Integrationsthesen Sarrazin steht vor Rauswurf

Der Bundesbankvorstand hat sich laut einem Bericht für die Entlassung seines umstrittenen Mitglieds ausgesprochen. Bundespräsident Wulff sieht die Banker am Zug.

Thilo Sarrazin steht im Vorstand der Bundesbank offenbar kurz vor dem Rauswurf. Nach einer Krisensitzung am Mittwoch ließ die Bank die Zukunft ihres umstrittenen Vorstandsmitglieds noch offen. Allerdings sprach sich der Vorstand nach Informationen der Berliner Zeitung für die Trennung von Sarrazin aus. Die Zeitung beruft sich auf "eine mit der Situation vertraute Person".

Sarrazin wird vorgeworfen, mit seinen Thesen zur mangelnden Integration muslimischer Einwanderer das Ansehen der Zentralbank zu schädigen. "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende", zitiert die Zeitung ihre nicht näher bezeichnete Quelle. Weil Sarrazin auf jeden Fall gegen eine Entlassung klagen würde, sucht die Bank dem Bericht zufolge nach einem Weg, der ihm möglichst wenige juristische Erfolgschancen lässt.

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Sarrazin selbst schloss sein vorzeitiges Ausscheiden nicht aus: "Jedes Amt ist zeitlich begrenzt. Wann die Begrenzung ist, wird die Zukunft zeigen", sagte er in der ARD. Regulär endet sein Vertrag 2014.

Ein Sprecher der Bundesbank hatte zuvor gesagt, mit einer Entscheidung sei frühestens am heutigen Donnerstag zu rechnen.

Sarrazin könnte auf Antrag des Vorstands von Bundespräsident Christian Wulff abberufen werden. Dieser sieht durchaus Spielraum: "Ich glaube, dass jetzt der Vorstand der Deutschen Bundesbank schon einiges tun kann, damit die Diskussion Deutschland nicht schadet – vor allem auch international", sagte er dem Sender N24.

Auch aus der Bundesregierung kam der Wunsch nach einer Entlassung. Finanzminister Wolfgang Schäuble sprach von "unverantwortlichem Unsinn" und wählte damit noch deutlichere Worte als Bundeskanzlerin Angela Merkel am Wochenende. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), sagte: "Die Bundesbank ist jetzt am Zuge", Sarrazin sei "nicht mehr tragbar."

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hielt dem Protest entgegen, die Empörung über Sarrazins Worte ersetze nicht die "ehrliche Auseinandersetzung" mit "Fehlentwicklungen bei Migration und Integration". Der Vorsitzende des Innenausschusses Wolfgang Bosbach (CDU) wandte sich gegen den von der SPD-Spitze angestrebten Ausschluss Sarrazins aus SPD und Bundesbank. Sarrazin nutze nur sein Recht auf freie Meinungsäußerung, er vergaloppiere sich allerdings, sagte er. 

Auch die SPD ist sich uneins über den Ausschluss des ehemaligen Berliner Finanzsenators. Parteichef Sigmar Gabriel sagte, Sarrazin habe eine rote Linie überschritten. Von der Basis war aber auch Widerstand gegen einen Rausschmiss zu vernehmen.

 
Leser-Kommentare
    • macey
    • 02.09.2010 um 7:46 Uhr

    Dass die Bundesbank durch Sarrazin einen Schaden erleidet ist nur vorgeschoben. In Wirklichkeit fürchten die Politiker selbst einen Imageschaden , weil Sarrazin ihre verfehlte Zuwanderungspolitik, bzw. die ihrer Parteien, aufdeckt. Mit dem Rauswurf soll Sarrazin gedemütigt und mundtot gemacht werden und das Thema Zuwanderungspolitik wieder in der Versenkung verschwinden.

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    • joG
    • 02.09.2010 um 8:31 Uhr

    ....wie Sie sagen. Das geschieht hier aber oft und zunehmend brutal. Fast muss man das Gefühl bekommen, die Bürokratie (Politik) hätte im Laufe der letzten Jahre mit zunehmend offensichtlichen Uminterpretationen, Um- und Neubestimmungen von Rechtsbegriffen oder wie hier Unsinnsargumenten politisch-bürokratische Maßnahmen begründet um festzustellen, dass sie faktisch weithin unkontrollierbar ist. Es ist ein sehr effizientes Mittel.

    fehler, denn Herr Sarrazin ist SPD-Mitglied und war bis vor gar nicht allzu langer Zeit als Finanzsenator in Berlin Träger von politischer Verantwortung. Leider hat er dieselbe oder auch seine Position als SPD-Mitglied nie genutzt, um sich konstruktive an der Integrationsdebatte zu beteiligen.

    Momentan geht es ihm doch wohl hauptsächlich darum sein pseudo-wissenschaftliches Buch möglichst gut zu verkaufen, was an sich zwar legitim, aber sicherlich nicht selbstlos sein dürfte.

    Im übrigen bezieht sich die von ihm selber massiv provozierte öffentliche Verurteilung seiner Aussagen nicht so sehr auf die merkwürdigen Halbwahrheiten seines Buches, sondern auf seine unhaltbaren und menschenverachtenden Kommentare, welche er bewusst in aller Öffentlichkeit plaziert hat, um die Emotionen in dieser Diskussion einmal so richtig hoch zu kochen.

    Gefährliche Emotionen, denn Angst ist immer ein schlechter Ratgeber und das trifft doch wohl ganz besonders auf die Integrationsdebatte zu.

    Es ist unwürdig für einen Vorstand der Deutschen Bundesbank, sich derart mit menschenverachtenden Kommentaren öffentlich zu profilieren, welche von vielen Menschen als bedenkliche Annäherung an die nationalsozialistische Rassenlehre empfunden werden.

    Und, meine Damen und Herren, die Fragen, an welchen Herr Sarrazin seine geisten Brandsätze anknüpft sind nicht neu oder geheim. Nur fehlte bis zur letzten rot-grünen Regierung jeglicher politischer Gestaltungswillen, was sich nun rächt.

    • joG
    • 02.09.2010 um 8:31 Uhr

    ....wie Sie sagen. Das geschieht hier aber oft und zunehmend brutal. Fast muss man das Gefühl bekommen, die Bürokratie (Politik) hätte im Laufe der letzten Jahre mit zunehmend offensichtlichen Uminterpretationen, Um- und Neubestimmungen von Rechtsbegriffen oder wie hier Unsinnsargumenten politisch-bürokratische Maßnahmen begründet um festzustellen, dass sie faktisch weithin unkontrollierbar ist. Es ist ein sehr effizientes Mittel.

    fehler, denn Herr Sarrazin ist SPD-Mitglied und war bis vor gar nicht allzu langer Zeit als Finanzsenator in Berlin Träger von politischer Verantwortung. Leider hat er dieselbe oder auch seine Position als SPD-Mitglied nie genutzt, um sich konstruktive an der Integrationsdebatte zu beteiligen.

    Momentan geht es ihm doch wohl hauptsächlich darum sein pseudo-wissenschaftliches Buch möglichst gut zu verkaufen, was an sich zwar legitim, aber sicherlich nicht selbstlos sein dürfte.

    Im übrigen bezieht sich die von ihm selber massiv provozierte öffentliche Verurteilung seiner Aussagen nicht so sehr auf die merkwürdigen Halbwahrheiten seines Buches, sondern auf seine unhaltbaren und menschenverachtenden Kommentare, welche er bewusst in aller Öffentlichkeit plaziert hat, um die Emotionen in dieser Diskussion einmal so richtig hoch zu kochen.

    Gefährliche Emotionen, denn Angst ist immer ein schlechter Ratgeber und das trifft doch wohl ganz besonders auf die Integrationsdebatte zu.

    Es ist unwürdig für einen Vorstand der Deutschen Bundesbank, sich derart mit menschenverachtenden Kommentaren öffentlich zu profilieren, welche von vielen Menschen als bedenkliche Annäherung an die nationalsozialistische Rassenlehre empfunden werden.

    Und, meine Damen und Herren, die Fragen, an welchen Herr Sarrazin seine geisten Brandsätze anknüpft sind nicht neu oder geheim. Nur fehlte bis zur letzten rot-grünen Regierung jeglicher politischer Gestaltungswillen, was sich nun rächt.

    • selbon
    • 02.09.2010 um 7:50 Uhr

    Die Angst der Machthaber in unserem Land vor Freigeistern und Andersdenkenden und solchen Leuten, die sich nicht fest in ein Lager pressen lassen, zeigt sich immer deutlicher und unverhohlener.
    Ein Beispiel dafür ist die Wahl des Merkeldackels Wu(l)ff zum Bundespräsi und nicht den unabhängigen und vorbildlichen Herrn Gauck. Nun der Umgang mit Sarrazin. Statt sich der Diskussion des Intergrationsthemas zu stellen, wird Sarrazin aus dem Verkehr gezogen und als Untargbar und unmöglich diffamiert. Das sind wenn nicht Stasi so doch russische Verhältnisse, Putin lässt grüßen.
    Wann werfen wir Merkel, Schäuble und Co. aus ihrem Ämtern,
    wegen Lug und Trug am Wahlvolk?

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    ... gehören sie ja an die Leine.

    Man sollte meinen, daß geistige und verbale Bücherverbrennung und Ächtung der Autoren mittlerweile nicht mehr in Mode sind - weit gefehlt.

    • Fifty4
    • 02.09.2010 um 13:44 Uhr

    Es wäre wirklich an der Zeit und auch an der "Zeit", mal was gegen den Wahlbetrug der Regierenden zu unternehmen. Die haben aber noch nicht die richtigen Worte dazu in den Mund genommen, die man dann nach Lust und Laune in den Medien verbiegen und interpretieren kann.

    Unfug machen sie ja genug. Lug und Trug ist ihr tägliches Geschäft. Ganz im Gegenteil zu Sarrazin, der sagt wenigstens noch was Wahres. Wäre es nicht wahr, keiner von den Schreihälsen würde ihn doch nicht einmal mit seinem Hinterteil ansehen.

    Vertrauen Sie auf Argumente. Die Redaktion/is

    ... gehören sie ja an die Leine.

    Man sollte meinen, daß geistige und verbale Bücherverbrennung und Ächtung der Autoren mittlerweile nicht mehr in Mode sind - weit gefehlt.

    • Fifty4
    • 02.09.2010 um 13:44 Uhr

    Es wäre wirklich an der Zeit und auch an der "Zeit", mal was gegen den Wahlbetrug der Regierenden zu unternehmen. Die haben aber noch nicht die richtigen Worte dazu in den Mund genommen, die man dann nach Lust und Laune in den Medien verbiegen und interpretieren kann.

    Unfug machen sie ja genug. Lug und Trug ist ihr tägliches Geschäft. Ganz im Gegenteil zu Sarrazin, der sagt wenigstens noch was Wahres. Wäre es nicht wahr, keiner von den Schreihälsen würde ihn doch nicht einmal mit seinem Hinterteil ansehen.

    Vertrauen Sie auf Argumente. Die Redaktion/is

    • selbon
    • 02.09.2010 um 7:53 Uhr

    Wenn meint der Teckel Wu(l)ff?
    Israel oder die Türkei?
    Oder ist das Argument nur vorgeschoben,
    suffliert von Merkel,
    die bekannt dafür ist, dass sie keine unabhängigen
    freien Geister mag. In der CDU hat sie es ja schon geschafft
    diese zu entfernen.

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    "Wenn meint der Teckel Wu(l)ff?
    Israel oder die Türkei?
    Oder ist das Argument nur vorgeschoben,
    suffliert von Merkel,
    die bekannt dafür ist, dass sie keine unabhängigen
    freien Geister mag. In der CDU hat sie es ja schon geschafft
    diese zu entfernen."

    Der Grüßaugust von Merkels Gnaden an der Spitze der Bundesrepublik hat wahrscheinlich in vorauseilendem Gehorsma bereits die von ihm unterzeichnete Entlassungsurkunde Sarrazins im Schreibtisch. Das wird aber spannend, wenn Sarrazin wie vorherzusehen dagegen klagen wird.

    Es ist erschreckend, wie hier die Mechanismen auf Selbstvernichtung der Demokratie eingestellt sind. Höchste Zeit, diesen durchgeknallten Politfilz in den Ruhestand zu schicken, der hier Schritt für Schritt eine Gesinnungsdiktatur errichten will. Es gibt neben der Justiz und dem BVG auch noch andere Wege.

    "Wenn meint der Teckel Wu(l)ff?
    Israel oder die Türkei?
    Oder ist das Argument nur vorgeschoben,
    suffliert von Merkel,
    die bekannt dafür ist, dass sie keine unabhängigen
    freien Geister mag. In der CDU hat sie es ja schon geschafft
    diese zu entfernen."

    Der Grüßaugust von Merkels Gnaden an der Spitze der Bundesrepublik hat wahrscheinlich in vorauseilendem Gehorsma bereits die von ihm unterzeichnete Entlassungsurkunde Sarrazins im Schreibtisch. Das wird aber spannend, wenn Sarrazin wie vorherzusehen dagegen klagen wird.

    Es ist erschreckend, wie hier die Mechanismen auf Selbstvernichtung der Demokratie eingestellt sind. Höchste Zeit, diesen durchgeknallten Politfilz in den Ruhestand zu schicken, der hier Schritt für Schritt eine Gesinnungsdiktatur errichten will. Es gibt neben der Justiz und dem BVG auch noch andere Wege.

  1. Es ist schon beängstigend zu sehen, welches Demokratieverständnis Kanzlerin und Bundespräsident unseres Landes an den Tag legen. Bei einem Blick in ein Geschichtsbuch fallen einem in der gegenwärtigen Entwicklung erstaunliche Parallelen auf.

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    Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um eine konstruktive Diskussion. Danke. Die Redaktion/km

    • joG
    • 02.09.2010 um 8:41 Uhr

    ....heikles Thema.

    Das ist allgemein so und fiel mir vorhin bei einem Interview mit de Maiziers auf. Er verbat sich die Verwendung des Ausdrucks "Anschluss" bei seinem und seines Onkels Mitmachwerk. Bei der DDR sei der aller größte Teil der Bevölkerung nämlich dafür gewesen. Als ob das beim historischen Anschluss anders gewesen wäre. Aber wie Sie sagen, man verabscheut den Vergleich und verändert lieber die Geschichte, als die Parallele sichtbar werden zu lassen.

    Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um eine konstruktive Diskussion. Danke. Die Redaktion/km

    • joG
    • 02.09.2010 um 8:41 Uhr

    ....heikles Thema.

    Das ist allgemein so und fiel mir vorhin bei einem Interview mit de Maiziers auf. Er verbat sich die Verwendung des Ausdrucks "Anschluss" bei seinem und seines Onkels Mitmachwerk. Bei der DDR sei der aller größte Teil der Bevölkerung nämlich dafür gewesen. Als ob das beim historischen Anschluss anders gewesen wäre. Aber wie Sie sagen, man verabscheut den Vergleich und verändert lieber die Geschichte, als die Parallele sichtbar werden zu lassen.

  2. Henryk M. Broder hat den Zirkus um Sarrazin treffend als "die erste Hexenjagd seit dem 17. Jahrhundert" bezeichnet.

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    in Formulierungen kaum zu übertreffen.

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich zum konkreten Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/km

    in Formulierungen kaum zu übertreffen.

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich zum konkreten Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/km

  3. Leider hat Sarrazin den Schaden bereits angerichtet - zwingt er doch die Bundesbank und die Regierung zu einem einmaligen Schritt in der Geschichte der Bundesrepublik: Bislang musste noch nie ein Vorstandsmitglied der Bundesbank gefeuert werden.
    Es ist unglaublich, mit welchem unsäglichen Mangel an Fingerspitzengefühl und Respekt Sarrazin sein hohes Amt wahrgenommen hat.

    PS: Dass sich nun in diversen Foren Kommentatoren zu Wort melden, die eine Verschwörung gegen den armen "Freidenker" Sarrazin sehen ist ein ganz anderes Thema was eher davon zeugt, welcher Menschenschlag sich in solchen online-Foren herumtreibt.
    [...]
    Bitte achten Sie auf eine höfliche Wortwahl und bleiben Sie auch in Ihrer Kritik gegenüber anderen Meinungen sachlich und respektvoll. Danke. Die Redaktion/km

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    • NoG
    • 02.09.2010 um 8:20 Uhr

    sehe ich genauso.

    und an alle die sarazzin schon als neuen helden sehen...
    wo wart ihr eigentlich als sarazzin immer mal wieder mit geschmacklosen beitraegen der sozialen unterschicht (der deutschen wohlgemerkt) erklaeren wollte, wie man mit ein paar cent und daunenjacke ueber den tag kommt?

    achtung ironie - i
    ch spreche auch mal die wahrheit aus, die schon immer gesagt werden sollte:

    sarazzin hat wie viele andere kommunalpolitiker auch, us-leasing-deals gebilligt oder gar gefoerdert und den kommunalen kassen dadurch erhebliche schaeden zugefuegt.
    er haette es besser wissen koennen - hat er aber nicht.

    Sowohl die Argumentation pro wie auch contra Sarrazin sollte nicht auf Stammtischniveau geführt werden. Vielmehr sollten wir einmal in uns gehen und überlegen, ob eine gute Demokratie diese Art der freien Meinungsäußerung nicht aushalten muss.

    Frei nach Benjamin Franklin:
    "Lass es in nichts zum Äußersten kommen. Wird dir Unrecht getan, so nimm es nicht übel. Lass dich nicht durch Kleinigkeiten oder Unvermeidliches aus der Fassung bringen."

    Wir sollten weniger Energie in die Aufregung über einen Mann, der von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch macht, stecken, als vielmehr überlegen, ob etwas dran ist, was er sagt und wenn ja, wie wir Missstände zum Besseren wenden können.

    Entfernt. Äußern Sie sich bitte zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/sh

    aber der Schaden wurde eindeutig nicht von Ihm angerichtet.
    Namentlich sind da eher der Herr Gabriel, Frau Nahles und andere zu nennen. Die mit ihren Unterstellungen und damit faktischen Lügen überhaupt das Thema genetische Vererbung von Intelligenz Sarrazin untergeschoben haben.

    Davon hat Sarrazin nicht geredet, es ist nicht Gegenstand seines Buches!
    Also wenn hier jemand für den Schaden verantwortlich ist, dann zu allerletzt Her Sarrazin.

    H.

    Man sagt uns Deutschen nicht zu Unrecht einen völligen Mangel an diplomatischem Savoir faire nach. Dem hoffnungslos verbiesterten Herrn Sarrazin fehlt es offensichtlich ebenso an Takt wie seinen Gegnern. Auf diese Weise bauscht man eine eher alberne und peinliche Affäre zu einem Staatsakt auf.

    Besonders peinlich ist das Ganze natürlich für die SPD, die diesen Herrn erst im Jahre 2002 unter Gerhard Schröder in den Vorstand der Bundesbank lancierte, und die jetzt auf seine Entlassung pocht.

    • NoG
    • 02.09.2010 um 8:20 Uhr

    sehe ich genauso.

    und an alle die sarazzin schon als neuen helden sehen...
    wo wart ihr eigentlich als sarazzin immer mal wieder mit geschmacklosen beitraegen der sozialen unterschicht (der deutschen wohlgemerkt) erklaeren wollte, wie man mit ein paar cent und daunenjacke ueber den tag kommt?

    achtung ironie - i
    ch spreche auch mal die wahrheit aus, die schon immer gesagt werden sollte:

    sarazzin hat wie viele andere kommunalpolitiker auch, us-leasing-deals gebilligt oder gar gefoerdert und den kommunalen kassen dadurch erhebliche schaeden zugefuegt.
    er haette es besser wissen koennen - hat er aber nicht.

    Sowohl die Argumentation pro wie auch contra Sarrazin sollte nicht auf Stammtischniveau geführt werden. Vielmehr sollten wir einmal in uns gehen und überlegen, ob eine gute Demokratie diese Art der freien Meinungsäußerung nicht aushalten muss.

    Frei nach Benjamin Franklin:
    "Lass es in nichts zum Äußersten kommen. Wird dir Unrecht getan, so nimm es nicht übel. Lass dich nicht durch Kleinigkeiten oder Unvermeidliches aus der Fassung bringen."

    Wir sollten weniger Energie in die Aufregung über einen Mann, der von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch macht, stecken, als vielmehr überlegen, ob etwas dran ist, was er sagt und wenn ja, wie wir Missstände zum Besseren wenden können.

    Entfernt. Äußern Sie sich bitte zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/sh

    aber der Schaden wurde eindeutig nicht von Ihm angerichtet.
    Namentlich sind da eher der Herr Gabriel, Frau Nahles und andere zu nennen. Die mit ihren Unterstellungen und damit faktischen Lügen überhaupt das Thema genetische Vererbung von Intelligenz Sarrazin untergeschoben haben.

    Davon hat Sarrazin nicht geredet, es ist nicht Gegenstand seines Buches!
    Also wenn hier jemand für den Schaden verantwortlich ist, dann zu allerletzt Her Sarrazin.

    H.

    Man sagt uns Deutschen nicht zu Unrecht einen völligen Mangel an diplomatischem Savoir faire nach. Dem hoffnungslos verbiesterten Herrn Sarrazin fehlt es offensichtlich ebenso an Takt wie seinen Gegnern. Auf diese Weise bauscht man eine eher alberne und peinliche Affäre zu einem Staatsakt auf.

    Besonders peinlich ist das Ganze natürlich für die SPD, die diesen Herrn erst im Jahre 2002 unter Gerhard Schröder in den Vorstand der Bundesbank lancierte, und die jetzt auf seine Entlassung pocht.

  4. Eine Schande für unser Land ist nicht der, der die (freilich unangenehme) Wahrheit sagt, sondern die Art und Weise, wie Medien und Politik eines angeblich demokratischen Gemeinwesens mit unbequemen Stimmen umgehen.

    Der Sache ist weder mit Mitteln a la "Rassismuskeule" beizukommen noch mit der allseits beliebten Eilaburteilung und Brandmarkung zum Rechtsradikalen.

    Sollte es der "öffentlichen Meinung" gelingen, Herrn S. abzusägen, so wird die Reaktion darauf ein weiteres Erstarken der rechten Kräfte im Land sein.

    Es muss möglich sein, Wahrheiten zu benennen, ohne dass man Angst hat, Opfer persönlicher Hexenverfolgungen zu werden.

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    Sehr geehrter Herr/Frau hexadezimal,

    die 'öffentliche' Meinung empfindet es selbst in den manipulierten Umfrage der GEZ-Sender noch zu 85% gut & angemessen, was Herr Sarrazin thematisiert. Dagegen läuft die Empörungsmaschinerie der links-liberalen Medienindustrie gerade Amok und die Politik meint darauf reagieren zu müssen, mehr ist imho nicht dahinter. Im ZEIT-Forum kann man des etwa sehr gut beobachten, dass die inzwischen in der ZEIT-Berichterstattung üblichen polemischen Verdrehungen und eristischen Verrenkungen einfach nicht mehr verfangen. Der absolut iüberwiegende Teil der hier postende Forenten kann mit der medialen Leugnung, Verharmlosung oder Beschönigung der real existierenden Probleme islamitischer Zuwanderung nichts mehr anfangen. Nicht umsonst wird der von Frau Böhmer geprägte Begriff 'Kulturbereicher' von den meisten Menschen inzwischen nur noch rein zynisch gebraucht, weil der Hiatus zwischen politischem Anspruch und erlebter Realität anders wohl kaum zu ertragen ist.

    Klar ist, Sarrazin wird für die Medien jetzt geopfert werden und damit hat er wohl auch gerechnet, wird er persönlich wohl aushalten. Echter politischer Diskurs schien bis jetzt in Deutschland dank links-liberaler Medienhoheit nicht mehr möglich zu sein, mit Sarrazin könnte sich das geändert haben. Im Grunde eine sehr wertvolle und uneigennützige Tat. Das er dafür jetzt beruflich vernichtet wird, ist halt der übliche Kollateralschaden.

    • ludna
    • 02.09.2010 um 8:54 Uhr

    Woher wissen Sie, dass er die "Wahrheit" schreibt. Ein paar Zahlen bedeuten noch lange nicht die Wahrheit.
    Er hat sicher ein wichtiges Thema angeschnitten, aber ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Sind die türkischen , islamischen Einwanderer an der Finanzkrise Schuld ? An der Arbeitslosigkeit ?
    Und ganz ehrlich, wenn wir Deutschen jetzt wieder mit einer neuen Rassentheorie kommen, angeblich wissenschaftlich bemäntelt (gab es alles schon mal, nicht nur in den 1930-igern) , dann wird die Welt das bestenfalls lächerlich finden. Und ich auch.

    Der Rassismusvorwurf ist aber - soweit ich das sehen kann - angebracht. Schade, dass darüber viel Wahres nicht diskutiert wird, sondern statt einer inhaltlichen Debatte eine Personaldiskussion geführt wird.

    Sehr geehrter Herr/Frau hexadezimal,

    die 'öffentliche' Meinung empfindet es selbst in den manipulierten Umfrage der GEZ-Sender noch zu 85% gut & angemessen, was Herr Sarrazin thematisiert. Dagegen läuft die Empörungsmaschinerie der links-liberalen Medienindustrie gerade Amok und die Politik meint darauf reagieren zu müssen, mehr ist imho nicht dahinter. Im ZEIT-Forum kann man des etwa sehr gut beobachten, dass die inzwischen in der ZEIT-Berichterstattung üblichen polemischen Verdrehungen und eristischen Verrenkungen einfach nicht mehr verfangen. Der absolut iüberwiegende Teil der hier postende Forenten kann mit der medialen Leugnung, Verharmlosung oder Beschönigung der real existierenden Probleme islamitischer Zuwanderung nichts mehr anfangen. Nicht umsonst wird der von Frau Böhmer geprägte Begriff 'Kulturbereicher' von den meisten Menschen inzwischen nur noch rein zynisch gebraucht, weil der Hiatus zwischen politischem Anspruch und erlebter Realität anders wohl kaum zu ertragen ist.

    Klar ist, Sarrazin wird für die Medien jetzt geopfert werden und damit hat er wohl auch gerechnet, wird er persönlich wohl aushalten. Echter politischer Diskurs schien bis jetzt in Deutschland dank links-liberaler Medienhoheit nicht mehr möglich zu sein, mit Sarrazin könnte sich das geändert haben. Im Grunde eine sehr wertvolle und uneigennützige Tat. Das er dafür jetzt beruflich vernichtet wird, ist halt der übliche Kollateralschaden.

    • ludna
    • 02.09.2010 um 8:54 Uhr

    Woher wissen Sie, dass er die "Wahrheit" schreibt. Ein paar Zahlen bedeuten noch lange nicht die Wahrheit.
    Er hat sicher ein wichtiges Thema angeschnitten, aber ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Sind die türkischen , islamischen Einwanderer an der Finanzkrise Schuld ? An der Arbeitslosigkeit ?
    Und ganz ehrlich, wenn wir Deutschen jetzt wieder mit einer neuen Rassentheorie kommen, angeblich wissenschaftlich bemäntelt (gab es alles schon mal, nicht nur in den 1930-igern) , dann wird die Welt das bestenfalls lächerlich finden. Und ich auch.

    Der Rassismusvorwurf ist aber - soweit ich das sehen kann - angebracht. Schade, dass darüber viel Wahres nicht diskutiert wird, sondern statt einer inhaltlichen Debatte eine Personaldiskussion geführt wird.

  5. Schön zu sehen, wie die Inanspruchnahme seines Rechts auf freie Meinungsäußerung bei uns inzwischen zur beruflichen sowie sozialer Vernichtung führen kann. Ich komme noch aus der DDR und im Grunde unterscheiden wir uns nur noch marginal von den damaligen Zuständen. Interessant vor allem, dass sich genauso wie damals die Medien & Politik nicht mehr mit der Realität beschäftigen, sondern in einer Li-La-Laune-Welt leben, in der sich alle real existierenden Probleme irgendwie und irgendwo in einer rosaroten und zuckersüßen Wolke auflösen, während Scheinprobleme ständig thematisiert werden. Warum macht sich die ZEIT etwa beim 'Kampf gegen Rechts' überhaupt noch Gedanken, wenn wir auf eine Gesellschaftsstruktur zusteueren, in der die paar braunen Hansel wohl das geringste Problem darstellen werden?

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    Ich denke, dass ein vom Staatsorgan ins Amt gerufenes Vorstandsmitglied sich schon darüber Gedanken machen sollte, ob er nicht seinen Status missbraucht, wenn er aus seiner Funktion heraus ein Buch mit diesen Inhalten veröffentlich.

    Diese Buch hätte, von einem Noboby geschrieben, ganz sicher nicht dieses Aufsehen erregt.

    Deshalb sollte bei der hier demokratisch eingeklagten Informations- und Meinungsfreiheit berücksichtigt werden, ob das, was Herr Sarrazin geschrieben hat, im Volke als die Meinung eines einzelnen Bürgers oder als Teil einer stattlichen Institution gesehen werden muss.

    Man hat das Recht auf freie Meinungsäußerung.

    Allerdings muss man auch mit den eventuell folgenden Reaktionen seiner Umwelt auf die getätigten Meinungsäußerungen leben.

    Wenn man seinem Chef regelmäßig ein Arschloch nennt, dann wird das in der Regel nichts mit der Beförderung.

    Und wenn man mit halbwissenschaftlichen Argumentationen ankommt - um sein Buch zu verkaufen und Geld zu verdienen - dann muss man auch damit leben können, dass man z.B. in die Däniken Ecke geschoben und heftigst kritisiert wird.

    Zudem, wenn man wegen seinem losen Mundwerk schon eine Abmahnung von seinem Chef bekommen hat und auch die Kollegen einen schon meiden.

    Ich denke, dass ein vom Staatsorgan ins Amt gerufenes Vorstandsmitglied sich schon darüber Gedanken machen sollte, ob er nicht seinen Status missbraucht, wenn er aus seiner Funktion heraus ein Buch mit diesen Inhalten veröffentlich.

    Diese Buch hätte, von einem Noboby geschrieben, ganz sicher nicht dieses Aufsehen erregt.

    Deshalb sollte bei der hier demokratisch eingeklagten Informations- und Meinungsfreiheit berücksichtigt werden, ob das, was Herr Sarrazin geschrieben hat, im Volke als die Meinung eines einzelnen Bürgers oder als Teil einer stattlichen Institution gesehen werden muss.

    Man hat das Recht auf freie Meinungsäußerung.

    Allerdings muss man auch mit den eventuell folgenden Reaktionen seiner Umwelt auf die getätigten Meinungsäußerungen leben.

    Wenn man seinem Chef regelmäßig ein Arschloch nennt, dann wird das in der Regel nichts mit der Beförderung.

    Und wenn man mit halbwissenschaftlichen Argumentationen ankommt - um sein Buch zu verkaufen und Geld zu verdienen - dann muss man auch damit leben können, dass man z.B. in die Däniken Ecke geschoben und heftigst kritisiert wird.

    Zudem, wenn man wegen seinem losen Mundwerk schon eine Abmahnung von seinem Chef bekommen hat und auch die Kollegen einen schon meiden.

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