Die rechtsextremen Parteien NPD und DVU wollen sich zu einer Partei zusammenschließen . "Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren", sagte NPD-Sprecher Klaus Beier in Berlin. Ein entsprechender Verschmelzungsvertrag sei bereits angefertigt und vom NPD-Vorstand im August bestätigt worden. Die Entscheidung für die DVU treffe deren Vorstand an diesem Wochenende, sagte der Sprecher weiter. "Wenn alles nach Plan läuft, wird die Fusion zum Jahreswechsel abgeschlossen sein."

Die rund 7000 NPD-Mitglieder sowie die etwa 4500 DVU-Anhänger hätten sich bereits jeweils mit deutlichen Mehrheiten für die Fusion ausgesprochen. Welchen Namen die künftige Partei tragen werde, stehe noch nicht fest. "In der NPD gibt es jedoch eine klare Mehrheit, den Namen beizubehalten."

Zum Thema Schulden wollte sich Beier nicht äußern. Der Weser Kurier schreibt dazu, die Fusion sei nur möglich geworden, weil der frühere DVU-Vorsitzende Gerhard Frey auf Forderungen von rund einer Million Euro verzichte. Der Verfassungsschutz schätzte noch im Sommer die Chancen für einen Zusammenschluss als mehr als gering ein.