Neuer Bundespräsident Wulffs Denkfabrik
Integration und Zusammenhalt: Vor allem diese Themen will Wulff zum Kern seiner Präsidentschaft machen. In die aktive Politik will er aber nicht zu viel "hineinfunken".
© Fabrizio Bensch/Reuters

Neuer Präsident, neue Agenda: Christian Wulff vor der Bundesversammlung
Wo er wirken wird, davon konnte er sich inoffiziell bereits am Donnerstag ein Bild machen: Christian Wulff und seine Frau Bettina nahmen den Dienstsitz des Bundespräsidenten in Augenschein – darunter auch das Amtszimmer des Präsidenten, das im linken Flügel von Schloss Bellevue liegt und dessen nüchterne Biedermeier-Atmosphäre wenigstens durch den schönen Blick in den Schlosspark aufgelockert wird. Auch Sicherheitsfragen wurden dem Vernehmen nach geklärt.
Weitaus offener ist dagegen die Frage nach dem Wie. Wie Christian Wulff das Amt verstehen will und welche Prägung er ihm geben will, darüber hat er sich in seiner auffallend kurzen Ansprache nach seiner Wahl noch nicht detailliert geäußert.
Einen Schwerpunkt hat er immerhin genannt: Die Integration, den Zusammenhalt – zwischen Ost und West und zwischen allen Bürgern des Landes, also auch den Zuwanderern. "Wenn wir gemeinschaftliches Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand wollen, dann brauchen wir alle Menschen in unserem Land, jede und jeden dort, wo er sich einbringen möchte. Und Parallelgesellschaften in unserem Land verhindern wir am ehesten dadurch, dass wir aufeinander zugehen und nicht aneinander vorbeileben“, hat Wulff gesagt – und angekündigt, darüber nach seiner Vereidigung zu sprechen.
Wulff kehrt damit zu einem präsidialen Leitbild zurück, das vor allem seine Vorgänger Johannes Rau und Roman Herzog immer wieder beschworen haben: Beide verstanden ihr Amt als "Integrationsagentur" – zum einen, um Bürger und Politik wieder näherzubringen, zum anderen, darauf hat vor allem Johannes Rau wiederholt hingewiesen, um Integration und Zuwanderung als positives und sinnstiftendes Element zu verstehen. "Ohne Angst und Träumereien" – die erste "Berliner Rede" von Rau zur Integration hat auch Wulff wiederholt als Ansporn verstanden.
Einen anderen Akzent hat Wulff, dem der bisherige Chef der niedersächsischen Staatskanzlei, Lothar Hagebölling, als Chef des Präsidialamtes zur Seite stehen wird, bereits vor seiner Wahl anklingen lassen: Wulff will ausdrücklich nicht in die Politik "hineinfunken"; er sieht sich stattdessen eher als Vermittler.
Das unterscheidet Wulff grundsätzlich von seinem Vorgänger Horst Köhler. Vor allem in dessen erster Amtszeit hatte Köhler sein Amt wiederholt als Korrektivorgan verstanden und sich auch in Einzelfragen der Politik eingemischt – obwohl ihm dazu die Machtbefugnisse fehlten. Köhler sah sich explizit nicht als Vermittler, sondern ging wiederholt zu Politikern und deren Entscheidungen auf Distanz.
Das alles brachte ihm medialen Beifall ein und machte ihn zu einem der beliebtesten Amtsträger des Landes – es führte ihn aber auch schnell an seine Grenzen. In den letzten Wochen seiner Amtszeit machte er den Eindruck eines Missverstandenen, der sich darüber beschwerte, dass ausgerechnet er als Oberkritiker der politischen Verhältnisse plötzlich selbst wegen unklarer Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz in die Kritik geriet.
Wulff will es dazu erst gar nicht kommen lassen – und sein Amt wieder grundsätzlich verstehen, als "Denkfabrik", wie er kürzlich sagte.
- Datum 02.07.2010 - 07:22 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Und wer ein einigermassen funktionierendes Gedächtnis hat, wird feststellen, dass davon in der Regel NICHTS umgesetzt wird.
Aber was solls, solange die Leute bei solchen reden noch feuchte Augen kriegen und an das Gute im Menschen glauben, werden Politiker weiter grosse Reden schwingen, während die Realität in grossem Bogen an ihnen vorbeischwebt.
Noch einen sonnigen Tag
Einer lsutige Selbstmontage, das sich einer im "höchsten" Staatsamt selbst auf die Schippe nimmt, als wäre er im rheinischen Karneval: Integration und Zusammenhalt für einen Ehebrecher, der es mit seiner Frau nicht aushält udn Frau und Tochter sitzen lässt. Udn die Ehebrecherin dann gleich als First Lady mit "Glamour"-Potenzial.
Aber passt ja zu den kinderlosen Westerwelle und Merkel, die alleinerziehenden Müttern 300 Euro/Monat wegnehmen, um sie Hoteliersfamilien wie Mövenpick zu gebenb, damit der einsame Guido als Kickback auf Hoteleinweihungen in Bonn eingeladen, wo er mit Pornomodels wie Gina Wild sich den Trübsal wegblasen lässt.
Is klar.
Dekadenz at its best.
Aber ich glaube, die Nummer geht nicht mal bei der "Frau mit Herz" durch. Was hat eigentlich der Mann von der Kinderschänderorganisation zur gebrochenen Ehe gesagt?
.....ist einen Politiker, der so tut, als wäre alles in Ordnung im öffentlichen Gebäude.
Mit der Geliebten nach Südafrika, mit der Gattin danach nach Mallorca. Die rührende Geschichte der Expertise für Integration und Zusammenarbeit:
http://www.bild.de/BTO/ne...
Der Traum aller Schwiegermütter.
Der Herr muss mindestens drei Perioden im Amt bleiben, um zu der von seiner Partei vorgesehenen Altersgrenze von 67 zu kommen. Na, da dürfen wir erwarten, dass er noch mit einigen Frauen seine Altersversorgung teilt. Und wir sind in der glücklichen Lage von seiner Expertise für Integration und Zusammenhalt profitieren zu dürfen für kleines Bundespräsidentengehalt.
Am Rande: was sind das für "Dienstreisen", auf denen sich ein niedersächsischer MP mit der Pressesprecherin von Continental liiert? Kennt sich da jemand in Hannover aus, was da die Landesregierung und Continental für gemeinsame Dienstreise machen?
die Überschriften zuständig ist. Diese sollten doch eigentlich etwas mit dem Inhalt eines Artikels zu tun haben.
Oder ist der einzelne Mann schon eine ganze Fabrik.
eigentlich nicht über seine Tätigkeit im Kuratorium der christlichen Fundamentalisten ProChrist? Die tun sich durch Schwulenhetze hervor und ereifern sich gegen Abtreibung und für den Kreationismus.
Im "Web 2.0" wird schon länger darüber diskutiert.
Aber viel wichtiger ist damit die Frage: wie kann jemand mit solch einem wirren Weltbild Bundespräsident werden?
ertragen zu müssen, aber ein präsidiales Gedankengut, das eine "Denkfabrik" als Quintessenz zur Staatsgestaltung zuläßt, das ist es nun auch wieder nicht.
Mal sehen, was da noch kommt!
Die "Denkfabrik" funktioniert nicht! Was will WULFF denn nun mit diesem Bundesverdienstkreuz für LÖW dem Bürger sagen? Wer seinen Job komzentriert, mit Hingabe und Verantwortungsgefühl erledigt - und dauernd in den Medien erscheint, bekommt das Blech. Wurstfabrikanten, Generäle, die lieben Banker und nun auch ein Fußballtrainer. Alle sind glücklich, was ja ganz im Sinne unserer Bundeskanzlerin ist, in deren Umfeld noch nicht einmal die einfachsten Dinge schnell und gründlich erledigt werden. WULFF ist eben der Wunschgkandidat von MERKEL gewesen - und nun arbeitet er auch so, wie erwartet.
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