Islam-Debatte Sarrazin ist nicht der deutsche Wilders

Überall in Westeuropa warnen Rechtspopulisten vor der Islamisierung des Abendlandes. Doch Sarrazins Vulgärdarwinismus ist auch für sie neu.

Ist es so weit? Kriegt auch Deutschland so eine neue Rechtspartei, die keiner braucht, die jedoch fast überall, ob groß, ob klein, den politischen Boden in Europa umwühlt? Radikalpopulismus, völkisch und abendländisch, unikulti und antiislamisch, patriotisch und antipolitisch, bald auch in diesem Theater?

Gemessen am Ausmaß des Medientumults um den Provokateur Thilo Sarrazin und dessen Stunt-Nummer als Hüter des deutschen Erbguts und Genpools könnte man meinen, die Zeit sei reif für einen wie ihn. Schon sammeln sich neue Freunde um den Noch-Sozialdemokraten, voran deutsche Rechtsextremisten und Neonazis, namentlich die NPD.

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In Österreich freut sich die FPÖ des vor gut zwei Jahren tödlich verunglückten Rechtspopulisten Jörg Haider. Die Aktivisten dieser unverhohlen fremdenfeindlichen Partei am rechten Rand der europäischen Demokratien berufen sich jetzt in ihren Regionalwahlkämpfen auf Sarrazins Botschaft von der drohenden Islamisierung Europas und der damit einhergehenden schleichenden Verdummung der Einheimischen. "Sarrazin statt Muezzin" ist die Parole.

Ist Sarrazin derjenige, der in Deutschland aus den rechten Unterströmungen eine rechte Bewegung wieder auferstehen lässt? Immerhin sind nicht wenige Politiker und Kommentatoren überzeugt davon, dass dem nationalradikalen Potenzial nur ein Anführer fehlt, der es weckt, auf dass es – wieder – zur realen politischen Kraft werde. Seit Beginn des Jahrhunderts wird im konservativen Elitenmilieu geraunt, meist bange, da und dort aber auch hoffend: "Wenn Deutschland einen Haider hätte..."

Sarrazins Themen und Thesen passten zum Anforderungsprofil eines "Deutschland-Erwache!"-Tribuns. Das Märtyrer-Image der verfolgten Unschuld, mit dem sich Europas rechtspopulistische Umrührer gern schmücken ("man wird ja wohl noch sagen dürfen..."), hat er schon.

Dass er aber "der deutsche Haider" werden könnte, wird kaum jemand glauben, der ihn ein wenig kennt und gelegentlich in Aktion erlebt hat. Der Mann ist eigentlich nicht dauerhaft integrierbar. Eine von ihm geführte politische Gruppe, Partei oder Bewegung würde alsbald implodieren, was bei rechtsradikalen Organisationen ohnehin nicht unüblich ist und in deren Geschichte nicht selten von Mord und Totschlag begleitet war. Unmittelbare politische Gefahr für die Demokratie geht von diesem habituellen Provokateur insofern keine aus.

Was der Mann vom rechten Flügel der deutschen Sozialdemokratie aber bewirkt hat, ist dennoch nicht zu unterschätzen: Er hat eine politische Schneise geschlagen und die Verbindung hergestellt zwischen dem in der "besseren Gesellschaft" verborgen wabernden Salonrassismus und der etwas raueren Stammtisch-Fremdenangst, die der wichtigste Rohstoff für die zum Teil sehr erfolgreichen antidemokratischen Kampagnen der europäischen Rechtspopulisten ist.

So gesehen ist der Noch-Bundesbanker daher auch schlimmer als der inzwischen weit über die Niederlande hinaus bekannte ex-liberale Rechtsparteigründer und Anti-Islam-Kreuzzügler Geert Wilders aus Den Haag. Vor Überfremdung, Islamisierung und "Selbstabschaffung" des Abendslandes warnt auch er. Damit ist seine Partei, die im Prinzip nur aus ihm selbst besteht, zur drittstärksten Fraktion im Parlament geworden. Aber ein genetischer Intelligenzverlust der christlichen Niederländer als Folge des Zuzugs von Andersgläubigen ist ihm bisher noch nicht eingefallen.

Dazu brauchte es Sarrazin. Einer der Vordenker der holländischen Sozialdemokraten, der Sozialwissenschaftler René Cuperus vom Thinktank Wiardi-Beckman-Stichting, schreibt zwar, nun sei auch Deutschland von der alles zertrümmernden Debatte des "Drei-I-Komplexes" (Immigration, Integration, Islam) erwischt worden. So weit so gut. Doch aus seiner Sicht hat Sarrazin die Debatte über die Rolle des Islam und der Moslems in Europa nun in eine neue, gefährlichere Dimension geführt: in die Dimension des Rassismus.

Leser-Kommentare
  1. Dass dieses Wort wohl von Hr. Schirrmacher ins Leben gerufen wurde macht es nicht besser.
    Die Lehre Darwins ist an sich schon "vulgär", in dem einfachen Sinne, dass es bei um die Selektion der Angepaßten geht.
    Aber so ist nunmal das Leben. Schön,wenn die Prinzipien Darwins durch den dt. Sozialstaat -zeitweise - außer Kraft gesetzt werden, das ändert aber nichts daran, dass auch dieser Spaß finanziert werden muss und sei es auf Pump, auf Kosten der nächsten Generation, wie es heute passiert.
    Dieser Begriff dient einzig und allein dazu, Sarrazin in seinen Äußerungen zu diffamieren, bringt aber keinen Erkenntnisgewinn in der Sache.

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    Survival by the fittest ohne Sozialstaat?
    "Auf zum fröhlichen jagen!"

    Die unser System vom Kollaps abhält. Selbst heute fließt der Geldstrom noch nach oben, nur die Überreichen werden immer Reicher, der Rest verliert beständig oder hält maximal das Niveau.

    Und genau das ist ein weiterer, entscheidender Punkt, den ich Sarrazin vorwerfe: Er lenkt mit dem Schwachsinn, den er von sich gibt, von den wahren Problemen ab, wie er es schon immer getan hat und zwar ausgerechnet auf den einzigen Stützbalken, den das Land noch hat, nämlich den Sozialstaat.

    Seine abartigen Züchtungsvorschläge mit Gebärprämien, würden dabei sehr viel Geld einsparen - vermeintlich. Selbst die 50.000€ Prämie ist nämlich weniger, als die Eltern durch das Kindergeld im Laufe der Jahre erhalten würden, während gerade jene, die es am meisten brauchen, nichts mehr bekommen.

    Wenn man Darwin unbedingt so fanatisch verstehen will wie Sarrazin - und auch Hitler und all die anderen, die ähnliches glauben - dann können Sie schonmal sämtliche Krankenhäuser schließen, die sind nämlich zutiefst Evolutonsfeindlich, wenn sich dadadurch selbst schwache Individuen fortpflanzen dürfen. Und auch die "Elite" bliebe nicht verschont, weil letztlich unser gesamter Forschritt, auch die Systeme, mit denen Sie sich bereichern, absolute evolutionsfeindlich sind, usw. usw.

    Tierschutz muss ganz nebenbei auch weg, aber an den werden wir wohl eh nicht mehr denken, wenn wir uns alle gegenseitig nur noch abschlachten.

    Hinweis an 'Kartusche': die 'Prinzipien Darwins' koennen von keinem Sozialstaat ausser Kraft gesetzt werden. Sie beziehen sich nicht auf die menschliche Gesellschaft, sondern auf die rein biologische Dimension. Es ist voellig korrekt, den Begriff 'Vulgaerdarwinismus' auf jede Art von Sozialdarwinismus anzuwenden. HS

    "Aber so ist nunmal das Leben. Schön,wenn die Prinzipien Darwins durch den dt. Sozialstaat -zeitweise - außer Kraft gesetzt werden, ..."

    Außer Kraft setzen lassen sich die Kräfte der Evolution nicht. Unter den Bedingungen des Sozialstaates heisst "survival of the fittest" eben, dass derjenige einen Vorteil erhält, der ihn am besten auszunutzen versteht. Das sind nicht unbedingt diejenigen, die ihn wirklich nötig haben.

    • joG
    • 09.09.2010 um 13:51 Uhr

    .... seinen Äußerungen zu diffamieren, ...."

    Ich fürchte, da haben Sie recht. Das ist wieder so eine Zuspitzung, wie wir das in letzter Zeit oft haben. Man mobbt.

    Survival by the fittest ohne Sozialstaat?
    "Auf zum fröhlichen jagen!"

    Die unser System vom Kollaps abhält. Selbst heute fließt der Geldstrom noch nach oben, nur die Überreichen werden immer Reicher, der Rest verliert beständig oder hält maximal das Niveau.

    Und genau das ist ein weiterer, entscheidender Punkt, den ich Sarrazin vorwerfe: Er lenkt mit dem Schwachsinn, den er von sich gibt, von den wahren Problemen ab, wie er es schon immer getan hat und zwar ausgerechnet auf den einzigen Stützbalken, den das Land noch hat, nämlich den Sozialstaat.

    Seine abartigen Züchtungsvorschläge mit Gebärprämien, würden dabei sehr viel Geld einsparen - vermeintlich. Selbst die 50.000€ Prämie ist nämlich weniger, als die Eltern durch das Kindergeld im Laufe der Jahre erhalten würden, während gerade jene, die es am meisten brauchen, nichts mehr bekommen.

    Wenn man Darwin unbedingt so fanatisch verstehen will wie Sarrazin - und auch Hitler und all die anderen, die ähnliches glauben - dann können Sie schonmal sämtliche Krankenhäuser schließen, die sind nämlich zutiefst Evolutonsfeindlich, wenn sich dadadurch selbst schwache Individuen fortpflanzen dürfen. Und auch die "Elite" bliebe nicht verschont, weil letztlich unser gesamter Forschritt, auch die Systeme, mit denen Sie sich bereichern, absolute evolutionsfeindlich sind, usw. usw.

    Tierschutz muss ganz nebenbei auch weg, aber an den werden wir wohl eh nicht mehr denken, wenn wir uns alle gegenseitig nur noch abschlachten.

    Hinweis an 'Kartusche': die 'Prinzipien Darwins' koennen von keinem Sozialstaat ausser Kraft gesetzt werden. Sie beziehen sich nicht auf die menschliche Gesellschaft, sondern auf die rein biologische Dimension. Es ist voellig korrekt, den Begriff 'Vulgaerdarwinismus' auf jede Art von Sozialdarwinismus anzuwenden. HS

    "Aber so ist nunmal das Leben. Schön,wenn die Prinzipien Darwins durch den dt. Sozialstaat -zeitweise - außer Kraft gesetzt werden, ..."

    Außer Kraft setzen lassen sich die Kräfte der Evolution nicht. Unter den Bedingungen des Sozialstaates heisst "survival of the fittest" eben, dass derjenige einen Vorteil erhält, der ihn am besten auszunutzen versteht. Das sind nicht unbedingt diejenigen, die ihn wirklich nötig haben.

    • joG
    • 09.09.2010 um 13:51 Uhr

    .... seinen Äußerungen zu diffamieren, ...."

    Ich fürchte, da haben Sie recht. Das ist wieder so eine Zuspitzung, wie wir das in letzter Zeit oft haben. Man mobbt.

  2. Die wirklich gescheiterte Integration ist die von Sarrazin bei der Bundesbank.

  3. Die Medien reiten auf einigen Gen-Zitaten herum. Abgesehen mal davon, dass es diese Forschung nunmal gibt, insbesondere in Israel und den USA. Aber das tut nichts zur Sache. Was die fehlende Integration der Muslime angeht in Europa, hat er einfach recht. Er hat es sogar milde ausgedrückt, aber das bekommt die politische Kaste und die reiche Müsli- und Zeit-Leser-Oberschicht in idyllischen Vororten wohl nicht mit. Ich möchte in einem freien Land leben. Schluss mit politisch-korrekter Gedankenpolizei und Neu-Sprech! Die Wahrheit bahnt sich ihren Weg und die Menschen erkennen das in Deutschland. Wenn es so weiter geht, wird dieser Staat wie die DDR enden. Die Lüge wird von der Realität überrollt und die Menschen werden endlich aufstehen gegen die Bevormundung von islamophilen Tagträumern.

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    Was hat das bitte mit der DDR zu tun? Und wo ist bitte die Gedankenpolizei die ihren Artikel löscht und Sie foltert?
    Und George Orwell hat als Sozialist bestimmt nicht ihre Ansichten geteilt, also nutzen sie nicht seine Despotie für Ihre Zwecke.
    Sie argumentieren übrigens ohne Zusammenhang.

    Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion zur Diskussion von Artikelinhalten vorgesehen ist. In diesem Fall lautet das Thema Rechtspopulismus und dessen Status in der öffentlichen Diskussion. Danke, die Redaktion/fk.

    • macey
    • 03.09.2010 um 18:52 Uhr

    "Er hat es sogar milde ausgedrückt, aber das bekommt die politische Kaste und die reiche Müsli- und Zeit-Leselschr-Oberschicht in idyllischen Vororten wohl nicht mit."

    Ausgerechnet die ärmeren und weniger priviligerten Gesellschaftsschichten in Deutschland sollen die Integrationsarbeit in eine,sie überfordernde Multi-Kulti-Gesellschaft leisten. Wer die Filme aus Duisburg-Marxloh gesehen hat, erkennt unzählige völlig verzweifelte Einheimische, die weder Geld noch Kraft haben, ihren Heimatort zu verlassen, in dem sie häufig schon seit Geburt an leben. Sie sind zugleich gezwungen, in Jobs zu arbeiten, in denen massive Konkurrenz durch Zuwanderer herrscht, das ist nämlich in allen weniger qualifizierten Arbeitsverhältnissen der Fall. Viele wurden durch die Massenzuwanderung von Arbeitskräften aus dem Arbeitsmarkt in die Sozialsysteme verdrängt.
    Die Multi-Kulti-Fans leben meistens in Vororten ohne zugewanderte Parallelgesellschaften, haben in ihren Jobs keine zugewanderte Konkurrenz zu fürchten und ihre Kinder sind auf den Straßen nicht der Migrantenkriminalität ausgeliefert.
    Gerade die Linken, die sich früher mal für die Arbeiterklasse eingesetzt hat, sollten sich schämen für ihre Ignoranz der Probleme.

    wann brennen die moscheen und gemüseläden?
    solche wahrheiten wie Ihre habe ich schon mal gelesen, aber in einem anderen Zusammenhang.

    Was hat das bitte mit der DDR zu tun? Und wo ist bitte die Gedankenpolizei die ihren Artikel löscht und Sie foltert?
    Und George Orwell hat als Sozialist bestimmt nicht ihre Ansichten geteilt, also nutzen sie nicht seine Despotie für Ihre Zwecke.
    Sie argumentieren übrigens ohne Zusammenhang.

    Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion zur Diskussion von Artikelinhalten vorgesehen ist. In diesem Fall lautet das Thema Rechtspopulismus und dessen Status in der öffentlichen Diskussion. Danke, die Redaktion/fk.

    • macey
    • 03.09.2010 um 18:52 Uhr

    "Er hat es sogar milde ausgedrückt, aber das bekommt die politische Kaste und die reiche Müsli- und Zeit-Leselschr-Oberschicht in idyllischen Vororten wohl nicht mit."

    Ausgerechnet die ärmeren und weniger priviligerten Gesellschaftsschichten in Deutschland sollen die Integrationsarbeit in eine,sie überfordernde Multi-Kulti-Gesellschaft leisten. Wer die Filme aus Duisburg-Marxloh gesehen hat, erkennt unzählige völlig verzweifelte Einheimische, die weder Geld noch Kraft haben, ihren Heimatort zu verlassen, in dem sie häufig schon seit Geburt an leben. Sie sind zugleich gezwungen, in Jobs zu arbeiten, in denen massive Konkurrenz durch Zuwanderer herrscht, das ist nämlich in allen weniger qualifizierten Arbeitsverhältnissen der Fall. Viele wurden durch die Massenzuwanderung von Arbeitskräften aus dem Arbeitsmarkt in die Sozialsysteme verdrängt.
    Die Multi-Kulti-Fans leben meistens in Vororten ohne zugewanderte Parallelgesellschaften, haben in ihren Jobs keine zugewanderte Konkurrenz zu fürchten und ihre Kinder sind auf den Straßen nicht der Migrantenkriminalität ausgeliefert.
    Gerade die Linken, die sich früher mal für die Arbeiterklasse eingesetzt hat, sollten sich schämen für ihre Ignoranz der Probleme.

    wann brennen die moscheen und gemüseläden?
    solche wahrheiten wie Ihre habe ich schon mal gelesen, aber in einem anderen Zusammenhang.

  4. Survival by the fittest ohne Sozialstaat?
    "Auf zum fröhlichen jagen!"

    Antwort auf "Vulgärdarwinismus"
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    [...]

    Die Kommentarfunktion ist zur Diskussion der Artikelinhalte - ist Sarrazin der deutsche Wilders - vorbehalten. Danke, die Redaktion/fk.

    [...]

    Die Kommentarfunktion ist zur Diskussion der Artikelinhalte - ist Sarrazin der deutsche Wilders - vorbehalten. Danke, die Redaktion/fk.

  5. Bitte äußern Sie sich in Kommentaren zum Thema des Artikels - die Konjunktur des Rechtspopulismus und die Verortung Sarrazins in diesem Diskurs. Danke, die Redaktion/fk.

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    Der Kommentar auf den Sie sich beziehen wurde mittlerweile entfernt. Die Redaktion/fk.

    Der Kommentar auf den Sie sich beziehen wurde mittlerweile entfernt. Die Redaktion/fk.

  6. Entfernt. Äußern Sie sich zum Thema des Artikels. Die Redaktion/sh

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    Selbst wenn ich den Thesen von Hr. Sarrazin fundamental gegenüber stehe, Hr. Wilders verachte usw. muss es jeden anständigen Demokraten grauen, wenn muslimische Fanatiker Andersdenkende mit dem Tod bedrohen.

    http://www.spiegel.de/pol...

    Dass das keine leeren Drohungen sind, zeigt nicht nur die Fälle Van Gogh, Westergaard, auch Fernsehsendungen und Opernaufführungen werden aus Rücksicht vor diffusen muslimischen Befindlichkeiten oder möglichen Gewaltexzessen abgesagt.
    Was hat das noch mit einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft zu tun?

    Selbst wenn ich den Thesen von Hr. Sarrazin fundamental gegenüber stehe, Hr. Wilders verachte usw. muss es jeden anständigen Demokraten grauen, wenn muslimische Fanatiker Andersdenkende mit dem Tod bedrohen.

    http://www.spiegel.de/pol...

    Dass das keine leeren Drohungen sind, zeigt nicht nur die Fälle Van Gogh, Westergaard, auch Fernsehsendungen und Opernaufführungen werden aus Rücksicht vor diffusen muslimischen Befindlichkeiten oder möglichen Gewaltexzessen abgesagt.
    Was hat das noch mit einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft zu tun?

  7. Wie intolerant man über Herrn Sarrazin pöbelt, macht mich traurig und betroffen.
    Wo sind die Lichterketten für Demokratie und Meinungsfreiheit?

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    Sie schreiben: "Wo sind die Lichterketten für Demokratie und Meinungsfreiheit?"

    Na zum Beispiel hier, in den anderen Foren der ZEIT und in vielen, vielen anderen mit wohl inzwischen Tausenden von Beitrtägen. Da wird diskutiert, dass die Fetzen fliegen - und das sind die Lichterketten der Meinungsfreiheit. Google meldet inzwischen zu "Sarrazin" 3.850.000 Ergebnisse - keine Meinungsfreiheit?

    Oder meinten Sie, Meinungsfreiheit sei nur, wenn man Sarrazin zustimmt und für ihn Lichterketten bastelt?

    Da hätten Sie dann wohl etwas gründlich falsch verstanden.

    "Wo sind die Lichterketten für Demokratie und Meinungsfreiheit?"
    Seine Meinungsfreiheit wird in keinster Weise eingeschränkt!Wird sein Buch etwa zensiert?Darf er es nicht mehr verkaufen?Muss er vor Gericht wegen Volksverhetzung?Nein-eben weil er Meinungsfreiheit hat!Die politischen Konsequenzen die er tragen muss haben nicht das geringste mit der Meinungsfreiheit zu tun.Würde unser Bundespräsident der Ansicht sein,Ostdeutsche seien dümmer als Westdeutsche dann wäre das auch von der Meinungsfreiheit gedeckt.Nur er würde die politische Konsequenz tragen müssen-was auch richtig wäre.
    Dieser üble Rassist der die Würde von Millionen Menschen verletzt muss eben die Konsequenz tragen!
    Wo sind die Lichterketten die für die Würde der Menschen eintreten???

    Die kennen die meisten nur gegenüber denjenigen, die uns ausnutzen!
    Man schafft Anti-Diskriminierungs-Gesetze und schaut zu, wie das eigene Volk diskrimiert wird, von denen, für die solche Gesetze geschaffen wurden, damit sie langsam unantastbar werden!
    Irgendwie ist das alles bedenklicher Schwachsinn, was in diesem Land geschieht!

    Sie schreiben: "Wo sind die Lichterketten für Demokratie und Meinungsfreiheit?"

    Na zum Beispiel hier, in den anderen Foren der ZEIT und in vielen, vielen anderen mit wohl inzwischen Tausenden von Beitrtägen. Da wird diskutiert, dass die Fetzen fliegen - und das sind die Lichterketten der Meinungsfreiheit. Google meldet inzwischen zu "Sarrazin" 3.850.000 Ergebnisse - keine Meinungsfreiheit?

    Oder meinten Sie, Meinungsfreiheit sei nur, wenn man Sarrazin zustimmt und für ihn Lichterketten bastelt?

    Da hätten Sie dann wohl etwas gründlich falsch verstanden.

    "Wo sind die Lichterketten für Demokratie und Meinungsfreiheit?"
    Seine Meinungsfreiheit wird in keinster Weise eingeschränkt!Wird sein Buch etwa zensiert?Darf er es nicht mehr verkaufen?Muss er vor Gericht wegen Volksverhetzung?Nein-eben weil er Meinungsfreiheit hat!Die politischen Konsequenzen die er tragen muss haben nicht das geringste mit der Meinungsfreiheit zu tun.Würde unser Bundespräsident der Ansicht sein,Ostdeutsche seien dümmer als Westdeutsche dann wäre das auch von der Meinungsfreiheit gedeckt.Nur er würde die politische Konsequenz tragen müssen-was auch richtig wäre.
    Dieser üble Rassist der die Würde von Millionen Menschen verletzt muss eben die Konsequenz tragen!
    Wo sind die Lichterketten die für die Würde der Menschen eintreten???

    Die kennen die meisten nur gegenüber denjenigen, die uns ausnutzen!
    Man schafft Anti-Diskriminierungs-Gesetze und schaut zu, wie das eigene Volk diskrimiert wird, von denen, für die solche Gesetze geschaffen wurden, damit sie langsam unantastbar werden!
    Irgendwie ist das alles bedenklicher Schwachsinn, was in diesem Land geschieht!

  8. Ein kompromissloses Niederschreien, anders kann man diese Aussage nicht interpretieren.

    " Sie muss sich einer offenen, klaren und kompromisslosen Sprache bedienen. "Nein" statt "Ja, aber!" Und sie darf die refrainhaft dazwischen gerufenen Vorwürfe der "politischen Korrektheit" – Markenzeichen derer, die mit "unkorrekten" Provokationen für Aufmerksamkeit bei Talkshow-Redaktionen sorgen – nicht scheuen."

    Na da stehen uns ja "tolle" Zeiten bevor.
    Dieses verhalten als demokratisch zu titulieren halte ich für gewagt.

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