Roland Koch Vorzeige-Konservativer mit mäßiger Hessen-Bilanz

Die Roland Koch-Ära ist vorbei. Was bleibt sind Affären, hohe Landesschulden, ein mittelmäßiges Bildungssystem. Immerhin: Die Arbeitslosigkeit ging zurück.

Jetzt ist Schluss: Nach elf Jahren als hessischer Ministerpräsident und noch ein paar Monaten mehr als CDU-Landeschef tritt Roland Koch, wie im Mai angekündigt, ab. Volker Bouffier, bereits neuer Landesvorsitzender, lässt sich am Dienstag zum Regierungschef wählen. Derselbe Volker Bouffier, der 2008 nach der Wahlschlappe sagte, "Roland Koch ist unser Anführer, und er bleibt unser Anführer".

Koch räumt die Staatskanzlei mit intaktem Image: wirtschaftspolitisch und rhetorisch versiert, aber auch ein eiskalter Machtpolitiker. Seine politische Bilanz bezeichnet der Göttinger Parteienforscher Franz Walter als "erschütternd": "Die Koch-Generation (…) war gegen die Gesamtschule, gegen Kinderkrippen und gegen die spinnerte AKW-Bewegung. In all diesen Punkten musste die Koch-Generation nachgeben, weil der gesellschaftliche Trend über sie hinweggegangen ist", sagte er der taz . Und in der Frankfurter Rundschau : "Hessen ist weder der Hort des Patriotismus' noch des klassischen Familienbilds."

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Zum Beispiel wollte Koch Hessen zum "Bildungsland Nummer eins" machen, Bayern und Baden-Württemberg überholen. Doch beim Pisa-Test von 2006 reichte es nur fürs Mittelfeld, bei den Naturwissenschaften nicht einmal dafür. Die nassforsche Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums – selber Lehrstoff, weniger Zeit – trieb Schüler und Eltern auf die Straßen. Keine einzige hessische Hochschule bekam im Exzellenzwettbewerb das Etikett Elite-Uni. Und als Koch sagte, Bildung und Kinderbetreuung dürften beim Sparen nicht tabu sein, verursachte er einigen Wirbel in der sich gern familienfreundlich gerierenden Union.

Aber Hessen muss sparen. Während Kochs Regierungszeit wuchsen die Gesamtverbindlichkeiten des Landes von 22 auf fast 40 Milliarden Euro. Der hessische Rundfunk hat errechnet, dass 1999 auf jeden Hessen 4941 Euro Schulden entfielen und es 2008 schon 6344 Euro waren.

Der Beginn

Roland Koch wird am 24. März 1958 in Frankfurt am Main geboren. Sein Vater, Rechtsanwalt Karl-Heinz Koch, war im CDU-Kabinett unter Ministerpräsident Walter Wallmann hessischer Justizminister. Koch junior gründet mit 14 Jahren an seinem Wohnort Eschborn eine Ortsgruppe der Jungen Union, sitzt bald nach Volljährigkeit in diversen Kommunalparlamenten. Nach dem Jura-Studium gründet er eine Anwaltskanzlei mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Wettbewerbsrecht.

Junge Union

Von 1983 bis 1987 ist Roland Koch stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Union, im April 1987 wird er als CDU-Abgeordneter des Wahlkreises Main-Taunus I in den Hessischen Landtag gewählt. Da wird er noch zu den "Jungen Wilden" seiner Partei gerechnet. Gegen Landesumweltminister Joschka Fischer (Grüne) profiliert er sich als umweltpolitischer Sprecher  seiner Fraktion mit seinem Pro-Atomkraft-Kurs. 1998 übernimmt Koch den Landesvorsitz der CDU und wird Mitglied im Bundes-Präsidium.

1999 bis 2003

Am 7. Februar 1999 holt die CDU im notorisch roten Hessen überraschende 43,4 Prozent. Koch wird der mit 41 Jahren der jüngste deutsche Ministerpräsident. Anfang 2000 kommt die Spendenaffäre. Koch behauptet, von den Millionen im Ausland nichts gewusst zu haben, die als "jüdische Vermächtnisse" auch seinen Wahlkampf finanzierten. Koch verspricht "brutalstmögliche Aufklärung". Als er zugeben muss, doch informiert gewesen zu sein, fordert die Opposition ohne Erfolg seinen Rücktritt.

2003 bis 2008

2003 holt Koch die absolute Mehrheit im Land. Trotz seines rigiden Sparprogramms bleibt er auch für die Wahl am 27. Januar 2008 Favorit, doch dann geht seine Kampagne gegen angeblich kriminelle jugendliche Migranten nach hinten los. Die CDU verliert zwölf Prozentpunkte. Nach seinem Lagerwahlkampf kann Koch keine Koalitionen mit der SPD oder mit den Grünen schmieden, mit der FDP allein reicht es nicht. Doch auch ein rot-rot-grünes Bündnis scheitert, Koch bleibt geschäftsführend im Amt.

2009 bis heute

Weil keine Regierung zustande kommt, löst sich der Landtag auf; nach der Neuwahl am 18. Januar 2009 reicht es knapp für Schwarz-Gelb. Koch aber spielt mehr auf der Bundesbühne als im Land. Gerüchte, er werde ins Berliner Kabinett oder auf einen Brüsseler Posten wechseln, dementiert der Ministerpräsident. Am 25. Mai 2010 gibt er seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern, auch vom Vizevorsitz der Bundes-CDU, im Laufe des Jahres bekannt. Welche neue Aufgabe er übernehmen will, sagt er nicht.

Der ebenfalls scheidende Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) schrieb trotz heftiger Einschnitte – Gerichte geschlossen, Kommunen auf schmale Kost gesetzt – 2,8 Milliarden Euro neue Schulden in den Etatentwurf für 2011, nach einem Allzeit-Rekord von 3,4 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Nun sollen die Hessen per Volksabstimmung am 27. März 2011 eine Schuldenbremse in die Landesverfassung montieren. Wie die Regierung Bouffier sie umsetzen soll, hat die Regierung Koch nicht hinterlassen.

Dabei waren Koch und Weimar als Sanierer aufgetreten, hatten mit dem Sparpaket "Operation sichere Zukunft" 2003 vor allem dort den Rotstift angesetzt, wo es stramm Konservative nicht schmerzt, bei Frauenhäusern, Jugendprogrammen, Biolandwirten, Schuldnerberatern. In der Wirtschaftskrise allerdings half Wiesbaden den Unternehmen mit einem Konjunkturprogramm von 1,7 Milliarden Euro – kein anderes Bundesland stemmte ein derartiges Investitionsprogramm.

Dass Wirtschaftsanwalt Koch sich gegen Widerstand aus Berlin für den Autobauer Opel ins Zeug legte, rechnen sie ihm vor allem in der Region um Rüsselsheim hoch an. Für sein Engagement in der Wirtschaft bekommt er sogar Lob von Gewerkschaftern, weil die Arbeitslosenquote sich von 8,3 Prozent 1999 auf aktuell 6,5 Prozent verringert hat – jeweils Rang vier der Bundesländer. Beim Wirtschaftswachstum allerdings fiel Hessen von 4,2 Prozent im Jahr 1999, der bundesweiten Spitze, auf ein Minus von 2,2 Prozent 2009 und nur noch Rang fünf zurück.

Gegner werfen dem scheidenden Ministerpräsidenten vor, der politischen Kultur geschadet zu haben. Koch verhinderte die Vertragsverlängerung für ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender, brach sein Versprechen, beim Ausbau des Frankfurter Flughafens ein Nachtflugverbot durchzusetzen, und führte polarisierende Lagerwahlkämpfe. Zu den Affären seiner Minister – mit falschen medizinischen Gutachten aus dem Amt bugsierte Steuerfahnder im Fall Weimar, fragwürdige Postenbesetzung bei der Polizei im Fall des bisherigen Innenministers Bouffier – schwieg der Ministerpräsident. 2007 zog er über angeblich kriminelle jugendliche Ausländer her und musste sich vorrechnen lassen, dass in seiner Amtszeit die Jugendkriminalität in Hessen bis dahin um ein Drittel gestiegen war, im Rest der Republik im Schnitt nur um ein Achtel.

Schon Kochs Start im Amt war vergiftet. Im Wahlkampf hatte er sich mit einer ausländerfeindlichen Unterschriftenkampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft für Migranten profiliert. Und als kurz nach seinem Eid die Schwarzen Kassen seines Vorgängers Manfred Kanther (CDU) aufflogen, versprach er "brutalstmögliche Aufklärung", schwindelte aber dann bei der Frage, wann er von dem zeitweise als "jüdische Vermächtnisse" getarnten Finanzsystem erfuhr.

Mit der Wahrheit ging Roland Koch bis kurz vor Schluss flexibel um. Vierzehn Tage vor der Ankündigung seines Rückzugs am 25. Mai sagte er noch: "Ich bin Ministerpräsident von Hessen. Dabei bleibt es. Punkt. Aus." Dabei hatte er CDU-Chefin Angela Merkel nach eigenen Angaben schon ein Jahr vorher gesagt, dass er aufhören wollte. Im Mai sagte er auch, es gebe für ihn ein "Leben jenseits der Politik". Da wird er wohl die Wahrheit gesagt haben.

 
Leser-Kommentare
  1. In der Wirtschaftskrise allerdings half Wiesbaden den Unternehmen mit einem Konjunkturprogramm von 1,7 Milliarden Euro – kein anderes Bundesland stemmte ein derartiges Investitionsprogramm.

    Da 90% der Zockerbanken sowieso in Frankfurt sitzen, kann man das wohl kaum als Wohltat bezeichnen. Im Gegenteil: neben der Rettung der Banken wurde den Steuerzahlern in Hessen auch noch die Ankurbelung der Wirtschaft aufgehalst.

    Generell kann ich nicht verstehen, warum jetzt in Nachhinein Hr. Koch hinterher geheult wird. Dieser Mann hat eine wirklich schwarze Seele, ist geschickter Populist und wie kaum ein anderer verflochten (bzw. korrumpiert) mit der Wirtschaft. Kann man von ihm eigentlich irgentwas Positives in Erinnerung behalten?

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    ...bringen die gesamte Politikerriege in Verruf - und statt ihn brutalstmöglich aus dem Amt zu werfen jammert man ihm noch hinterher. Vielleicht ist die Seele des Volkes ähnlich schwarz wie seine.

    ...bringen die gesamte Politikerriege in Verruf - und statt ihn brutalstmöglich aus dem Amt zu werfen jammert man ihm noch hinterher. Vielleicht ist die Seele des Volkes ähnlich schwarz wie seine.

    • CM
    • 30.08.2010 um 13:45 Uhr

    Vor wenigen Tagen konnte man Koch noch erleben, als er zu Höchstform auflief: Koch allein gegen alle. Die CDU Mainz hatte eingeladen zu einer Veranstaltung über das Thema Fluglärm. Koch gegenüber saßen etwa 800 klassische CDU-Wähler im Alter zwischen 40 und 70 Jahren, und schon am Eingang riefen Rentner ihm nach "Wer Bodyguards braucht hat was ausgefressen!" - das sind eindeutig nicht die Ökos und Sozis gegen die Koch einmal angetreten ist, die Welt zu erobern. So stand er auf dem Podium, fühlte sich wohl endlich mal wieder lebendig, weil im Streit mit allen, und verteidigte die Komplettverlärmung des Rhein-Main-Gebiets fast mit den Merkel-Worten, es gäbe "keine Alternative". Seinem Gesicht sieht man an, wie tief er in den alten Streitigkeiten steckt. Er wirkt verbraucht, aber stur wie ein Panzer, und verbarrikadiert sich hinter erstarrter Mimik.

    Sein Lebenswerk, worin besteht es eigentlich?

    Der Schaden, den er den Bewohnern des Rhein-Main-Gebiets zugefügt hat, wird durch die netten Geschenke an seine Seilschaft aus Sicht des Bürgers kaum wettmachen können, es sei denn, jemand trinkt gerne von dem Kakao, durch den er gezogen wurde.

    Seine Gedankenwelt bleibt uns als Grundtenor der Stammtische noch lange erhalten, auch das kein Grund zum Jubeln.

    Es geht ein Politiker, der den von ihm hinterlassenen Trümmerhaufen rabulistisch zur Erfolgsstory umdichtet, mehr nicht.

    http://community.zeit.de/...

  2. ... obwohl das so gerne gemacht wird ( werden wir beklaut, rufen wir "Hilfe, Polizei", kriegen wir ein Knöllchen, rufen wir "Hilfe, Polizeistaat" ), muss ich mit einem gewissen Aufatmen feststellen, dass Herr Koch sozusagen wohl als Abschiedsgeschenk einige schwachsinning anmutenden Geschwindigkeitsbeschränkungen auf hessischen Autobahnen abgeschafft bzw die Limits angehoben hat ( hat ... lassen ).
    Auf der anderen Seite muss ich aber feststellen, dass es auf hessischen Autobahnen immer noch genügend Einschränkungen gibt ( zB Überholverbot für Lkw ), bei denen nachts nicht mehr der Rechtsstaat, sondern nur noch das Faustrecht herrscht. Es gibt doch logisch nur zwei Möglichkeiten: Entweder man hebt diese Verbote auf ( und riskiert das Chaos ) oder man kontrolliert sie, auch und gerade nachts!
    Herr Koch, der sich gegeben hat, als sei sein zweiter Vorname "Recht Ordnung", findet einen dritten Weg: Verbote Ja, Kontrolle Nein, mangels Masse ( personell und finanziell, auch nicht technisch )! Und sein Nachfolger, Herr Bouffier, hatte als Innenminister die Möglichkeit, hat aberr augenscheinlich auch nichts getan, also das gleiche Kaliber wie sein Ex-Chef. Solche "Politiker" gehören dahin, wo der Pfeffer wächst! Ich bitte schon mal beim Pffer um Entschuldigung.

    • yeksaa
    • 30.08.2010 um 14:54 Uhr

    was diesen Herrn angeht - Koch geht, andere kommen..................

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    • Hurtz1
    • 30.08.2010 um 16:11 Uhr

    ....da zog der tapfere Roland, zwar nicht mit einem silbernen Horn, sondern mit einem Bündel "KOCH"-Löffel in den Wahlkampf, begleitet von einem Kamerateam um seine Ruhmestaten werbewirksam für die Nachwelt zu erhalten. Ein genialer Marketing-Stratege stattete den glorreichen Landesfürsten mit diesem Küchenutensil aus. Die schier unglaubliche Symbolträchtigkeit und die intellektuelle Hintergründigkeit dieses strategischen Geniestreiches muss man erst einmal auf sich einwirken lassen.

    Es begab sich, dass jener aufrechte und ehrbare Roland an die Pforte eines hessischen Landmannes pochte.
    Ihm ward aufgetan und er gab beredsam Kund, wer er sei, warum er mit einem Bündel Holzlöffel durch die Lande zöge.
    Der hessische Bauer ließ die dümmliche Litanei stoisch über sich ergehen, um sich dann wortlos mit unbewegter Miene umzudrehen und gleich darauf mit einem Prügel von beträchtlichem Ausmaß zurückzukehren.
    Mit grimmiger Entschlossenheit fuhr er den ehrbaren Roland an: "Ich hätte da 'was für Dich [...]".

    Der ehrbare und aufrechte Landesfürst ließ darauf hin sein Bündel strategischer und symbolträchtiger Marketingmittel fallen und gab wortlos Fersengeld.

    Warum ich das schreibe?

    Hat jemand einen Link, wo ich diese historisch wertvolle Aufnahme finde?

    Gekürzt. Bitte achten Sie eine respektvolle Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh

    • Hurtz1
    • 30.08.2010 um 16:29 Uhr

    ...Sie verstümmeln sogar Zitate!

    Ich darf eine korrupte, wahlbetrügerische, Bonusmeilenbetrüger, Deutsch-Polnische Freundschaft verratende, von "von Pierer" korrumpiertes Agenda-Klüngel, die aus Deutschland ein Land der Tafeln gemacht haben, um konkurskriminell im Falle Babcock und Holzmann sich die Taschen zu füllen, Hedgefonds in Deutschland die Pforten zu öffnen, sich von Hunzinger korrumpieren zu lassen, Kokain zu konsumieren, und durch Zeitarbeitnehmer-überlassungsbegrenzungsaufhebung Elend in Deutschland ganz neu definierende Berufssgruppe nicht als "moralisch verwahrlostes Lumpengesindel" bezeichen?

    Leben Sie wohl.

    • Hurtz1
    • 30.08.2010 um 16:11 Uhr

    ....da zog der tapfere Roland, zwar nicht mit einem silbernen Horn, sondern mit einem Bündel "KOCH"-Löffel in den Wahlkampf, begleitet von einem Kamerateam um seine Ruhmestaten werbewirksam für die Nachwelt zu erhalten. Ein genialer Marketing-Stratege stattete den glorreichen Landesfürsten mit diesem Küchenutensil aus. Die schier unglaubliche Symbolträchtigkeit und die intellektuelle Hintergründigkeit dieses strategischen Geniestreiches muss man erst einmal auf sich einwirken lassen.

    Es begab sich, dass jener aufrechte und ehrbare Roland an die Pforte eines hessischen Landmannes pochte.
    Ihm ward aufgetan und er gab beredsam Kund, wer er sei, warum er mit einem Bündel Holzlöffel durch die Lande zöge.
    Der hessische Bauer ließ die dümmliche Litanei stoisch über sich ergehen, um sich dann wortlos mit unbewegter Miene umzudrehen und gleich darauf mit einem Prügel von beträchtlichem Ausmaß zurückzukehren.
    Mit grimmiger Entschlossenheit fuhr er den ehrbaren Roland an: "Ich hätte da 'was für Dich [...]".

    Der ehrbare und aufrechte Landesfürst ließ darauf hin sein Bündel strategischer und symbolträchtiger Marketingmittel fallen und gab wortlos Fersengeld.

    Warum ich das schreibe?

    Hat jemand einen Link, wo ich diese historisch wertvolle Aufnahme finde?

    Gekürzt. Bitte achten Sie eine respektvolle Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh

    • Hurtz1
    • 30.08.2010 um 16:29 Uhr

    ...Sie verstümmeln sogar Zitate!

    Ich darf eine korrupte, wahlbetrügerische, Bonusmeilenbetrüger, Deutsch-Polnische Freundschaft verratende, von "von Pierer" korrumpiertes Agenda-Klüngel, die aus Deutschland ein Land der Tafeln gemacht haben, um konkurskriminell im Falle Babcock und Holzmann sich die Taschen zu füllen, Hedgefonds in Deutschland die Pforten zu öffnen, sich von Hunzinger korrumpieren zu lassen, Kokain zu konsumieren, und durch Zeitarbeitnehmer-überlassungsbegrenzungsaufhebung Elend in Deutschland ganz neu definierende Berufssgruppe nicht als "moralisch verwahrlostes Lumpengesindel" bezeichen?

    Leben Sie wohl.

  3. ...bringen die gesamte Politikerriege in Verruf - und statt ihn brutalstmöglich aus dem Amt zu werfen jammert man ihm noch hinterher. Vielleicht ist die Seele des Volkes ähnlich schwarz wie seine.

    • Hurtz1
    • 30.08.2010 um 16:11 Uhr

    ....da zog der tapfere Roland, zwar nicht mit einem silbernen Horn, sondern mit einem Bündel "KOCH"-Löffel in den Wahlkampf, begleitet von einem Kamerateam um seine Ruhmestaten werbewirksam für die Nachwelt zu erhalten. Ein genialer Marketing-Stratege stattete den glorreichen Landesfürsten mit diesem Küchenutensil aus. Die schier unglaubliche Symbolträchtigkeit und die intellektuelle Hintergründigkeit dieses strategischen Geniestreiches muss man erst einmal auf sich einwirken lassen.

    Es begab sich, dass jener aufrechte und ehrbare Roland an die Pforte eines hessischen Landmannes pochte.
    Ihm ward aufgetan und er gab beredsam Kund, wer er sei, warum er mit einem Bündel Holzlöffel durch die Lande zöge.
    Der hessische Bauer ließ die dümmliche Litanei stoisch über sich ergehen, um sich dann wortlos mit unbewegter Miene umzudrehen und gleich darauf mit einem Prügel von beträchtlichem Ausmaß zurückzukehren.
    Mit grimmiger Entschlossenheit fuhr er den ehrbaren Roland an: "Ich hätte da 'was für Dich [...]".

    Der ehrbare und aufrechte Landesfürst ließ darauf hin sein Bündel strategischer und symbolträchtiger Marketingmittel fallen und gab wortlos Fersengeld.

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    • Chilly
    • 30.08.2010 um 16:21 Uhr

    was ihn mit Blick auf die immer austauschbarer wirkenden Politiker der jüngeren Provinienz durchaus positiv hervorhebt. Ansonsten überwiegt das Negative:

    Wildes Polemisieren und Verunglimpfen ganzer Bevölkerungsteile (seine Kampagnen wie "Kinder statt Inder" oder die "Jugendkriminalitätsdebatte" vor der Wahl 2008).
    Verschleiern und Täuschen (Bauernopfer Jung statt "brutalsmöglicher Aufklärung" der Spendenaffaire, Täusch in Sachen Nachtflugverbot).
    Herrschaft nach Gutsherrenart (Steuerfahnder, Polizeipräsident),

    Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

    Daher: Ein Politiker, der noch ein Gesicht hatte und zumindest klar für eine politische Richtung stand: JA.
    Ein Politiker, der für gute, menschliche, zukunftsgerichtete und moderne Politik steht: NEIN.

    CHILLY

    • Hurtz1
    • 30.08.2010 um 16:29 Uhr

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    Ich darf eine korrupte, wahlbetrügerische, Bonusmeilenbetrüger, Deutsch-Polnische Freundschaft verratende, von "von Pierer" korrumpiertes Agenda-Klüngel, die aus Deutschland ein Land der Tafeln gemacht haben, um konkurskriminell im Falle Babcock und Holzmann sich die Taschen zu füllen, Hedgefonds in Deutschland die Pforten zu öffnen, sich von Hunzinger korrumpieren zu lassen, Kokain zu konsumieren, und durch Zeitarbeitnehmer-überlassungsbegrenzungsaufhebung Elend in Deutschland ganz neu definierende Berufssgruppe nicht als "moralisch verwahrlostes Lumpengesindel" bezeichen?

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