Volker Bouffier Hessen verjüngt sein Kabinett
Hessens designierter Ministerpräsident Volker Bouffier startet mit einem umfassenden Umbau seiner Ministerriege ins Amt. Drei Ressortchefs verlassen die Landesregierung.
© Ralph Orlowski/Getty Images

Volker Bouffier während eines Parteitreffens in Willingen im Juni
Hessens designierter Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) geht mit einem verjüngten Kabinett in seine Regierungszeit. In der CDU-Fraktion des Landtages stellte er seine Ministerliste offiziell vor. Am Dienstag soll Bouffier zum Nachfolger von
Regierungschef Roland Koch
(CDU) gewählt werden, der sich aus der Politik zurückzieht.
Der neuen Regierung wird demnach der bisherige Sozialminister und alte Koch-Gefährte Jürgen Banzer nicht mehr angehören. Seinen Posten übernimmt der bisherige Staatskanzlei-Chef Stefan Grüttner. Innenminister wird Boris Rhein, das Finanzministerium übernimmt Thomas Schäfer. Die neue Umweltministerin heißt Lucia Puttrich. Die Staatskanzlei soll Axel Wintermeyer leiten.
Bei den FDP-Ministern in der hessischen Regierung ändert sich nichts. Auch Bundesratsminister Michael Boddenberg und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (beide CDU) bleiben im Amt.
An die Stelle des Regierungssprechers Dirk Metz rückt Bouffiers Vertrauter Michael Bußer. Die bisherigen Minister Karlheinz Weimar und Silke Lautenschläger (beide CDU) scheiden aus der Regierung aus.
Koch wird am Montagabend nach elf Regierungsjahren mit einem Empfang im Wiesbadener Schloss Biebrich verabschiedet. Dort werden
unter anderem Kanzlerin Angela Merkel
und Altkanzler Helmut Kohl (beide CDU) als Gäste erwartet.
- Datum 30.08.2010 - 15:25 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, afp
- Kommentare 1
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Die bananenrepublikanische CDU-FDP-Regierung in Hessen ändert sich durch das Austauschen der Gesichter keineswegs. Der einzig erkennbare Unterschied ist lediglich, daß keiner der neuen Statthalter der gelb-schwarzen Lobbypolitik bisher vor einem Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen mußte.
Diese zweifelhafte Qualifikation kann jedoch weiterhin Volker Bouffier beisteuern, weil er seinen Parteifreund Hans Langecker ohne vorheriges Auswahlverfahren zum Präsidenten der hessischen Bereitschaftspolizei machte und auch als zweifacher Träger des Big Brother Awards bekannt wurde.
Hoffentlich färben Bouffiers Methoden nicht ab, sonst versauen sich die neuen Kabinettsmitglieder noch den Lebenslauf.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren