Nach Angaben der Staatskanzlei möchte Jürgen Rüttgers bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2015 seinen Dienstwagen und Fahrer und seine Sekretärin behalten. Außerdem sei in der Bitte von einem repräsentativen Büro im Landtag die Rede. Nach seiner Abwahl voraussichtlich am 14. Juli ist Rüttgers nur noch einfacher Landtagsabgeordneter.

Der Bund der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen hat den Wunsch des geschäftsführenden Ministerpräsidenten kritisiert, nach seiner bevorstehenden Abwahl noch fünf Jahre lang einen Sonderstatus zu bekommen. Eine solche Forderung sei "absolut überzogen", sagte der Landesvorsitzende, Georg Lampen. Nichts einzuwenden wäre gegen eine Übergangszeit von einem halben bis zu einem Jahr.

Nach der schweren Niederlage der CDU bei der Landtagswahl vom 9. Mai hatte Rüttgers angekündigt , bei der bevorstehenden Ministerpräsidentenwahl im Landtag nicht gegen SPD-Landeschefin Hannelore Kraft anzutreten. SPD und Grüne wollen in Düsseldorf eine Minderheitsregierung bilden