der Verarmung der Massen. Die Schwarzgelben setzen diese Politik nun zielgerichtet und verschärft fort, entspricht sie doch ihrer eigenen ideologischen Ausrichtung. Daher das Lächeln der Kanzlerin?
    Die etablierten Parteien in Deutschland machen gegen den Sozialstaat mobil, mit den jeweils parteieigenen Besonderheiten. Aber im Grunde genommen haben sie alle sich dem Neoliberalismus verschrieben, auch die SPD. Und die genannten Besonderheiten der einzelnen Parteien sind meist nur noch schwache Klänge, die wie ein fernes Echo aus einer längst vergangenen Zeit zu uns herüberklingen. Irgendwo, in einem schlecht verständlichen Refrain, kann man das Wort "Sozial" noch schwach vernehmen, oft in einer sehr eigenen Auslegung. Aber auch dies wird eines Tages wohl gänzlich verklingen.

    Gruß
    Janna

    • IPJ
    • 22.07.2010 um 8:41 Uhr

    Ich zitiere Sie: "Aber er [Schröder] hat zumindest gehandelt, hatte zumindest Ziele und hat diese auch durchgesetzt." - Zitatende -

    So manch ein Diktator, nicht zuletzt in Deutschland, hatte gehandelt, hatte Ziele und hat diese auch durchgesetzt. Ist Ihnen dabei völlig egal, welche Handlungen durchgeführt, welche Ziele angestrebt und auf welche Art und Weise diese durchgesetzt werden? Hauptsache, es wird zielgerichtet gehandelt und durchgesetzt? Oder heißen Sie die Politik der Agenda 2010 für gut und bedauern, dass Kanzler Schröder damals das Handtuch warf? Nur um einen "Macher" an die Macht zu bringen, würde ich dort nicht mein Kreuzchen machen, gegen das Wohl des Volkes und für eine Politik der Verarmung der Massen. Die Schwarzgelben setzen diese Politik nun zielgerichtet und verschärft fort, entspricht sie doch ihrer eigenen ideologischen Ausrichtung. Daher das Lächeln der Kanzlerin?
    Die etablierten Parteien in Deutschland machen gegen den Sozialstaat mobil, mit den jeweils parteieigenen Besonderheiten. Aber im Grunde genommen haben sie alle sich dem Neoliberalismus verschrieben, auch die SPD. Und die genannten Besonderheiten der einzelnen Parteien sind meist nur noch schwache Klänge, die wie ein fernes Echo aus einer längst vergangenen Zeit zu uns herüberklingen. Irgendwo, in einem schlecht verständlichen Refrain, kann man das Wort "Sozial" noch schwach vernehmen, oft in einer sehr eigenen Auslegung. Aber auch dies wird eines Tages wohl gänzlich verklingen.

    Gruß
    Janna

  6. Merkel lächelt. Mothers little helpers, vermute ich mal.

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    das ist einfach nur peinlich und hat keine Persektive.

    das ist einfach nur peinlich und hat keine Persektive.

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