Schwarz-gelbe Krise Umfragen bescheinigen Rot-Grün Regierungsmehrheit
Die Resultate gleichen sich und künden allesamt von einer schweren Krise von Union und FDP. Rot-Grün dagegen könnte regieren – auch ohne die Hilfe der Linkspartei.
Schlechte Bilanz für Union und FDP zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause: CDU, CSU und Liberale erreichen im neuen Forsa-Wahltrend mit insgesamt 34 Prozent den niedrigsten Wert, den das Institut seit Beginn seiner regelmäßigen Erhebungen für das Magazin Stern im Jahr 1986 jemals für die drei Parteien gemeinsam gemessen hat.
Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte Rot-Grün dagegen mit der absoluten Mehrheit rechnen: SPD und Grüne kämen zusammen auf 47 Prozent und könnten damit Deutschland regieren – auch ohne die Stimmen der Linkspartei . Auf die SPD würden dabei 28 Prozent entfallen, die wie in der Vorwoche ihr Jahreshoch erreicht. Sie bekäme fünf Prozentpunkte mehr als bei der Bundestagswahl im September 2009. Den Grünen würden 19 Prozent ihre Stimme geben (10,7 Prozent) – ein neues Rekordhoch.
Die derzeitigen Koalitionspartner würden die Wähler dagegen die Regierungsverantwortung derzeit nicht mehr überlassen. CDU/CSU verloren im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und würden nun bei 30 Prozent landen. Nur einen Punkt mehr erreicht die Union in einer weiteren Umfrage: Das Allensbach-Institut ermittelte im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die Kanzlerinnenpartei bei der "Sonntagsfrage" 31,5 Prozent und damit genau so viel wie die SPD.
In den vergangenen Monaten hatten sich SPD und Union immer mehr angenähert – nicht inhaltlich, sondern in puncto Wählerzuspruch. Nach der Bundestagswahl im September 2009, wo sie 23 Prozent der Stimmen erreichte, konnten die Sozialdemokraten fast kontinuierlich an Zustimmung gewinnen. Die CDU/CSU hingegen konnte zwar zunächst von 33,8 Prozent bei der Bundestagswahl auf einen Umfragewert von 38,5 im Februar dieses Jahres zulegen, büßten dann jedoch bundesweit rapide an Zuspruch ein.
Besonders miserabel sind die neuen Umfragewerte für die FDP – und das laut Forsa bereits in der vierten Woche in Folge. In der Umfrage für Stern und RTL entscheiden sich nur noch vier Prozent der Wähler für die Liberalen. Im vorigen September erreichten sie noch 14,6 Prozent und damit ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl.
Die Lage der Koalition wird auch in Berlin eine große Rolle spielen, wo sich Kanzlerin Angela Merkel mit einem Auftritt vor der Bundespressekonferenz in den Sommerurlaub verabschiedet. Vor den Parlamentsjournalisten nimmt die CDU-Chefin Stellung zu aktuellen Themen der Innen- und Außenpolitik und zieht eine Zwischenbilanz nach neun Monaten Schwarz-Gelb .
Die Sommerpressekonferenz ist eine Art Ritual. Es gab sie bereits zu Bonner Zeiten. Schon der frühere SPD-Kanzler Willy Brandt stellte sich im Sommer den Fragen der Journalisten.
- Datum 21.07.2010 - 10:37 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 41
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Erster Satz im dritten Absatz "Die derzeitigen Koalitionspartner würden die Wähler dagegen die Regierungsverantwortung derzeit nicht mehr überlassen." Bitte korrigieren Sie die Grammatik - "Den derzeitigen ...". Danke.
Immerhin - man muss sich für F.D.P.-Wähler nicht mehr fremdschämen. Das tun die mittlerweile, wie aus den Umfragen ersichtlich, schon selbst. Das ist ein echter Gewinn. Neulich bei einem Familientreffen gestanden zwei Herren mit ehrlicher Zerknirschung ein, da neulich wohl einen Wahlfehler begangen zu haben...
als das schwarz-gelbe Kabinett gestern früh seine erste Sitzung hatte graute dem Morgen :=))
als das schwarz-gelbe Kabinett gestern früh seine erste Sitzung hatte graute dem Morgen :=))
Die veröffentlichten Umfragen haben einen systematischen Fehler.
Der Anteil derer, die erst gar nicht zur Wahl gehen würden, wird nicht ausgewiesen.
Auf diese Weise wird das wahre Meinungsbild verschleiert.
Dass die "Partei der Nichtwähler" mittlerweile die mit Abstand stärkste Fraktion stellt, geht aus allen Wahlergebnissen der jüngeren Vergangenheit hervor.
Es wird höchste Zeit, dass die Politiker dieses Alarmsignal als DAUERTON zu hören bekommen.
nicht in die richtige Richtung. Die Amtsenthaltung der einstmals Gewählten beginnt in Mode zu kommen...
Wie war das noch? "Macht Euren Dreck doch alleene" soll Sachsens letzter König, Friedrich August III., seinem Volk zugerufen haben, als er nach dem ersten Weltkrieg abtrat. Das scheint wieder hoffähig zu werden...
nicht in die richtige Richtung. Die Amtsenthaltung der einstmals Gewählten beginnt in Mode zu kommen...
Wie war das noch? "Macht Euren Dreck doch alleene" soll Sachsens letzter König, Friedrich August III., seinem Volk zugerufen haben, als er nach dem ersten Weltkrieg abtrat. Das scheint wieder hoffähig zu werden...
nach ihrem unglaublich tiefen Sturz im vergangenen Frühherbst. Bei Allensbach bereits wieder ganz auf Augenhöhe (31,5% zu 31,5 %). Interessant ist auch, dass die SPD bei der von Allensbach immer noch nach Ost und West getrennt aufgegliederten Betrachtung nun auch im Osten von deutlich unter 20 % bei der Bundestagswahl zur CDU und DIE LINKE mit jeweils Mitte 20 % aufgeschlossen hat.
Auch wenn dieser Zuwachs im Wesentlichen in der Schwäche der Regierungskoalition ihre Ursache haben mag, so scheint mir doch ein nicht ganz unerheblicher Teil der Wähler zu erkennen, dass
1. das Märchen von der sozialdemokratisierten CDU/Kanzlerin Merkel nicht stimmt,
2. das vergleichsweise gute Überstehen der Finanzkrise in Deutschland und insbesondere auf dem hiesigen Arbeitsmarkt wohl auch mit der sozialdemokratischen Handschrift (Stichworte Konjunkturprogramme, Kurzarbeiterregelung etc.) zusammenhängt und
3. gute Politik auch mit Entscheiden und Kämpfen für eine als richtig erkannte Position zusammenhängt, auch wenn es zunächst sehr unpopulär ist.
Die Kanzlerin ist entzaubert; diese Wirkung wird wohl noch länger anhalten.
CHILLY
Nur würde sich leider unter Rot-Grün nichts ändern. Außer vielleicht eine neue Agenda, die zu einem weiteren Sozialabbau führen würde. Viel zu schnell wird vergessen, Rot-Grün führte die Agenda 2010 ein und nicht schwarz-gelb.
Die vier Parteien schwarz, gelb, rot, grün unterscheiden sich kaum noch voneinander. Echte Konzepte bietet keine Partei. Stattdessen wird nur bemängelt, was gerade bei dem anderen schief läuft.
nicht in die richtige Richtung. Die Amtsenthaltung der einstmals Gewählten beginnt in Mode zu kommen...
Wie war das noch? "Macht Euren Dreck doch alleene" soll Sachsens letzter König, Friedrich August III., seinem Volk zugerufen haben, als er nach dem ersten Weltkrieg abtrat. Das scheint wieder hoffähig zu werden...
Allein mit markigen Worten, Gesten und Versprechungen macht man noch keine erfolgreiche Poitik.
Man soll sich bitte nicht täuschen lassen. Das Hauptproblem der Koalition ist die Öffentlichkeitsarbeit! Sie können objektiv das beste Produkt der Welt haben. Wenn es permaent durch das eigene Unternehmen in Frage gestellt und zerpflückt wird, ist es am Markt nichts wert. Richtig ist, dass die Koalition keine ausreichende Führung hat und deshalb nach außen hin nicht geschlossen auftritt. Deutschland steht aber z.B. wirtschaftlich (und nicht nur) im internationalen Vergleich sehr gut da. Dies muß man den Bürgern aber auch klar machen. "Wenn kein Herold voranreitet und sagt, wer da warum kommt, ist auch der Kaiser nur ein Mensch wie Du und ich". Wir jammern immer auf höchstem Niveau. SPD und die Grünen haben doch außer schönen Worten derzeit schlicht nichts zu bieten. Wo sind denn die richtungsweisenden und vor allem besseren Konzepte?? Es geht nach meinem Eindruck doch nur nach dem Motto "leere Töpfe machen den größten Krach".
Im Übrigen leistet nach meinem Eindruck auch die Presselandschaft, der Journalismus in Deutschland einen gehörigen Beitrag, alles was diese Regierungskoalition macht, von vornherein in Frage zu stellen, mehr als kritisch zu beleuchten um nicht zu sagen "madig" zu machen.
Mir gefällt derzeit auch manches nicht, aber Rot-Grün ist aktuell keine wirkliche Alternative. Außer vom Regen in die Traufe zu kommen!
Wenn die Bürger, die jeden Tag in Deutschland leben, nicht merken, daß es bergauf geht, was ist dann ihre Schlußfolgerung? Daß ein Herold fehlt, der es ihnen sagt?
Vielleicht sehen (nur) diejenigen, die von den anziehenden Exporten mitprofitieren, den Fortschritt. Vielleicht sollten diese Fortschritte in der Breite geteilt werden, anstatt einen Herold zu bestellen. Auf daß Jede(r) den Fortschritt selbst wahrnehmen kann und sich nicht nur davon erzählen lassen muß.
Abgesehen davon haben Sie Recht: das aktuelle Personal & Programm von rot-grün stellt in zu vielen Lebensbereichen eine Verschlechterung dar. Dabei wäre es im Moment so einfach, sich besser als schwarz-gleb zu präsentieren.
Rot/Grün hat im Gegensatz zu Schwarz/Gelb sehrwohl ein Konzept. Während sich die Regierungsparteien darauf konzentrieren, ihre letzten Wähler mit Klientelgeschenken bei der Stange zu halten und nicht völlig im Nirvana der Politikgeschichte zu versinken, arbeiten Sozialdemokraten und Grüne an Konzepten für unsere Volkswirtschaft.
Ob Rot/Grün diese Konzepte dann auch umsetzt sei jetzt mal dahingestellt, aber es existiert wenigstens ein Plan. Man hat begriffen, dass Deutschland nicht für immer auf Kosten und Verschuldung anderer wachsen kann. Schon allein diese Erkenntnis macht diese Parteien wählbar. Es existieren Pläne, die Binnennachfrage anzukurbeln und endlich mittels Mindestlöhnen und Reform der Leiharbeit zu beginnen. Es werden Wachstumschancen in der Umwelttechnik analysiert und in Konzepte umgesetzt. Es werden Pläne gemacht, wie man die oberen 10% der Bevölkerung beteiligen kann mittels Millionärssteuer und Bildungssoli.
So sehr ich die Regierung Schröder verabscheut habe. Ich kann nicht glauben, dass Rot/Grün diese Politik fortsetzt. Schlechter als Schwarz/Gelb kann man es einfach nicht machen.
Aber um ein Rechtsabbiegen zu verhindern, wähle ich einfach die Linken. Die einzige wirkliche Oppositionspartei wird als Korrektiv dringend benötigt.
Rot / Grün hat tatsächlich nichts zu bieten, außer Geld auszugeben, das sie nicht haben.
Das was hier mancher für ein Konzept hält, sind die veralteten längst an der Wirklichkeit gescheiterten Ideologien Unverbesserlicher, wie ja gerade Hamburg (Grüne) und NRW (rot/grün)überdeutlich demonstrieren.
Insgesamt unterscheiden sich die Lager in der Missachtung des Wählers eigentlich in Nichts.
Abgesehen von dem dämlichen Eigenmarketing und interessengeleiteter Klientelpolitik in allen Lagern besitzt Schwarz Gelb sogar immer noch deutlich mehr handwerkliche Kompetenz. Das nützt nur wenig, wenn die Wähler deren Ziele nur zu einem geringen teil teilen. Ist aber immer noch besser als rot/grün, was auch keiner will, aber auch noch handwerklich die Qualität eines vergeistigten Schulassessors aus dem vorletzten Jahrhundert ausstrahlt nur marketingmäßig zeitgemäß aufgehübscht.
H.
in Abwandlung eines im Marketing sehr beliebten Spruches. Lange Zeit hat dieses Marketing mit hohlen Worthülsen wie insbesondere "mehr Netto vom Brutto" genügt die Wähler für die schwarz-gelbe Politik zu begeistern. Dann erfolgte ein Kardinalfehler der FDP. Mit der "spätrömischen Dekadenz" und der "Mövenpick-Affäre" wurde zweierlei deutlich. Die schwarz-gelbe Regierung will tatsächlich eine Politik der sozialen Kälte in Deutschland und - was sicher viel schlimmer wiegt - es wurde deutlich, dass der Vorwurf der Klientelpolitik mehr als berechtigt ist. Insbesondere die Mövenpick- Affäre zeigt, dass es käufliche Politik von käuflichen Politikern gibt.
Schlimm ist, dass diese desolate Konstellation noch 4 Jahre weiterwurschteln darf. Spätestens Ende des Jahres, wenn die Regelsätze im Bereich Hartz 4 neu geregelt sein müssen, wird jeder erkennen, dass diese Koalition sich um das Grundgesetz einen Dreck schert. Auf jeden Fall wird eine Niederlage vorm Bundesverfassungsgericht einkalkuliert denn bis das BverfG eine Entscheidung fällt, sind viele Jahre ins Land gegangen und ggfs ist schon eine andere Regierung an der Macht. Genauso wird es bei der Laufzeitverlängerung der AKW s sein. Auch da wird die Regierung notfalls verfassungswidrig eine Entscheidung zu Gunsten ihrer Atomlobby- Klientel fällen. Bis zur Niederlage vorm BverfG sind so viele Milliarden verdient worden, das wird auf jeden Fall für alle Beteiligten reichen. Wetten dass ?
weil die SPD gelernt hat, dass sie sich wieder auf das S in ihrem Parteikürzel zu konzentrieren hat. Genauso wie es meiner Meinung nach übrigens der CDU/CSU sehr gut zu Gesicht stünde, würden sie sich besinnen, dass ihre Kürzel mit dem C beginnen. Vor allem aber zeigt sich meiner Meinung nach, dass insbesondere die Grünen einfach die besseren Liberalen sind. Nicht nur, dass sie sich auf Ihre Klientel (Ökologie- Firmen) stützen, sondern eben auch für ganz wichtige Bereiche, wie Bürgerrechte, Freiheit und Menschenwürde im Moment die besseren Lösungen parat haben.
Dass nach allen Umfragen im Moment die Konstellation Rot- Grün die absolute Mehrheit hat, bestätigt das meiner Meinung nach nur. Hoffentlich bleibt die FDP unter der 5% Marke in der Versenkung - das wäre ein Segen für Deutschland - vor allem für den sozialen Frieden.
Wenn die Bürger, die jeden Tag in Deutschland leben, nicht merken, daß es bergauf geht, was ist dann ihre Schlußfolgerung? Daß ein Herold fehlt, der es ihnen sagt?
Vielleicht sehen (nur) diejenigen, die von den anziehenden Exporten mitprofitieren, den Fortschritt. Vielleicht sollten diese Fortschritte in der Breite geteilt werden, anstatt einen Herold zu bestellen. Auf daß Jede(r) den Fortschritt selbst wahrnehmen kann und sich nicht nur davon erzählen lassen muß.
Abgesehen davon haben Sie Recht: das aktuelle Personal & Programm von rot-grün stellt in zu vielen Lebensbereichen eine Verschlechterung dar. Dabei wäre es im Moment so einfach, sich besser als schwarz-gleb zu präsentieren.
Rot/Grün hat im Gegensatz zu Schwarz/Gelb sehrwohl ein Konzept. Während sich die Regierungsparteien darauf konzentrieren, ihre letzten Wähler mit Klientelgeschenken bei der Stange zu halten und nicht völlig im Nirvana der Politikgeschichte zu versinken, arbeiten Sozialdemokraten und Grüne an Konzepten für unsere Volkswirtschaft.
Ob Rot/Grün diese Konzepte dann auch umsetzt sei jetzt mal dahingestellt, aber es existiert wenigstens ein Plan. Man hat begriffen, dass Deutschland nicht für immer auf Kosten und Verschuldung anderer wachsen kann. Schon allein diese Erkenntnis macht diese Parteien wählbar. Es existieren Pläne, die Binnennachfrage anzukurbeln und endlich mittels Mindestlöhnen und Reform der Leiharbeit zu beginnen. Es werden Wachstumschancen in der Umwelttechnik analysiert und in Konzepte umgesetzt. Es werden Pläne gemacht, wie man die oberen 10% der Bevölkerung beteiligen kann mittels Millionärssteuer und Bildungssoli.
So sehr ich die Regierung Schröder verabscheut habe. Ich kann nicht glauben, dass Rot/Grün diese Politik fortsetzt. Schlechter als Schwarz/Gelb kann man es einfach nicht machen.
Aber um ein Rechtsabbiegen zu verhindern, wähle ich einfach die Linken. Die einzige wirkliche Oppositionspartei wird als Korrektiv dringend benötigt.
Rot / Grün hat tatsächlich nichts zu bieten, außer Geld auszugeben, das sie nicht haben.
Das was hier mancher für ein Konzept hält, sind die veralteten längst an der Wirklichkeit gescheiterten Ideologien Unverbesserlicher, wie ja gerade Hamburg (Grüne) und NRW (rot/grün)überdeutlich demonstrieren.
Insgesamt unterscheiden sich die Lager in der Missachtung des Wählers eigentlich in Nichts.
Abgesehen von dem dämlichen Eigenmarketing und interessengeleiteter Klientelpolitik in allen Lagern besitzt Schwarz Gelb sogar immer noch deutlich mehr handwerkliche Kompetenz. Das nützt nur wenig, wenn die Wähler deren Ziele nur zu einem geringen teil teilen. Ist aber immer noch besser als rot/grün, was auch keiner will, aber auch noch handwerklich die Qualität eines vergeistigten Schulassessors aus dem vorletzten Jahrhundert ausstrahlt nur marketingmäßig zeitgemäß aufgehübscht.
H.
in Abwandlung eines im Marketing sehr beliebten Spruches. Lange Zeit hat dieses Marketing mit hohlen Worthülsen wie insbesondere "mehr Netto vom Brutto" genügt die Wähler für die schwarz-gelbe Politik zu begeistern. Dann erfolgte ein Kardinalfehler der FDP. Mit der "spätrömischen Dekadenz" und der "Mövenpick-Affäre" wurde zweierlei deutlich. Die schwarz-gelbe Regierung will tatsächlich eine Politik der sozialen Kälte in Deutschland und - was sicher viel schlimmer wiegt - es wurde deutlich, dass der Vorwurf der Klientelpolitik mehr als berechtigt ist. Insbesondere die Mövenpick- Affäre zeigt, dass es käufliche Politik von käuflichen Politikern gibt.
Schlimm ist, dass diese desolate Konstellation noch 4 Jahre weiterwurschteln darf. Spätestens Ende des Jahres, wenn die Regelsätze im Bereich Hartz 4 neu geregelt sein müssen, wird jeder erkennen, dass diese Koalition sich um das Grundgesetz einen Dreck schert. Auf jeden Fall wird eine Niederlage vorm Bundesverfassungsgericht einkalkuliert denn bis das BverfG eine Entscheidung fällt, sind viele Jahre ins Land gegangen und ggfs ist schon eine andere Regierung an der Macht. Genauso wird es bei der Laufzeitverlängerung der AKW s sein. Auch da wird die Regierung notfalls verfassungswidrig eine Entscheidung zu Gunsten ihrer Atomlobby- Klientel fällen. Bis zur Niederlage vorm BverfG sind so viele Milliarden verdient worden, das wird auf jeden Fall für alle Beteiligten reichen. Wetten dass ?
weil die SPD gelernt hat, dass sie sich wieder auf das S in ihrem Parteikürzel zu konzentrieren hat. Genauso wie es meiner Meinung nach übrigens der CDU/CSU sehr gut zu Gesicht stünde, würden sie sich besinnen, dass ihre Kürzel mit dem C beginnen. Vor allem aber zeigt sich meiner Meinung nach, dass insbesondere die Grünen einfach die besseren Liberalen sind. Nicht nur, dass sie sich auf Ihre Klientel (Ökologie- Firmen) stützen, sondern eben auch für ganz wichtige Bereiche, wie Bürgerrechte, Freiheit und Menschenwürde im Moment die besseren Lösungen parat haben.
Dass nach allen Umfragen im Moment die Konstellation Rot- Grün die absolute Mehrheit hat, bestätigt das meiner Meinung nach nur. Hoffentlich bleibt die FDP unter der 5% Marke in der Versenkung - das wäre ein Segen für Deutschland - vor allem für den sozialen Frieden.
Diese Regierung ist aus ihrem Wahlkampf nie herausgekommen. Noch heute bedient man sich alter Rezepte und (aus ihrer Sicht) verharrt in pseudopopulärern Versprechern, zäumt aber auch gerne alte Mähren auf - den Sturz im Galopp kann selbst der gehörnte Wähler antizipieren - nur die FDP erkennt nicht, dass der Gaul nicht mehr tragfähig ist. So treibt der Pferdezüchter Niebel seine Schindmähre munter weiter, als ob er nicht wüsste, dass sie schon lange auf den Schindanger gehört.
Wie sieht es aber mit der Legitimation aus - kann eine Regierung angesichts des Verfalls eines Koalitionspartners unter die 5% Hürde für sich in Anspruch nehmen, die Regierungsgeschäfte ohne Rückfrage an den Auftraggeber, das Volk, weiterzuführenb? Die Antwort lautet klar: Nein. Das weitere Verharren in Position dient also nur der Festigung parteipolitischer Interessen und der Rückeroberung verlorenen Terrains. Parlament wie Regierung müssen den Bürgern dieses Landes dienen, dies haben sie versäumt zu beweisen. Der Nutzen für die Parteien überwiegt dem allgemeinen Nutzen, läuft der politischen Ordnung also entgegen. Was bleibt ist die Rückgabe der Entscheidungsbefugnis an den Souverän, der neue Vertreter bestimmen soll.
als das schwarz-gelbe Kabinett gestern früh seine erste Sitzung hatte graute dem Morgen :=))
umgekehrt ein Schuh draus - die jetzigen Amtsinhaber denken derzeit nicht im Traum daran, _den Wählern_ die Regierungsverantwortung zu überlassen... sprich Neuwahlen. Davor müsste ihnen ja bange sein.
Allerdings sehe ich es ähnlich wie Wolfepower in Kommentar #6. "Die Anderen" haben auch keine Patentrezepte.
Nun, jedes (Miesmacher-)Volk hat die Regierung, die es verdient... Fragt sich nur, wie man wieder eine positivere Stimmung erzeugen kann. Vielleicht, indem sich die Medien auch mal wieder auf positive, evtl. sogar Freude bringende Nachrichten prominenter einlassen als auf diese deprimierenden, ach so mitreißenden schlechten Nachrichten allenthalben?
Es wurde schon oft gesagt - es kommt drauf an, wie eine Sache vermarktet wird. Warum zum Teufel vermarktet in D niemand die Tatsache, dass es uns _eigentlich_ unglaublich gut geht im internationalen Vergleich ?
umgekehrt ein Schuh draus - die jetzigen Amtsinhaber denken derzeit nicht im Traum daran, _den Wählern_ die Regierungsverantwortung zu überlassen... sprich Neuwahlen. Davor müsste ihnen ja bange sein.
Allerdings sehe ich es ähnlich wie Wolfepower in Kommentar #6. "Die Anderen" haben auch keine Patentrezepte.
Nun, jedes (Miesmacher-)Volk hat die Regierung, die es verdient... Fragt sich nur, wie man wieder eine positivere Stimmung erzeugen kann. Vielleicht, indem sich die Medien auch mal wieder auf positive, evtl. sogar Freude bringende Nachrichten prominenter einlassen als auf diese deprimierenden, ach so mitreißenden schlechten Nachrichten allenthalben?
Es wurde schon oft gesagt - es kommt drauf an, wie eine Sache vermarktet wird. Warum zum Teufel vermarktet in D niemand die Tatsache, dass es uns _eigentlich_ unglaublich gut geht im internationalen Vergleich ?
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