Hartz-IV-Sätze Wie lässt sich die Menschenwürde beziffern?

Opposition, DGB, Wohlfahrtsverband – alle fordern höhere Hartz-IV-Sätze und kritisieren die Neuberechnung der Bundesregierung. Positive Resonanz geht dabei fast unter.

Kritiker der Hartz-IV-Neuberechnung fordern eine deutliche Anhebung der Regelsätze

Kritiker der Hartz-IV-Neuberechnung fordern eine deutliche Anhebung der Regelsätze

Angesichts der Hartz-IV-Neuberechnung schlägt der Bundesregierung viel Kritik entgegen. Diese kommt nicht nur aus der politischen Opposition. Ein Begriff, der dabei bei vielen Kritikern fällt, ist die Menschenwürde. So hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) davor gewarnt, die Neuberechnung der Hartz-IV-Regelsätze nach Kassenlage zu entscheiden. Es dürfe nicht "hinter verschlossenen Türen eine Summe" festgesetzt werden, "von der dann die Menschenwürde abgeleitet wird", sagte DGB-Chef Michael Sommer. Das sei die verkehrte Reihenfolge. Die Koalition dürfe keine politische Formel suchen, "um Erhöhungen der Regelsätze zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen".

Mit Verweis auf die Vorgaben aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes verlangte der Gewerkschafter ein transparentes Verfahren sowie "eine seriöse Betrachtung" dessen, was tatsächlich das menschenwürdige Existenzminimum sei. "Und Menschenwürde macht sich nicht fest an der Kassenlage des Bundes." Sommer lehnte es zudem strikt ab, sich bei der Anpassung der Regelsätze künftig an der Entwicklung der Nettolöhne zu orientieren. In diese flössen nicht nur die Tariflöhne ein, sondern auch die Niedriglöhne. Zudem wirkten sich eine Vielzahl von Sparmaßnahmen wie Erhöhungen der Sozialversicherungsbeiträge auf die Nettolöhne aus. "Das heißt: Die Regierung versucht, die Sparpolitik, die zulasten der Beschäftigten geht, auch den Ärmsten der Armen aufzubürden." 

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Die Neufassung von Hartz IV war der Regierung vom Bundesverfassungsgericht auferlegt worden. Vor der endgültigen Entscheidung über die künftigen Sätze berichteten Medien am Freitag, die Regierung plane eine Anhebung der Regelsätze für Erwachsene um höchstens 20 Euro. Aus Koalitionskreisen war zuletzt zu erfahren, die diskutierte Spanne für eine Anhebung bewege sich tatsächlich "grob in Richtung 10 Euro". Denkbar seien bis zu 13 Euro. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte jedoch, die Berechnungen seien noch nicht abgeschlossen. Das Gesamtpaket muss den Bundesrat passieren. Dort hat die schwarz-gelbe Koalition jedoch keine Mehrheit

Aus der SPD erklingen ähnliche Töne. Generalsekretärin Andrea Nahles hat die Bundesregierung aus Union und FDP aufgefordert, die Hartz-IV-Regelsätze deutlich anzuheben. "Es geht um das Existenzminimum eines Menschen, das ist nicht verhandelbar", sagte Nahles. Die Höhe ergebe sich präzise aus der Berechnung der Einkommens- und Verbrauchsstatistik und dürfe nicht politisch ausgekungelt werden. "Wir alle werden gerade Zeuge, dass die Zahlen frisiert und schöngerechnet werden", warf Nahles der Koalition Tricksereien vor. Falls die Regelsätze aus SPD-Sicht zu niedrig sein sollten, sei die Reaktion eindeutig: "Einem verfassungswidrigen Gesetzentwurf würde die SPD nicht zustimmen", so Nahles.

Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Hubertus Heil fand ähnliche Worte und warnte zusätzlich davor, die Mehrausgaben für Hartz IV aus den Mitteln der Arbeitsmarktförderung zu bestreiten. "Es kann doch nicht sein, dass man den Langzeitarbeitslosen auf der einen Seite ein paar Euro mehr gibt und ihnen dafür durch Kürzungen der Arbeitsmarktpolitik die Chance raubt, in Beschäftigung zu kommen."

Auch der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV), Ulrich Schneider, hat der Bundesregierung vorgeworfen, den Hartz-IV-Regelsatz nur willkürlich und nach Kassenlage zu erhöhen. "Offensichtlich haben bei der Berechnung nicht Statistiker oder Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Sagen, sondern die Haushaltspolitiker der Koalition", sagte Schneider. Schneider kritisierte zugleich die sich abzeichnende geringe Regelsatzanhebung und die Herausrechnung von Ausgaben für Alkohol und Zigaretten aus der Grundsicherung.

Leser-Kommentare
  1. 1. ~ 1083

    Nein, der Herr Sinn ist wieder aufgetaucht und hat natürlich dazu etwas zu sagen. Und die Richtung ist wohl klar, wie stets, wenn dieser "Experte" für die Wirtschaft spricht. Auch Kauder klingt ganz normal, spricht von Kürzungen bei einem Existenzminimum, wenn Arbeitslose ihre Kinder nicht zur Arbeit schicken. Das hat zwar nichts mit der anstehenden Neuberechnung zu tun und nicht jeder Arbeitslose hat Kinder und nicht jeder Arbeitslose mit Kindern schickt diese nicht zur Schule - aber egal, Hauptsache auch mal wieder was gesagt. Wäre noch Sinns Vorschlag besserer Hinzuverdienstmöglichkeiten - aber das erkennt man auch nach einem ersten Blick bereits als seine bisherige Botschaft, möglichst viele Billigjobber im Land zu konstruieren.

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    "Die Entrüstung über die Gesetze des Kapitalismus ist müßig. Auch wenn diese Entrüstung die Fallgesetze beträfe, hätte Gott dafür nur ein müdes Lächeln übrig."
    Hans-Werner Sinn

    Was der Mann damit wohl meint...

    Kapitalimus als Naturgesetz?
    Kapitalisten als Götter?

    Aber der Mann meint ja auch:
    "Mit etwas mehr Ungerechtigkeit lebt es sich besser. Etwas mehr Ungleichheit bei der Einkommensverteilung macht auch für die weniger gut dabei Wegkommenden letztlich einen höheren Lebensstandard, als wenn man ein egalitäres System schafft, wo alle das gleiche kriegen und alle gleichermaßen arm sind."

    Diese Individuum sitzt wie einstige Kaiser, die sich für auf der Erde wandelnde Götter hielten, in einer totalitären Ideologie fest und ist daher vollkommen unfähig, im Sinne eines Volkes oder auch nur einer Gruppe von Menschen zu handeln. Jede richtige Entscheidung ist schlichtweg purer Zufall - und die sind selten genug, wenn man sich die Aussagen dieses Fanatikers immer wieder anhören muss.

    "Die Entrüstung über die Gesetze des Kapitalismus ist müßig. Auch wenn diese Entrüstung die Fallgesetze beträfe, hätte Gott dafür nur ein müdes Lächeln übrig."
    Hans-Werner Sinn

    Was der Mann damit wohl meint...

    Kapitalimus als Naturgesetz?
    Kapitalisten als Götter?

    Aber der Mann meint ja auch:
    "Mit etwas mehr Ungerechtigkeit lebt es sich besser. Etwas mehr Ungleichheit bei der Einkommensverteilung macht auch für die weniger gut dabei Wegkommenden letztlich einen höheren Lebensstandard, als wenn man ein egalitäres System schafft, wo alle das gleiche kriegen und alle gleichermaßen arm sind."

    Diese Individuum sitzt wie einstige Kaiser, die sich für auf der Erde wandelnde Götter hielten, in einer totalitären Ideologie fest und ist daher vollkommen unfähig, im Sinne eines Volkes oder auch nur einer Gruppe von Menschen zu handeln. Jede richtige Entscheidung ist schlichtweg purer Zufall - und die sind selten genug, wenn man sich die Aussagen dieses Fanatikers immer wieder anhören muss.

  2. Deren Menschenwürde ist sicher nicht beschädigt. Sie sind fröhlich, optimistisch und zufrieden, aber müssen eben aufs Geld schauen.

    Zufriedenheit und Glück hat mit der persönlichen Einstellung zu tun. Das Schauspiel, das sich die Politik um so große Begriffe liefert ist unwürdig.

    Das Geschrei der Hartz4 Empfänger darüber, dass sie eine größere Steigerung wollen ist beschämend. Dass sie darin von der Opposition und Sozialverbänden unterstützt werden, folgt der Debattenlogik der Bundesrepublik ist mir aber trotzdem unverständlich.

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    "Zahlreiche Studenten leben unterhalb von Hartz 4." Wie lange wollen Sie disen Schwachsinn noch unter die Leute bringen? Studenten stehen - insofern ihre Eltern nicht für deren angemessene Lebenshaltungskosten aufkommen können - Fördermittel zu verfügung, die dem HartzIV-Niveau entsprechen.
    Wenn reiche Eltern ihre Kinder an der kurzen Leine halten, sollen die Kinder entsprechend intervenieren ... allerdings halte ich das für an den Haaren herbeigezogen. All jene, die über ihr armes Studentendasein jammern, haben vermutlich noch nie gerarbeitet, sich Papas Geld dankbar in die Tasche gestopft und ganz gewiss nicht auf HartzIV-Niveau gelebt. Wer das nicht konnte, hat sich bei Zeiten einen Job gesucht. Das war bei uns früher ja auch kein Problem und hat zudem den Einstieg in den Arbeitsmarkt ziemlich erleichtert.
    Darüber hinaus gehört nun wirklich nicht viel Intelligenz dazu, zu verstehen, das es einen Unterschied zwischen dem selbstgewählten Studentendasein gibt und dem aufgezwungenen HartzIV-Leben, das einer Entlassung durch die Wirtschaft folgt. Oder versteifen Sie sich mal wieder auf die Diffamierung, dass Arbeitlose einfach zu faul zum arbeiten sind?
    "Zufriedenheit und Glück hat mit der persönlichen Einstellung zu tun." Na dann fragen sie doch mal die Verhungernden in der Dritten Welt, wie glücklich sie sind. Zwar sind wir noch nicht auf diesem Niveau der Armut angekommen, aber sollte man jemanden wie Sie ernst nehmen, dann wären wir auf dem schnellsten Weg dorthin.

    .... mit verlaub, aber ich hoffe Ihre Berechnungsgrundlage ist bei Ihren Geschäften seriöser als bei Ihren Kommentaren.

    Zum einen wird ein Großteil der Studentenschaft von ihren Eltern unterstützt und muss nebenbei arbeiten (was als Student einfacher ist, als als ALG II Empfänger). Zum anderen ist das Studentenleben mit vielen Vergünstigungen wie der Krankenkasse etc. verbunden. Viele Studenten leben darüber hinaus in WGs oder in einem Wohnheim, was ab einem gewissen Alter, vielleicht mit Kind und unverschuldet in H4 geraten, alles nicht so einfach möglich ist.

    Weiterhin ist die Studentenphase eine temporäre, d.h. ein Ende ist absehbar und danach winken - zumindest in der Regel - halbwegs vernünftig bezahlte Positionen, womit ein ALG II Empfänger nicht unbedingt rechnen kann, insbesondere wenn er schon in einem höheren Alter ist. Nicht nur ein gesunkenes Interesse an "älteren" Arbeitnehmern, sondern auch sinkende Mobilität (da häufig Famiie etc.) sind in diesem Alter ein deutliches Problem. Für un- oder schlecht qualifizierte sowieso, von der prekären Arbeitsmarktsituation ganz zu schweigen....

    wird auch noch von Mammi und Pappi unterstützt. Selbst wenn es nur darum geht, am Wochenende, mal deren Kühlschrank zu plündern oder sich einfach nur in deren warmen Wohnung "auszuruhen".
    Wenn Sie dann einmal ein fröhlicher Arbeitssuchender sein werden, der nach 100 Bewerbungen 70 Absagen bekommen hat und auf 30 Null Reaktion... Dann wünsche ich ihnen, dass Sie ihre Fröhlichkeit behalten mögen.

    Ich finde es bedauerlich, dass Sie die Nöte der Menschen in unserem Land, die auf den Bezug von Hartz-V angewiesen sind, nicht ernst nehmen können und diese Bevölkerungsgruppe mit haltlosen Kommentaren dieser Art zu verunglimpfen.

    Ich kannte in meiner Studienzeit viele Studenten aus sozial schwachen Schichten (dazu gehörte ich übrigens auch!) und aus der Mittelschicht, die zwar nur Unterstützungen auf Hartz-V-Niveau erhalten haben, sich aber mit nahezu unversteuerten Studentenjobs einen Standard leisten konnten, der zumindest dem zweifachen unseres aktuellen Hartz-V-Satzes entsprach.

    Sie kennen wahrscheinlich weder Hartz-V-Empfänger noch Studenten persönlich bzw. haben sich mit deren tatsächlichen Lebensumständen wohl kaum näher befasst; anders mag ich mir ihren Kommentar nicht erklären.

    Ich möchte ganz allgemein hier mal anmerken, dass es seit ein paar Tagen gehäuft dazu kommt, dass jetzt anscheinend schon versucht wird, Studenten und Rentner gegen AlG II-Empfänger aufzuwiegeln bzw. auszuspielen.

    Bitte: was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Die Problematik der Ausbildung von Studenten und dessen Finanzierung ist eine Baustelle, die im Bereich Bildung liegt.

    Die Problematik des Lebensstandards von Rentnern ist eine Baustelle, die Bereich Demographie und Rentenpolitik liegt.

    Langzeitarbeitslosen ein menschenwürdiges Existenzminimum zu gewährleisten hat mit den beiden genannten Feldern nichts zu tun.

    Wollen wir den Tonangebenden dieses Landes wirklich den Gefallen tun, uns selbst gegenseitig auszuspielen?

    Oder wollen wir den Fokus lieber darauf richten, dass, wenn alle deutschen Steuerbürger ihrer solidarischen Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwesen -also uns! - erfüllen würden, wir uns diese kannibalistischen Diskussionen sparen könnten!?

    Zufriedenheit und Glück haben auch mit Hoffnung zu tun. Und damit, anerkannt zu werden, mit Respekt.
    Also mit all den Dingen, die ein Hartz IV-Empfänger meist nicht mehr hat: Hoffnung (je wieder anständig bezahlte Arbeit aufnehmen zu können), Anerkennung (Menschen mit Diplom in Briefsortiererzentren) oder Respekt (sie sollten mittlerweile die Situation doch eigentlich hinreichend kennen, oder?)

    • deva
    • 25.09.2010 um 14:08 Uhr

    In meiner Studienzeit hatte ich auch oft nicht mehr, aber ich konnte, wenn es das Studium zuließ, jederzeit Geld hinzuverdienen. Zudem ist man als Student in der Regel auf einen provisorischen Lebensmittelpunkt fixiert und investiert nichts in das Wohnen - außer Zeit, wenn vorhanden. Das Provisorium ist genauso auf den Etat zu übertragen - als Student lernt man es von der Hand in den Mund zu leben, weil es eben nicht von Dauer und vor allem selbst gewählt ist.
    Frag mal Niedriglöhner, Teilzeitbeschäftigte usw. wie es sich anfühlt kein Licht am Horizont bzgl. des Einkommens zu sehen.

    Eine solche menschenverachtende Ingnoranz wie sie aus Deinem Beitrag zu lesen ist, zeugt von einem Tunnelblick wie ich ihn selten bei Kommilitonen an der Uni erlebt habe.
    Da zeigen sich schon die ersten kulturellen Verfallserscheinungen, seit das Humboldtsche Ideal nicht mehr hochgehalten, sondern die Ausbildung immer mehr den wirtschaftlichen Interessen der Industrie untergeordnet wird.

    • Timo K
    • 25.09.2010 um 14:18 Uhr

    Darin könnte man ja auch einen Grund für die höhere Fröhlichkeit sehen.
    Und glaubt man mal den Statistiken, dann trifft es auch nur für den Teil der Arbeiterkinder zu, die es an die Unis schaffen, dass diese mit weniger als den H4 Sätzen auskommen müssen, der andere Teil ist doch schon recht ausreichend gepudert.

    Perfides Spiel, die unteren Schichten so gegeneinander auszuspielen, finden Sie nicht?

    Es stimmt, dass zahlreiche Studenten unterhalb von Hartz IV leben. Ich kenne einen Fall persönlich, in dem der Student vom Bafög-Höchstsatz und mal 100, mal 200 Euro monatlich von seiner Mutter (mehr kann sie nicht dazuzahlen) leben muss, da er wegen einer Bandscheibenerkrankung, die nach 2 Jahre des Herumkriechens endlich operiert wurde, nicht nebenbei jobben konnte.

    Von diesem Geld muss er Wohnung, Versicherung, Strom und Heizung bezahlen, die Fahrtkosten zur Uni, Handy Internet, und Essen und Trinken natürlich. Der macht tatsächlich immer einen fröhlichen optimistischen Eindruck, jammern hört man ihn nicht.

    So hat mich die ausgebliebene Erhöhung von Bafög mehr empört als die unwesentliche Erhöhung von Hartz IV. Die jungen Leute, die sich eine aussichtsreiche Zukunft erarbeiten wollen, verhungern schon unterwegs, wenn sie nicht aus wohlhabendem Elternhaus kommen oder wenigstens gesund sind.

    ich habe ein paar jahre ohne unterstützung studieren müssen. ich glaubte eine zukunft zu haben in diesem land, und also war das armsein nicht so traurig, als wäre ich schon teil der zunehmend gedemütigten arbeitslosen in diesem land. aber "lustig" ist weiß gott auch etwas anderes. und ausgeschlossen sein von den vielseitigen freizeitbeschäftigungen der kommilitonen aus reichem elternhaus schafft vielleicht "klassenbewußtsein" (haha), aber keinen spaß. ihre einschätzung halte ich jedenfalls für - romantisch.

    "Das Geschrei der Hartz4 Empfänger darüber, dass sie eine größere Steigerung wollen ist beschämend. " schreiben Sie.
    Beschämend ist Ihre Weltferne.

    Wo sind die Arbeitsplätze für die ACHT MILLIONEN Arbeitslosen? Haben Sie sich die Internetseiten des Arbeitsamtes mal angeschaut? Wissen Sie wieviele echte offene Stellen dort angeboten werden?
    Haben Sie jemals versucht von 350 Euro im Monat über Jahre zu leben?

    Ich frage mich, ob es sich bei Ihnen um Weltferne oder Boshaftigkeit handelt?

    "Zahlreiche Studenten leben unterhalb von Hartz 4." Wie lange wollen Sie disen Schwachsinn noch unter die Leute bringen? Studenten stehen - insofern ihre Eltern nicht für deren angemessene Lebenshaltungskosten aufkommen können - Fördermittel zu verfügung, die dem HartzIV-Niveau entsprechen.
    Wenn reiche Eltern ihre Kinder an der kurzen Leine halten, sollen die Kinder entsprechend intervenieren ... allerdings halte ich das für an den Haaren herbeigezogen. All jene, die über ihr armes Studentendasein jammern, haben vermutlich noch nie gerarbeitet, sich Papas Geld dankbar in die Tasche gestopft und ganz gewiss nicht auf HartzIV-Niveau gelebt. Wer das nicht konnte, hat sich bei Zeiten einen Job gesucht. Das war bei uns früher ja auch kein Problem und hat zudem den Einstieg in den Arbeitsmarkt ziemlich erleichtert.
    Darüber hinaus gehört nun wirklich nicht viel Intelligenz dazu, zu verstehen, das es einen Unterschied zwischen dem selbstgewählten Studentendasein gibt und dem aufgezwungenen HartzIV-Leben, das einer Entlassung durch die Wirtschaft folgt. Oder versteifen Sie sich mal wieder auf die Diffamierung, dass Arbeitlose einfach zu faul zum arbeiten sind?
    "Zufriedenheit und Glück hat mit der persönlichen Einstellung zu tun." Na dann fragen sie doch mal die Verhungernden in der Dritten Welt, wie glücklich sie sind. Zwar sind wir noch nicht auf diesem Niveau der Armut angekommen, aber sollte man jemanden wie Sie ernst nehmen, dann wären wir auf dem schnellsten Weg dorthin.

    .... mit verlaub, aber ich hoffe Ihre Berechnungsgrundlage ist bei Ihren Geschäften seriöser als bei Ihren Kommentaren.

    Zum einen wird ein Großteil der Studentenschaft von ihren Eltern unterstützt und muss nebenbei arbeiten (was als Student einfacher ist, als als ALG II Empfänger). Zum anderen ist das Studentenleben mit vielen Vergünstigungen wie der Krankenkasse etc. verbunden. Viele Studenten leben darüber hinaus in WGs oder in einem Wohnheim, was ab einem gewissen Alter, vielleicht mit Kind und unverschuldet in H4 geraten, alles nicht so einfach möglich ist.

    Weiterhin ist die Studentenphase eine temporäre, d.h. ein Ende ist absehbar und danach winken - zumindest in der Regel - halbwegs vernünftig bezahlte Positionen, womit ein ALG II Empfänger nicht unbedingt rechnen kann, insbesondere wenn er schon in einem höheren Alter ist. Nicht nur ein gesunkenes Interesse an "älteren" Arbeitnehmern, sondern auch sinkende Mobilität (da häufig Famiie etc.) sind in diesem Alter ein deutliches Problem. Für un- oder schlecht qualifizierte sowieso, von der prekären Arbeitsmarktsituation ganz zu schweigen....

    wird auch noch von Mammi und Pappi unterstützt. Selbst wenn es nur darum geht, am Wochenende, mal deren Kühlschrank zu plündern oder sich einfach nur in deren warmen Wohnung "auszuruhen".
    Wenn Sie dann einmal ein fröhlicher Arbeitssuchender sein werden, der nach 100 Bewerbungen 70 Absagen bekommen hat und auf 30 Null Reaktion... Dann wünsche ich ihnen, dass Sie ihre Fröhlichkeit behalten mögen.

    Ich finde es bedauerlich, dass Sie die Nöte der Menschen in unserem Land, die auf den Bezug von Hartz-V angewiesen sind, nicht ernst nehmen können und diese Bevölkerungsgruppe mit haltlosen Kommentaren dieser Art zu verunglimpfen.

    Ich kannte in meiner Studienzeit viele Studenten aus sozial schwachen Schichten (dazu gehörte ich übrigens auch!) und aus der Mittelschicht, die zwar nur Unterstützungen auf Hartz-V-Niveau erhalten haben, sich aber mit nahezu unversteuerten Studentenjobs einen Standard leisten konnten, der zumindest dem zweifachen unseres aktuellen Hartz-V-Satzes entsprach.

    Sie kennen wahrscheinlich weder Hartz-V-Empfänger noch Studenten persönlich bzw. haben sich mit deren tatsächlichen Lebensumständen wohl kaum näher befasst; anders mag ich mir ihren Kommentar nicht erklären.

    Ich möchte ganz allgemein hier mal anmerken, dass es seit ein paar Tagen gehäuft dazu kommt, dass jetzt anscheinend schon versucht wird, Studenten und Rentner gegen AlG II-Empfänger aufzuwiegeln bzw. auszuspielen.

    Bitte: was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Die Problematik der Ausbildung von Studenten und dessen Finanzierung ist eine Baustelle, die im Bereich Bildung liegt.

    Die Problematik des Lebensstandards von Rentnern ist eine Baustelle, die Bereich Demographie und Rentenpolitik liegt.

    Langzeitarbeitslosen ein menschenwürdiges Existenzminimum zu gewährleisten hat mit den beiden genannten Feldern nichts zu tun.

    Wollen wir den Tonangebenden dieses Landes wirklich den Gefallen tun, uns selbst gegenseitig auszuspielen?

    Oder wollen wir den Fokus lieber darauf richten, dass, wenn alle deutschen Steuerbürger ihrer solidarischen Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwesen -also uns! - erfüllen würden, wir uns diese kannibalistischen Diskussionen sparen könnten!?

    Zufriedenheit und Glück haben auch mit Hoffnung zu tun. Und damit, anerkannt zu werden, mit Respekt.
    Also mit all den Dingen, die ein Hartz IV-Empfänger meist nicht mehr hat: Hoffnung (je wieder anständig bezahlte Arbeit aufnehmen zu können), Anerkennung (Menschen mit Diplom in Briefsortiererzentren) oder Respekt (sie sollten mittlerweile die Situation doch eigentlich hinreichend kennen, oder?)

    • deva
    • 25.09.2010 um 14:08 Uhr

    In meiner Studienzeit hatte ich auch oft nicht mehr, aber ich konnte, wenn es das Studium zuließ, jederzeit Geld hinzuverdienen. Zudem ist man als Student in der Regel auf einen provisorischen Lebensmittelpunkt fixiert und investiert nichts in das Wohnen - außer Zeit, wenn vorhanden. Das Provisorium ist genauso auf den Etat zu übertragen - als Student lernt man es von der Hand in den Mund zu leben, weil es eben nicht von Dauer und vor allem selbst gewählt ist.
    Frag mal Niedriglöhner, Teilzeitbeschäftigte usw. wie es sich anfühlt kein Licht am Horizont bzgl. des Einkommens zu sehen.

    Eine solche menschenverachtende Ingnoranz wie sie aus Deinem Beitrag zu lesen ist, zeugt von einem Tunnelblick wie ich ihn selten bei Kommilitonen an der Uni erlebt habe.
    Da zeigen sich schon die ersten kulturellen Verfallserscheinungen, seit das Humboldtsche Ideal nicht mehr hochgehalten, sondern die Ausbildung immer mehr den wirtschaftlichen Interessen der Industrie untergeordnet wird.

    • Timo K
    • 25.09.2010 um 14:18 Uhr

    Darin könnte man ja auch einen Grund für die höhere Fröhlichkeit sehen.
    Und glaubt man mal den Statistiken, dann trifft es auch nur für den Teil der Arbeiterkinder zu, die es an die Unis schaffen, dass diese mit weniger als den H4 Sätzen auskommen müssen, der andere Teil ist doch schon recht ausreichend gepudert.

    Perfides Spiel, die unteren Schichten so gegeneinander auszuspielen, finden Sie nicht?

    Es stimmt, dass zahlreiche Studenten unterhalb von Hartz IV leben. Ich kenne einen Fall persönlich, in dem der Student vom Bafög-Höchstsatz und mal 100, mal 200 Euro monatlich von seiner Mutter (mehr kann sie nicht dazuzahlen) leben muss, da er wegen einer Bandscheibenerkrankung, die nach 2 Jahre des Herumkriechens endlich operiert wurde, nicht nebenbei jobben konnte.

    Von diesem Geld muss er Wohnung, Versicherung, Strom und Heizung bezahlen, die Fahrtkosten zur Uni, Handy Internet, und Essen und Trinken natürlich. Der macht tatsächlich immer einen fröhlichen optimistischen Eindruck, jammern hört man ihn nicht.

    So hat mich die ausgebliebene Erhöhung von Bafög mehr empört als die unwesentliche Erhöhung von Hartz IV. Die jungen Leute, die sich eine aussichtsreiche Zukunft erarbeiten wollen, verhungern schon unterwegs, wenn sie nicht aus wohlhabendem Elternhaus kommen oder wenigstens gesund sind.

    ich habe ein paar jahre ohne unterstützung studieren müssen. ich glaubte eine zukunft zu haben in diesem land, und also war das armsein nicht so traurig, als wäre ich schon teil der zunehmend gedemütigten arbeitslosen in diesem land. aber "lustig" ist weiß gott auch etwas anderes. und ausgeschlossen sein von den vielseitigen freizeitbeschäftigungen der kommilitonen aus reichem elternhaus schafft vielleicht "klassenbewußtsein" (haha), aber keinen spaß. ihre einschätzung halte ich jedenfalls für - romantisch.

    "Das Geschrei der Hartz4 Empfänger darüber, dass sie eine größere Steigerung wollen ist beschämend. " schreiben Sie.
    Beschämend ist Ihre Weltferne.

    Wo sind die Arbeitsplätze für die ACHT MILLIONEN Arbeitslosen? Haben Sie sich die Internetseiten des Arbeitsamtes mal angeschaut? Wissen Sie wieviele echte offene Stellen dort angeboten werden?
    Haben Sie jemals versucht von 350 Euro im Monat über Jahre zu leben?

    Ich frage mich, ob es sich bei Ihnen um Weltferne oder Boshaftigkeit handelt?

  3. haben Sie Kinder? Haben Sie nie die Schule geschwänzt ohne dass Ihre Eltern das wußten. Ich habe ein paar Mal geschwänzt.

    Trotzdem bin ich ein normaler Mensch geblieben, mit relativ hohem Bildungs- und Ausbildungsniveau.

    [...]
    Bitte führen Sie eine sachliche und höfliche Debatte. Danke. Die Redaktion/km

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Haben Sie nie die Schule geschwänzt ohne dass Ihre Eltern das wußten. Ich habe ein paar Mal geschwänzt."

    Das geht ja wohl vollkommen am Problem vorbei. Es geht hier um permantes Schwänzen über Wochen und Monate. Damit wird man es wohl kaum schaffen, ein "relativ hohes Bildungs- und Ausbildungsniveau" zu erlangen. Auf diesem Wege wird eine neue Generation geformt, die nie über Hartz IV hinauskommen kann. Von der direkten Korrelation zwischen Dauerschwänzen und Jugendkriminalität ganz zu schweigen.

    "Haben Sie nie die Schule geschwänzt ohne dass Ihre Eltern das wußten. Ich habe ein paar Mal geschwänzt."

    Das geht ja wohl vollkommen am Problem vorbei. Es geht hier um permantes Schwänzen über Wochen und Monate. Damit wird man es wohl kaum schaffen, ein "relativ hohes Bildungs- und Ausbildungsniveau" zu erlangen. Auf diesem Wege wird eine neue Generation geformt, die nie über Hartz IV hinauskommen kann. Von der direkten Korrelation zwischen Dauerschwänzen und Jugendkriminalität ganz zu schweigen.

  4. Vermutlich leben viele Geringverdiener, Rentner und Studenten unter dem, was für H4-Empfänger als "menschenwürdig" gefordert wird.
    Es ist natürlich verständlich, dass jetzt die Empörung groß ist. Für die Betroffenen geht es um eine Erhöhung ihrer Einnahmen, für die SPD schlicht um Wählerstimmen, die sie jetzt mit einer Änderung von dem erzielen möchte, was sie selbst in die Wege geleitet hat.

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    • joG
    • 25.09.2010 um 13:12 Uhr

    ..."Die Menschenwürde." Was ist das aber in diesem Zusammenhang? Kann es wirklich sein, dass ein Drittel der Menschheit keine Menschenwürde hat? Dass die allermeisten unserer Ahnen ohne Menschenwürde lebten, weil sie wenig Hirse hatten, mit ihren Tieren im Dreck hausten und nie badeten? Was ist also die Menschenwürde? Das Recht ins Schwimmbad zu gehen?

    Wenn man Steuergeld dafür ausgeben will, sollte man es genau definieren und nachweisen, dass das Geld, das man Anderen weggenommen hat auch erreicht hat, was es sollte. Diesen Nachweis sollte man messbar darstellen für den Wähler und den Erfolg messen. Man sollte auch bestimmen, wer seinen Job und Pension verliert, wenn das Geld den Erfolg nicht erreicht.

    Die Forderung nach dem Verlust von Job und Pension einfach aufgrund des Nichterreichens irgendeines Zieles ist schlicht populistisch und unsinnig.

    Weder kann derjenige (wenn es überhaupt eine Person gibt), der solche Gesetze festlegt, die Zielerreichung wirklich sicher beeinflussen (200 Nachhilfestunden pro Monat ergeben nicht zwangsläufig dauerhaft bessere Noten oder einen guten Job) noch ist der Effekt eindeutig messbar.

    Ich habe auch noch nie gehört, dass ich von einem Busfahrer meinen Schaden bei Verspätung ersetzt bekomme oder dass eine Krankenschwester Job und Pensionsansprüche verliert, wenn sie eine falsche Tablette gibt. Es ist völlig unsinnig, bei solchen Gelegenheiten immer auf Politiker und Beamte einzudreschen, denn keiner von uns Nichtbeteiligten hätte eine Lösung parat, die machbar ist und von niemandem kritisiert wird.

    • ageo01
    • 25.09.2010 um 15:31 Uhr

    "200 Nachhilfestunden pro Monat ergeben nicht zwangsläufig dauerhaft bessere Noten oder einen guten Job) noch ist der Effekt eindeutig messbar."

    5 (Tage) * 8 (Stunden pro Tag) * 4 (Wochen a 5 Tagewoche) = 160 Stunden.

    • joG
    • 25.09.2010 um 13:12 Uhr

    ..."Die Menschenwürde." Was ist das aber in diesem Zusammenhang? Kann es wirklich sein, dass ein Drittel der Menschheit keine Menschenwürde hat? Dass die allermeisten unserer Ahnen ohne Menschenwürde lebten, weil sie wenig Hirse hatten, mit ihren Tieren im Dreck hausten und nie badeten? Was ist also die Menschenwürde? Das Recht ins Schwimmbad zu gehen?

    Wenn man Steuergeld dafür ausgeben will, sollte man es genau definieren und nachweisen, dass das Geld, das man Anderen weggenommen hat auch erreicht hat, was es sollte. Diesen Nachweis sollte man messbar darstellen für den Wähler und den Erfolg messen. Man sollte auch bestimmen, wer seinen Job und Pension verliert, wenn das Geld den Erfolg nicht erreicht.

    Die Forderung nach dem Verlust von Job und Pension einfach aufgrund des Nichterreichens irgendeines Zieles ist schlicht populistisch und unsinnig.

    Weder kann derjenige (wenn es überhaupt eine Person gibt), der solche Gesetze festlegt, die Zielerreichung wirklich sicher beeinflussen (200 Nachhilfestunden pro Monat ergeben nicht zwangsläufig dauerhaft bessere Noten oder einen guten Job) noch ist der Effekt eindeutig messbar.

    Ich habe auch noch nie gehört, dass ich von einem Busfahrer meinen Schaden bei Verspätung ersetzt bekomme oder dass eine Krankenschwester Job und Pensionsansprüche verliert, wenn sie eine falsche Tablette gibt. Es ist völlig unsinnig, bei solchen Gelegenheiten immer auf Politiker und Beamte einzudreschen, denn keiner von uns Nichtbeteiligten hätte eine Lösung parat, die machbar ist und von niemandem kritisiert wird.

    • ageo01
    • 25.09.2010 um 15:31 Uhr

    "200 Nachhilfestunden pro Monat ergeben nicht zwangsläufig dauerhaft bessere Noten oder einen guten Job) noch ist der Effekt eindeutig messbar."

    5 (Tage) * 8 (Stunden pro Tag) * 4 (Wochen a 5 Tagewoche) = 160 Stunden.

  5. Dass die Opposition meckert, ist klar. Das ist ihr Job.
    Dass die Sozialverbände jammern und meckern, ist auch klar. Dafür werden sie bezahlt.
    Das BVG hat eine neue Berechnungsgrundlage verlangt. Über eine neue Berechnungsgrundlage ließe sich streiten. Nicht über das Ergebnis der Berechnung. Die Sozialverbände, die ohne Berechnungsnachweis 420 Euro fordern, argumentieren nicht verfassungsgemäß.
    Das einzige, das bei der Berechnungsgrundlage bisher bekannt ist, dass Alkohol und Zigaretten nicht mehr berücksichtigt werden sollen. Darüber kann man diskutieren. Ich kann diese Entscheidung unterstützen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    die angeblich fehlende Berechnungsgrundlage gibt es schon längst:
    http://www.tacheles-sozia...

    Von wem denn? Sicherlich nicht von den Leuten, die sie vertreten, denn die haben kein Geld. Sozialverände arbeiten lustiger Weise auch an der eigenen Abschaffung, denn schließlich wären Sie in einem sozialen Land nicht mehr wichtig.

    Ich weiß nicht, was in Ihrem Leben geschehen ist, aber Sie stecken ganz tief in einer fremdartigen Ideologie fest, die Korruption ausgerechnet dort sieht, wo sie nunmal überhaupt nicht ist und dafür die richtig große Kriminalität in Wirtschaft und Politik gänzlich ignoriert, obwohl man dazu schon blind sein muss, schließlich leben wir im Informationszeitalter.

    die angeblich fehlende Berechnungsgrundlage gibt es schon längst:
    http://www.tacheles-sozia...

    Von wem denn? Sicherlich nicht von den Leuten, die sie vertreten, denn die haben kein Geld. Sozialverände arbeiten lustiger Weise auch an der eigenen Abschaffung, denn schließlich wären Sie in einem sozialen Land nicht mehr wichtig.

    Ich weiß nicht, was in Ihrem Leben geschehen ist, aber Sie stecken ganz tief in einer fremdartigen Ideologie fest, die Korruption ausgerechnet dort sieht, wo sie nunmal überhaupt nicht ist und dafür die richtig große Kriminalität in Wirtschaft und Politik gänzlich ignoriert, obwohl man dazu schon blind sein muss, schließlich leben wir im Informationszeitalter.

  6. Wie lässt sich die Menschenwürde beziffern?

    Mit dem Recht auf Arbeit, so wie es in der VERFASSUNG DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK festgeschrieben und verankert war.

    Leider haben Bohley und Konsorten dieses schriftlich verbuchte Menschenrecht aus der Verfassung damals gestrichen.

    Aber dafür werden diese Leute ja heute auch geehrt - Ehre eben, wem Ehre gebührt; wenn diese auch im Einzelfall sehr zweifelhaft ist.

    Neben diesem Menschenrecht besatand auch die Pflicht zur Arbeit, die so manchem bundesdeutschen AN schon vor der Wiederverinigung recht fremd war - dafür gab es ja auch die sogenannten "Fremdarbeiter", die die Drecksarbeit erledigten, für die sich der deutsche AN (West) damals zu schade war.

    Und heute wird darüber gejammert.

    Im Osten mussten die Menschen arbeiten, sonst gab es eben kein Geld - außer all jene, die "rübermachen" wollten und dann noch vom Staat "hofiert" wurden, indes andere die Arbeit für diesen Personenkreis mit erledigen mussten.

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    ... eine einfache Arbeit (da müsst sich doch was finden lassen?). Und schon erhält die Bundesrepublik Deutschland das begehrte DDR-Zertifikat. Zumindest mit Blick auf diesen Aspekt der Menschenwürde. Aber es soll ja auch noch andere gegeben haben ...

    ... eine einfache Arbeit (da müsst sich doch was finden lassen?). Und schon erhält die Bundesrepublik Deutschland das begehrte DDR-Zertifikat. Zumindest mit Blick auf diesen Aspekt der Menschenwürde. Aber es soll ja auch noch andere gegeben haben ...

  7. bezüglich Hartz4 seit einiger Zeit.

    Srudenten sind fröhlich, optimistisch und zufrieden, aber müssen eben aufs Geld schauen. Das erwarten Sie also von einem 50 jährigen Arbeitslosen. Nun gut, völlig unrealistisch aber was solls.

    Das harmlosesten, was man Ihnen vorhalten kann, ist, dass Sie Äpfel mit Birnen vergleichen.

  8. Wir müssen einfach mehr in Bildung, Forschung und Innovation investieren anstatt über hartz 4 sätze zu sprechen. Hier ein Beispiel http://www.aggromigrant.c... für ungerechte Behandlung in unserer Schulpolitik..

    Bitte verzichten Sie darauf, fortwährend den selben Link zu posten. Danke. Die Redaktion/ag

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    "Wir müssen einfach mehr in Bildung, Forschung und Innovation investieren anstatt über hartz 4 sätze zu sprechen."
    Und was würde das ändern? Wir hätten mehr arbeitslose Akademiker ... und dann? Mehr Arbeit wird die Wirtschaft dadurch auch nicht schaffen - eher sigar noch weniger, denn Akademiker wollen, zumindest am Anfang, auch bessr bezahlt werden - selbst der neue Diplombusfahreringenieur.
    Die Wirtschaft BRAUCHT diese Arbeitslosen und wird immer dafür sorgen, das es genug gibt, denn sie sind das beste mittel, Löhne zu drücken, mit Angst um den Arbeitsplatz die Arbeitnehmer gefügig zu machen und jedwede Auflagen - ob im Umweltschutz, in der Qualitätskontrolle, beim Mindestlohn oder sonstwo - zu drücken, zu minimieren oder ganz zu verhindern.
    Werfen Sie doch mal einen Blick in die Zeitung - es gibt kaum ein Thema, bei dem die Wirtschaft nicht mit der Drohung, Arbeitsplätze zu vernichten, die Menschen in diesem Land und die Politik erpresst. Wie soll das ohne Arbeitslose gehen?

    (um die es hier ja geht) oder Arbeitsamt als "Langzeitarbeitsloser" einen Kurs zu bekommen, der ihnen einen Wiedereinstieg in das Berufsleben möglich macht.

    Richtig. Gibt. Es. Nicht.

    Da werden Couchings "verschrieben", da werden Gablerstablerunterweisungen an obskure Träger vercheckt und lieber subventioniert man Unternehmer, die die Leute für ein Jahr nur wegen der Subventionen einstellen und dann wieder rausschmeißen.

    Ein bisschen Ehrlichkeit und Schonungslosigkeit würde dort def. nicht schaden.

    Btw. Müssen Arge und AA nicht bis zum 31.12.2010 neu organisiert werden? Bin ja mal gespannt...

    "Wir müssen einfach mehr in Bildung, Forschung und Innovation investieren anstatt über hartz 4 sätze zu sprechen."
    Und was würde das ändern? Wir hätten mehr arbeitslose Akademiker ... und dann? Mehr Arbeit wird die Wirtschaft dadurch auch nicht schaffen - eher sigar noch weniger, denn Akademiker wollen, zumindest am Anfang, auch bessr bezahlt werden - selbst der neue Diplombusfahreringenieur.
    Die Wirtschaft BRAUCHT diese Arbeitslosen und wird immer dafür sorgen, das es genug gibt, denn sie sind das beste mittel, Löhne zu drücken, mit Angst um den Arbeitsplatz die Arbeitnehmer gefügig zu machen und jedwede Auflagen - ob im Umweltschutz, in der Qualitätskontrolle, beim Mindestlohn oder sonstwo - zu drücken, zu minimieren oder ganz zu verhindern.
    Werfen Sie doch mal einen Blick in die Zeitung - es gibt kaum ein Thema, bei dem die Wirtschaft nicht mit der Drohung, Arbeitsplätze zu vernichten, die Menschen in diesem Land und die Politik erpresst. Wie soll das ohne Arbeitslose gehen?

    (um die es hier ja geht) oder Arbeitsamt als "Langzeitarbeitsloser" einen Kurs zu bekommen, der ihnen einen Wiedereinstieg in das Berufsleben möglich macht.

    Richtig. Gibt. Es. Nicht.

    Da werden Couchings "verschrieben", da werden Gablerstablerunterweisungen an obskure Träger vercheckt und lieber subventioniert man Unternehmer, die die Leute für ein Jahr nur wegen der Subventionen einstellen und dann wieder rausschmeißen.

    Ein bisschen Ehrlichkeit und Schonungslosigkeit würde dort def. nicht schaden.

    Btw. Müssen Arge und AA nicht bis zum 31.12.2010 neu organisiert werden? Bin ja mal gespannt...

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