Laufzeitverlängerung Der Kampf um die Atomhoheit
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Wann entscheidet das Verfassungsgericht?

Wann ist mit einem Urteil des Bundesverfassungsgericht zu rechnen?

Bei einer so politisch umstrittenen Frage wie der jetzigen ist mit einem relativ schnellen Urteil zu rechnen. Nach Ansicht von Experten könnte eine Entscheidung etwa innerhalb eines Jahres fallen. Dies würde bedeuten, dass der Bundesrat eine Laufzeitverlängerung durchaus noch in dieser Legislaturperiode wieder kippen könnte – vorausgesetzt, dass das Gericht sich für dessen Zustimmungspflicht ausspricht.

Welche Möglichkeiten hat der Bundesrat jenseits der Zustimmungspflicht?

Auch wenn ein Gesetz nicht zustimmungspflichtig ist, kann der Bundesrat dagegen mit absoluter Mehrheit Einspruch erheben. Dann wird das Gesetz in den Vermittlungsausschuss überwiesen. Kommt es nicht zu einer Einigung, kann der Bundestag den Einspruch allerdings mit Kanzlermehrheit abweisen. Er hätte also wohl nur aufschiebende Wirkung.

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Muss die EU-Kommission zustimmen?

Nach Ansicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace könnte die Laufzeitverlängerung auch am Widerstand der EU-Kommission scheitern. Diese müsse prüfen, welche Folgen es für andere Länder habe, wenn in Deutschland mehr radioaktive Abfälle produziert werden. Am Ende müsse sie die Laufzeitverlängerung absegnen.

Dieser Rechtsauffassung hat sich die Bundesregierung bisher nicht angeschlossen. Auch Verfassungsrechtler Scholz geht davon aus, dass die Kommission lediglich informiert werden muss.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Na hoffentlich fahren die Trekker am Bild der Fahnenschwenker auch mit Biodiesel und Russfilter. Nebenbei bemerkt haben die Fahnenschwenker diesem Land fast immer eher geschadet als genutzt.

  2. ...scheinheiligen Umweltfreunde, die doch eigentlich für mehr schmutzige Kohle- und Gaskraftwerke schreien, nicht mehr hören.

    Atomkraft wird gebraucht. Gut, dass Merkel das begriffen hat.

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    Wären sich auch bereit über einem Endlager zu wohnen?

    Denn die deutsche Industrie als auch die Stromkonzerne sind im CO2-Zertifikatehandel eingebunden. Was hier nicht an CO2 in die Luft geblasen wird bleibt dem Klima nicht erspart sondern wird, gegen Geldzahlung, anderswo ausgestoßen. Das ist ein Nullsummenspiel für's Klima aber ein großer Gewinn für die Stromkonzerne. Nicht nur dass sie jahrzehntealte Anlagen, deren Baukosten schon lange eingefahren sind, als Cash Cow betreiben können und so auch die Netze mit Atomstrom verstopfen können so dass die nachrangigen (da rasch regelbaren) erneuerbaren Energien, wie Windräder, immer öfter still liegen obwohl sie Strom liefern könnten sondern sie verdienen auch doppelt daran dass sie das eingesparte CO2, Atomkraft ist in der Tat nahezu CO2 frei, verkaufen können. Und wissen Sie was? Diese Zertifikate hat die deutsche Industrie von der Politik sogar geschenkt bekommen, kostenfrei.

    Die Lobbyisten haben mal wieder ein Meisterstück abgeliefert und keiner merkt's, denn die Bürger sind viel zu beschäftigt eingeübte Feindschaften a lá "Ökos" etc. zu pflegen.

    Wären sich auch bereit über einem Endlager zu wohnen?

    Denn die deutsche Industrie als auch die Stromkonzerne sind im CO2-Zertifikatehandel eingebunden. Was hier nicht an CO2 in die Luft geblasen wird bleibt dem Klima nicht erspart sondern wird, gegen Geldzahlung, anderswo ausgestoßen. Das ist ein Nullsummenspiel für's Klima aber ein großer Gewinn für die Stromkonzerne. Nicht nur dass sie jahrzehntealte Anlagen, deren Baukosten schon lange eingefahren sind, als Cash Cow betreiben können und so auch die Netze mit Atomstrom verstopfen können so dass die nachrangigen (da rasch regelbaren) erneuerbaren Energien, wie Windräder, immer öfter still liegen obwohl sie Strom liefern könnten sondern sie verdienen auch doppelt daran dass sie das eingesparte CO2, Atomkraft ist in der Tat nahezu CO2 frei, verkaufen können. Und wissen Sie was? Diese Zertifikate hat die deutsche Industrie von der Politik sogar geschenkt bekommen, kostenfrei.

    Die Lobbyisten haben mal wieder ein Meisterstück abgeliefert und keiner merkt's, denn die Bürger sind viel zu beschäftigt eingeübte Feindschaften a lá "Ökos" etc. zu pflegen.

  3. Wären sich auch bereit über einem Endlager zu wohnen?

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    • PGMN
    • 07.09.2010 um 19:51 Uhr

    Wären Sie bereit, neben einer Müllverbrennungsanlage zu wohnen?

    Addendum: Produzieren Sie Hausmüll?

    • Crest
    • 08.09.2010 um 10:31 Uhr

    Das tue ich schon jetzt und das tuen Sie auch.

    Vielleicht wissen Sie es nur noch nicht: Aber die Natur hat sehr viele radioaktive Stoffe unterirdisch gelagert. Und Sie (Sie!) sind schon immer davon betroffen (etwa von den Radon Ausdünstungen).

    Im Unterschied zu diesen natürlichen Lagern (ich erspare mir hier das Wort "Endlager") geht der Mensch bei seinen atomaren Endlagern sehr viel umsichtiger zu Werke. Er legt seine Lager - im Gegensatz zur Natur - kontrolliert an.

    Und nun noch einmal konkret zu Ihrer Frage: Selbstverständlich würde es für mich emotional nicht das geringste Problem bedeuten, über einem Endlager a la Gorleben zu wohnen. Ich glaube, Sie (und viele andere auch) sind sich gar nicht bewusst, welche natürlichen Zeitbomben unter uns schlummern.

    Nur ein Beispiel: In der schule hatten wir mal gelernt, dass die Eifelvulkane schon seit zehntausenden von Jahren erloschen seien. Klingt beruhigend. Ist es aber nicht. Für einen Vulkanologen sind 10000 Jahre gestern!

    Bottom line: Bei unsern atomaren Endlagern sprechen wir über "Gedöns". Versuchen Sie deshalb bitte nicht (mehr), mich mit einem Endlager 1000 m unter mir zu beunruhigen.

    Herzlichst Crest

    Und alles was endgelagert werden soll, war ja schon mal in der Erde, und da zwischenzeitlich Energie entnommen wurde, muss bei der Anfangslagerung mehr strahlende Energie enthalten gewesen sein.
    Dies Argument habe ich, obwohl es so naheliegt, noch nie gelesen (ich lese aber auch nicht alles.)
    Noch ein Gedanke: Warum wird eigentlich die Asse, das chaotischste Atommülllager überhaupt, vergleichsweise beiläufig angesprochen? - Wer dagegen spricht, müsste die Nuklearmedizin ablehnen, und diese Konsequenz scheint denn doch zu basurd!

    • PGMN
    • 07.09.2010 um 19:51 Uhr

    Wären Sie bereit, neben einer Müllverbrennungsanlage zu wohnen?

    Addendum: Produzieren Sie Hausmüll?

    • Crest
    • 08.09.2010 um 10:31 Uhr

    Das tue ich schon jetzt und das tuen Sie auch.

    Vielleicht wissen Sie es nur noch nicht: Aber die Natur hat sehr viele radioaktive Stoffe unterirdisch gelagert. Und Sie (Sie!) sind schon immer davon betroffen (etwa von den Radon Ausdünstungen).

    Im Unterschied zu diesen natürlichen Lagern (ich erspare mir hier das Wort "Endlager") geht der Mensch bei seinen atomaren Endlagern sehr viel umsichtiger zu Werke. Er legt seine Lager - im Gegensatz zur Natur - kontrolliert an.

    Und nun noch einmal konkret zu Ihrer Frage: Selbstverständlich würde es für mich emotional nicht das geringste Problem bedeuten, über einem Endlager a la Gorleben zu wohnen. Ich glaube, Sie (und viele andere auch) sind sich gar nicht bewusst, welche natürlichen Zeitbomben unter uns schlummern.

    Nur ein Beispiel: In der schule hatten wir mal gelernt, dass die Eifelvulkane schon seit zehntausenden von Jahren erloschen seien. Klingt beruhigend. Ist es aber nicht. Für einen Vulkanologen sind 10000 Jahre gestern!

    Bottom line: Bei unsern atomaren Endlagern sprechen wir über "Gedöns". Versuchen Sie deshalb bitte nicht (mehr), mich mit einem Endlager 1000 m unter mir zu beunruhigen.

    Herzlichst Crest

    Und alles was endgelagert werden soll, war ja schon mal in der Erde, und da zwischenzeitlich Energie entnommen wurde, muss bei der Anfangslagerung mehr strahlende Energie enthalten gewesen sein.
    Dies Argument habe ich, obwohl es so naheliegt, noch nie gelesen (ich lese aber auch nicht alles.)
    Noch ein Gedanke: Warum wird eigentlich die Asse, das chaotischste Atommülllager überhaupt, vergleichsweise beiläufig angesprochen? - Wer dagegen spricht, müsste die Nuklearmedizin ablehnen, und diese Konsequenz scheint denn doch zu basurd!

  4. .. Atomstrom "billig" sein ?
    Ich würde da sehr gerne mal die Folgekosten aufgelistet sehen - welche ja wohl erst mit der Atomstromherstellung entstehen. Selbst Kohle und Öl sind in der Nachentsorgung im Vergleich "Spottbillig" - und ohne Halbwertszeiten.

    • WiKa
    • 07.09.2010 um 19:27 Uhr

    Ach was kann man das herrlich auf die Spitze treiben … einen über Jahrzehnte währenden Kampf um den Atomausstieg, der doch durchaus als gesellschaftlicher Konsens galt, jetzt mit einigen wenigen Federstrichen zugunsten des Mammon zu beseitigen. Was ist das für eine Regierung? Respektlos ist ja noch stark untertrieben. Deshalb auch der Titel des Kommentars in überspitzter Form, aber letztlich kann man es auch so ausdrücken: Anschlagsziellaufzeitverlängerung bis 2040, denn die Atommeiler werden nicht sicherer mit dem Alter und außer Atomlobby und Terroristen wird sich ja wohl keiner für die Dinger interessieren. Schade oder Gott sei Dank, denn damit beschwört die schwarz-gelbe Regierung tatsächlich ihren weiteren Niedergang herauf.

  5. Die AKW erwärmen die Umgebung ja auch, zumindest die Flüsse, in die das alte Kühlwasser abgelassen wird -- ist das eine zu vernachlässigenden Größe oder spielt es eine Rolle?
    Wir haben so viele Wärmequellen, die mit CO2 nichts zu tun haben, die bebauten und versiegelten Flächen und die durch Abholzung vernichtete Biomasse (Wälder kühlen ja auch)...
    Also, ich denke, dieses Scheinargument, die AKW würden CO2 einsparen, ist doch Augenwischerei.

    Antwort auf
  6. Ich bin gegen eine Verlängerung. Was mich an diesem sogenannten "Kompromiss" am meisten stört ist, dass es überhaupt keiner ist. Als der Atomstopp damals beschlossen wurde, verzichtete man auf eine strikte Sicherheits-Nachrüstungspflicht, weil eben ein definitives Ende abzusehen war. Jetzt sollen auch die Schrottreaktoren länger laufen dürfen, mit einer großzügigen Frist für Nachrüstungen. Das wird dazu führen, dass diese Frist voll ausgenutzt wird, dann wird abgeschaltet. Mit anderen Worten: Es gibt für die Großen einen Freifahrtsschein für maximale Gewinne.

    Ein Kompromiss wäre es, die Laufzeiten der alten Reaktoren NICHT zu verlängern, und für die neueren die sofortige Nachrüstung vorzuschreiben, damit diese tatsächlich bis 2040 laufen dürfen. Der Unsinn mit dem Handel von Reststrommengen auch gleich noch gestrichten. Eine solche Vereinbarung wäre tatsächlich "weltweit einzigartig" und "zukunftsweisend". Selbst ich als Atomkraftgegner würde unserer Regierung dafür Respekt zollen.

    Doch das, was jetzt beschlossen wurde, hätte auch direkt von RWE, EON und Co. stammen können - mal wieder reinste Lobbypolitik, denn der gemeine Bürger ist ja dumm.

    • PGMN
    • 07.09.2010 um 19:51 Uhr

    Wären Sie bereit, neben einer Müllverbrennungsanlage zu wohnen?

    Addendum: Produzieren Sie Hausmüll?

    Antwort auf "Endlager"
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    strahlt Ihr Hausmüll und ist gefährlich?

    • Buh
    • 08.09.2010 um 8:07 Uhr

    ...sind seit der Sarrazin Debatte in der Zahl fast verdoppelt worden und in der Qualität halbiert.

    Atommüll mit Hausmüll zu vergleichen ist lächerlich. Selbst Atomstrom mit anderem giftigen strahlenden Müll zu vergleichen wäre hier unsinnig, weil die Logik absolut abstrus ist. Nur weil ich nicht in allen Bereichen Meines Lebens perfekt den Tieren und der Umwelt zuträglich leben kann, sollten wir nicht versuchen dies in möglichst vielen Breichen zu tun. Die Atomkraft ist da einfach eine der Schlimmsten Sünden die der Mensch sich auf koten der Natur erlaubt.

    Der Hausmüll sollte aber auch endlich angepackt werden. Sollange der Kapitalismus immer amerikanischer wird, wird das aber nichts. Wir brauchen viel mehr Regeln, damit die großen firmen nicht mehr länger nahch Manipulation und Wirtscahftlichkeit verpacken sondern nach Nachhaltigkeitskriterien und Gesundheitsfürsorge. So ein Ansporuch lässt sich nicht über ANgebot und Nachfrage bzw über den Wettbewerb erfüllen. Dazu braucht es ein Grünes Verbraucherschutzministerium und kein durch Lobbyisten verseuchtes Ilse-Aigner Ministerium, die alle zwei Tage ihr Dirndl anziueht um sich bei den Bauern in Bayern beliebt zu machen, aber nichts für die Vrbraucher tut!

    strahlt Ihr Hausmüll und ist gefährlich?

    • Buh
    • 08.09.2010 um 8:07 Uhr

    ...sind seit der Sarrazin Debatte in der Zahl fast verdoppelt worden und in der Qualität halbiert.

    Atommüll mit Hausmüll zu vergleichen ist lächerlich. Selbst Atomstrom mit anderem giftigen strahlenden Müll zu vergleichen wäre hier unsinnig, weil die Logik absolut abstrus ist. Nur weil ich nicht in allen Bereichen Meines Lebens perfekt den Tieren und der Umwelt zuträglich leben kann, sollten wir nicht versuchen dies in möglichst vielen Breichen zu tun. Die Atomkraft ist da einfach eine der Schlimmsten Sünden die der Mensch sich auf koten der Natur erlaubt.

    Der Hausmüll sollte aber auch endlich angepackt werden. Sollange der Kapitalismus immer amerikanischer wird, wird das aber nichts. Wir brauchen viel mehr Regeln, damit die großen firmen nicht mehr länger nahch Manipulation und Wirtscahftlichkeit verpacken sondern nach Nachhaltigkeitskriterien und Gesundheitsfürsorge. So ein Ansporuch lässt sich nicht über ANgebot und Nachfrage bzw über den Wettbewerb erfüllen. Dazu braucht es ein Grünes Verbraucherschutzministerium und kein durch Lobbyisten verseuchtes Ilse-Aigner Ministerium, die alle zwei Tage ihr Dirndl anziueht um sich bei den Bauern in Bayern beliebt zu machen, aber nichts für die Vrbraucher tut!

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