Integration Roland Koch stellt sich hinter Sarrazin
Hessens scheidender Ministerpräsident Roland Koch hat Thilo Sarrazin den Rücken gestärkt. Es stecke "viel Lebenserfahrung" in den umstrittenen Thesen des SPD-Politikers.
Hessens scheidender Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat sich angesichts der öffentlichen Empörung über die Äußerungen Thilo Sarrazins hinter den SPD-Politiker gestellt. Koch warnte im "defacto-Sommerinterview" des Hessischen Rundfunks (hr) davor, das Thema Zuwanderer auszublenden. Immerhin stecke viel Lebenserfahrung in den Berichten Sarrazins. "Ich halte nichts davon, dass das, was er sagt, in diese üblichen Politikreflexe hineingeschoben wird: Darüber darf man nicht reden! Das ist tabuisiert!", sagte Koch.
Allerdings nannte Koch die Thesen des Bundesbank-Vorstandsmitglieds Sarrazin "eine sehr rückwärtsgewandte, pessimistische Beschreibung der Zustände, ohne sich eigentlich ernsthaft mit den Optionen und Chancen zur Lösung zu beschäftigen". In seinem neuen Buch Deutschland schafft sich ab warnt der wegen ähnlicher vorheriger Äußerungen bereits umstrittene Sarrazin davor, dass die Deutschen zu "Fremden im eigenen Land" werden könnten. Er war dafür heftig kritisiert worden.
- Datum 28.08.2010 - 13:53 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 37
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Ausgerechnet Roland Koch, der seine Wahlkämpfe so gerne mit ausländerfeindlichen Untertönen unterlegte, ausgerechnet dieser Herr Koch unterstützt nun Herrn Sarrazin?! Da bin ich sprachlos.
Koch hat Recht: Das große Problem ist der Tabuisierungsreflex!
Selten kommen nüchter-sachliche Erwiderungen von denen, die menschen wie Koch und Sarrazin kritisieren. Dabei gäbe es da, jedenfalls bei Koch, einiges.
Im Zweifel bin ich aber für denjenigen, der zumindest klar denken und argumentieren kann, und seine Schlussfolgerungen auch öffentlich zur Kritik stellt - und gegen denjenigen, der nicht argumentiert, sondern sich mit emotionalem Bashing dem medialen Mainstream anschließt (oder ihm wegbereitet).
Danke, Koch, danke, Sarrazin! Und jetzt: sachliche Kritik?
Seit Jahren wird öffentlich das diskutiert, was Sarazzin erzählt. Wer seinen Thesen und Argumenten folgt, der möge sich bitte mal mit den Rassentheorien des 19. und 20. Jhds. beschäftigen.
Koch und Sarazzin - nun fehlen nur noch die Gutstimmen der NPDisten und dann wird auch dem letzten klar sein, wohin Sarazzins Karren rennt: gegen die Wand nämlich! Denn über Abstammung, also Rassen hatte schon Kant philosophiert: http://www.uni-protokolle...
Aber heute spricht man nicht mehr über Rassen sondern über Gene und verdeckt durch diesen modernen Begriff die eigentliche, nämlich rassistische Anschauung. Wohin diese Theorien die Menschen im 20 Jhd. brachten, sollte man eigentlich auch als Sarazzin-Anhänger wissen! Die Ungebildetheit und Dummheit, die die Sarazzin-Anhänger den Migranten aus dem islamischen Raum unterstellen, offenbaren sie nur selbst, wenn sie die Geschichte des Rassismus leugnen und tabuisieren.
Wer modern sein will, der möge sich auch mal diesen Text zu Gemüte führen: Deklaration von Schlaining: Gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung (PDF), 1995, Abschnitt II: Zur Obsoletheit des Begriffes der „Rasse“
Das große Problem ist der Tabuisierungsreflex!“
Deswegen wohl wird jeder Furz von Sarrazin sofort in jeder führenden überregionalen Zeitung verbreitet. Deswegen wohl trat die „Bild“ eine wochenlange Medienkampagne gegen jugendliche „Ausländer“ los, die exakt am Wahltag endete.
Die "Sache", um die sich alles dreht, ist, dem Ressentiment jeden Weg in eine Einsicht seiner Grundlosigkeit zu versperren, die ungefähr dieses sagt: Was rege ich mich über die blosse Nachbarschaft dieses blöden Türken auf, wenn in Wirklichkeit die Sarrazin und Koch für die Hochkonjunktur der Kleiderkammern und Suppenküchen zuständig sind, in denen ich ihn treffe.
Seit Jahren wird öffentlich das diskutiert, was Sarazzin erzählt. Wer seinen Thesen und Argumenten folgt, der möge sich bitte mal mit den Rassentheorien des 19. und 20. Jhds. beschäftigen.
Koch und Sarazzin - nun fehlen nur noch die Gutstimmen der NPDisten und dann wird auch dem letzten klar sein, wohin Sarazzins Karren rennt: gegen die Wand nämlich! Denn über Abstammung, also Rassen hatte schon Kant philosophiert: http://www.uni-protokolle...
Aber heute spricht man nicht mehr über Rassen sondern über Gene und verdeckt durch diesen modernen Begriff die eigentliche, nämlich rassistische Anschauung. Wohin diese Theorien die Menschen im 20 Jhd. brachten, sollte man eigentlich auch als Sarazzin-Anhänger wissen! Die Ungebildetheit und Dummheit, die die Sarazzin-Anhänger den Migranten aus dem islamischen Raum unterstellen, offenbaren sie nur selbst, wenn sie die Geschichte des Rassismus leugnen und tabuisieren.
Wer modern sein will, der möge sich auch mal diesen Text zu Gemüte führen: Deklaration von Schlaining: Gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung (PDF), 1995, Abschnitt II: Zur Obsoletheit des Begriffes der „Rasse“
Das große Problem ist der Tabuisierungsreflex!“
Deswegen wohl wird jeder Furz von Sarrazin sofort in jeder führenden überregionalen Zeitung verbreitet. Deswegen wohl trat die „Bild“ eine wochenlange Medienkampagne gegen jugendliche „Ausländer“ los, die exakt am Wahltag endete.
Die "Sache", um die sich alles dreht, ist, dem Ressentiment jeden Weg in eine Einsicht seiner Grundlosigkeit zu versperren, die ungefähr dieses sagt: Was rege ich mich über die blosse Nachbarschaft dieses blöden Türken auf, wenn in Wirklichkeit die Sarrazin und Koch für die Hochkonjunktur der Kleiderkammern und Suppenküchen zuständig sind, in denen ich ihn treffe.
Ich danke dem Himmel, dass sich beide Herren aus der Politik
zurückgezogen, bzw zurückziehen wollen. Hoffentlich verschwinden sie beide aus der Öffentlichkeit.
Wenn ich bei einer Diskussion Argumente vorbringe und ich persönlich angegriffen oder diffamiert und diskrimminiert werde, weiss ich, das ich Recht habe. Denn die Gegnerin würde sonst versuchen, mir Argumente entgegen zu setzten.
Man sollte Themen nie tabuiesieren. Weil sonst solche Themen im Umkreis sind, sie aber nie ausgesprochen werden und die Probleme gegebenenfalls schlimmer werden. Aber wenn man Probleme anspricht, sollte man auch immer Lösungsvorschläge bieten können. Kritisieren kann jeder.
MFG
„Man sollte Themen nie tabuiesieren.“
Dann sollte man vielleicht mal Sarrazins Abschaffungs-These mit der NS-Volkstod-These vergleichen.
„Man sollte Themen nie tabuiesieren.“
Dann sollte man vielleicht mal Sarrazins Abschaffungs-These mit der NS-Volkstod-These vergleichen.
Eins vorab, ich bin Iraner der seit langem in Deutschland lebt.
Teil1:
Zum Thema: das Problem in Deutschland ist, dass es keine entspannte Atmosphere und Diskussionskultur über Themen gibt (und zwar egal welches Thema). Entweder sagt man garnichts und frisst Alles in sich hinein oder man wartet auf einen Sarrazin (der überhaupt nichts Konstruktives beiträgt sondern wie ein Wasserfall einfach das sagt, was eh jeder weiss und nebenbei noch sein Buch verkaufen will, weil er genau weiss wo er bei Deutschen ansetzen muss) um dann ENDLICH sagen zu können was man auf dem Herzen hat. Es ist hier Alles so verkrampft und unnatürlich. Man weiss nie genau mit wem man es zutun hat und was Derjenige (Deutsche) eigentlich in einem Gespräch denkt. Das ist nicht nur beim Thema Ausländer so, sondern auch beim Thema Israel(Stichwort Antisemitismuskeule). Oder nehmen wir ein ganz lustiges Beispiel: die Fussballweltmeisterschaft (die vorletzte). Da "durften" die Deutschen endlich mal Stolz ihre Deutsche Flagge zeigen. Aber sogar das empfand ich als "verkrampft". Viele sind Monate danach immer noch mit einer Deutschen Flagge am Auto rumgefahren, weil sie sich an einem undefinierbarem Momentum festhalten wollten.
Es sind nicht nur z.B. Türken die sich eine Parallelwelt aufgebaut haben, sondern auch die Deutschen, nämlich eine Parallelwelt des Verschwiegenen und Latenten (latent nicht als Latent ausländerfeindlich gemeint sondern einfach Allgemein Latent!).
Bitte Teil 2 lesen
Das dürfte hauptsächlich daran liegen, dass die Medien ihrem Skandalisierungstrieb nachgeben.
„Es sind nicht nur die Ausländer die sich integrieren müssen, sondern die Deutschen sind immer noch dabei ihre Identität zu definieren und unverkrampft damit umzugehen und sich selbst in Deutschland zu "integrieren".
Dieser Prozess dauert anscheinend noch an.“
Wenn durch Leute wie Koch und Sarrazin nicht immer wieder die völkisch-nationalistische Identität gefeiert würde, hätte man sicher schon längst eine neue finden können.
Das dürfte hauptsächlich daran liegen, dass die Medien ihrem Skandalisierungstrieb nachgeben.
„Es sind nicht nur die Ausländer die sich integrieren müssen, sondern die Deutschen sind immer noch dabei ihre Identität zu definieren und unverkrampft damit umzugehen und sich selbst in Deutschland zu "integrieren".
Dieser Prozess dauert anscheinend noch an.“
Wenn durch Leute wie Koch und Sarrazin nicht immer wieder die völkisch-nationalistische Identität gefeiert würde, hätte man sicher schon längst eine neue finden können.
Teil 2:
Dann kommt alle paar Monate ein Sarrazin, ein Broder, ein Giordano, etc. und man liest dann als anonyme Reaktionen nur noch Sachen wie "der man hat recht, wir dürfen das ja nicht" oder "endlich sagt mal einer wie es wirklich ist".
Ich denke ein Hauptproblem ist dabei den Maulkorb den man sich SELBST angelegt hat. Ja, dann sag doch was, rede mit uns! Sag was du willst, was du nicht willst anstatt uns schief anzuschauen oder hinter verschlossener Tür nur mit der eigenen Ehefrau darüber zu reden.
Es sind nicht nur die Ausländer die sich integrieren müssen, sondern die Deutschen sind immer noch dabei ihre Identität zu definieren und unverkrampft damit umzugehen und sich selbst in Deutschland zu "integrieren".
Dieser Prozess dauert anscheinend noch an.
Die Schuldgefühle nach dem 2.Weltkrieg waren zu groß und man wollte sich überall, besonders bei Ausländern, beliebt machen.
Das kann natürlich nicht gut gehen, wenn man sich selbst das Kritisieren nicht erlaubt.
Nun steckt die Karre im Dreck und nicht nur die Deutschen müssen lernen, ihre Kritik "sozialverträglich" rüberzubringen, sondern auch manche der viel zu lange Geschonten müssen sich daran gewöhnen, dass zukünftig verstärkt Pflichten eingefordert werden, wenn jemand Rechte in Anspruch nehmen möchte.
Wer Leistungen bedingungslos verteilt sollte nicht denjenigen beschimpfen, der sie annimmt, sondern den Mut aufbringen, Forderungen zu stellen.
Wir haben die Selbstkritik stark kultiviert in den letzten Jahrzehnten, das ging teilweise schon Richtung Selbstzerfleischung.
Bei vielen Einwanderern treffen wir auf einen großen Mangel an Selbstkritik.
Die da zu uns gekommen sind, sind auch schwierig : Manche halten das Dazulernen nicht für etwas Wünschenswertes und Bereicherndes, sondern wollen ihre mitgebrachten Traditionen unverändert weiterführen.
Da sind sie nun schon teilweise rückständiger, als die ehemaligen Landsleute in den Herkunftsländern.
Die Türkei ist ein aufstrebendes Land und überall wird den Menschen dort deutlich, wie wichtig Bildung für ihre Kinder ist. Ich habe in den letzten 10 Jahren viele Veränderungen dort miterlebt.
Vieles an Ihrem artikel halte ich für gut beobachtet. Die anscheinende Schlussfolgerung, dass diejenigen, die bisweilen einem Koch/Giordano/Sarrazin/Broder zustimmen, mit ihrer Einstellung sonst immer hinterm berg halten, teile ich nicht.
Vielmehr ist es so, dass schlicht die Präsenz solcher Meinungen (teils ja auch einfach Fakten, dann viel schlimmer) in der öffentlichkeit, der Politik fehlt. Umso größer dann das Bedürfnis, Zustimmung zum Ausdruck zu bringen, wenn es doch (mal wieder) jemand wagt.
dazu kommt, dass man sich privat bei solchen Äußerungen eben sehr leicht den erwähnten pauschalen "Keulen" und Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt sieht, häufig sicherlich auch nur hinter vorgehaltener Hand. So kann man sich schnell einen bösen Ruf zuziehen, ohne die Gelegenheit zu bekommen, überhaupt darüber zu diskutieren. Ruck-zuck ist man der Schmutzfink, weil die meisten meinen, sich ganz schnell distanzieren (und so vermeintlich moralisch erheben) zu müssen, um nichtselbst in die Kritik zu geraten.
Es ist ja nicht nur die Vergangenheit, die Deutsche daran hindert alle Themen anzusprechen. Schon vor Sarrazin wurde darauf hingewiesen, dass in Deutschland der IQ sinkt http://www.zeit.de/wissen...
Es entspannte sich eine Diskussion darüber, warum gerade Akademiker weniger Kinder bekommen http://www.zeit.de/gesell...
Dies ist ein Problem, dass die Politik seid über vier Jahrzehnten ignoriert, oder zumindest ungenügend angeht.
Nun kommt Thilo Sarrazin, der ja bewusst provoziert, um endlich einmal Aufsehen zu erregen, aber keiner fragt sich:
a) Gibt es ein Problem, dass die Bevölkerung interessiert?
Da die Kommentare nach 1116 Beiträge zu http://www.zeit.de/2010/3... geschlossen wurden, würde ich sagen, es ist ein Problem, das interessiert.
b) Gibt es einen Zusammenhang zur Erblichkeit von Intelligenz?
Laut http://en.wikipedia.org/w... eindeutig ja. Wie hoch der Anteil der erblichen Komponente ist mag umstritten sein, aber warum Intelligenz als einziges Merkmal nicht genetisch beeinflusst sein sollte, wurde bei keiner Entgegnung erklärt.
c) Gibt es einen Zusamenhang von Fertilität zu Intelligenz?
Auch wieder laut Wikipedia http://en.wikipedia.org/w... gibt es den Zusammenhang.
Bei Tausenden von Entgegenungen zu diesen Aussagen, habe ich nie gehört:
Was für Fakten gibt es dazu? Wenn es keine gibt, warum nicht, und sollte man nicht Untersuchungen anstellen, um Licht ins Dunkle zu bekommen?
Wenn es Fakten gibt die zu unterschiedlichen Aussagen kommen, warum ist dies so? Unterschiedliches Studiendesign? Gibt es gemeinsame Aussagen, etc..
Welche Schlüsse sollten wir aus den zugrunde liegenden Daten ziehen? Sollte es nicht das Ziel in einer http://de.wikipedia.org/w... sein, dafür zu sorgen, dass sich der Trend der abnehmenden Intelligenz in Deutschland unkehrt?
Tja auf all dies gab es keine Entgegnungen. Dies liegt daran, dass Politiker und Journalisten nicht recherchieren können und Zusammenhänge nicht wissenschaftlich bewerten können. Deshalb wird immer nur der moralische Aspekt und der Ton der Debatte kritisiert, denn zu anderen Dingen ist man ja nicht in der Lage.
Also sollten Politiker das tun, was sie können: Sie sollten sich fragen, ob es die Bevölkerung möchte, dass die Intelligenz weiter abnimmt, mit der Gefahr, dass damit auch die wirtschaftliche Leistungfähigkeit abnimmt.
Sollte es der Fall sein, das die Bevölkerung nicht will, dass der IQ weiter abnimmt, sollte man einmal ein Konzept erarbeiten, um Ursachenforschung zu betreiben, und mögliche Maßnahmen zu erarbeiten.
Ich bezweifle jedoch, dass die Politik in der Lage ist:
a) Komplexe Zusammenhänge zu analysieren und zu verstehen
b) Lösungen für komplexe Probleme zu erarbeiten und durchzusetzen.
Westerwelle hat in einem recht. Wir befinden uns in der spätrömischen Dekadenz. In Wikipedia http://de.wikipedia.org/w... heisst es dazu: "Eine monokausale Betrachtungsweise wird niemals allen diffizilen Problemen gerecht werden. Wahrscheinlich durchschauten die Zeitgenossen die Vorgänge eher noch weniger als die moderne Forschung. So konnten keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergriffen werden, und die literarischen Quellen führen mitunter in die Irre."
Für die jetzige Situation gibt es jedoch eine Hauptursache, und dies sind nicht die Hartz-IV-Empfänger von Westerwelle, sondern ist die Unfähigkeit von Politikern die zunehmend komplexere Welt zu verstehen.
Die Schuldgefühle nach dem 2.Weltkrieg waren zu groß und man wollte sich überall, besonders bei Ausländern, beliebt machen.
Das kann natürlich nicht gut gehen, wenn man sich selbst das Kritisieren nicht erlaubt.
Nun steckt die Karre im Dreck und nicht nur die Deutschen müssen lernen, ihre Kritik "sozialverträglich" rüberzubringen, sondern auch manche der viel zu lange Geschonten müssen sich daran gewöhnen, dass zukünftig verstärkt Pflichten eingefordert werden, wenn jemand Rechte in Anspruch nehmen möchte.
Wer Leistungen bedingungslos verteilt sollte nicht denjenigen beschimpfen, der sie annimmt, sondern den Mut aufbringen, Forderungen zu stellen.
Wir haben die Selbstkritik stark kultiviert in den letzten Jahrzehnten, das ging teilweise schon Richtung Selbstzerfleischung.
Bei vielen Einwanderern treffen wir auf einen großen Mangel an Selbstkritik.
Die da zu uns gekommen sind, sind auch schwierig : Manche halten das Dazulernen nicht für etwas Wünschenswertes und Bereicherndes, sondern wollen ihre mitgebrachten Traditionen unverändert weiterführen.
Da sind sie nun schon teilweise rückständiger, als die ehemaligen Landsleute in den Herkunftsländern.
Die Türkei ist ein aufstrebendes Land und überall wird den Menschen dort deutlich, wie wichtig Bildung für ihre Kinder ist. Ich habe in den letzten 10 Jahren viele Veränderungen dort miterlebt.
Vieles an Ihrem artikel halte ich für gut beobachtet. Die anscheinende Schlussfolgerung, dass diejenigen, die bisweilen einem Koch/Giordano/Sarrazin/Broder zustimmen, mit ihrer Einstellung sonst immer hinterm berg halten, teile ich nicht.
Vielmehr ist es so, dass schlicht die Präsenz solcher Meinungen (teils ja auch einfach Fakten, dann viel schlimmer) in der öffentlichkeit, der Politik fehlt. Umso größer dann das Bedürfnis, Zustimmung zum Ausdruck zu bringen, wenn es doch (mal wieder) jemand wagt.
dazu kommt, dass man sich privat bei solchen Äußerungen eben sehr leicht den erwähnten pauschalen "Keulen" und Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt sieht, häufig sicherlich auch nur hinter vorgehaltener Hand. So kann man sich schnell einen bösen Ruf zuziehen, ohne die Gelegenheit zu bekommen, überhaupt darüber zu diskutieren. Ruck-zuck ist man der Schmutzfink, weil die meisten meinen, sich ganz schnell distanzieren (und so vermeintlich moralisch erheben) zu müssen, um nichtselbst in die Kritik zu geraten.
Es ist ja nicht nur die Vergangenheit, die Deutsche daran hindert alle Themen anzusprechen. Schon vor Sarrazin wurde darauf hingewiesen, dass in Deutschland der IQ sinkt http://www.zeit.de/wissen...
Es entspannte sich eine Diskussion darüber, warum gerade Akademiker weniger Kinder bekommen http://www.zeit.de/gesell...
Dies ist ein Problem, dass die Politik seid über vier Jahrzehnten ignoriert, oder zumindest ungenügend angeht.
Nun kommt Thilo Sarrazin, der ja bewusst provoziert, um endlich einmal Aufsehen zu erregen, aber keiner fragt sich:
a) Gibt es ein Problem, dass die Bevölkerung interessiert?
Da die Kommentare nach 1116 Beiträge zu http://www.zeit.de/2010/3... geschlossen wurden, würde ich sagen, es ist ein Problem, das interessiert.
b) Gibt es einen Zusammenhang zur Erblichkeit von Intelligenz?
Laut http://en.wikipedia.org/w... eindeutig ja. Wie hoch der Anteil der erblichen Komponente ist mag umstritten sein, aber warum Intelligenz als einziges Merkmal nicht genetisch beeinflusst sein sollte, wurde bei keiner Entgegnung erklärt.
c) Gibt es einen Zusamenhang von Fertilität zu Intelligenz?
Auch wieder laut Wikipedia http://en.wikipedia.org/w... gibt es den Zusammenhang.
Bei Tausenden von Entgegenungen zu diesen Aussagen, habe ich nie gehört:
Was für Fakten gibt es dazu? Wenn es keine gibt, warum nicht, und sollte man nicht Untersuchungen anstellen, um Licht ins Dunkle zu bekommen?
Wenn es Fakten gibt die zu unterschiedlichen Aussagen kommen, warum ist dies so? Unterschiedliches Studiendesign? Gibt es gemeinsame Aussagen, etc..
Welche Schlüsse sollten wir aus den zugrunde liegenden Daten ziehen? Sollte es nicht das Ziel in einer http://de.wikipedia.org/w... sein, dafür zu sorgen, dass sich der Trend der abnehmenden Intelligenz in Deutschland unkehrt?
Tja auf all dies gab es keine Entgegnungen. Dies liegt daran, dass Politiker und Journalisten nicht recherchieren können und Zusammenhänge nicht wissenschaftlich bewerten können. Deshalb wird immer nur der moralische Aspekt und der Ton der Debatte kritisiert, denn zu anderen Dingen ist man ja nicht in der Lage.
Also sollten Politiker das tun, was sie können: Sie sollten sich fragen, ob es die Bevölkerung möchte, dass die Intelligenz weiter abnimmt, mit der Gefahr, dass damit auch die wirtschaftliche Leistungfähigkeit abnimmt.
Sollte es der Fall sein, das die Bevölkerung nicht will, dass der IQ weiter abnimmt, sollte man einmal ein Konzept erarbeiten, um Ursachenforschung zu betreiben, und mögliche Maßnahmen zu erarbeiten.
Ich bezweifle jedoch, dass die Politik in der Lage ist:
a) Komplexe Zusammenhänge zu analysieren und zu verstehen
b) Lösungen für komplexe Probleme zu erarbeiten und durchzusetzen.
Westerwelle hat in einem recht. Wir befinden uns in der spätrömischen Dekadenz. In Wikipedia http://de.wikipedia.org/w... heisst es dazu: "Eine monokausale Betrachtungsweise wird niemals allen diffizilen Problemen gerecht werden. Wahrscheinlich durchschauten die Zeitgenossen die Vorgänge eher noch weniger als die moderne Forschung. So konnten keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergriffen werden, und die literarischen Quellen führen mitunter in die Irre."
Für die jetzige Situation gibt es jedoch eine Hauptursache, und dies sind nicht die Hartz-IV-Empfänger von Westerwelle, sondern ist die Unfähigkeit von Politikern die zunehmend komplexere Welt zu verstehen.
Öffentliche Empörung wird mit veröffentlichter Empörung gleichgesetzt !
es lebe der Allgemeinplatz ....
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