Die Netzgemeinde soll sich nicht nur um Netzthemen kümmern
Nicht immer lassen sich rechtsextreme Inhalte so leicht erkennen, wie in einer Sammlung von Kinderliedern, die derzeit im Netz kursiert. Zu niedlichen Melodien wird dort zur Jagd von Juden und Schwarzen aufgerufen. Doch vor allem die freien Kameradschaften haben sich von den bekannten Hassparolen verabschiedet.
Sie wenden sich sprachlich und gestalterisch gezielt an junge Menschen. Oft tun sie das geschickter als die Onlineangebote der demokratischen Parteien in Deutschland. Wer ihre Webseiten, Blogs und Foren besucht, findet vieles, das seit dem Wahlkampf Barack Obamas zur modernen Kampagnenführung im Netz gehört, nicht nur in technischer Hinsicht.
Denn die Rechtsextremen verknüpfen Probleme und Sehnsüchte junger Menschen mit ihrer politischen Botschaft. Beispiel: Ein Weblog mit dem Titel "Recht auf Zukunft" beschreibt in einem gefühlhaltigen Text, wie ein junger Mensch die letzten Stunden in seiner Chemnitzer Plattenbauwohnung erlebt. Er zieht weg, wie so viele im Osten Deutschlands. Worum es eigentlich geht, zeigen nur die Bilder zwischen den Absätzen. "Hier wohnt der Volkstod", sagt ein fotografiertes Graffiti, "Nationaler Widerstand" ein anderes.
Mit rechtlichen Mitteln ist solchen Angeboten nicht beizukommen, solange sie nicht verbotene Symbole zeigen oder zum Rassenhass aufrufen. Sie können auch nicht als jugendgefährdend eingestuft werden, um sie aus den Ergebnislisten von Suchmaschinen zu verbannen.
Was also tun? Thomas Krüger, Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung, die jugendschutz.net für die Recherchen im rechtsextremen Netz bezahlt, hat eine Idee. Er möchte die Neonazis mit ihren eigenen Waffen schlagen.
Den Kampf gegen Rechtsextremismus könne man nicht von oben verordnen, sagt er. "Ich wünsche mir ein Viertel der Zensursula-Entrüstung gegen Neonazis." Krüger spielt auf die große Netzkampagne an, die sich im vergangen Jahr gegen die Pläne der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen richtete, als diese Webseiten mit kinderpornografischem Material sperren lassen wollte.
Er fordert die Aktiven auf, ihr Engagement nicht nur auf netzpolitische Themen zu konzentrieren. Die Bundeszentrale könne einfach nicht zu einer Kampagne aufrufen, die Neonazi-Webseiten mit millionenfachen Seitenaufrufen oder Tausenden von E-Mails lahm legt. "Wir sind nun mal eine staatliche Behörde, noch dazu dem Innenministerium nachgeordnet." Stattdessen ruft er die Netzgemeinde auf, soziale Verantwortung selbst zu übernehmen.
- Datum 25.08.2010 - 11:00 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ein lesenswerter Artikel. Erstaunlich auch, wie leer die Kommentarseite dabei dann bleibt.
Was mir auch und gerade hier im Forum von ZEIT Online auffällt, ist was auch in dem verlinkten Artikel zu lesen ist:
"Bei den offen Rechtsextremen ist vor allem die Penetranz ermüdend, mit der sie ihre Meinung unters Volk bringen wollen - übrigens mehr als in sozialen Netzwerken noch in den Kommentarspalten der Internetauftritte von großen Tageszeitungen"
(aus: http://www.netz-gegen-naz... )
Der Penetranz zu begegnen, erfordert ein dickes Fell... und manchmal auch die Unterstützung der Redaktion.
das wäre oft sehr verbesserungsfähig. Ich staune ja immer wieder, was für nicks hier unbeanstandet durchgehen, gab z.B. mal längere Zeit einen Bdolf hier. Oder wie oft hier Kommentare gelöscht werden, die Roß und Reiter klar benennen, nicht aber die Kommentare, auf die sie sich beziehen. Überhaupt staune ich, wie oft und lange hier Menschenverachtung ungelöscht stehen bleibt.
Seit das Netz-gegen-Nazis hier installiert wurde, gibt's regelmäßig ganze Gruppen von sonstwo, die sich bei Zeitonline austoben. Die Redaktion scheint dafür schlecht gerüstet und auch die Selbstreinigungskräfte des Zeit-Forums haben seit Sprengung der Community durch den Relaunch und der damit verbundenen Abwanderung vieler kluger Kommentatoren deutlich abgenommen.
das wäre oft sehr verbesserungsfähig. Ich staune ja immer wieder, was für nicks hier unbeanstandet durchgehen, gab z.B. mal längere Zeit einen Bdolf hier. Oder wie oft hier Kommentare gelöscht werden, die Roß und Reiter klar benennen, nicht aber die Kommentare, auf die sie sich beziehen. Überhaupt staune ich, wie oft und lange hier Menschenverachtung ungelöscht stehen bleibt.
Seit das Netz-gegen-Nazis hier installiert wurde, gibt's regelmäßig ganze Gruppen von sonstwo, die sich bei Zeitonline austoben. Die Redaktion scheint dafür schlecht gerüstet und auch die Selbstreinigungskräfte des Zeit-Forums haben seit Sprengung der Community durch den Relaunch und der damit verbundenen Abwanderung vieler kluger Kommentatoren deutlich abgenommen.
"350 Mal baten die vier Mitarbeiter von Glasers Team im vergangenen Jahr Provider und Portalbetreiber, Webseiten oder einzelne Beiträge zu löschen. Nur 20 Prozent dieser Inhalte verstießen gegen deutsches Strafrecht. Dennoch entsprachen die Firmen in vier von fünf Fällen der Bitte, meist auf Grundlage ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen."
Da presst die Regierung Dritte dazu legale Meinungsäußerungen unliebsamer Personen zu unterdrücken. Es passt aber zum Grundtenor des regionalen Sozialismus indem man wirklich glaubt, der Staat dürfe Meinungen unterdrücken oder sich über das Gesetz stellen (Der Ankauf Entwendeter Daten und deren Benutzung vor Gericht seien legal), wenn es wichtig ist, bzw aktuell so von der Bürokratie gesehen wird.
Hoster schließen oft per AGB aus, dass extremistische Inhalte oder Erotik auf ihren Servern gelagert werden.
Ob das dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz entspricht, weiß ich nicht, aber wer Inhalte auf Servern lagert, die nicht den AGBs entsprechen, begeht Vertragsbruch.
den Sozialismus und im speziellen regionalen Sozialismus???
Wie manifestiert sich dieser in D-land?
Hoster schließen oft per AGB aus, dass extremistische Inhalte oder Erotik auf ihren Servern gelagert werden.
Ob das dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz entspricht, weiß ich nicht, aber wer Inhalte auf Servern lagert, die nicht den AGBs entsprechen, begeht Vertragsbruch.
den Sozialismus und im speziellen regionalen Sozialismus???
Wie manifestiert sich dieser in D-land?
und das ist richtig. Deshalb mache ich mir auch keine großen Sorgen um diese Problematik.
Mich besorgt eher die wachsende linksextreme Gefahr. Hier im Forum treiben sich ja auch einige Mitglieder herum, die offenen mit linksextremen Gruppen, wie der Antifa sympathisieren.
Die Bundesrepublik ist weitestgehend blind auf dem linken Auge (jugendschutz.net sollte z.B. auch vor anderen Extremisten schützen). Ich glaube, dass diese Blindheit auch mit einer Verwobenheit des bürgerlichen Milieus mit linksextremen Strömungen zu tun hat und unser historischen Erfahrung zu tun hat.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und kommentieren Sie sachlich. Die Redaktion/cs
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und kommentieren Sie sachlich. Die Redaktion/cs
Hoster schließen oft per AGB aus, dass extremistische Inhalte oder Erotik auf ihren Servern gelagert werden.
Ob das dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz entspricht, weiß ich nicht, aber wer Inhalte auf Servern lagert, die nicht den AGBs entsprechen, begeht Vertragsbruch.
… z. B. heißt: Aufgrund eines Verstoßes gegen unsere Nutzungsbedingungen ist dieses Video nicht in Ihrem Land verfügbar. Hatte vorher gar nicht gewusst, dass es für unterschiedliche Länder unterschiedliche Nutzungsbedingungen gibt.^^
Und dieser Hinweis taucht nicht nur bei den Videos auf, bei denen man nach deutschem Recht illegale Inhalte vermuten würde. Das ist schlicht vorauseilender Gehorsam gegenüber hiesigen offiziellen Befindlichkeiten. Dass man sich als normaler Nutzer dabei fühlt, als wenn man in China wäre, interessiert die nicht.
Und ab wann ist ein Kommentar eigentlich "rechtsextrem"? Und wer zählt die? Und bleibt es nur beim Zählen?
Da muss einem ja wirklich Angst und Bange werden, durch den einen oder anderen Verstoß gegen die Political Correctness nicht nur zu der Statistik beigetragen zu haben, sondern sich mit seinem Profilnamen schon auf einer Liste zu befinden...
Aber im Kampf gegen "Rechts" ist hier anscheind alles möglich, was sonst in einer echten Demokratie undenkbar wäre.
....Punkt. Eine Regierung, die Unternehmen presst ihre politischen Ansichten durchzusetzen ist in diesem Punkt nicht besser als die, deren Meinungen in diesem Fall unterdrückt werden. Das ist ein sehr rutschiger Abhang, auf den sich die Regierung begibt und es scheint keine gute Idee seinen Regierenden zu erlauben so gegen Private Unternehmen sich zu verhalten. Schließlich hatten weder die Unternehmen noch Die, deren Meinung unterdrückt werden soll laut Artikel auf den Webseiten Verbrechen verübt. Wenn eine Regierung gegen Meinungen, deren Inhalt erlaubt ist, vorzugehen, sind Tür und Tor zum Ende der Demokratie offen.
… z. B. heißt: Aufgrund eines Verstoßes gegen unsere Nutzungsbedingungen ist dieses Video nicht in Ihrem Land verfügbar. Hatte vorher gar nicht gewusst, dass es für unterschiedliche Länder unterschiedliche Nutzungsbedingungen gibt.^^
Und dieser Hinweis taucht nicht nur bei den Videos auf, bei denen man nach deutschem Recht illegale Inhalte vermuten würde. Das ist schlicht vorauseilender Gehorsam gegenüber hiesigen offiziellen Befindlichkeiten. Dass man sich als normaler Nutzer dabei fühlt, als wenn man in China wäre, interessiert die nicht.
Und ab wann ist ein Kommentar eigentlich "rechtsextrem"? Und wer zählt die? Und bleibt es nur beim Zählen?
Da muss einem ja wirklich Angst und Bange werden, durch den einen oder anderen Verstoß gegen die Political Correctness nicht nur zu der Statistik beigetragen zu haben, sondern sich mit seinem Profilnamen schon auf einer Liste zu befinden...
Aber im Kampf gegen "Rechts" ist hier anscheind alles möglich, was sonst in einer echten Demokratie undenkbar wäre.
....Punkt. Eine Regierung, die Unternehmen presst ihre politischen Ansichten durchzusetzen ist in diesem Punkt nicht besser als die, deren Meinungen in diesem Fall unterdrückt werden. Das ist ein sehr rutschiger Abhang, auf den sich die Regierung begibt und es scheint keine gute Idee seinen Regierenden zu erlauben so gegen Private Unternehmen sich zu verhalten. Schließlich hatten weder die Unternehmen noch Die, deren Meinung unterdrückt werden soll laut Artikel auf den Webseiten Verbrechen verübt. Wenn eine Regierung gegen Meinungen, deren Inhalt erlaubt ist, vorzugehen, sind Tür und Tor zum Ende der Demokratie offen.
den Sozialismus und im speziellen regionalen Sozialismus???
Wie manifestiert sich dieser in D-land?
...so lange wären adäquate Antworten. Aber kurz:
Sozialistisch ist eine Anschauung oder eine Politik, die das Wohl der Gemeinschaft tendenziell vor dem des Einzelnen stellt UND in grösserem Maße die Rechte Einzelner beschneidet mit Begründungen sozialer und solidarischer Notwendigkeit (oder mit einem wie auch immer formulierten Volkswohl) begründet statt Gemeinschaftsaufgaben aus der Summe der Interessen der Individuen der Gesellschaft abzuleiten.
...so lange wären adäquate Antworten. Aber kurz:
Sozialistisch ist eine Anschauung oder eine Politik, die das Wohl der Gemeinschaft tendenziell vor dem des Einzelnen stellt UND in grösserem Maße die Rechte Einzelner beschneidet mit Begründungen sozialer und solidarischer Notwendigkeit (oder mit einem wie auch immer formulierten Volkswohl) begründet statt Gemeinschaftsaufgaben aus der Summe der Interessen der Individuen der Gesellschaft abzuleiten.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und kommentieren Sie sachlich. Die Redaktion/cs
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Beiträgen an der Diskussion. Die Redaktion/cs
Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde inzwischen moderiert. Die Redaktion/cs
Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde inzwischen moderiert. Die Redaktion/cs
… z. B. heißt: Aufgrund eines Verstoßes gegen unsere Nutzungsbedingungen ist dieses Video nicht in Ihrem Land verfügbar. Hatte vorher gar nicht gewusst, dass es für unterschiedliche Länder unterschiedliche Nutzungsbedingungen gibt.^^
Und dieser Hinweis taucht nicht nur bei den Videos auf, bei denen man nach deutschem Recht illegale Inhalte vermuten würde. Das ist schlicht vorauseilender Gehorsam gegenüber hiesigen offiziellen Befindlichkeiten. Dass man sich als normaler Nutzer dabei fühlt, als wenn man in China wäre, interessiert die nicht.
Und ab wann ist ein Kommentar eigentlich "rechtsextrem"? Und wer zählt die? Und bleibt es nur beim Zählen?
Da muss einem ja wirklich Angst und Bange werden, durch den einen oder anderen Verstoß gegen die Political Correctness nicht nur zu der Statistik beigetragen zu haben, sondern sich mit seinem Profilnamen schon auf einer Liste zu befinden...
Aber im Kampf gegen "Rechts" ist hier anscheind alles möglich, was sonst in einer echten Demokratie undenkbar wäre.
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