Afghanistan Geld für Opfer des Kundus-Bombardements
Die Familien der Opfer des Angriffs auf zwei Tanklaster erhalten "humanitäre Hilfe" in Höhe von 5000 Dollar. Den Begriff "Entschädigung" meidet die Bundesregierung.
© Massoud Hossaini/AFP/Getty Images

Erhalten nun Entschädigung: Die Opfer des Kundus-Angriffs auf zwei Tanklastzüge vom September 2009
Nach wochenlangen Verhandlungen ist die Entschädigung der Hinterbliebenen und Verletzten des Bombardements nahe Kundus nun so gut wie abgeschlossen. Das berichtet stern.de . Gegenstand der unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Gespräche mit Dorfältesten und Angehörigen der Opfer war das ungewöhnliche Verfahren der Zahlungen: Für jede Familie eines oder mehrerer Opfer wird ein Bankkonto in Kundus eingerichtet, zu dem die Witwe, der nächste Verwandte des Toten oder der überlebende Verletzte allein zugangsberechtigt ist.
Jede Familie erhält 5000 US-Dollar. "Wir wollten unbedingt vermeiden, dass das Geld in falsche Hände kommt", sagte der Bundeswehr-Kommandeur in Kundus, Oberst Reinhardt Zudrop.
In der Nacht zum 4. September 2009 hatten US-Jets auf Befehl des deutschen Obersts Georg Klein eine Menschenmenge bombardiert , die sich um zwei entführte Tanklaster in der Nähe der afghanischen Stadt versammelt hatte. Entgegen ersten Behauptungen des damaligen Verteidigungsminister Franz-Josef Jung, es seien ausschließlich 56 Taliban umgekommen, handelte es sich bei den Getöteten überwiegend um Dorfbewohner, die zum Plündern des Treibstoffs gekommen waren.
Nachdem der Isaf-Untersuchungsbericht im November 2009 von "17 bis 142" Opfern ausging, kam die Bundeswehr nun nach gemeinsamen Ermittlungen mit der afghanischen Menschenrechtskommission und fußend auf Recherchen des stern zu einer Zahl von 91 Toten und 11 Schwerverletzten. Die nun erfolgenden Zahlungen werden allerdings offiziell nicht als Entschädigung deklariert, sondern als "humanitäre Hilfe",um weiteren Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Angehörige der Opfer im vom Taliban kontrollierten Bezirk Chahar Darra äußerten sich erfreut, dass sie nach elf Monaten nun doch noch finanzielle Hilfe erhalten: "Wir dachten, da würde nie mehr was passieren", sagte Abdul Daian, der Vater eines Getöteten.
- Datum 05.08.2010 - 15:06 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 6
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gezogen wird.
Wenn er ansonsten schon frei herumlaufen darf.
die Opfer und ihre Angehörigen sind zutiefst
zu bedaueren das steht ohne Zweifel fest,
aber wie wäre ihre Meinung ,hätten sie
einen Sohn ,Bruder ,Vater ,der in Afghanistan
eingesetzt ist,wie sich der Fall wirklich
zugetragen hat weiß doch niemand genau,
genau bekannt ist jedoch ,die Tatsache,
dass die Talibane keine Rücksicht darauf
nehmen ob sich Zivilpersonen in ihrem Handlungsbereich
befinden und dabei zu Tode kommen,
andererseits wie hätten die Soldaten sofort
die Lage erkennen sollen in der sie sich befanden,
Dass den Angehörigen jetzt wenigstens mit
Geld geholfen wird ist richtig und gut,das
sollte auch nicht als Entschädigung gelten,
nur als finanzielle Hilfe ,die dort dringend nötig ist,
Menschen sind nicht zu ersetzen.
Auch unsere Toten nicht.
die Opfer und ihre Angehörigen sind zutiefst
zu bedaueren das steht ohne Zweifel fest,
aber wie wäre ihre Meinung ,hätten sie
einen Sohn ,Bruder ,Vater ,der in Afghanistan
eingesetzt ist,wie sich der Fall wirklich
zugetragen hat weiß doch niemand genau,
genau bekannt ist jedoch ,die Tatsache,
dass die Talibane keine Rücksicht darauf
nehmen ob sich Zivilpersonen in ihrem Handlungsbereich
befinden und dabei zu Tode kommen,
andererseits wie hätten die Soldaten sofort
die Lage erkennen sollen in der sie sich befanden,
Dass den Angehörigen jetzt wenigstens mit
Geld geholfen wird ist richtig und gut,das
sollte auch nicht als Entschädigung gelten,
nur als finanzielle Hilfe ,die dort dringend nötig ist,
Menschen sind nicht zu ersetzen.
Auch unsere Toten nicht.
Die CAS-Anforderung war aber berechtigt. Auf Änderung der Situation zu warten war nicht Möglich, da man sich zu nah am Lager befand, und die Luftunterstützung auch eine Zeit braucht. Flugzeuge oder Hubschrauber im Gebiet zu lassen wäre auch riskant da die Terroristen ja über Waffen verfügen die diese angreifen können.
Die Tanklaster wurden von Terroristen entführt, die keine Skrupel hatten die Fahrer noch auf der Straße zu erschießen und Nachts um 4 ein Dorf aufzuscheuchen was die Wagen bergen sollte. Als alles nicht klappte, und die zwei potentiellen
Bomben allein gelassen wurden, blieben nur die Plünderer.
Schade um die Opfer, aber so ist Krieg. Da hat auch Oberst Klein keine Schuld.
… manche in der Zukunft noch "Zwischenfälle" mit der Bundeswehr provozieren, damit ihre Familien versorgt sind ;). Z. B. einfach mal schnell auf einen Checkpoint zuhalten...
Hier gab es ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder waren diese Leute von den Taliban gezwungen worden, sich da aufzuhalten. Dann trifft die Taliban die Schuld. Keinesfalls kann sich ein Militär vom Angriff abhalten lassen, weil Ziviliten als Schutzschilde genommen werden. Dann würde das ja immer so weiter gehen.
Oder sie haben sich freiwillig in der Nähe von Kämpfern aufgehalten, um an dem Diebesgut zu partizipieren. Dann sind sie auch selbst schuld.
So oder so.
die Opfer und ihre Angehörigen sind zutiefst
zu bedaueren das steht ohne Zweifel fest,
aber wie wäre ihre Meinung ,hätten sie
einen Sohn ,Bruder ,Vater ,der in Afghanistan
eingesetzt ist,wie sich der Fall wirklich
zugetragen hat weiß doch niemand genau,
genau bekannt ist jedoch ,die Tatsache,
dass die Talibane keine Rücksicht darauf
nehmen ob sich Zivilpersonen in ihrem Handlungsbereich
befinden und dabei zu Tode kommen,
andererseits wie hätten die Soldaten sofort
die Lage erkennen sollen in der sie sich befanden,
Dass den Angehörigen jetzt wenigstens mit
Geld geholfen wird ist richtig und gut,das
sollte auch nicht als Entschädigung gelten,
nur als finanzielle Hilfe ,die dort dringend nötig ist,
Menschen sind nicht zu ersetzen.
Auch unsere Toten nicht.
erzwungenen Großzügigigket des deutschen Steuerzahlers.
Ich finde das schlicht gesagt schon extrem skandalös.
Da werden afghanische Clanchefs mit Euromilliionen ruhiggestellt -genau darauf wird das dar estellte Entschädigungsmodell hinauslaufen (Leute die mit Drogen Millionen schffelsn ) - nur weil einige Clanmitglidder unverhältminsmäßige Risiken eingegangen sind , werden die entschädigt ..... Diese Hasaedeure werden also die Konsequenzen ihrer Zockerei nie zu spüren bekommen - und die leichtfertige Journaille begrüßt das noch, dieses gesellschaftliche Untergangsspiel?
Kann ich kaum glauben.
5.000 Euro für eine zerstörte Familie, das ist selbst in Afghanistan ein Hohn.
Ich schäme mich für diese ("Verteidigungs"-)Politik und diese Regierung.
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