Folgen der Ölpest Röttgen gegen neue Öl-Bohrungen in der Nordsee
Um weitere Umweltkatastrophen zu vermeiden, plädiert der Bundesumweltminister für ein Moratorium über neue Bohrungen. Deutschland soll hier Vorreiter sein.
© Wolfgang Kumm dpa/lbn

Bundesumweltminister Norbert Röttgen will keine neuen Öl-Bohrungen in der Nordsee
Die Ölpest im Golf von Mexiko hat unter Umweltschützern und -politikern Angst vor weiteren Katastrophen dieser Art ausgelöst. So verlangt Bundesumweltminister Norbert Röttgen mit Nachdruck ein vorübergehendes Aussetzen neuer Öl-Bohrungen in der Nordsee. Er will Deutschland an die Spitze der Anrainerstaaten setzen: Von Deutschland sollte eine Initiative für ein Moratorium ausgehen, sagte der CDU-Politiker in der ZDF-Sendung Maybrit Illner .
Die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko sei Anlass genug zu überprüfen, welche Risiken bei Ölbohrungen künftig gemieden werden sollten. "Wir gehen Risiken ein, aber wir dürfen nicht jedes Risiko eingehen", betonte der Minister.
Röttgen steht damit vor einer gewaltigen Aufgabe. Es werde voraussichtlich schwer sein, das Moratorium bei den Nordsee-Anrainern durchzusetzen. Ein solches Moratorium wäre "ein praktischer Schritt, den durchzusetzen schon schwer genug fallen wird", sagte Röttgen.
Der Minister betonte zugleich, die für Bohrungen in der Nordsee geltenden Umwelt- und Sicherheitsstandards seien nicht mit denen in den USA vergleichbar.
Vor zwei Wochen hatte sich schon EU-Energiekommissar Günther Oettinger gegen weitere Genehmigungen von Erdölbohrungen in europäischen Gewässern ausgesprochen . Allerdings ist er dabei vom Einverständnis der Mitgliedsstaaten abhängig. Ihnen obliegen die Kontrolle und die Genehmigung von Plattformen und Ölbohrungen. Unter anderem Großbritannien hatte die Forderungen nach einem Stopp der Tiefsee-Bohrungen in der Nordsee abgelehnt.
- Datum 23.07.2010 - 09:59 Uhr
- Quelle dpa
- Kommentare 9
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quakt seit er im Amt ist wie ein holzschnittartiger Öko, doch alles ist nur Fassade.
...wir haben so wenig relevante Küste, da kann man so tönen...
auch hier bitte Länderübergreifend handeln..
Wenn man bedenkt, wieviele Ölbohrungen vollzogen worden sind, ist das Umweltrisiko nicht größer als im Umkreis eines Atommeilers an Krebs zu erkranken..., oder?
...sollen die doch lieber mal ein Moratorium für den ATOM-Wahn in Gang schieben! Von wegen Versorgungssicherheit, Christian Böhme hat das Argument hier (http://bit.ly/bAIYC4) gekonnt entkräftet.
mit-Erdölen ... au ja!
Ja man konnte.
über Inhalte: Es reicht nicht den Verbrauch von Kohlenwasserstoffen lokal (also auf Deutschland/Europa beschränkt) zu deckeln. Wenn die Produzenten (OPEC oder "Kohlebarone"(Sinn)) nicht miteinbezogen werden, dann "haben diese Maßnahmen keinen Effekt".
Die Vorbildfunktion von "Gutmenschen" funtionierte dann nicht. "Selbst wenn man etwas in den 'Klingelbeutel' hineinwirft, würde es vom Hintermann dann wieder hinausgenommen."
über Personen: Ich hätte mir gewünscht, dass Röttgen hier hätte parieren können. Konnte er aber nicht. Und es wurde im Laufe des Abends noch schlimmer: Seine Versuche, auf einfache Schülerfragen eine Antwort zu geben, konnten nur noch als (pardon) "Geeiere" bezeichnet werden: "Wir gehen Risiken ein, aber wir dürfen nicht jedes Risiko eingehen" Caramba!
Herzlichst Crest
P.S.
Verlassen Sie sich nicht auf meinen Eindruck, machen Sie sich ein eigenes Bild, die Sendung ist online abrufbar :-)
Erinnert leicht an Tschernobyl: dort explodiert ein Reaktor und in Bonn gründet man gleich ein Ministerium und will sofort Klassenbester sein. Schön, wenn Röttgen Vernunft annehmen sollte. Aber viele Umweltschützer fordern den Stopp des riskanten Ölbohrens schon seit Jahren und die sind dann wohl, mit Verlaub, doch etwas schlauer als die, die jetzt erst aufwachen, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist. Ich hätte in der Regierung lieber die vorausschauend Schlauen als die hinterher Oberschlauen. In die gleiche Kategorie gehören für mich auch zu Guttenberg (bezüglich Afghanistan) und Westerwelle (bezüglich Steuervergünstigung). Die Schlauen sind vorher schlau, die weniger Schlauen hinterher. Offenbar sitzen bei uns die lezteren in der Regierung, nicht die ersteren. Schade für die Regierten.
Wer die Sendung mit Maybrit Illner, gesehen hat, erlebte einen farblosen Blender Namens Röttgen. Gestellt Fragen konnte oder wollte er nicht beantworten. Zu dieser Aussage, Röttgen gegen neue Öl-Bohrungen in der Nordsee, wurde er von Maybrit Illner. Genötigt, deshalb glaube ich diese Aussage von ihm nicht. Man hatte den Eindruck, ihn interessiere nur seine Kariere.
Danke
Der Handlungsspielraum für die Politik wird mit jedem Tag höher werdender Staatsverschuldung geringer,dafür der Einfluss der Empfänger der Umverteilung größer..Es ist schon zum Ritual geworden
von in der Öffentlichkeit stehender Volksvertreter Tagesthemen aufzugreifen um sie dann aufbereitet über die Presse dem Medienvolk
anzubieten.Man könnte es auch Politikmarketing nennen ,mit mehr oder weniger Unterhaltungswert.
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