Elterngeld Wie man sozialen Unfrieden stiftet
Ein Gesetzentwurf aus dem Familienministerium sieht vor, dass Minijobbern das Elterngeld gestrichen wird. Absurder geht’s nicht. Ein Kommentar
© Sean Gallup/Getty Images

Will Mini-Jobbern ans Elterngeld: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU)
Sommerloch? Von wegen! Was in diesen Tagen aus dem Familienministerium in Berlin dringt, hat das Potenzial zum Skandal. Es steht, was die Verachtung von sozial Schwachen angeht, auf der selben Stufe wie das Gerede von der "spätrömischen Dekadenz", die Guido Westerwelle unlängst unter Hartz-IV-Empfängern ausgemacht haben wollte. Ja, man kann es auch so sehen: Der Plan von Familienministerin Kristina Schröder, Mini-Jobbern das Elterngeld zu kürzen, ist die konsequente Fortsetzung der Westerwelle'schen Diktion.
Denn künftig, so sieht es der Gesetzentwurf aus Schröders Ministerium vor, sollen Minijobs nicht mehr für die Berechnung des Elterngeldes herangezogen werden. Auch wer wegen seines geringen Einkommens zusätzlich Hartz-IV-Leistungen erhält, soll dem Papier zufolge bis zu 300 Euro weniger Elterngeld bekommen.
Das Vorhaben, würde es Realität, wäre die zweite Radikalrasur beim Elterngeld: Im Rahmen des Sparpakets hatte die schwarz-gelbe Koalition kürzlich beschlossen, dass Hartz-IV-Empfänger künftig kein Elterngeld mehr bekommen sollen. Schon das war ein sozialpolitisch fragwürdiges Signal, wenngleich sich dafür immerhin noch eine plausible Begründung finden ließ. Per Definition ist das Elterngeld eine Ersatzleistung für eine Unterbrechung einer Berufstätigkeit. Und Hartz-IV-Empfänger sind nun mal nicht berufstätig.
Dem jüngsten Vorstoß aber ist mit Logik nicht mehr beizukommen. Denn er wird, soweit bisher bekannt, damit begründet, stärkere Anreize für eine besser bezahlte Arbeit zu schaffen. Ja, geht’s noch?
Im Klartext heißt das: Minijobber und Harz-IV-Aufstocker sollten sich, bevor sie ihren Kinderwunsch wahr machen, gefälligst um einen anständig bezahlten Job kümmern, um ein paar Monate später in den Genuss des Elterngeldes kommen zu dürfen. So wird eine Maßnahme, die ursprünglich geschaffen wurde, um die Entscheidung für Kinder zu erleichtern, zu einer arbeitsmarktpolitischen Strafaktion. Das ist absurd.
Denn damit würden gerade diejenigen bestraft, die sich – zusätzlich zu Hartz IV – um Arbeit bemühen. Gerade diejenigen, die für sehr wenig Geld oft sehr harte Arbeit verrichten, die zusätzlich zu einem schlecht bezahlten Hauptjob einen noch schlechter bezahlten Nebenjob annehmen, diejenigen also, die sich aller Widrigkeiten zum Trotz nicht aufgegeben haben.
Was das Schröder'sche Ministerium hier verfolgt, ist Klientelpolitik in ihrer reinsten Form. Sie entlarvt sich schon an den blanken Zahlen: Den Ministeriumsplänen zufolge sollen in Sachen Elterngeld rund 440 Millionen Euro bei den Ärmsten gespart werden, 155 Millionen Euro bei Gering- und Normalverdienen – und exakt Null Euro bei Besondersgutverdienern.
Will die Koalition wirklich für diese relativ geringen Einsparsummen einen solchen Ansehensverlust riskieren? Passen würde es zu ihr, könnte man lapidar antworten: Diese Regierung tut das, wofür sie gewählt wurde. Doch das stimmt nicht. Weder die Union noch die FDP hat im Wahlkampf sozialen Unfrieden versprochen. Genau den aber riskiert nun Kristina Schröder. Man kann nur hoffen, dass die Koalitionäre mit sozialem Gewissen ( die es durchaus gibt ), ihrer Familienministerin schnell klar machen, wohin ihr Vorschlag gehört: In den Müll.
- Datum 16.07.2010 - 15:21 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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...im Volk: Und will mit solchen Vorstößen die Toleranzschwelle des Volkes testen. Die aber ist längst überschritten - zu öffentlichen Unruhen fehlt nicht mehr viel.
In Deutschland muss noch sehr viel passieren bis die Leute auf die Straßen gehen. Und dann ist es zu spät!
da es verboten ist. Wir sind hier nicht in Frankreich oder Polen. Höchstens vielleicht in Ostdeutschland, aber die im Inneren eingesetzte Bundeswehr wird es unterdrücken können.
Wir haben auch dank Onlinedurchsuchung und Vorratsdatenspeicherung neue Möglichkeiten, in die Organisation solcher Unruhestifter und Terroristen einzugreifen.
Aber wozu Unruhen, noch funktioniert das Wahlsystem bei uns. So kann viel mehr erreicht werden, vorausgesetzt, man hört auf, vor einer Wahl die bunten Wahlprogramme zu lesen und auf irgendwelche Wahlversprechen zu hören.
Ich habe es zwar als langjähriger Sozialdemokrat um 17:59 nach großen mentalen Qualen vor der Wahlkabine doch nicht geschafft, mein Vorhaben umzusetzen und die FDP zu wählen, damit diese auch sicher an die Regierung kommt.
Aber es klappte dann doch. Sie regieren jetzt. Toll, anders wären jetzt Kommentare wie Ihrer nicht so oft zu lesen und die FDP würde nicht so einfach für die nächsten 20 Jahre in der Versenkung verschwinden.
Dazu sind sie immer noch zu sehr gelähmt von TV und Alkohol. Mindestens eines von beidem müsste verschwinden, bevor die Deutschen den Aufstand wagen.
Eher glaube ich, eine kleine Elite wird sich finden und RAF Reloaded aufführen.
In Deutschland muss noch sehr viel passieren bis die Leute auf die Straßen gehen. Und dann ist es zu spät!
da es verboten ist. Wir sind hier nicht in Frankreich oder Polen. Höchstens vielleicht in Ostdeutschland, aber die im Inneren eingesetzte Bundeswehr wird es unterdrücken können.
Wir haben auch dank Onlinedurchsuchung und Vorratsdatenspeicherung neue Möglichkeiten, in die Organisation solcher Unruhestifter und Terroristen einzugreifen.
Aber wozu Unruhen, noch funktioniert das Wahlsystem bei uns. So kann viel mehr erreicht werden, vorausgesetzt, man hört auf, vor einer Wahl die bunten Wahlprogramme zu lesen und auf irgendwelche Wahlversprechen zu hören.
Ich habe es zwar als langjähriger Sozialdemokrat um 17:59 nach großen mentalen Qualen vor der Wahlkabine doch nicht geschafft, mein Vorhaben umzusetzen und die FDP zu wählen, damit diese auch sicher an die Regierung kommt.
Aber es klappte dann doch. Sie regieren jetzt. Toll, anders wären jetzt Kommentare wie Ihrer nicht so oft zu lesen und die FDP würde nicht so einfach für die nächsten 20 Jahre in der Versenkung verschwinden.
Dazu sind sie immer noch zu sehr gelähmt von TV und Alkohol. Mindestens eines von beidem müsste verschwinden, bevor die Deutschen den Aufstand wagen.
Eher glaube ich, eine kleine Elite wird sich finden und RAF Reloaded aufführen.
Gehört nicht nur dieser Vorschlag, sondern die gesamte Regierung.
Kein Lichtblick, nirgends. Was seit der Wahl passiert ist, ist nicht zu toppen.
ist es zwar noch nicht ganz so weit, aber die Schwesterparteien der jetzigen Deutschen Regierungsparteien haben von 2000 bis 2006 ebensolchen Sozialabbau und Klientelpolitik für die Reichen betrieben.
Es ist an der Zeit, sich zu wehren. Dies gilt hier wie in Deutschland und sicher auch noch anderen europäischen Staaten.
ist es zwar noch nicht ganz so weit, aber die Schwesterparteien der jetzigen Deutschen Regierungsparteien haben von 2000 bis 2006 ebensolchen Sozialabbau und Klientelpolitik für die Reichen betrieben.
Es ist an der Zeit, sich zu wehren. Dies gilt hier wie in Deutschland und sicher auch noch anderen europäischen Staaten.
1 Mai nächsten Jahres ab, daran wird man schön erkennen wie es der Unterschicht und der Mittelschicht in Deutschland geht. Dieses Jahr war ja noch recht Harmlos, aber ich gucke einfach mal in meine Glaskugel und sagen das es die größten Auschreitungen geben wird, die Berlin jemals hatte.
... leider. Gerade die Unterschicht blickt es doch am wenigsten, ebenso wie die Bauern früher ihren Kaiser verehrten, der sie gnadenlos ausbeutete.
Die wirkliche Unterschicht hat aufgegeben, interessiert sich nicht und ist schlecht organisiert, die Mittelschicht glaubt immer noch zu den Gewinnern zu zählen und die Gesetze werden als TINA und per Salamitaktik eingebracht.
Die Mai-Ausschreitungen werden im Laufe der nächsten Jahre nahezu ausbleiben. Warum? Weil es immer weniger 13-19 jährige gibt - und das ist die Altersgruppe der Haupt-Steineschmeißer.
Außerdem: Der Gentrifizierung sei dank wohnen immer mehr Leute mit einem für Schröder förderungswürdigen Einkommen in X-Berg. Die haben schon lange keine Ambition mehr auf Steineschmeißen. Dabei könnte ja das Mac-Book kaputt gehen. Die labern weiter Pseudo-Links und wählen die Fdpler von den Grünen. Womit ich nicht behaupten will, das die Steineschmeißer in irgendeinerweise Links sind. Die sind genauso bratzköpfig wie die Chaoten vom rechten oder neoliberalen Rand.
und was wird uns das sagen ? nichts. [...]
Gekürzt. Bitte formulieren Sie Ihre Meinung in sachlichem Ton und unter Vorbringung von Argumenten. Die Redaktion/cs
... leider. Gerade die Unterschicht blickt es doch am wenigsten, ebenso wie die Bauern früher ihren Kaiser verehrten, der sie gnadenlos ausbeutete.
Die wirkliche Unterschicht hat aufgegeben, interessiert sich nicht und ist schlecht organisiert, die Mittelschicht glaubt immer noch zu den Gewinnern zu zählen und die Gesetze werden als TINA und per Salamitaktik eingebracht.
Die Mai-Ausschreitungen werden im Laufe der nächsten Jahre nahezu ausbleiben. Warum? Weil es immer weniger 13-19 jährige gibt - und das ist die Altersgruppe der Haupt-Steineschmeißer.
Außerdem: Der Gentrifizierung sei dank wohnen immer mehr Leute mit einem für Schröder förderungswürdigen Einkommen in X-Berg. Die haben schon lange keine Ambition mehr auf Steineschmeißen. Dabei könnte ja das Mac-Book kaputt gehen. Die labern weiter Pseudo-Links und wählen die Fdpler von den Grünen. Womit ich nicht behaupten will, das die Steineschmeißer in irgendeinerweise Links sind. Die sind genauso bratzköpfig wie die Chaoten vom rechten oder neoliberalen Rand.
und was wird uns das sagen ? nichts. [...]
Gekürzt. Bitte formulieren Sie Ihre Meinung in sachlichem Ton und unter Vorbringung von Argumenten. Die Redaktion/cs
In Deutschland muss noch sehr viel passieren bis die Leute auf die Straßen gehen. Und dann ist es zu spät!
"In Deutschland muss noch sehr viel passieren bis die Leute auf die Straßen gehen. Und dann ist es zu spät!"
Und ich befürchte, dass die Leute auf der Strasse sich dann auch die (falschen) Sündenböcke ausgesucht haben werden.
Wenn ich alleine in den Foren lese, dass viele den Ärmeren nicht einmal mehr die Butter auf dem Brot gönnen- während man die Riesenschmarotzer gewähren lässt, kann einem Angst und Bange werden um die Zukunft unserer Gesellschaft.
In Deutschland wird es keine sozialen Unruhen geben, weil der deutsche Michel unfähig zur Revolution ist. Deshalb könnten die Daumenschrauben noch sehr viel fester angezogen werden.
Ein Beispiel: die Regierung könnte allen Bedürftigen Hartz IV komplett streichen, ohne dass die Masse aufmucken würde. Die komplette Streichung sämtlicher Transferleistungen würde lediglich hier und da ein paar Protestchen und Demos hervorbringen, aber keine umfassende Krawalle wie in Frankreich oder Griechenland.
Das weiß die Regierung, und deshalb kann sie mit dem untertänigen Volk machen, was sie will.
"In Deutschland muss noch sehr viel passieren bis die Leute auf die Straßen gehen. Und dann ist es zu spät!"
Und ich befürchte, dass die Leute auf der Strasse sich dann auch die (falschen) Sündenböcke ausgesucht haben werden.
Wenn ich alleine in den Foren lese, dass viele den Ärmeren nicht einmal mehr die Butter auf dem Brot gönnen- während man die Riesenschmarotzer gewähren lässt, kann einem Angst und Bange werden um die Zukunft unserer Gesellschaft.
In Deutschland wird es keine sozialen Unruhen geben, weil der deutsche Michel unfähig zur Revolution ist. Deshalb könnten die Daumenschrauben noch sehr viel fester angezogen werden.
Ein Beispiel: die Regierung könnte allen Bedürftigen Hartz IV komplett streichen, ohne dass die Masse aufmucken würde. Die komplette Streichung sämtlicher Transferleistungen würde lediglich hier und da ein paar Protestchen und Demos hervorbringen, aber keine umfassende Krawalle wie in Frankreich oder Griechenland.
Das weiß die Regierung, und deshalb kann sie mit dem untertänigen Volk machen, was sie will.
Man kann umgekehrt auch argumentieren, dass Minijobber keinen Beitrag in die Sozialkassen leisten, während "normal" Beschäftigte dies tun. Darüber hinaus sind Minijobs für die Arbeitnehmer steuerfrei. Man kann nicht immer aus einer Kasse Geld herausholen, in die man nicht einbezahlen möchte.
Dass ich das richtig verstehe: Ihrer Meinung nach nehmen die Menschen Jobs für wenig Geld an, weil sie der Sozialversicherung eins auswischen wollen? So eine "selber Schuld wenn die wenig Geld haben, hätten sie einen besser bezahlten Job angenommen"-Mentalität?
Minijober zahlen keine Steuern.
Sie meinen die Lohnsteuer, da gebe ich Ihnen Recht.
Die Minijobs sind übrigens eine Erfindung der Bundesregierung. Nich nur Arbeitnehmer zahlen keine Beiträge, auch Arbeitgeber zahlen nur geringfügig. Deswegen gibt es ja soviele davon! Das führt in der Summe dazu das viele Sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen wegfallen und durch Mini und 400 Eurojobs ersetzt werden. Was sicher nicht die Schuld der vielen Millionen Arbeitnehmer ist, die froh sind dadurch ein paar Euro mehr zu haben. Also machen Sie doch nicht die Menschen dafür verantwortlich wenn Sie sich etwas hinzuverdienen wollen.
In unserem Land zahlt übrigens jeder Steuern. Zb. die schöne Mehrwertsteuer um nur eine zu nennen. Schauen Sie sich doch bloß mal Ihre Stromrechnung an, was da alles an Steuern drin ist.
Nur mal so am Rande.
Hallo! Aufwachen!
Diese Leute WOLLEN Vollzeit Arbeit finden und bemühen sich den Anschluss durch Mini-Jobs zu halten. Sie stellen Sie als Sozial-Drückeberger dar. Aber mit dieser eingeschränkten Sichtweise gehören Sie zur beschriebenen Klientel. Erst nachdenken, dann schreiben.
(@5.)Werter Zeit-Kommentar, nein, man kann eben nicht "auch umgekehrt argumentieren".
Denn soziale Hilfen sind einseitige Solitaritäts-Leistungen, die prinzipiell vom Stärkeren zum Schwächeren gehen müssen.
Sie sind daher ethisch eine Stufe höher angesiedelt als bloße Versicherungs-Leistungen.
ich weiß, die temparaturen sind hart, aber was man hier lesen muss, lässt einen wirklich am gesunden verstand einzelner zweifeln
es soll minijober geben, die neben ihrer regulären arbeit, für die sie sehr wohl steuern zahlen, einen zweitjob annehmen müssen, weil das geld aus dem regulären job nicht zum leben reicht...
und diesen menschen möchten sie die entscheidung pro kinder erleichtern, in dem sie ihnen das die anrechnung des minijobs auf die berechnung des elterngeldes streichen?
Sie reden hier wiederholt von nicht zum Sozialstaat beitragen WOLLEN.. das Problem ist doch für viele Mini-JobberInnen, dass sie diese geringe Arbeitsstundenzahl gar nicht wollen, sondern lieber Vollzeit arbeiten würden. Der derzeitige Arbeitsmarkt sieht in vielen Branchen - vor allem für Frauen - aber genau das nicht mehr vor. Auch, um einen Niedriglohnsektor aufbauen zu können. Sie sehen nur die fehlenden Beiträge zur Sozialversicherung, aber übersehen die Problematik von Unterbeschäftigung!
Ich empfinde tiefe Scham, wenn ich lese, was die Ministerin für Pläne hegt: das ist tiefste soziale Selektion. Glaubt sie, man könne Armut so aussterben lassen?!
schon mal überlegt, warum minijob?
Rot Grün hat ihn erfunden da wars noch ein 15 Stunden Monats Job und Schwarz Rot hat reguläre Jobs draus gemacht, wenn ich mich nicht irre.
Dann hat man gesagt, die kriegen Stütze und ruhen sich aus. Dabei war das ne feine Sache, um dem Aufstocken zu entgehen. 30 Std. Woche gering und dann 15 im Monat drauf.
Geht.
Dann hiess es , die bleiben unten, fühlen sich wohl, der Staat bekommt nich genug rein. Jetzt arbeiten sie den ganzen Monat dafür und müssen aufstocken und sie ruhen sich immer noch aus.
Und keiner will von denen einen normalen Job. Zwar mit üblichen Abzügen sagen wir Netto 1800 aber 30-40 Std. Woche. Will die einfach nicht, diese faule und bescheidene Bande.
Dabei warten die Arbeitgeber nur drauf. Aber die bösen Zeitarbeitsfirmen nehmen denen die Arbeitnehmer weg mit ihrem Lohn Dumping. Obwohl der 10 Euro Job doch die Regel ist, die Festanstellung und alle Annehmlichkeiten.
Wer soll das verstehen. Das kann nicht weiter geduldet werden. Also denen den Mini Job vermiesen, damit die endlich die tausenfach angebotenen regulären Jobs annehmen.
Die Billigjobber WOLLEN sowenig verdienen, dass sie keine Sozialabgaben zahlen?! Geht´s noch?! Die Arbeitgeber wollen das nicht und vor allem wollen sie billigste Löhne.
[...]
Bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/is
Oder sind Sie wirklich so Ahnungslos und Selbstsüchtig.
Es liese sich ja ganz einfach ändern. Abschaffung der Mini-Jobs!!!
Es darf doch wohl nicht wahr sein, dass wir durch unsere Steuergelder Konkurrenz durch Lohndumping unterstützen.
keinen beitrag in die sozialkassen? ab welcher "einkommensniedrigkeit" stellen sie denn mal sozialabgabenfreiheit in aussicht, die es nach oben hin ja gibt?
andersrum wäre es aber interessant, wenn auf alle einnahmearten sozialabgaben fällig würden, plus dem wegfall der beitragsbemessungsgrenzen.
und lohnsteuern zahlt NIEMAND bis zum grundfreibetrag. da liegen minijobber weit drunter.
das unsolidarische "kassendenken", womöglich als kapitalanlage mit dividenenwünschen, wo man "für sein geld was rausbekommt", ist durch die hackpolitik der cdu/csu/fdp auf die ärmeren mittlerweile modern geworden - als beginn für "mehr eigenveratnwortung", heißt: privatisierung allens.
Dass ich das richtig verstehe: Ihrer Meinung nach nehmen die Menschen Jobs für wenig Geld an, weil sie der Sozialversicherung eins auswischen wollen? So eine "selber Schuld wenn die wenig Geld haben, hätten sie einen besser bezahlten Job angenommen"-Mentalität?
Minijober zahlen keine Steuern.
Sie meinen die Lohnsteuer, da gebe ich Ihnen Recht.
Die Minijobs sind übrigens eine Erfindung der Bundesregierung. Nich nur Arbeitnehmer zahlen keine Beiträge, auch Arbeitgeber zahlen nur geringfügig. Deswegen gibt es ja soviele davon! Das führt in der Summe dazu das viele Sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen wegfallen und durch Mini und 400 Eurojobs ersetzt werden. Was sicher nicht die Schuld der vielen Millionen Arbeitnehmer ist, die froh sind dadurch ein paar Euro mehr zu haben. Also machen Sie doch nicht die Menschen dafür verantwortlich wenn Sie sich etwas hinzuverdienen wollen.
In unserem Land zahlt übrigens jeder Steuern. Zb. die schöne Mehrwertsteuer um nur eine zu nennen. Schauen Sie sich doch bloß mal Ihre Stromrechnung an, was da alles an Steuern drin ist.
Nur mal so am Rande.
Hallo! Aufwachen!
Diese Leute WOLLEN Vollzeit Arbeit finden und bemühen sich den Anschluss durch Mini-Jobs zu halten. Sie stellen Sie als Sozial-Drückeberger dar. Aber mit dieser eingeschränkten Sichtweise gehören Sie zur beschriebenen Klientel. Erst nachdenken, dann schreiben.
(@5.)Werter Zeit-Kommentar, nein, man kann eben nicht "auch umgekehrt argumentieren".
Denn soziale Hilfen sind einseitige Solitaritäts-Leistungen, die prinzipiell vom Stärkeren zum Schwächeren gehen müssen.
Sie sind daher ethisch eine Stufe höher angesiedelt als bloße Versicherungs-Leistungen.
ich weiß, die temparaturen sind hart, aber was man hier lesen muss, lässt einen wirklich am gesunden verstand einzelner zweifeln
es soll minijober geben, die neben ihrer regulären arbeit, für die sie sehr wohl steuern zahlen, einen zweitjob annehmen müssen, weil das geld aus dem regulären job nicht zum leben reicht...
und diesen menschen möchten sie die entscheidung pro kinder erleichtern, in dem sie ihnen das die anrechnung des minijobs auf die berechnung des elterngeldes streichen?
Sie reden hier wiederholt von nicht zum Sozialstaat beitragen WOLLEN.. das Problem ist doch für viele Mini-JobberInnen, dass sie diese geringe Arbeitsstundenzahl gar nicht wollen, sondern lieber Vollzeit arbeiten würden. Der derzeitige Arbeitsmarkt sieht in vielen Branchen - vor allem für Frauen - aber genau das nicht mehr vor. Auch, um einen Niedriglohnsektor aufbauen zu können. Sie sehen nur die fehlenden Beiträge zur Sozialversicherung, aber übersehen die Problematik von Unterbeschäftigung!
Ich empfinde tiefe Scham, wenn ich lese, was die Ministerin für Pläne hegt: das ist tiefste soziale Selektion. Glaubt sie, man könne Armut so aussterben lassen?!
schon mal überlegt, warum minijob?
Rot Grün hat ihn erfunden da wars noch ein 15 Stunden Monats Job und Schwarz Rot hat reguläre Jobs draus gemacht, wenn ich mich nicht irre.
Dann hat man gesagt, die kriegen Stütze und ruhen sich aus. Dabei war das ne feine Sache, um dem Aufstocken zu entgehen. 30 Std. Woche gering und dann 15 im Monat drauf.
Geht.
Dann hiess es , die bleiben unten, fühlen sich wohl, der Staat bekommt nich genug rein. Jetzt arbeiten sie den ganzen Monat dafür und müssen aufstocken und sie ruhen sich immer noch aus.
Und keiner will von denen einen normalen Job. Zwar mit üblichen Abzügen sagen wir Netto 1800 aber 30-40 Std. Woche. Will die einfach nicht, diese faule und bescheidene Bande.
Dabei warten die Arbeitgeber nur drauf. Aber die bösen Zeitarbeitsfirmen nehmen denen die Arbeitnehmer weg mit ihrem Lohn Dumping. Obwohl der 10 Euro Job doch die Regel ist, die Festanstellung und alle Annehmlichkeiten.
Wer soll das verstehen. Das kann nicht weiter geduldet werden. Also denen den Mini Job vermiesen, damit die endlich die tausenfach angebotenen regulären Jobs annehmen.
Die Billigjobber WOLLEN sowenig verdienen, dass sie keine Sozialabgaben zahlen?! Geht´s noch?! Die Arbeitgeber wollen das nicht und vor allem wollen sie billigste Löhne.
[...]
Bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/is
Oder sind Sie wirklich so Ahnungslos und Selbstsüchtig.
Es liese sich ja ganz einfach ändern. Abschaffung der Mini-Jobs!!!
Es darf doch wohl nicht wahr sein, dass wir durch unsere Steuergelder Konkurrenz durch Lohndumping unterstützen.
keinen beitrag in die sozialkassen? ab welcher "einkommensniedrigkeit" stellen sie denn mal sozialabgabenfreiheit in aussicht, die es nach oben hin ja gibt?
andersrum wäre es aber interessant, wenn auf alle einnahmearten sozialabgaben fällig würden, plus dem wegfall der beitragsbemessungsgrenzen.
und lohnsteuern zahlt NIEMAND bis zum grundfreibetrag. da liegen minijobber weit drunter.
das unsolidarische "kassendenken", womöglich als kapitalanlage mit dividenenwünschen, wo man "für sein geld was rausbekommt", ist durch die hackpolitik der cdu/csu/fdp auf die ärmeren mittlerweile modern geworden - als beginn für "mehr eigenveratnwortung", heißt: privatisierung allens.
http://de.wikipedia.org/w...
Geburtenkontrolle in sozial schwachen Schichten ist also in den USA und einigen anderen Staaten schon gängige Praxis und führt auch tatsächlich zu sinkenden Kosten. Die entstehen dann zwar bei den Krankenkassen durch die ganzen Schwangerschaftsabbrüche aber egal - die Politiker haben dann wieder eine neue "Erfolgsmeldung" über gesunkene Kosten. Schönes Deutschland, in dem es dann nur noch "politsch gewollte" Kinder gibt.
Danke für den Link.
Dennoch stellt sich grundsätzlich die Frage, wie ein Sozialsystem erhalten werden kann, das "Anreizneutral" auf den Kinderwunsch wirkt.
Ahnliches gilt ja für Migration in Wohlfahrtssysteme etc.
Ein schwieriges unterfangen, aber es sollte ohne Scheuklappen diskutiert werden.
Die Tatsache, dass viele Menschen erstmals in der Geschichte Deutschlands (seit 1871)Personen mit geringem Einkommen eine höhere Geburtenrate, als Menschen mit durchschnittlichen Einkommen aufweisen, mag ja mit Anreizen des Wohlfahrtsstaates zusammenhängen. - Wenigsten als Arbeitshypothese. - Soweit ich weiss, gibt es für Deutschland dazu noch keine klaren empirischen Befunde. Auch ist mir kein spez. Forschungsvorhaben dazu bekannt - vielleicht, da die staatliche Forschungsförderung hierzu relativ unpopulär ist und man lieber den "Deckel drauf lässt".
Danke für den Link.
Dennoch stellt sich grundsätzlich die Frage, wie ein Sozialsystem erhalten werden kann, das "Anreizneutral" auf den Kinderwunsch wirkt.
Ahnliches gilt ja für Migration in Wohlfahrtssysteme etc.
Ein schwieriges unterfangen, aber es sollte ohne Scheuklappen diskutiert werden.
Die Tatsache, dass viele Menschen erstmals in der Geschichte Deutschlands (seit 1871)Personen mit geringem Einkommen eine höhere Geburtenrate, als Menschen mit durchschnittlichen Einkommen aufweisen, mag ja mit Anreizen des Wohlfahrtsstaates zusammenhängen. - Wenigsten als Arbeitshypothese. - Soweit ich weiss, gibt es für Deutschland dazu noch keine klaren empirischen Befunde. Auch ist mir kein spez. Forschungsvorhaben dazu bekannt - vielleicht, da die staatliche Forschungsförderung hierzu relativ unpopulär ist und man lieber den "Deckel drauf lässt".
zur "spätrömischen Dekadenz" des Herrn Westerwelle ist der, der zwischen Gerede und gesetzlicher Maßnahme besteht.
Herr W. demonstriert seine Verachtung den sozial Schwachen gegenüber durch Worte, Frau Dr. S. will es durch Taten tun.
Ich hoffe sie wird öffentlich genauso abgestraft.
ist es zwar noch nicht ganz so weit, aber die Schwesterparteien der jetzigen Deutschen Regierungsparteien haben von 2000 bis 2006 ebensolchen Sozialabbau und Klientelpolitik für die Reichen betrieben.
Es ist an der Zeit, sich zu wehren. Dies gilt hier wie in Deutschland und sicher auch noch anderen europäischen Staaten.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren