Vor dem Atomgipfel Regierung will Atomstreit beenden
Angela Merkel hat zum Atomgipfel gerufen. Kommt eine Paketlösung? Neuere Meiler könnten länger laufen, ältere dafür früher abgeschaltet werden.
© Daniel Karmann

Die untergehende Sonne steht hinter den Kühltürmen des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld in Unterfranken
Experten berieten auch am Samstag letzte Varianten für eine Einigung im Streit um die
Verlängerung der Atomlaufzeiten
. Nach Medienberichten könnte sich folgende Paketlösung abzeichnen:
Längere Laufzeiten
für jüngere Atomkraftwerke sollen mit vorgezogenen Schließungen älterer Meiler kombiniert werden. Dies soll unter anderem mit schärferen Sicherheitsauflagen zum Schutz vor Terrorangriffen erreicht werden. Diese wären bei den geringeren Restlaufzeiten älterer Meiler nicht mehr finanzierbar.
Bereits vereinbart ist, dass die Energiewirtschaft ab 2011 über eine Brennelementesteuer oder eine andere Abgabe 2,3 Milliarden Euro zum Bundeshaushalt beisteuern soll. Die geplanten zusätzlichen Zahlungen bei längeren Laufzeiten für den Ausbau der erneuerbaren Energien könnten etwa 25 Prozent der Mehreinnahmen der Konzerne betragen. Dabei soll sichergestellt werden, dass diese Gelder möglichst bald fließen und auch der mittelständischen Wirtschaft zur Verfügung stehen.
Eine eindeutige Festlegung der Verfassungsministerien Justiz und Innen auf eine bestimmte Jahreszahl für die Laufzeitverlängerung gibt es dem Vernehmen nach nicht. "Es handelt sich um Annäherungswerte", sagten Verhandlungsbeteiligte. Je weiter man sich von der unteren Grenze von 10 Jahren in Richtung 15 oder 20 Jahre entferne, umso größer sei das Risiko einer Zustimmungspflicht der Länder. Das Umgehen der Zustimmungspflicht der Länder ist für die Koalition entscheidend, weil sie keine Mehrheit im Bundesrat hat. SPD-Chef Sigmar Gabriel drohte erneut mit einer Verfassungsklage.
Auch kurz vor dem Atomgipfel herrscht in der schwarz-gelben Koalition Streit über die Verlängerung der Laufzeiten . Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) attackierte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), weil dieser angeblich die Ergebnisse des Regierungsgutachtens zur Energiepolitik infrage stellt.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) zeigte sich trotz der Auseinandersetzungen optimistisch: "Zwar liegt vor uns noch ein hartes Stück Arbeit, weil wir in einigen wichtigen Detailfragen noch keine Einigung haben. Aber ich bin sicher, dass wir jetzt zügig zu einer klugen Entscheidung kommen werden", sagte er.
- Datum 04.09.2010 - 19:45 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 10
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überall-und die dummen im Lande sollen von Demokratie überzeugt sein?
Warum erhalten die bundesdeutschen Politiker nicht solche Informationen http://www.dradio.de/dlf/...
???
Der Westen wollte seine strahlende Rückstände in sibirischen Bergstollen entsorgen -vielleicht haben die Entscheidungsträger damals deshalb keine ander Alternative gesucht.
Gott sei dank ist Rußland da und lebt und Gott sei Dank muß der Westen seinen Müll hoffentlich bald ganz selbst entsorgen.
wie sollte er sonst begreifen,wie er den von ihm fabrizierten unsinn auch verantworten muß???
Warum dürfen Entscheidungsträger in Deutschland kinderlos sein?
Damit die Opposition diese Kröte leichter schlucken kann, sollte man sie ihr versüßen, sie mit ins Boot holen...
...vielleicht mit der Einführung des Mindestlohns…
(so bekommen beide etwas !)
…dann darf man auch sicher sein, dass nach dem kommenden Regierungswechsel auch mal wieder Kontinuität herrscht und nicht:" Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln"
(und stimmt: Merkelnix ist wirklich eine Katastrophe, aber welches dämliche Volk hat sie denn gewählt, hä?)
Wenn es darum geht (offensichtlich) am Volk vorbei zu regieren, kenne ich auch niemanden mit solchen Qualitäten.
Freuen wir uns auf die nächste Regierung. Sie sitzt bereits in den Startlöchern und hat die Einführung direkt-demokratischer Elemente auf Bundesebene geplant.
"umso größer sei das Risiko einer Zustimmungspflicht der Länder."
Ach, wie schön. Die "Zustimmungspflicht der Länder" als "Risiko". Und wie, werte Frau Merkel, soll ich da noch einem Heranwachsenden etwas von den Regulurarien der Demokratie nahebringen? Da lacht mich jeder aus und kontert, wir seien auf dem besten Marsch in die BRDDR. Und obendrein habe derjenige der dieses Land mit einer Bananenrepublik vergleicht, beste Chancen vor dem Kadi zu landen: Wegen Bananen-Beleidigung!
In einer Demokratie darf es, vollkommen unbeschadet der persönlich-politischen Vorlieben und Zielsetzungen keinen einzigen "Verhandlungsbeteiligten" geben, der die Einschaltung des Bundesrats als "Gefahr" sieht!!
Am Ende sind sie doch alle gleich.CDU,CSU,SPD,FDP...
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Grüne, starke Kräfte in der SPD und auch die Linke unterstützen diesen Kurs nicht!
Also such Dir etwas davon aus und tu was degegen!
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Grüne, starke Kräfte in der SPD und auch die Linke unterstützen diesen Kurs nicht!
Also such Dir etwas davon aus und tu was degegen!
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schrecklich geirrt.
Sie gaben das Land in die Hände einer gegenüber der Wirtschaft willfährigen, mit mittelmäßigen Qualitäten ausgestatteter Gruppe von Machtmenschen.
Sie hat 2 Ziele:
1. Machterhalt
2. Dividenden für die Aktionäre
Auf diesem Kurs haben sie sich ein dickes Fell zugelegt, dass die Kritiker wehrlos macht.
Auch die Medien akzeptieren die Strategie und berichten über Dissenzen in der Regierung statt die Grundrichtung zu hinterfragen!
Wie unterscheiden wir uns noch von Putins Demokratie?
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Grüne, starke Kräfte in der SPD und auch die Linke unterstützen diesen Kurs nicht!
Also such Dir etwas davon aus und tu was degegen!
daß sich nicht nur die Balken biegen. Man merkt auch an diesem Beitrag, daß selbst die Medien sich an diese Schwindelei gewöhnt haben. Daß sie sie nicht durchschauen, wäre ein noch größeres Armutszeugnis.Wenn es heißt:"Daß die Energiewirtschaft ab 2011... 2,3 Mrd. Euro zum Bundeshaushalt beisteuern soll", bedeutet das doch in Wahrheit nichts anderes, als das der Verbraucher die Zeche zahlt. Also, warum wird es nicht so geschrieben?
Man kann doch niemandem erzählen, die Energiekonzerne ließen sich durch solche Forderungen Teile ihrer Gewinne abnehmen. Einen Teufel werden sie tun.
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